17.02.2006
BildungVdS Bildungsmedien legt aktuelle Zahlen zur Schulbuchfinanzierung vorStaat gibt weniger Geld für Schulbücher aus
Das sind 6,6 Prozent weniger als 2004, als die Ausgaben für Lernmittel noch 244 Millionen Euro betrugen. Die Minderausgaben der öffentlichen Hand sind durch Mehrausgaben privater Haushalte ausgeglichen worden: In Ländern mit eingeschränkter Lernmittelfreiheit wie Berlin, Hamburg, Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen mussten vor allem die Eltern tiefer in die Tasche greifen. Der Abwärtstrend bei den öffentlichen Schulbuchausgaben hält seit 1991 unvermindert an. Damals wurden noch Lernmittel im Wert von 400 Millionen Euro durch die öffentliche Hand finanziert. Enttäuscht zeigt sich der VdS Bildungsmedien darüber, dass das öffentliche Engagement trotz der schlechten Pisa-Ergebnisse zurückgehe. Der Verband kritisiert insbesondere, dass Eltern und Schüler zwar bundesweit mehr zahlten, "2005 aber nur in Berlin, Hamburg und Niedersachsen einen Gegenwert in Form einer besseren Schulbuchausstattung erhalten".
Der Buchhandelsumsatz mit Schulbüchern und Lernsoftware verharrte mit knapp 440 Millionen Euro 2005 auf dem gleichen Niveau wie 2004.



