Antiquariat

12.02.2008Online-Buchhandel

Launch der Homepage der Initiative Antiquariatsrecht

Der offizielle Launch der Homepage der Initiative Antiquariatsrecht findet am 13. März um 15 Uhr auf der Leipziger Antiquariatsmesse im Rahmen der Leipziger Buchmesse statt (Halle 3).

Während der öffentlichen Veranstaltung werden Hintergründe zum Abmahnwesen im Antiquariatsbuchhandel vorgestellt und Ausblicke zur Arbeit der Initiative Antiquariatsrecht gegeben. Im Anschluss hieran ist eine Diskussion mit dem Publikum vorgesehen. Teilnehmer der Veranstaltung sind:

- Thorsten Wufka, Leiter ZVAB-Mitgliederservice, Tutzing (Moderation)
- Daniel Conrad, Geschäftsführer Booklooker, Düsseldorf
- Christian Solmecke, RA Kanzlei Wilde & Beuger, Köln
- Dr. Christian Sprang, Justiziar Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V., Frankfurt am Main
- Wolfgang Höfs, Vorsitzender ABOEV (Antiquarischer Buchhandel Online e. V.), Dortmund

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19 Kommentar/e

1. Heidi 12.02.2008 11:46h

Ein eigenes Antiquariatsrecht kann es nicht geben.

1.
Ich halte es für außerordentlich schädlich, die verschiedenen, das Antiquariat mitbetreffenden Rechtsbereiche aus ihrem jeweiligen Zusammenhang herausheben zu wollen. Dadurch geht dem Antiquar das Gefühl für die Rechtssituation verloren.

Was meine ich damit? Der Antiquar muß lernen, sich in die überreich vorhandenen Netzquellen jeweils separat einzuarbeiten.

Ob es sich um die Regelungen im Fernabsatz, in der Gewährleistung bei Mängeln, in der Beschreibung der Ware vor dem Verkauf handelt oder um die Beachtung der steuerlichen Regelungen und das Versand- und Zahlungswesen - überall steht ihm

*die allgemeine Auskunftspalette des gewerblichen Rechtslebens

zur Verfügung. Hier gibt es überhaupt keine Notwendigkeit, ein eigenes Rechtsgebiet zu postulieren.

2.
Die Antiquare haben sich unsterblich lächerlich gemacht mit ihrer Reaktion auf die Abmahnungen, indizierte Titel betreffend. Es ist elementares Handwerkszeug für jeden Altbuchhändler, daß er das lästige, historisch gewachsene Gebilde der Indizierungen kennt und beachtet. Von Zeit zu Zeit wurde man doch - ich erinnere an den Kollegen Feucht - mit ziemlichem Getöse daran erinnert, daß (hier nicht näher zu qualifizierende) Staatsanwälte in Läden und Buchlagern aufgetaucht waren, um bestimmte Roro-Taschenbücher und Aufklärungsliteratur zu beschlagnahmen.

Bei der technisch reichlich mühsamen Lösung dieser Frage, an die man längst hätte gehen sollen, von einem R e c h t s g e b i e t zu sprechen, ist doch reichlich blöde. Kollege Hoefs, dessen Webseite ich vor einigen Wochen wegen massivster juristischer Bedenken negativ besprechen mußte, wird doch nicht so töricht sein, auf disem kleinen Kinder-Dreirad das Schild "Rechtsgebiet" anbringen zu wollen.

Fazit: Die Antiquare, insbesondere die "Internet-Antiquare", haben sehr viele, sehr konkrete und brennende Probleme. Das "Antiquariatsrecht" gehört mit Sicherheit n i c h t dazu.

Ich rate dringend, die schwurbelige, unnötige, peinlich aufgebauschte Leipziger Veranstaltung - - still zu beerdigen.

Man soll sich nicht ohne Not lächerlich machen.

2. Heidi 12.02.2008 12:59h

Vor dem MIttagessen noch rasch ein Besuch bei der Hoefs-Schäfer-Seite.

Man erkennt die Leute in Nordrhein-Westfalen ja inzwischen an ihren unglücklichen Abkürzungen, nach der QUACK haben sie uns nun die fast so unmögliche ABOEV beschert, was an eine Ochenschwanzsuppe erinnert (boef = Ochse).

