Sie sind noch nicht eingeloggt und können daher keine Einträge im Forum vornehmen.
Login | Registrierung | Passwort vergessen
Sagen Sie uns Ihre Meinung! - Was meinen Sie zum florierenden Handel mit Gebrauchtbüchern?
| Autor | Nachricht |
|---|
| quax
Mitglied seit: 21.06.2007 |
Der Handel mit vergriffenen und gebrauchten Büchern ist eines der wichtigsten up-to-date-Marketingwerkzeuge des Sortiments | 21.06.07 12.06h |
| Der Handel mit gebrauchten Büchern ist so alt wie das Buch selbst und der online-Handel mit Büchern so alt wie das Internet. Warum ausgerechnet der Sortimentsbuchhandel damit ein Problem haben sollte, ist mir als Sortimenter nicht verständlich. Natürlich verkaufen wir in unserer Buchhandlung am liebsten und mit Begeisterung neue und gern auch teure Bücher. Seit wir online sind, ich weiss schon gar nicht mehr seit wann, verkaufen wir Altauflagen und anderen Ramsch auch übers Internet. Das Schönste aber ist, dass unsere Kunden unseren Besorgungsservice für gebrauchte oder vergriffene Bücher enorm schätzen und mit barer Münze honorieren (wir kalkulieren mit ordentlichem Aufschlag). Wer es sich leisten kann, seine Kunden bei entsprechenden Anfragen ans Internet zu verweisen, oder sie sonstwie abschlägig bescheidet, bitteschön, man kann's und/oder will's dann eben nicht besser. Mit dem Willen zu mehr Dienstleistung und Flexibilität hat dieses branchenübliche Dauergejammer übers Gebrauchtbuch jedenfalls gar nichts gemein. |
| johannabu
Mitglied seit: 25.06.2007 |
geschrieben am: 25.06.07 05.06h |
| Wir (ZVAB) machen mit dem Programm Antiquaria auch immer wieder die Erfahrung, dass Sortimenter sehr zufrieden sind, da sie anhand der Gewinnspanne am Gebrauchtbuchmarkt mitverdienen können. |
| jahnmeyer
Mitglied seit: 25.06.2007 |
geschrieben am: 25.06.07 10.06h |
| Ja! Da muss ich meinem Vorvorredner quax genau zustimmen. Gebrauchtbücher nehmen in unserem buchhändlerischen Alltag immer größeren Platz ein. Gewiss... Gebrauchtbücher sind nicht jedem Buchhändler seine Sache: Es ist unbequem, nimmt Zeit in Anspruch, man weiss nicht welche Qualität und welchen Zustand man bekommt. Aber ich denke, dass da mit einer ordentlichen Kalkulation immer was zu machen ist. Zudem muss ich sagen, dass es auch Spaß macht, sich auf diesem Gebiet zu engagieren oder sich nützlich zu machen. Allein von der Nutzung der vielen Beschaffungsmöglichkeiten bekommt man im normalen Geschäftsalltag eine viel viel größere Bandbreite. Ein Verweis der Kunden an das Internet käme, wie es quax so treffend sagt einem "buchhändlerischen Selbstmord" gleich. Der Kunde der dann im Internet bestellt, wird dann auch neue Bücher in der Zukunft im Internet bestellen. Die einzige Chance im "Kleinbuchhandel" ist es (ich muss wieder quax zitieren) mehr Dienstleistung und Flexibilität zu zeigen. Weltbild und Konsorten können und wollen das nicht. Jörg Jahn-Meyer |
| luise333
Mitglied seit: 10.10.2007 |
geschrieben am: 10.10.07 10.10h |
| Die Kollegen vom Neubuchhandel möchte ich ziemlich energisch warnen davor, sich näher einzulassen auf den Gebrauchtbuchvertrieb, aus mehreren Gründen. Vor allem: Das Image nahezu jeder Buchhandlung ist heute ausgerichtet auf absolute Sauberkeit, die Kundschaft will "frische" Ware, auch und gerade dort, wo die Bücher nicht mehr nur eingeschweißt in den Regalen stehen. Dieses Sauberkeitsimage muß man nicht mögen, man kann es sogar verabscheuen (ich bin so einer) - aber was hilfts, die Kunden wollen das. Leider fühlen sich auch immer mehr Antiquare bemüßigt, ihren an sich so poetischen Altbuchladen zum piksauberen Möchtegern-Neubuchladen zu gestalten. Nun ist es fast unmöglich, gebrauchte Titel "sauber" anzubieten, ohne daß ein - äußerst negativer - Imagetrensfer hin zu den Neubüchern stattfindet. Auch räumliche Trennung hilft da nicht unbedingt. Nur wenn ein gut ausgebautes "richtiges" Antiquariat betrieben wird, d a n n kann das Antiquariat mit der Neubuchhandlung zusammen eine gute Sache sein, in Freiburg etwa - alles leider historische Beispiele - der unvergessene Eberhard Albert oder auch die (überraschend gut gelungene) Antiquariatsetage aus der Anfangszeit von Rombach - wer erinnert sich noch an die pfiffige, patente Graphikfrau oder an Herrn Uhl, der sich dort die ersten Sporen verdient hat? Ansonsten aber, wenn solch ein echte Doppelbetrieb nicht möglich ist, sei d r i n g e n d vor Experimenten mit gebrauchten Büchern in der Neubuchhandlung gewarnt. Wenn es gewünscht wird, können wir gern weiterdiskutieren darüber, es ist ein interessantes Thema, weil sich dabei allerhand Wesentliches sowohl über das Neu- wie auch das Altbuch aufzeigen läßt. Schönen Gruß von Peter Mulzer aus der staubigen Ecke der Antiquare |
| ms11
Mitglied seit: 17.02.2008 |
geschrieben am: 17.02.08 03.02h |
| gebe ich Ihnen vollkommen recht - und wird noch lange so sein. |
| Literaturladen
Mitglied seit: 12.03.2008 |
geschrieben am: 12.03.08 10.03h |
| Unsere Erfahrung zeigt, daß fast jeden Tag Buchhandlungen bei uns über das Antiquaria Programm von zvab bestellen. In der Zwischenzeit haben wir richtige Buchhandlungs Stammkunden die mehr als einmal in der Woche bestellen. Sie haben erfahren , daß Sie von uns nur sehr gute gebrauchte Bücher bekommen und feine antiquarische Bände und was besonders wichtig ist- die Buchhandlungen erhalten Ihre Bücher am Tag nach der Bestellung und können diese sehr schnell an den Kunden weitergeben. Jedenfalls hat bei uns der Umsatz durch Antiquaria -zvab - deutlich zugenommen. |

