NEWS ANTIQUARIAT

26.06.2007

Antiquariat

Antiquare über Ebay: Ergebnisse einer Umfrage

Das Internet-Auktionshaus Ebay gerät durch negative Presseberichte zunehmend in die öffentliche Kritik. Wir haben einige Antiquare nach ihren Ebay-Erfahrungen gefragt.

„Unser Antiquariat verkauft nicht über Ebay, ebenso kaufen wir keine Bücher über Ebay an, da wir zu viele schlechte Erfahrungen gemacht haben: unzureichende Zustandsbeschreibungen, Werke mit fehlenden Tafeln, fehlenden Seiten, keine Erwähnung von Bibliotheksstempeln usw.“ – Olaf Adler (Buchhandlung und Antiquariat Arno Adler, Lübeck)

„Wir haben noch nie bei Ebay angeboten und haben es auch nicht vor, weil: 1. Nicht seriös. Anbieter kennen Bücher in der Regel nicht von innen 2. Bücher mit einer gewissen Qualität fließen zu billig ab 3. Käufer sind Schnäppchenjäger 4. Die diversen Antiquariatsplattformen reichen absolut aus.“ – Ernst Joachim Bauer (Aegis Buch- und Kunstantiquariat, Ulm)

„Wir haben unsere Ebay-Tätigkeiten nahezu gänzlich eingestellt. Einem im Verhältnis hohen Verwaltungsaufwand standen äußerst geringe Erlöse gegenüber.“ – Frank Behnke (Antiquariat BehnkeBuch, Ahrensburg)

„Ich biete keine Bücher bei Ebay an, weil ich in den meisten Fällen über meine Homepage oder über Antiquariatsplattformen bessere Preise erzielen kann.“ – Erich Bürck (Antiquariat Bürck, Berlin)

„Ich möchte die Preisgestaltung im Normalfall nicht den Kunden überlassen. Ich möchte keine Plattform stärken, die mich als Makler zwischen Verkäufern und Käufern tendenziell überflüssig macht. Ein aus verschiedenen Gründen trotzdem gestarteter Versuch brachte ein negatives Ergebnis (hoher Zeitaufwand bei geringem Verkaufspreis). Trotzdem bald vielleicht wieder ein Versuch mit Artikeln, die eher dort hin passen.“ – Matthias Drummer (Antiquariat Drummer, Berlin)

„Seit der Umstellung auf ‚Kategorien’ verkaufen wir kaum noch was beim ZVAB, die meisten Umsätze erzielen wir über unsere eigene Seite www.dumjahn.de – und Ebay war für uns nie ein Thema. Zu unprofessionell, zu viel Aufwand, zu wenig Verdienst. Aber: Bei Ebay kaufen wir regelmäßig die Bücher ein, die für den lukrativen Umsatz über unsere Seite anderweitig kaum so günstig zu beschaffen sind.“ – Horst-Werner Dumjahn (Antiquariat Dumjahn, Mainz)

„Ebay ist für uns als antiquarische Buchhändler seit langem keine Vertriebsalternative mehr. Die Kosten sind zu hoch und das Umfeld verdorben. Wer bei Ebay verkauft, verkauft seinen Ramsch, und das haben die Kunden inzwischen auch gemerkt und suchen den Weg zu ‚seriösen’ Plattformen. Leider verspielen diese Plattformen ihren durch langjährige Zusammenarbeit mit professionellen Antiquariaten entstandenen Ruf, indem sie die ‚Trödler und Ramscher’, die mit fliegenden Fahnen von Ebay fliehen, mit offenen Armen und steigenden Einstellgebühren einlisten. In kurzer Zeit werden diese Plattformen vor denselben Problemen stehen wie derzeit Ebay.“ – Wolfgang Höfs (emotioconsult.de onlineAntiquariat, Dortmund)