Würden die Ochsen wenigstens halbwegs lesbares Deutsch schreiben! Mit den dort angewandten Kommaregeln versetzt sie niemand von Quarta nach Untertertia.

Aber das ist ja mehr Äußerlich, um mit dem Berliner Hausarzt bei Julius Stinde zu reden. Was so fürchterlich

b l ö d e und b e s c h ä m e n d ist:

Sie haben außer vier hochtrabenden Vorsätzen und einer - überwiegend schiefen - Crashtour durch die Geschichte unseres Gewerbes dort n i c h t s, aber auch buchstäblich nichts! fertiggebracht oder formuliert.

Keiner der Kollegen hat auch nur ein Sterbenswörtlein hinzugefügt zu der mehr als peinlichen Grundschul-Homepage. Auch nur einen Satz weiterzudenken wäre nicht zumutbar, ich verstehe.

Das ist belämmernd und beschämend.

Nein, diese Ochsenschwanzsuppe esse ich nicht, dagegen sind die QUACK-Entlein noch fortschrittlich. ABOEV, mir graut vor Dir...

3. Heidi 12.02.2008 15:04h

Lieber Geissenpeter,

in diesem Punkt bin ich von der Schulzeit her verwöhnt - ich durfte immer mitspielen, vielleicht weil mir stets allerlei respektlose und spannende Varianten eingefallen sind. Ich war (und bin) eine Art Lebensversicherung gegen Angepaßtheit und Langeweile.

Wieso sich hier das Vorurteil breitgemacht hat, ich verstünde etwas von der Juristerei, weiß ich nicht. Es war mein ungeliebtestes Nebenfach, eher formal betrieben. So gesehen kann ich den belanglosen Themen, derer sich die neue Arbeitsgruppe annehmen will, nichts, aber auch gar nichts Erfreuliches für mich selbst abgewinnen. Du bist mit deiner Analyse auf einem Holzweg.

Was ich mir aber zutraue, das ist die richtige Einordnung des Juristischen, vor allem die Beantwortung einer sinnvollen Anwendung in konkreten Bereichen. Von daher - vom Praktisch-Antiquarischen - konstatiere ich die völlige Überflüssigkeit der Arbeitsgruppe.

Sie hat ihren guten Sinn in der Führung des Prozesses gegen unsere seltsame FDP-Dame, die ich (womit ich ausdrücklich n u r meinen persönlichen Eindruck von ihren schriftlichen Einlassungen beschreibe) als heuchlerisch und durchtrieben einschätze - eine gefährliche Mischung.

Soweit, so gut. Alles Weitere aber ist nicht spezifisch a n t i q u a r i s c h juristisch zu bearbeiten, sondern a l l g e m e i n.

Diese ganze Idee mit einer Art juristischer AG für Antiquare ist doch in demselben Nest geboren worden, das uns seit Jahren mit weitgehend überflüssigen juristischen Ratgebern, der Hinzuziehung von Anwälten usw. beglücken will. Wer erinnert sich nicht noch an jene komische Tragödie, als die Quack "Geschäftsbedingungen für Antiquare" durch einen Anwalt erstellen lassen wollte. Als ich darauf hinwies, daß das nach deutschem Recht mit fünf Sätzen zu erledigen sei und alles andere mehr schaden als nützen könnte - - wurde ich hemmungslos beschimpft.

Inzwischen kann sich jeder Antiquar aus dem Netz kompetente Auskunft über jene - erschütternd wenigen - Texte und Verhaltensregeln holen, die er, wie jeder andere Versandhändler im Netz auch, ob mit Windeln oder Ochsenschwanzsuppentüten, zu schreiben und anzuwenden hat.

Da ist absolut kein Anwalt notwendig, gott steh uns bei! Können die Kollegen denn nicht mehr lesen?

Das Projekt ist, abgesehen vom durchaus nützlichen Vorgehen gegen die FDP-Anwältin,

* u n n ö t i g w i e e i n K r o p f,

ist ein Aufplustern, eine Wind- und Geschäftigmacherei, ein V o r t ä u s c h e n von Handeln.

Was unerledigt bleibt derweil, ist der Rattenschwanz unmittelbar dringlicher Themen.

