Antiquariat
15.12.2007Recht
Zusammenfassung neuer Informationen zu den Booklooker-Abmahnungen
Die genaue Anzahl der Abmahnungen ist nach wie vor nicht bekannt; auch Booklooker-Privatanbieter sollen abgemahnt worden sein. Unterdessen gibt es an verschiedenen Orten Initiativen der von den Abmahnungen betroffenen Antiquare und Buchhändler, sich zu vernetzen und gemeinsame juristische Schritte zu koordinieren. Booklooker selbst hat eine „Erste rechtliche Einschätzung für Privatpersonen und für gewerbliche Händler“ auf seiner Website veröffentlicht. Die Initiatoren eines in Gründung befindlichen Unternehmensverband Antiquarischer Buchhandel Online e. V. (ABOEV) haben die Einrichtung eines „Solidarfonds zur Abwendung von unberechtigten Abmahnungen im Antiquariatswesen“ bekannt gemacht. Zahlreiche Antiquare haben sich offenbar spontan mit Spenden an diesem Fond beteiligt.Der Vorstand des FDP-Ortsverbands Overath, dessen Geschäftsführerin die Rechtsanwältin Christine Ehrhardt ist, hat außerdem eine Notiz zu den Vorgängen und Vorwürfen, die Abmahnungen seien rechtsmissbräuchlich, publiziert. Der Vorstand mische sich grundsätzlich nicht „in die berufliche Tätigkeit seiner Mitglieder“ ein. In der nächsten Woche werde man allerdings ein Gespräch mit Frau Ehrhardt führen, um „sich ein Bild über die Vorwürfe aus erster Hand“ machen zu können. „In der Zwischenzeit wird Frau Ehrhardt ihre Ämter im Ortsvorstand ruhen lassen.“
- 14.12.2007
- Recht: Stellungnahme der w+h GmbH zur aktuellen Abmahnwelle
- 13.12.2007
- Recht: Abmahnungen gegen Antiquare




1. Mario Schobert 17.12.2007 01:56h
Wenn es sich wirklich um eine eventuell rechtswidrige Massenabmahnung von Frau Christine Ehrhardt handeln sollte, hat die Dame mit Sicherheit ein Problem, denn jetzt befasst sich auch schon die Netzwelt intensiv mit den Abmahnungen - siehe z.B. : http://www.tutsi.de/christe-ehrenhardt-mahnt-bookl ooker-antiquariate-ab/2007/12/16/tutsi-blog-aktuel l/ oder den entsprechenden Suchergebnissen bei Google und MSN
2. Thomas Schröder 07.01.2008 19:09h
Interessant ist, dass immer wieder verschwiegen wird, dass im Internet immer wieder frei indizierte Bücher angeboten werden und ohne Alterscheck verkauft werden!
"Anleitung zum Selbstmord" kann auch leicht für eine Anleitung zum Mord genutzt werden. Und dann will man in der Politik einfach nur die Strafen erhöhen...