Online-Buchhandel

Initiative zum Schutz der Antiquare gegen Abmahnwellen

Im Verlauf einer Zusammenkunft der Partner im Frankfurter Buchhändlerhaus wurden gemeinsame Ziele definiert und erste Beschlüsse gefasst.

Die vier Gründungsmitglieder ABOEV (www.aboev.de), der Börsenverein des Deutschen Buchhandels (www.boersenverein.de), Booklooker (www.booklooker.de) und ZVAB (www.zvab.com) stellen in Kürze eine Internet-Plattform zur Verfügung, die Antiquariate mit juristischen Ratschlägen vor Abmahnungen schützen und Betroffenen im Fall einer Abmahnung konkrete Hinweise zur Vorgehensweise geben soll. Darüber hinaus wird im Falle einer Abmahnwelle eine Telefon-Hotline eingerichtet, es besteht die Möglichkeit Newsletter zu verschiedenen Themen zu abonnieren, und ein Archiv bietet einen Überblick über vergangene Abmahnwellen. Opfer einer Abmahnung bekommen zudem die Möglichkeit, sich registrieren zu lassen, damit so das Ausmaß der Abmahnwelle besser eingeschätzt und gezielt Hilfe angeboten werden kann. Website und Telefon-Hotline werden von der Kölner Kanzlei Wilde & Beuger betreut. Der Startschuss für die Homepage der "Initiative Antiquariatsrecht" fällt auf der diesjährigen Leipziger Buchmesse, die vom 13. bis 16. März stattfindet. Genaue Termine werden noch bekannt gegeben. Die Kosten werden zu gleichen Teilen von Booklooker und ZVAB getragen. ABOEV und der Börsenverein übernehmen eine beratende Funktion. Thorsten Wufka, Leiter der ZVAB-Mitgliederbetreuung, blickt zuversichtlich in die Zukunft: "Das erste Treffen war ein voller Erfolg, da es durch schnelle Entschlüsse und einen allgemeinen Konsens große Handlungsfähigkeit bewiesen hat." Beitritte weiterer Organisationen aus der Branche sind laut Daniel Conrad, Geschäftsführer von Booklooker, und Thorsten Wufka willkommen: "Je mehr Unternehmen dem Bündnis beitreten, desto besser."

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12 Kommentar/e

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  • G.Nervt

    G.Nervt

    Dolly, Dolly!
    wenn das mit Deinen Beiträgen so weitergeht, dann wirst Du entweder von den Schäferhunden zerfleischt werden, oder als Hammelbraten enden ...

  • Ignorabimus

    Ignorabimus

    "ABOEV und der Börsenverein übernehmen eine beratende Funktion."
    "Je mehr Unternehmen dem Bündnis beitreten, desto besser."
    -> Unternehmen!

    Da hat das Schaf mal recht (es sollte sich nur kürzer fassen!).
    Das hätten die Vereine der Antiquare angehen sollen, gemeinsam.
    So wie nun geschehen ist, ist es beschämend für die Antiquare, ohne die Plattformen wären sie nicht nur fast ohne Geld, sondern auch rechtlich beinahe hilflos.

    Nur nebenbei: kann mir mal jemand erklären, warum der Aboev für beratende Funktion - in der Satzung steht sooo viel mehr - soviel Geld braucht?

  • Herbert Huber

    Herbert Huber

    Auch ich finde die Aktion löblich. Es würde aber alle Bürger, Kleinstunternehmer und sonstige Leidtragende viel mehr entlastet, wenn man dem Justizministerium klarmachen würde, dass das Abmahnverfahren völlig unrechtsstaatlich ist. Jeder Rechtsanwalt (und wer weiß wer noch) kann täglich tausendfach Abmahnungen versenden. Wenn nur 1 Promille zahlt, lohnt es sich. Viele Abgemahnte scheuen einfach Mühe, Aufwand und Kosten, werden eingeschüchtert und/oder falsch beraten und zahlen. Vielleicht hat man ja einen Zahlendreher in der Telefonnummer oder die Rückgabefrist falsch angegeben oder ...
    In den Diskussionen zur Abmahnwelle der Antiquariate und Booklooker-Anbieter las ich, dass es Privatleute nicht beträfe. Von wegen. Auch Privatleute werden massenweise abgemahnt. Wer die Haarfarbe des Ex-Bundeskanzlers falsch einschätzt ist in Deutschland fällig.
    Das Abmahnunwesen zwingt völlig Unbescholtene ihre Unschuld zu beweisen; wenn man es binnen 10 Tage versäumt ist man fällig. Doch im Justizministerium sitzen naturgemäss viele Juristen und die sind die Nutznießer des Abmahnunwesens. Meine 2-3 Briefe ans Justizministerium wurden ignoriert. Der einzelne Bürger ist unseren Politikern völlig egal. Hauptsache, die Diäten stimmen. Doch ein Bündnis aus 4 Verbänden könnte vielleicht etwas bewirken.