4. RF Meyer 12.02.2008 15:59h www.meyerbuch.com

Ich muß dem Vorschreiber insoweit recht geben, als die Wahl des Namens nicht von Treffsicherheit des Ausdruckes geprägt ist.
Was sollen unsere Kunden denken, wenn nun plötzlich ein neuer Terminus „Antiquariatsrecht“ auftaucht, wo doch der Bäcker für die Morgenbrötchen kein „Bäckerrecht“ in Anspruch nehmen kann.
Muß er, unser Kunde, dies seltene Wesen, sich nun nicht nur mit unseren mittlerweile viel zu lang geratenen AGB auseinandersetzen, sondern auch mit dem „Antiquariatsrecht“?

Und uns hilft dieser Begriff auch nicht weiter, denn es gilt für uns, wie für andere Krämer und Verteiler, das BGB, kein Extrawürstchen oder -brötchen.
Und wenn bereits der Raum des künftigen Agierens so unscharf abgesteckt wird, so läßt das wenig auf zukünftige Prägnanz hoffen – und grad die wär erforderlich bei evtl. gerichtlichen Auseinandersetzungen.
Mit freundlichen Grüßen, Rainer Friedrich Meyer

5. Athanas 12.02.2008 17:22h http://www.antiquariatsrecht.de

Impressum
Verantwortlich im Sinne des § 6 TDG:
Vertretungsberechtigt: Rafaela Wilde, Michael Beuger
Wilde & Beuger
Rechtsanwälte
Kaiser-Wilhelm-Ring 27-29
50672 Köln
Tel.: 0221-95 15 63-0
Fax. 0221-95 15 63-3
Email: info@wbe-law.de

ABOEV
Börsenverein
booklooker
ZVAB

Alle im Irrtum ?

6. Heidi 12.02.2008 18:01h

Aber ja doch - ein Blick auf die neue Webseite beweist dies.

Die guten Leute haben sich gesagt: Wir transportieren die Entwicklungen im Fernabsatz-, Datenschutz-, Verpackungs...recht auf das Arbeitsgebiet der Antiquare, zerschneiden den Stoff in mundgerechte Häppchen - - und werden zum unentbehrlichen Ratgeber der Antiquare.

Was die kritischen Antiquare aber subito durchschauen als das, was es ist: Ein aufgeplustertes Herbei- und Zurechtzerren von Informationen, die der allgemeine Handel aus dem Netz jederzeit und ebensogut beziehen kann.

Wo es wirklich etwas zu regeln gibt, wo eine Art "Antiquariatsrecht" denkbar und nützlich sein könnte, dort müßte man ins Gebiet der beruflichen K o n v e n t i o n e n hinübergehen und Bräuche, Regeln, Vereinbarungen der Antiquare u n t e r e i n a n d e r und auf einer freiwilligen Ebene vereinbaren.

Etwa nach dem Motto der Vereinbarungsseiten der ILAB, die freilich ihre (schweren) Mängel haben.

Um so etwas zu leisten, bräuchte man aber kein Häuflein von Anwälten, zwei Datenbanken und ein Ochenschwanz-Grüpplein, sondern eine machtvolle Berufsorganisation.

Nochmals - dieses Portal wird nach wenigen Tagen schon völlig verwaist sein. Austrocknen von innen her nennt man das. Weil am Start nicht genug gedacht wotden ist - die Abmahnung als Aufhänger zu nehmen war f a l s c h.

Die eigentlichen Sorgen des Antiquariats, auch die, die ins Juristische hinüberspielen, sind andere und nur anderswo zu lösen.

Ich habs geahnt, wo er unglückliche Kollege Höfs seine Händchen drin hat, geht irgendetwas gründlich schief. Von der Rechtsabteilung des Börsenvereins lasset uns schweigen. Und mein Verhältnis zu den Anwälten ist das wie zu meinem Zahnarzt: Nur im äußersten Notfall hingehen, und dann das Scheckbuch gut festhalten.

7. Lampernist 12.02.2008 18:04h

Zu Nr. 6, Herrn/Frau Athanas, eigentlich eher Athanasios:
Ist das eine Argumentation - oder eine Abstimmung?
Falls es eine Argumentation sein sollte, übersehe ich sie wohl -
die Abstimmung haben Sie vorerst gewonnen.
Ein langes Leben weiterhin, wünsche ich Ihnen!

