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11.04.2007

Karl-Peter Winters: Zusammenarbeit mit der Verlagsgruppe Handelsblattprivat
Verlage

Handelsblatt steigt ein

Die Holtzbrinck-Tochter Verlagsgruppe Handelsblatt, zu der unter anderem der Schäffer-Poeschel Verlag gehört, erwirbt eine Minderheitsbeteiligung von 37,88 Prozent am Kölner Fachverlag Dr. Otto Schmidt KG.

Beide Unternehmen haben schon beim Internetportal Legios zusammengearbeitet und wollen mit der neuen Partnerschaft ihre Wettbewerbsfähigkeit im Segment Recht, Wirtschaft, Steuern stärken. So ist beispielsweise geplant, bei der Online-Vermarktung der Inhalte oder bei Marketing und Vertrieb zu kooperieren. »Wir stärken unsere Position auf dem deutschen Markt, ohne unsere Selbstständigkeit aufzugeben«, sagte Karl-Peter Winters, geschäftsführender Gesellschafter, auf Anfrage. Durch die Kooperation rücke man hinter C.H. Beck zur Nummer zwei der deutschen RWS-Verlage auf, so Winters.

Zur Begründung, warum sich der Dr. Otto Schmidt Verlag einen Partner ins Boot holt, verwies Winters auf den Konzentrationsprozess im RWS-Markt. An Standorten, Geschäftsführern oder Mitarbeiterzahlen werde sich nichts ändern. Die übrigen Anteile des Kölner Verlags liegen weiterhin in den Händen der Familiengesellschafter. Ein Verkauf von weiteren Anteilen steht laut Winters nicht zur Debatte. Das Bundeskartellamt muss dem Deal noch zustimmen. Winters, der Vorsitzender des Verleger-Ausschusses im Börsenverein ist, wird dieses Amt auch weiterhin aus-üben.

DOI: 10.1391/BBL-Online.20070411-otto_schmidt