  • Konferenz der vereinigten Schafe

    Konferenz der vereinigten Schafe

    Liebe G.Nervt und Ignorabimus,

    eine kleine Konferenz der vereinigten Schafe hat heute abend getagt und folgende Resolution verabschiedet:

    Die Schafe bedauern, daß hier nicht etwa einzelne Textstellen, sondern - schwuppdiwup - längere Gesamttexte entfernt werden.

    So kommt es dann, daß Ihr beide oben auf einen Phantombeitrag geantwortet habt, der heute um 12 Jur noch da war - aber nun nicht mehr da ist.

    Die Konferenz der vereinigten Schafe hat ihrem Bedauern darüber Ausdruck gegeben, daß die Zensur anonymer Beiträge hier

    *nicht am Material begründet

    wird. So kann das an sich wandlungsfähige Gehirn der braven Wolltiere - - nichts lernen und sich auch nicht bessern.

    Die vereinigten Schafe überlegen sich, da sie nicht gern für den Papierkorb schreiben, dem Kollegen Schäfer das Feld zu überlassen. Dem ist, wie zu lesen war, dieses Forum ja "sehr wichtig" - so wichtig, daß er nichts schreibt darin.

    Auf diese Weise kann er auch nicht totalzensiert werden und es geht ihm bestens. Nicht so den ihrer Werke beaubten

    armen vereinigten Schafen.

  • Hartmut Gießler

    Hartmut Gießler

    Jeder Internethändler und jeder Abgemahnte, egal ob privat oder gewerblich und egal aus welchem Grund sollte in seiner Stadt die Bürgerbüros der Parteien aufsuchen und dort auf die Mißstände aufmerksam machen.
    Desweiteren sollte sich jeder Internethändler und jeder Abgemahnte an seinen Landtagsabgeordneten wenden und diesem sein Leid und seine Sorgen vortragen!

  • Berliner Berufsvertetung der Antiquare

    Berliner Berufsvertetung der Antiquare

    Lieber Herr Gießler,

    vielleicht ist Ihr Beitrag als Satire aufzufassen? An und für sich ist Ihr rührender Glaube an das Funktionieren der Parteiendemokratie von der Basis her ja sympathisch, und wenn es sich um Sorgen und Nöte von Einzelpersonen oder einzelnen Firmen handelt, ist Ihr Rat gar nicht schlecht - Abgeordnete und örtliche Parteibüros, in der Regel mit gesundem praktischem Sinn begabt, können manches richten, besonders bei Behörden.

    Aber darf ich Sie daran erinnern, daß die Entscheidungswege in solchen Fragen eigentlich ganz anders laufen?

    Jede berufsgruppe, und sei sie noch so bescheiden, hat ihre Berufsvertretung. Ob Besenbinder oder Klofrauen, Straßenkehrer, Verfasser von unlesbaren Übersetzungen oder Prostituierte, sie alle haben ihre Berufsorganisation.

    Solche Einrichtungen, meist nur ein Telefon, eine wohlfunktionierende Kaffeemaschine und die Halbtagsstelle einer Sekretärin, kosten nicht die Welt, sind in der Praxis dann aber äußerst wirkungsvoll.

    S i e sind es, die das zu gewährleisten haben, was man

    *Lobbyarbeit

    nennt. Das ist, jenseits aller Spiegel-Polemik, ein ehrenwertes Amt. Alle Beteiligten, Behörden, Volksvertreter, Arbeitsgruppen, Institute uw., die mit dem Berufsthema befaßt sind (auch solche, ie das von sich noch gar nicht wissen), werden "bearbeitet". Solches geschieht eher penetrant, oder aber subtil-disktret, am besten subversiv, "hehlinge", wie man im Südwesten sagt, ungesehen also und ein wenig intrigierend.

    Nebenbei versorgt ein Büro dieser Art als Berufsvertretung die eigenen Mitglieder mit Fachberichten - genauso, wie dies dass vorliegende Börsenvereins-Netzblättchen recht gut, aber allzu neutral, kurz und fragmentarisch zu leisten versucht.

    Nebenbei geht das alles übrigns nicht zu bewerkstelligen. Wir sahen an der fürchterlichen Untätigkeit der Rumpf- und Restgenossenschaft, wie durch "ehrenamtliche" Un-Tätigkeit gute Ideen in den Bach gekippt werden; auch der Verband wird von einem ehrenamtlichen Vorsitzenden geführt, der nur auf Anregung seitens seiner Mitglieder tätig wird, wenn er es denn überhaupt wird. Und die AG bringt seit Olims Zeiten alle Antiquare zum Nachdenken darüber, was sie außer überflüssigen Fachkursen eigentlich sonst noch so (nicht) tut.

    Nebenamtlich geht also nicht. In ihrer Verzweiflung klammern sich die Antiquare schließlich an Einrichtungen mit ganz anderen Aufgaben - siehe die Glucke Börsenverein, die ihrer Antiquare nicht recht froh wird - und hängt sich schließlich auch noch in brandgefährlicher Weise privaten Firmen an den Hals, ich nenne nur w+h und das ZVAB.

    Dies alles nur, weil eine allgemeine Berufsvertretung der Antiquare fehlt.

