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14.06.2007

Ärger um Auslistung von Cornelsen-Titeln

Der Landesverband SaSaThü protestiert in einem offenen Brief gegen die Auslistung von Cornelsen-Schulbüchern beim Barsortiment KNV.

"Wir können (und wollen) nicht nachvollziehen, wer hier an welcher Schraube von Konditionen und Rabatten dreht und drehen will“, schreibt Geschäftsführerin Regine Lemke. Größere Buchhandlungen mit zwei Lieferanten hätten in dieser Situation einen klaren Vorteil, „die kleinen und mittleren Buchhandlungen bleiben beim „Muskelspiel“ der Großen (KNV contra Cornelsen) auf der Strecke“.
Lemke fordert die Unternehmen auf, sich um eine "schnelle Lösung zu bemühen, damit im Schulbuchgeschäft 2007/2008 die Versorgung mit Schulbüchern und Arbeitsmaterialien sichergestellt werden kann".

Hintergrund des Briefs ist die Auslistung eines Großteils der Schulbücher und Arbeitshefte der Verlage Cornelsen und Volk und Wissen. Alle Titel unter einem Verkaufspreis von 18 Euro seien von KNV mit der Begründung der Unwirtschaftlichkeit ausgelistet worden, sagte Cornelsen-Sprecherin Christine Jessen auf Anfrage. "KNV wollte höhere Rabatte erzwingen, wir sind auf diese Forderung jedoch nicht eingegangen.“

Seit Jahren stehe man mit Cornelsen in Verhandlungen über höhere Rabatte, sagt Rudolf Sommer von KNV. "Die ungenügende Qualität der Auslieferung zusammen mit der für uns ungenügenden Ergebnissituation hat nun zur Auslistung geführt", erklärt er auf Anfrage. Über die Anzahl der ausgelisteten Titel wollte Sommer keine Angaben machen.

3 Kommentare

1. Peter Wiemann14.06.2007 11:41h

Wir sind als Kunde von KNV als einzigem BS auch betroffen. Jedoch bin ich zu 100% mit dieser Massnahme von KNV einverstanden. Cornelsen forderte von uns das "Nachmittagsprogramm" zu listen um 25% Schulbuchrabatt statt jetzt 20% zu bekommen. Unsere "Einkaufsmacht" reicht nicht um derartige - ja wie nennt man denn das? - abzuwehren. Vielleicht aber die von KNV. Leider ist unser Verein da ja immer auf der Seite der Starken.

2. Matthias Hoffmann14.06.2007 15:28hwww.buchundleben.de

Zweifellos sind die Konditionen von Cornelsen seit Jahren unverschämt schlecht. Aber die jetzige Situation bedeutet für kleinere Buchhandlungen eine erhebliche Einbuße an Servicemöglichkeiten für unsere Kunden. Denn wer bestellt ein einzelnes Arbeitsheft (für den Stammkunden) beim Verlag?? Ob Proteste gegen die Machtmissbraucher hier etwas bewirken?

3. Marlene Winter14.06.2007 22:41hwww.winterbuch.de

An die "Kleinen": Nicht beschweren! Genosse bei eBuch werden! ANABEL hat sie alle über Nacht, auch Cornelsen!

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