8. Heidi 12.02.2008 18:32h

1.
"Der Unternehmensverband Antiquarischer Buchhandel Online e.V. ist die Interessenvertretung für Antiquare und Gebrauchtbuchhändler im Internet."

Hat sich die Quack nicht das gleiche Ziel gesetzt? Mindestens in Person des alten Quack-Vorkämpfers und Kollegen Schäfer besteht da ein personeller Zusammenhang. Das sollte offengelegt werden.

2.
"Die Website sowie die Telefon-Hotline wird von der Kanzlei Wilde & Beuger aus Köln betreut,"

"Die Kosten werden zunächst gleichmäßig von den Partnern booklooker.de und ZVAB.com getragen"

"es besteht die Möglichkeit Newsletter zu verschiedenen Themen zu abonnieren"

Wer hat gerade diese Kanzlei ausgemauschelt? elche anderen Kanzleien wurden befragt? Es gibt mittlerweile hunderte zum Medien- und Internetrecht. Welche demokratischen Vorgehensweisen wurden dabei angewandt? Welche Vorschläge bzw. Regelungen wurden betreffend der Honorare dieser Kanzlei getroffen?

Handelt es sich hier um eine r a f f i n i e r t e, g e t a r n t e

***Werbemethode der Bücherdatenbanken ZVAB und booklooker? Will damit der Börsenverein deklarieren, daß er e n d l i c h seiner Verantwortung für a l l e Buchantiquare gerecht wird?

3.
"schnelle Entschlüsse und einen allgemeinen Konsens"

a l l g e m e i n? Pustekuchen? Nicht einmal die Quack war da, vom Verband und der AG zu schweigen. Was ist daran "allgemein"?

4
http://www.antiquariatsrecht.de/?p=19

Wer um Himmelswillen hat dieses M a c h w e r k von juristischem Text aufgesetzt? Mal wieder die Praktikantin vom Dienst? Der Text ist auch bei mehrmaligem Lesen nicht praktisch verständlich - offensichtlich hat der Verfasser nicht gewußt, wie er den Sachverhalt rüberbringen soll.

Ich bedauere die Kollegen, die daraus schlau werden und das auch noch für ihre praktische Tagesarbeit umsetzen sollen.

5.
http://www.antiquariatsrecht.de/?p=18

Das sind nahezu ausnahmslos alte Hüte, die der Antiquar entweder kennt oder subito aus dem Netz kennenlernen kann. Daß ein Privatmann ab einer bestimmten Werthöhe seiner Sammlungs-Verkäufe bzw. einem bestimmten regelmäßigen Verkaufsverhalten als "gewerblich" betrachtet wird, wurde im Briefmarkenbereich seit 20 Jahren festgelegt. Die Powerseller-Geschichte ist an allen Ecken und Enden nachzulesen. Überdies betrifft der ganze Text den Leser - der ja bereits Antiquar ist - nicht - - es sei denn, er will nun, mit Hilfe unserer glorreichen Kanzlei, s e i n e r s e i t s abmahnen.

Kann mir irgendwer sagen, weshalb sich der arme Antiquar durch diesen - wiederum schwulstig-unübersichtlich verklausulierten - Un-Text hindurchquälen soll?

6.
http://www.antiquariatsrecht.de/?p=17

Diese Selbstverständlichkeiten zur Massenabmahnung sind allerorten längst veröffentlicht. Wer das nicht weiß, kann den Laden schließen. Mir scheint, das Abonnement zum Beispiel der ct. erspart die Lektüre dies Neweletters - glänzend.

7.
In "Kategorien" bitte erst dann instellen, wenn die Meldungen nicht mehr gleichzeitig auch in "Neueste Artikel" stehen.

Ansonsten ist es eine Qual, den unlesbaren Scvhmus auch noch d o p p e l t anlesen zu sollen.


Nun breche ich ab - das ist mir zu blöd.

Zu welche Unterprima_Übung "Wie erstelle ich einen Blog" wurde das gebastelt?

Und da drüber steht das ehrwürdige Börsenvereinssignet? Und das vom ZVAB?

Über diesen T e x t e n?

Gott steh uns bei. Ich sage ja, unser lieber Herr Höfs...