„Nach einem ‚Feldversuch’ vor ca. 7 Jahren wurde das Anbieten bei Ebay aufgegeben. Gründe waren der schleppende Abverkauf, die sich erhöhenden Gebühren und der damals damit verbundene Trend zum Startangebot von 1 Euro. Ankaufsversuche zeigten die Tendenz zum mangelhaft bis falsch beschriebenen Titel, wobei der Zustand generell schlechter als beschrieben war. Der Umgang mit den Kunden bei Beschwerden oder Anfragen verlief langsam und meist im Ergebnis wenig hilfreich. Das Einpflegen neuer Artikel ist zu zeitaufwändig.“ – Michael Jurk (Antiquariat partes antiquares, Lutherstadt Wittenberg)

„Ich versuche gerade, mich bei Ebay als Verkäufer anzumelden. Ich finde diesen Prozess nicht gerade einfach, die Webseite nicht sehr übersichtlich und den Verbindungsaufbau auch nicht gerade schnell.“ – Meinhard Knigge (Antiquariat Knigge, Hamburg)

„Wir bieten kaum Schnäppchen an und möchten unsere Preise selbst festlegen. Die Kosten sind zu hoch und die Angebotsdauer zu kurz. Selbst mit dem Turbolister erscheint uns der Verwaltungsaufwand als zu hoch. Wir möchten außerdem, dass nicht alles bei Ebay zu haben ist. Langfristig erscheint es uns sinnvoll, dass besondere Titel in erster Linie auf echten antiquarischen Plattformen erhältlich sind.“ – Marc Daniel Kretzer (Antiquariat Kretzer, Kirchhain)

„Wir haben bisher nicht bei Ebay angeboten, weil wir (noch) nicht bereit und gezwungen sind, unsere antiquarischen Bestände zu Schleuderpreisen anzubieten. Es ist aber abzusehen, dass wir dies in näherer Zukunft nicht mehr vermeiden können.“ – Christian Lenhardt (Antiquariat List & Francke, Meersburg am Bodensee)

„Ich habe vor zwei Jahren einen Versuch gestartet, Bücher über Ebay zu verkaufen. Diesen Test habe ich nach 6 Wochen wieder beendet. Die Bücher erzielen nur geringe Preise in den Auktionen (‚Schnäppchenpreise’, der Abwärtstrend bei den Preisen durch die Internetplattformen wird hier am deutlichsten), die Käufer haben oft kaum Kenntnisse vom Antiquariatsbuchhandel, die Gebühren sind für die geringen Gewinne zu hoch, der Aufwand für das Einstellen eines Artikels ist ebenfalls zu groß.“ – Andreas Lutz (Antiquariat ARS LIBRI, Windeck-Altwindeck)

„Wir bieten nicht auf Ebay an, weil es einen unvertretbar hohen Aufwand bedeutet, jedes Einzel-Angebot einstellen, verwalten und abrechnen zu müssen. Es erscheint mir auch nicht besonders seriös, unter Massen von Privatanbietern mitzumachen (und diese damit tendenziell aufzuwerten).“ – Uwe Quell (Antiquariat und Buchhandlung Bücher-Quell, Löhnberg)

„Das ganze Procedere ist mir zu umständlich, zeitaufwändig und teuer. Außerdem möchte ich meine Bücher nicht versteigern oder verschleudern, ich möchte sie zu einem angemessenen Preis, der auch 2 Euro sein kann, verkaufen. Ich biete ausschließlich via Prolibri, ZVAB, Abebooks und Antbo an. Die Ebay-Bank PayPal nutze ich allerdings sehr gern; dieses schnelle und unkomplizierte Bezahlsystem ist wirklich gut.“ – Ilona Tarter (Antiquariat Tarter, Thannhausen)

„Wir bieten grundsätzlich dort nicht an, wo auch ‚Private’ anbieten dürfen, also weder auf Ebay noch bei Amazon, Abebooks oder Booklooker.“ – Christoph Schäfer (Heinrich Heine Antiquariat, Düsseldorf)

„Ich verkaufe nicht über Ebay. Schlecht oder mangelhaft sind: Service, Sicherheit, Kontaktaufnahme. Ferner ist der Aufwand für die Gestaltung einer weiteren Angebotsdatei zur Zeit nur beschränkt sinnvoll. Ebay wird sich zu einer normalen Verkaufsplattform wandeln. Deshalb ist es sinnvoll, diesen Wandel abzuwarten. Der Umsatzrückgang im Internet ist nicht im Internet aufzufangen, da müssen andere Lösungen her.“ – Hans Joachim Schulz (Fabula Antiquariat, Haren/Ems)

