02.05.2007
VerbandHonnefelder: „Fall der Buchpreisbindung ist kulturpolitisch falsches Signal“Börsenverein hofft auf Buchpreisbindungsgesetz in der Schweiz
Ohne Buchpreisbindung würden viele Buchhandlungen in der Schweiz schließen, das kulturelle Angebot werde kleiner. „Die Frage ist, ob sich nicht bereits kurzfristig im gewachsenen buchhändlerischen Austausch zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz die Marktbedingungen für deutschsprachige Bücher zum Nachteil entwickeln. Der Börsenverein hofft deshalb auf eine gesetzliche Regelung für die Schweiz in den nächsten Monaten“, so Honnefelder. Durch ein Buchpreisbindungsgesetz könnte die Schweiz – wie in Deutschland und Österreich – den Fortbestand der Buchpreisbindung sichern. Derzeit laufen dort die parlamentarischen Arbeiten an einer solchen Regelung, die vom Nationalrat im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit gefordert wurden.
Der Schweizer Bundesrat hat heute das Ausnahmegesuch des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes SBVV und des Börsenvereins zum Erhalt der Buchpreisbindung abgelehnt. Die Verbände hatten damit auf den negativen Entscheid der Wettbewerbskommission zur Buchpreisbindung in der Schweiz reagiert. Damit verliert der Sammelrevers, der Grundlage für die Preisbindung in der deutschsprachigen Schweiz ist, seine Gültigkeit.
Die Schweizer Entscheidung hat keine unmittelbare Auswirkung auf das Fortbestehen der Buchpreisbindung in Deutschland und Österreich. Auch bei Buchimporten aus der Schweiz nach Deutschland ändert sich nichts.
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