9. O.G 13.02.2008 00:34h

Liebe Heidi,

Dieses Gejammere kann ja langfristig nicht Gesund sein, oder? Und, weshalb, diese, Wut, wegen, der , komma , setzung?

Zumindest wird mal was gemacht, rummeckern kann jeder.

10. Lampernist 13.02.2008 07:47h

Zu 10, Mr O.G. (not O.J.?)
Wenn ich den Text von 9 trotz seiner Länge mal so richtig durchlese, entdecke ich beim schlechtesten Willen kein Gejammer, sondern Kritik, aufgebaut nach Seite für Seite der besprochenen Homepage des sogenannten "Antiquariatsrechts".
Wenn Sie sich mit dieser Kritik nicht auseinandersetzen mögen, ist das Ihre Sache.
Nur das 'Tun' an sich als etwas Positives betrachten - das ist mir zu simpel.
Auch der Brotbohrer tut etwas, indem er sich durch die Bücher frißt und runde Löcher hinterläßt - von seinem Standpunkt aus sicherlich lebensnotwendig, von dem des Buches und seiner Leser weniger erfreulich.

11. O.G 13.02.2008 09:32h

Weswegen O.J? habe ich nicht ausdrücklich O.G geschrieben?

Ich finde die initiative einen Schritt in die richtige Richtung, kritik gerne aber sie sollte konstruktiv sein, wenn die "Postings" (ja ein englisches Wort) jedoch unausgeglichen und mit persönlichen Angriffen gespikt werden wird es zum gejammere, weshalb wird hier unablässig Herr Höfs angegriffen? Es ist lächerlich sich über Designs von Webseiten oder Kanzlein in solch einer weise auszulassen.

Wie wäre es mit einer Beteiligung? Ein konstruktives auseinander setzen mit Themen die für Antiquare wichtig und interressant sind?

Hamse keene lust wa? Dachte ich mir, deshalb macht das auch Herr Höfs & bestehende Verbände/Plattformen und nicht sie oder die Heidi!

12. Lampernist 13.02.2008 10:04h

Zu 12:
Danke, ich bin bereits in einem Verein - und werde Herrn Schäfer nicht nacheifern wollen, was die Mitgliedschaft in möglichst vielen Organisationen angeht.
Ansonsten bin ich schon alt genug, auch manchmal für mich selbst reden und einstehen zu können.
Freundlicher Gruß, L.

13. O.G 13.02.2008 10:23h

Das Schweigen im Walde... bezeichnend auch der erneute Hieb gegen Herrn Schäfer (denn ich nicht kenne)

Freundlicher Gruß, Olav Greis

14. Heidi 13.02.2008 11:46h

...langsam, langsam - Heidi geht gegen drei Uhr früh zu Bette, träumt alsdann von den Liebesromanen vor 1914, die darunter liegen, und vor 11 Uhr in der Früh schweigt es (aber nicht im Walde, sondern in Morpheusens Armen).

An juristische Texte sind Anforderungen einer bestimmten - schrecklichen, aber notwendigen - Art zu stellen. Für den Laien, auch den gebüldeten, sind sie weitgehend unlesbar. Ich halte das seit meinen Studenjahren für ein Unglück; es führt zu jener Entfremdung der Menschen von i h r e m Recht, das jeder Rechtsreform im Weg steht.

Um deisem Erbübel der edlen Juristerey zu entgehen, gibt es - wenige - Jristen, die in der Lage sind, so zu schreiben, daß der akademische Normalbürger etwas damit anfangen kann. Ein Großverlag wie H a u f e in Freiburg nährt sich bestens genau davon.

Dieses segensreiche Wirken hat nichts mit "Popularisieren" der Rechtstexte oder gar mit "Trivialisieren" zu tun. Es handelt sich um das g e n a u e und g e t r e u e Übersetzen der juristischen Fachtexte in D e u t s c h.

Gar nicht einfach, aber machbar. Wäre mir das Thema ("Antiquariatsrecht" ) nicht wirklich so schnuppe, dann hätte ich eine der Webseiten ü b e r s e t z t. Am Ende meiner Studienzeit lebte ich einige Jahre vom "Übersetzen" schweizerischer Rechtstexte in deutsches "Normalsprech" - was noch einmal ein Stück schwieriger ist wegen der Besonderheiten der Schweizer Rechtssprache.