„Ich verkaufe nicht über Ebay. Bei Käufen habe ich ebenfalls schlechte Erfahrungen gemacht: Zustand schlechter als beschrieben, Bilder zeigen die Schokoladenseite. Ich wurde bei teuren Büchern als Höchstbieter bereits mehrfach überboten, um anschließend das Buch zu meinem Höchstangebot im Nachhinein angeboten zu bekommen (der Gewinner der Auktion sei abgesprungen und somit ich der Gewinner). Ziemlich durchsichtig!“ – Alfred Tauchnitz (Antiquariat Tauchnitz, Leipzig)

„Ich biete nichts bei Ebay an, mir reicht der Aufwand bei den fünf Plattformen, bei denen ich gelistet bin. Zudem habe ich überhaupt keine Lust (und Zeit), auch noch zu überprüfen, ob ein Preis zustande kommt, mit dem ich ‚leben’ kann.“ – Hansjörg Viesel (Antiquariat Magister Tinius, Falkensee)

„Ebay nutze ich für Ankäufe um z. B. meinen Mecklenburgica-Bestand aufzufüllen. Hier in einer Kleinstadt habe ich sonst nicht so viele Möglichkeiten. Verkaufen kommt für mich nicht in Frage wegen 1. Rechtsunsicherheit/Abmahnungen. Das Risiko möchte ich für gelegentliche Verkäufe nicht eingehen. 2. Mein letzter Versuch im März letzten Jahres mit Mehrfachexemplaren brachte keinen Erlös, der den Aufwand gerechtfertigt hätte. Ein dort gewonnener Kunde hat allerdings auf meine beigelegte Werbung reagiert und später noch einmal bei mir bestellt.“ – Frank Wechsler (Antiquariat Liberarius, Hagenow)

„Wir verkaufen unsere Ware nicht über Ebay, weil hier zu viele nichtseriöse Händler listen. Ebay kommt seiner Sorgfaltspflicht in keiner Weise nach, solche Händler auszuschließen oder anzumahnen.“ – Uta Wilms (Antiquariat Wilms, Bad Bergzabern)

„Wir bieten ca. alle 6 Wochen für 10 Tage mit der Option ‚sofort kaufen’, also zu unserem Festpreis an. Die Preise sind dabei um 15 Prozent erhöht, um die Provisionen von Ebay abzufedern. Von zuletzt 5.000 Titeln konnten wir 130 verkaufen, diese Bücher waren vorher auf allen anderen Plattformen teils deutlich günstiger erhältlich und während der Laufzeit der sogenannten Auktion wurde auch keines der Bücher über einen anderen Bestellweg geordert. Also echter zusätzlicher Umsatz und vor allem Bewegung im Lagerbestand.“ – Urban Zerfaß (Fundus Antiquariats- und Buchhandelsgesellschaft, Berlin)

Wir danken allen Beteiligten herzlich für die Antworten!