    Die Besenbinder haben eine, die Toilettenfrauen auch, die Züchter von Schäferhunden haben gleich mehrere - - nur die Antiquare nicht.

    Und das eben rächt sich. Wer sich in der Not sogar, um auf Ihren Vorschlag zurückzukommen, an Abgeordnete wenden muß, der hat was falsch gemacht.

  • Bäh Lamm

    Bäh Lamm

    Kleine büblioviele Schafologie, nach unwissenschaftlichen Maßstäben zusammengebraut von Bäh Lamm.

    1. Das Altschaf, spricht perfekt Latein oder Griechisch. Es sind auch schon Exemplare festgestellt worden, die Hebräisch konnten, das hängt jedoch von Zeit und Ort ab. Das Altschaf kleidet sich gern glatt ohne Wolle, oder seine Haut ist weißgegerbt. Meist ist sein Verstand von Theologie (-> allgemeingültige Schafskirche) zerrüttet, so daß es wie eine Predigtsammlung oder ein Bibelkommentar blökend daherkommt, aber nach genauem Studium dieser Unterart lassen sich auch andere Exemplare nachweisen, die fast lyrisch sind oder beinah modern wissenschaftlich. Schlimm waren die Fälle der Altschafe Miguel und Giordano, beide wegen irriger, schafsköpfiger Ansichten entschaft, das eine zu Genf, das andere im sonnigen, sonst sehr schaffreundlichen Italien.

    2. Das Barockschaf pfeift komplizierte mehrstimmigen Melodien, um auf sich aufmerksam zu machen, und trägt gezierte, mit Kupfern bedruckte Wäsche. Einige der Herden dezimierten sich gegenseitig wegen etwas, das den Schafshirnen nach kurzer Zeit entfiel, das aber irgendwie, so berichtet die Überlieferung der Schafsannalen, mit der allgemeingültigen Schafskirche zu tun gehabt haben soll.

    3. Das Blaublumschaf wird daran erkannt, das es die Augen verdreht und sehr abgehoben und in Reimen oder unsäglich langen Bäh-Diskursen spricht. Es endet meist in tragischen oder pseudotragischen Posen, liebt Schaf- oder Hirtenmärchen, Mythen, Verwirrungen, geht den Schäferhunden geflissentlich aus dem Wege, wie es sich auch kaum in der Schafspolitik engagiert, und wendet sich in den letzten seiner Schafjahre meist der allgemeingültigen Schafskirche zu und wird langweilig. Aber das kann auch später geborenen Schafen noch passieren.

    4. Das aufgeklärte Schaf, dies war die lustigste Generation von Schafsköpfen. Die aufgeklärten Schafe ersetzten die allgemeingültige Schafskirche durch den Schermechanismus. Aber auch sonst waren sie kulturell aktiv, erstmals wurde versucht, alles Schafwissen, aber auch wirklich alles, in ein paar Schaflederdeckel zu verpacken. Gleichfalls geht die moderne Schaferotik auf ihre kleinen Schriften zurück (-> Sadoschaf).

    5. Das Jung- oder Neuschaf, spricht Schafisch. Kleidet sich gern in Papierklamotten, die möglichst bunt sein müssen, um es genügend zu erfreuen. Ohne diesen Umhang fühlt sich es nur halb als Schaf. Leider ist es arg den Modeströmungen der Schafmagazine unterworfen, so daß beim Neuschaf keine Bäh-Rede sein kann von Beständigkeit, Weltanschauung, schafspolitscher Zuordnung u.s.w.

  • Dolly und die anderen

    Dolly und die anderen

    Liebes Bäh Lamm,

    die Konferenz der vereinigten Schafe freut sich schon den ganzen Nachmittag über deinen ganz ausgezeichneten Text - Du müßtest das fröhliche Mäh Mäh bis zu dir gehört haben. Könnten wir doch auch so gut schreiben!

    Uns bleibt, dir herzlich zu danken. Es gibt in diesen Zeiten nicht allzuviel, über das man lachen könnte - dein Text hat uns heiter und vergnügt gestimmt, gibt es etwas Erfreulicheres?

    Die Konferenz wünscht dir ein fröhliches Wochenende!

    Dolly und die anderen

  • Sandor Stauner

    Sandor Stauner

    Wie eben bekanntgeworden, geht ein Landesverband ganz neue Wege und schickt einen Buchhändler aus dem eigenen Vorstand als Privatanbieter auf den abmahnungsgeschüttelten Marktplatz am Amazonas. Dieses unkonventionelle Vorgehen, den Abmahnwölfen ein Opferlamm darzubieten, erscheint zunächst heroisch, auf den zweiten Blick machen sich jedoch Zweifel bemerkbar, ob dies so gewollt war.

  • G.Nervt

    G.Nervt

    @9 Wer ist es? Warum ist kein Link dabei?

  • G. Nervt

    G. Nervt

    Quod non est in actis, non est in mundo!

  • Gaius Nervius

    Gaius Nervius

    Prima facie ist das, was nicht im Netz oder den X-files ist, nicht existent, doch - protestatio facto contraria non valet - wo bleibt dann das Mittagessen?
    Vale bene, C.N.

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