Zurück zum Thema. Wenn ich einen guten B l o g mache, dann muß ich mit ebensolchen "Übersetzungen" rüberkommen. Der Spagat, das ich dabei zu leisten habe, besteht darin, einerseits juristisch-exakt genug zu bleiben, um auch Fachkollegen als Quelle dienen zu können, andererseits sollte ich lesbar und u m s e t z b a r sein für die betreffende Berufsgruppe.

Das erste ist - mit einigen gravierenden Einschränkungen - gelungen, das zweite ist in so belämmernder Weise danebengeraten, daß man diese drei Texte als S c h u l b e i s p i e l

*einer völlig mißratenen juristischen Berufs-Webseite

bezeichnen muß.

15. O.G 13.02.2008 12:12h

Liebe Heidi,
Als mit Erfahrung gesegnet, wäre es doch geradezu ein Skandal hier nicht auszuhelfen!

Auf gehts!

16. Heidi 13.02.2008 12:35h

...und führe uns nicht in Versuchung...

Es reizt mich. Aber ich will den Kollegen Höfs nicht weiter auf dieses Gleis schieben, von dem ich ganz sicher w e i ß, daß es hinter der nächsten Kurve an einem Prellbock endet.

Wir wissen ja erst seit dem Interview, daß er einen allgemeinen Berufsverband gründen will (die lustig-blödsinnige Beschränkung auf "Internet-Antiquare" wird er hoffentlich bald aufgeben). Damit liegen die weiten Felder einer - längst überfälligen - Reorganisatiion der gesamten Berufsgruppe zum Beackern vor ihm.

Ein Blick auf unsere Internet-Absatzzahlen im mittleren Bereich zeigen mit quälender Deutlichkeit, daß es nur eine H a u p t a u f g a b e gibt, der sich alles andere unterzuordnen hat:

***Absatzförderung.

17. O.G 13.02.2008 12:47h

Liebe Heidi,

Die Entscheidung liegt bei jedem selbst, persönlich fände ich ein konstruktives miteinander vorteilhafter.

Wir kommen aber so langsam voran...

Gruss, Olav Greis

18. Lampernist 13.02.2008 13:18h

Zu Heidi & der Absatzförderung des Herrn Höfs
("glauben wir, dass die Gruppe der deutschsprachigen Nutzer noch erhebliches Wachstumspotential bietet"):

Die A-Boeuf wird dann also als erstes Alphabetisierungs- und Lesekurse in den städtischen Krisengebieten, z.B. an Hauptschulen in unserer krisengeplagten Hauptstadt abhalten,
dann für die Fortgeschrittenen Kurse in Literaturgeschichte, was man noch so alles lesen kann, endlich kann es bei dem einen Buch nicht bleiben, das Zweitbuch ist angesagt,
und schließlich wird sie sich auch auf die Seite jener stellen müssen, die mehr Hartz und Lohn und überhaupt den Mindestlohn fordern, damit neben dem täglich Brot auch das vierzehntäglich Buch erschwinglich wird.

Früher war der Unternehmer noch selbst für sein Unternehmen verantwortlich - und wenn er die falsche Ware anbot, dann mußte er sein Sortiment ändern, oder er ging pleite.
Heute scheint mir eher eine Angestelltenmentalität vorzuherrschen (Ausnahmen kenne ich!, zum Glück), die andere für das eigene Unvermögen verantwortlich macht, von den Plattformen halbwegs gesicherte Umsätze einfordert und jene Plattformen für mäßiges Bestellaufkommen verantwortlich macht (natürlich sind die z.B. vom Schwapp angekündigten Neuerungen überfällig).

Aber: wenn man sich in Abhängigkeiten begibt, wird man abhängig, so einfach ist das.
Und wer seine Bücher immer billiger macht, um konkurrenzfähig zu bleiben, weil ihm das anders nicht möglich ist, der darf sich nicht über Preisverfall beschweren und daß er vom Umsatz schlechter leben kann als zuvor.

19. Heidi 13.02.2008 14:18h

...bitte lesen Sie dort weiter, wo das Thema inzwischen von der Sache her hingewandert ist: Bei der Vereinsvorstellung des Kollegen Höfs.

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