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01.02.2006

InternetGerüchte über Legios-Verkauf

Westlaw.de wird zum 30. April eingestellt

Der juristische Online-Service Westlaw.de wird zum 30. April 2006 eingestellt. Das hat ein Unternehmenssprecher bestätigt. Rund 40 Mitarbeiter in Frankfurt am Main und in Maastricht sind von der Schließung betroffen.

Wie der Westlaw-Sprecher weiter sagte, habe der juristische Zweig des Mutterkonzerns, Thomson Legal & Regulatory (Thomson Corporation), die Einstellung des Geschäftsbetriebs beschlossen, weil das Marktwachstum für juristische Online-Dienste in Deutschland als zu schwach eingeschätzt wird. Die Geschäftsentwicklung sei deshalb im deutschen Markt begrenzt. Künftig wolle sich Thomson auf die internationalen Märkte konzentrieren, in denen es für die Online-Produkte des Unternehmens eine entsprechende Akzeptanz gebe.

Die von der Schließung betroffenen 40 Mitarbeiter sollen, wenn möglich, im eigenen Konzern weiterbeschäftigt werden. Westlaw.de-Geschäftsführer Klaus Pfeifer war nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Mit dem Bekanntwerden des Endes von Westlaw.de kursiert eine weitere Nachricht, die der Branchendienst "Password" (Hattingen) in Umlauf gesetzt hat. Demnach soll die RWS-Datenbank Legios – ein Gemeinschaftsunternehmen der Verlage Dr. Otto Schmidt, Heymanns, Verlagsgruppe Handelsblatt und Haufe – zum Verkauf stehen. Angeblich sei bereits eine siebenstellige Summe geboten worden, und die Kaufverhandlungen stünden kurz vor dem Abschluss.

Eine Nachfrage bei Legios ergab, dass Geschäftsführer Michael Vogelbacher keine Informationen zu einem geplanten Verkauf vorliegen.