[...] Tags: Online-Buchhandel, Ebay

9 Kommentare

1. Jungblut 26.06.2007 10:34h
Trotz allem, auf ebay werden ca. 20-30% aller Bücher in der Kategorie Antiquarische Bücher verkauft.
Angeboten werden in der Auktion nur ca. 40.000 Stück!
Im Vergleich zum zvab mit 23 Millionen Büchern und Verkaufsquoten meist unter 3% wären die Antiquariate reich.
Durch den riesigen Werbeaufwand ist ebay wesentlich bekannter als die andereren Buch-Plattformen.
Es bleibt abzuwarten, wann ebay diesen Markt mit günstigen Angebotspreisen für sich gewinnt.
2. Paule 26.06.2007 12:08h
Was ist denn das jetzt? Da fehlt ja nur noch die eingeblendete prolibri-Werbeanzeige mit angeschlossener Gebetsmühle. Wer sich mal die Mühe macht, der findet so manchen Antiquar (oben genannte natürlich ausdrücklich ausgenommen) im ebay plötzlich als Privatanbieter wieder. Aber: probieren Sie es lieber nicht selbst aus. Die Kollegen reagieren manchmal recht seltsam, wenn sie auf ihre Privatverkäufe angesprochen werden.
Es wäre wünschenswert, wenn sich eine der lieblichen Antiquarsverbände, manchmal auch Genossenschaft genannt, aus seinem Ohrensessel aufschwingen würde, und gegen die diversen angeblichen Privatanbieter im ebay vorgehen würde. Das ist sinnvoller, als in so einem Beitrag affektiert und posenhaft über Privatanbieter die Augenbrauen hochzuziehen. Insbesondere, wenn man, wie Herr Schäfer, Vorstand einer derartigen Vereinigung ist. Also, Herr Schäfer: raus aus dem Sessel, ran an den PC! Und Maßnahmen gegen den schwunghaften Privatverkauf gestartet.
3. Biester 26.06.2007 12:40h
Das vorgetragene Argument ist wichtig, aber die Kommentare sollten sich grundsätzlich nicht in beleidigender Form gegen Einzelpersonen richten („Hauptsache freundlich und fair“, so wurde das neue Forum am 14. Juni im Börsenblatt eingeführt).
4. Bücherwurm 26.06.2007 19:31h
Gleiches heute bei der PM des ZVAB zum Kunstpreis für Nachwuchskünstler... dort wurde jedoch ProLibri namentlich und plakativ von einem ich sag mal "mürischen" Antiquar genannt!
5. Neu-Ossi 28.06.2007 17:03h
Nahezu alle Statements die oben aufgeführt werden, gehen an der Realität völlig vorbei. Da denke ich mir als Jungantiquar meinen Teil und wünsche den oben ausführenden Herren und Damen, dass sie weiterhin in den 80er Jahren leben. Wer sich nicht gegen seine schwindenden Umsätze im Tagesgeschäft gewehrt hat und stattdessen immer nur anderen die Schuld in die Schuhe geschoben hat, der wird auch die schwindenden Umsätze im E-Business bei sich verbuchen dürfen.
Ebay hat gewiß Nachteile, Herr Zerfaß hat die Vorteile aber auf den Punkt beschrieben.
6. Sebastian Schuck 04.07.2007 15:25h
Wer nur auf einer Platform lebt, verpasst etwas; im Internet wie 'ausserhalb'! Amen.
Sebastian Schuck, CO-LIBRI, Bremen.
7. cassiodor 05.09.2007 22:46h http://www.cassiodor.com/
Ich bin froh drum, daß sich so viele Kollegen beim Ebay zurückhalten, die Schwemme an Titeln wäre unermessbar - und die Zunahme leidiger Ankauf-Konkurrenz ungut.
Wer noch zu solch billigen Preisen, wie sie bis ca. 2004 privat bezahlt wurden, an beste Ware herankommt, der soll mich kontaktieren. Ich freue mich über jede Nachricht.
com@cassiodor.com
8. Peter Mulzer 21.09.2007 18:37h
Guten Abend,

meine Erfahrungen bei ebay gründen sich auf weit über 2000 erfogreiche Verkäufe in den letzten zwei Jahren. Unter dem Pseudonym "alteskrokodil" bin ich dort gewerblich angemeldet, ich verberge dort weder meinen Namen noch meine Geschäftstätigkeit (Antiquariat seit 35 Jahren).

Einige Regeln sind einzuhalten, wenn das Versteigern bei ebay einen Sinn haben soll. Der Antiquar, der sich mit offenen Augen ans Werk macht, lernt diese Erfahrungswerte innerhalb weniger Wochen. Das Lehrgeld ist nicht allzu hoch, weil die Erfahrungen - anders als bei den Bücherdatenbanken - mit dem Holzhammer und subito hereinkommen.

Bei ebay ist eine ungewöhnlich sachkundige Käuferschaft zugange. Jeder Kollege tut gut daran, die Käufer ebenso ernsthaft und seriös zu behandeln, wie er das mit seinen besten Stammkunden zu tun pflegt. Jeder Verdummungsversuch rächt sich sofort, jeder Versuch der Täuschung auch.

