Ausland
20.06.2007Großbritannien
Preiskampf um Harry Potter
"Harry Potter and the Deathly Hallows" dürfte in Supermarktketten und im Onlinehandel für acht bis neun Pfund (13 Euro) verkauft werden - bei einer Preisempfehlung des Verlags von 17,99 Pfund. Die unabhängigen Buchhandlungen würden deshalb nur wenige Exemplare für treue Kunden einkaufen, so der "Bookseller". Ein Viertel des unabhängigen Buchhandels will - wie im BÖRSENBLATT bereits berichtet - ganz auf HP 7 verzichten.Harry Potter dient als Lockvogel, auch die Großen verdienen an der neuesten Episode um den Zauberlehrling wohl kaum. Harry Potter sei zu einem reinem Marketinginstrument geworden, sagte Sydney Davies vom britischen Branchenverband Bookseller Association dem "Telegraph".
HP 7 erscheint auf Englisch am 21. Juli, die deutsche Übersetzung kommt am 27. Oktober in den Handel.



1. Dieter Dausien 20.06.2007 21:18h www.freiheitsplatz.de
Armes England! Da sieht man mal, wohin man ohne Preisbindung kommt.
2. Joachim Kaufmann 20.06.2007 22:39h www.carlsen.de
Wir hoffen sehr, dass sich die Marktteilnehmer in der Schweiz nicht ähnlich verhalten und empfehlen dringend, sich an die unverbindliche Preisempfehlung zu halten. Sonst wird auch dieser Riesenerfolg ein wirtschaftlicher Flop für den gesamten Buchhandel!
3. Mathias Schindler 21.06.2007 09:38h http://isbn.mathias-schindler.de
@Dieter Dausien:
Wohin? Vielleicht zu niedrigeren Preisen, mehr Lesern, innovativeren Methoden, Bücher an neue Kunden zu bringen?
4. Stefan Frank 21.06.2007 10:59h
Den Menschheitsdämmerungstonfall rund um die Buchpreisbindung könnte ich ja nachvollziehen, aber nicht gerade, wenn es um Harry Potter geht. Gibt es noch irgend jemanden, der an HP noch nicht genug verdient hat, mit oder ohne Buchpreisbindung??? Und wenn Harry Potter im Laden nicht mehr zu kaufen gäbe, wäre das der Untergang des Abendlandes?
5. Gordon Müllenbach 29.06.2007 21:12h
Ein einfaches Szenario, Bücher werden unbezahlbare Ware einer Reichenelite, die sich in Anlehnung an die Tradition das Geheimwissen zuzuschachern glaubt, das kleine Comicbuch bleibt dem Kind von der Strasse unerschwinglich, während wir dann einfach eine Münze in den Web-Appariollo werfen und eine halbe Stunde surfen!
6. Martin Brüninghaus 12.07.2007 19:24h www.petersen-buchimport.com
Leider ist für die englische Ausgabe in Deutschland nichts anderes zu erwarten. Dabei sind sich eigentlich alle einig: Der (wenn vielleicht auch kleine) Aufschwung ist da. „Geiz ist geil“ steht selbst bei Saturn vor dem aus und bei weiten Teilen der Konsumenten eh schon lange vor der Abschaffung. Und wer Bücher im fremdsprachigen Original gut lesen kann, ist nicht automatisch ein Schnäppchenjäger oder Preisfuchs – Eher im Gegenteil, oder? Und ob die Kunden wegen einem Verkaufspreis von € 19,90 wirklich in Scharen den Laden verlassen, um dann für 16,90 oder 15,90 zu kaufen, ich bezweifle es. Lieber die Kunden mit ein paar netten Worten, und/oder einem kleinen „Give“ (z. B. eine „Zauberpraline“ o. ä.) bedenken. – Das ist sicherlich der bessere Weg, um sich positiv in Erinnerung zu halten und zum Wiederkommen zu bewegen.
7. Hans Georg Riedel 21.07.2007 10:52h http://www.humbuch.de
Ich mache ganz einfach so:
Amazon-Preis 18,90€
Hugendubel-Preis 17,90€
Mein Preis 16,90€
Meine Buchhandlung hat eine Fläche von 18m² .
Bezahlt macht sich die sehr geringe Gewinnspanne für mich immer dann, wenn vorübereilende Passanten schimpfen, daß sie bei den beiden Riesen mehr bezahlen mussten, als bei mir.
8. Hans Georg Riedel 21.07.2007 11:23h http://www.humbuch.de
Ich mache es ganz einfach so:
Amazon-Preis 18,90€
Hugendubel-Preis 17,90€
Mein Preis 16,90€
Meine Buchhandlung hat eine Fläche von 18m² .
Bezahlt macht sich die sehr geringe Gewinnspanne für mich immer dann, wenn vorübereilende Passanten schimpfen, daß sie bei den beiden Riesen mehr bezahlen mussten, als bei mir.