02.05.2007
SchweizVergleich mit MusikpartiturenBundesrätin: »Gefährdet sind nur kleine Allround-Buchhändler«
Das sei auch bei den Musikpartituren der Fall gewesen, über deren Preise der Bundesrat 1998 identisch entschieden habe. Die kulturpolitischen Interessen, die die Gesuchssteller anführten, lassen sich aber laut Bundesrat mit besseren Mitteln als der Buchpreisbindung verwirklichen. Als Beispiel nennt die Landesregierung die Literaturförderung, für die allein auf Bundesebene jährlich 6,7 Millionen Franken ausgegeben werden.
Die Buchhändler würden sich in Zukunft stärker spezialisieren müssen, regte Leuthard an. Nur kleine Allround-Buchhändler seien ohne Preisbindung allenfalls gefährdet. Für qualifizierte Beratung seien Kunden bereit, mehr zu bezahlen. Nicht der freie Markt sei das größte Problem der Buchhändler, sondern das Internet, meinte die Bundesrätin weiter.
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