Stellen Sie also keine Themenbereiche und Bücherarten ein, die auch im Laden oder beim ZVAB nicht gehen würden. In noch sehr verschärfter Weise gilt, daß gesuchte Gebiete sehr hohe Ergebnisse bringen, unbeliebte oder gar zur Zeit "tote" Bereiche gehen bei ebay noch viel weniger.

Kommende Entwicklungen werden bei ebay oft vorausgenommen. So sind Erstausgaben zweiter Güte ebenso tot wie mittlere Baedeker oder die gesamte Theologie, jeweils von Nischen abgesehen.

Titel unter einem ZVAB-Wert von 40 Euro anzubieten kann ich nicht empfehlen. Äußerst scharfe Scans sind notwendig, keine unscharfen Netzfotos. 2-3 Scans sollen es immer sein, bei teuren Objekten auch ruhig 8-10 von einem Buch - ein virtuelles Blättern also.

Turbolister muß eingeübt und gekonnt werden - rechnen Sie einige Arbeitstage Einarbeitungszeit.

Über die zahlreichen weiteren Fragen und ihre praktischen Lösungen würde ich gern Auskunft erteilen, kann dies aber nicht tun, weil mich die deutschen Antiquare in ihrem Gesprächskreis nicht dulden, da ich nach ihrer Ansicht zänkisch und unsittlich bin.

Insgesamt erkläre ich die meisten der in der Umfrage zitierten Kollegenmeinungen für ziemlich unzutreffend und kurzsichtig. Als Handwerkszeug *richtig* gehandhabt ist ebay - in der Kombination mit ZVAB - ideal. Wie diese Kombination, ZVAB und ebay, richtig zu handhaben ist - das ist der Schlüssel zum Erfolg.

Freundlichen Gruß von

Peter Mulzer, Antiquar in Freiburg
9. libroj 27.08.2008 23:33h www.buecherquell.com
"Kurzsichtig" nenne ich, sich um eines kurzfristigen Profits willen [mehr als nötig] von den großen Monopolisten abhängig zu machen und sich deren Regeln, Gebühren etc. zu unterwerfen; sie damit immer weiter zu stärken und immer noch abhängiger zu werden usw. - ein Teufelskreis.

Die Alternative kann doch tatsächlich - auf lange Sicht - nur eine Plattform im Eigentum der Antiquare sein! Aus diesem Grund sind unsere Bücher (wie die vieler anderer Kollegen) auf Prolibri billiger als anderswo sonst. Die eigene Plattform stärken, das heißt ein hartes Brett bohren; kann aber langfristig eine Alternative auch für die heutigen Miesmacher sein, wenn sich das Blatt mal gewendet hat: die Monopolisten so teuer und unbequem geworden sind, dass es wirklich keinen Spaß mehr macht.

Es sind meist dieselben zwei (bis dreieinhalb) Nasen, die Prolibri nicht mögen - warum eigentlich? Weil sie - warum auch immer - dort nicht mitmachen wollen oder mitmachen dürfen oder sich mit Prolibri verkracht haben? Sachliche Gründe für eine Ablehnung hat man nie gehört. Nur immer: zu klein, bringt nichts, die Missionierer nerven usw.
Sind das überzeugende Gründe? Größer geworden ist das Kind, und Propaganda allein muss nichts Schlechtes sein, kommt doch wohl drauf an, für was! Die Idee ist gut, Umsetzung hat auch geklappt, jetzt kommt es darauf an, dass viele mitmachen und die richtigen... - Durchhalten, Freunde!

Gegen +- 2 stehen vielleicht 200 Kollegen (?), die dabei sind, und Tausende von Kunden, die mindestens erkannt haben, dass man auf Prolibri gut einkaufen kann (günstiger, mehr Angebote, Angebote werden früher angezeigt usw. als anderswo).
Vorausschauende Antiquare erkennen den Wert einer Geschäftspolitik des langen Atems. Ohne den geht auf die Dauer sowieso nichts.

Wer es nicht nötig hat, sich alle 14 Tage hektisch um irgendwelche Einzeltitel zu kümmern, sie ständig neu einzustellen usw., sollte das im eigenen Interesse auch nicht tun.

Uwe Quell, bekennender Prolibrist
www.buecherquell.com

in dubio - prolibri!

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