20.12.2007Preisbindung
Ärger um Gutscheine
Im Weihnachtsgeschäft sorgen Gutschein-Aktionen von Weltbild und Thalia für Probleme.
Weltbild bietet allen, die Neukunden mit einem Starteinkauf von mindestens 30 Euro werben, 20-Euro-Gutscheine und rechnet diese auch auf preisgebundene Bücher an. Außerdem locken Einkaufsgutscheine über fünf Euro, wenn Neukunden zwei Lieferungen einer Edition für 11,90 Euro erwerben. Eine vom Preisbindungstreuhänder Dieter Wallenfels geforderte Unterlassungserklärung wolle Weltbild nicht abgeben. Nach Ansicht der Augsburger liege keine Nachlassgewährung vor, weil der Kunde, der den Gutschein erhält, mit der Werbung eines anderen Kunden eine Leistung mindestens im Wert des Gutscheins erbringe, so Wallenfels, der nunmehr Klage erheben will. Thalia verteilt mit der »Zeit« Online-Gutscheine (fünf Euro), die beim Einkauf von mehr als 20 Euro angerechnet werden. Der Filialist beruft sich gegenüber Wallenfels darauf, dass der Gutschein nicht von Thalia oder buch.de, sondern ausschließlich vom Zeit-Verlag finanziert werde. Aufgrund entsprechender vertraglicher Vereinbarungen erstatte der Zeit-Verlag buch.de den Wert jedes eingelösten Gutscheins in voller Höhe. Wallenfels will den Vorgang weiter prüfen.
1. Jörg Jahn-Meyer 20.12.2007 13:18h www.the-book-buchhandlung.de
Ich denke in diesem Fall werden die obersten Preisbinder wissen was sie zu tun haben. Im "Jack-Sparrow-Deutsch" nämlich eine "volle Breitseite" gegen den Bug zu schießen. Von der Sache her gibt es bei dem Vorfall nichts zu prüfen. Die "Bude" würde bei mir brennen wenn sich der Klein-, Kleinst- und mittlere Buchhandel solche eine "Schote" leisten würde.
Jörg Jahn-Meyer
Inhaber The Book Buchhandlung Stolzenau
Inhaber The Book Buchhandlung Liebenau
2. Hans-Henning Orthey 20.12.2007 15:17h www.luenebuch.de
Die Häufung und Wiederholung von in jüngster Zeit ganz bewusst durchgeführten Preisbindungsverstößen von Weltbild, Thalia und Der Club läßt auf eine traute Allianz der "Dicken" gegen die Preisbindung und damit gegen die Existenz der kleineren und mittleren Sortimente schließen. Diesem destruktiven Treiben muss Einhalt geboten werden!