NEWS

03.05.2007

Buchpreisbindung

Verlegerstimmen zum Fall der Preisbindung in der Schweiz

"Der Entscheid ist ein kulturpolitisches Desaster und ein großer Fehler", meint Verleger Egon Ammann in der "NZZ".

Auf seine Programmgestaltung werde dies jedoch keinen Einfluss haben. Man werde sich auf die neue Situation mit Erfindergeist einzustellen haben. "Wir sind ja schließlich auch Kaufleute", so Ammann weiter. Der Verleger bedauere es jedoch, dass der Bundesrat die Chance verpasst habe, ein Signal Richtung Europa zu senden. Dirk Vaihinger, Leiter des Verlags Nagel & Kimche, befürchte dagegen Rückwirkungen auf die Verlagsprogramme, wenn die kleinen und mittleren Buchhandlungen als Vertriebswege für die in geringen Auflagen gedruckten Bücher wegfallen sollten.

Was der Entscheid für die deutschen Verlage bedeutet, bleibt abzuwarten. Philip Roeder von Suhrkamp befürchtet laut "NZZ" jedoch einen starken Preiskampf in den umsatzstarken Segmenten. Das Signal aus der Schweiz hält er für fatal.

[...] Tags: Preisbindung, Schweiz