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18.02.2008

Neuer Marktauftritt: Thalias Muse kommt groß raus
Sortiment

Thalia startet Werbeoffensive für den neuen Markenauftritt

Der neue Markenauftritt steht unter dem Leitmotiv "Thalia lässt Dich die sinnliche Bücherwelt erleben!“ Das gab der Filialist gestern in Dortmund bekannt. Dorthin waren die Verlage zu einer Präsentation eingeladen worden.

Ziel sei es, die vielen hinzugekommenen Marken (Buch & Kunst, Gondrom, Grüttefien etc.) sowie die drei Länder Deutschland, Österreich und Schweiz gemeinsam unter einem Auftritt zu präsentieren. Entwickelt wurde das Konzept gemeinsam mit der Werbeagentur SelectNY aus Berlin.

In einer Pressemeldung erläutert Thalia die Neuerungen:

„Im Rahmen des neuen Auftritts wurde die Muse Thalia, die seit 2004 Bestandteil des Logos ist, zum Leben erweckt. Sie ist jetzt mit vielen Elementen gefüllt, die den Reichtum der Bücherwelt repräsentieren und soll als Marken-Botschafterin die Menschen neugierig machen, faszinieren und zum Kauf anregen.

Um den Namen Thalia noch enger mit der Kernkompetenz Buch zu verknüpfen, wird ab sofort dem Logo die Verortung „Bücher, Medien und mehr“ hinzugefügt. Der Claim „Entdecke neue Seiten“, der bereits in der Schweiz verwendet wurde, hat sich in länderübergreifenden Tests in Akzeptanz und Verständnis durchgesetzt. Er bildet die perfekte Symbiose aus der Kernkompetenz einerseits und dem Erlebnisaspekt andererseits.

Als visuelle Übersetzung wird ein neuer Markenabsender etabliert: ein aufgeschlagenes Buch bildet den Abschluss jeder Kommunikationsmaßnahme.

Um den neuen Auftritt möglichst schnell bei einer breiten Zielgruppe zu verankern, wurde der Aktionsplan für das Jahr 2008 deutlich erweitert. Durch Beilagenkampagnen mit einer Auflage von bis zu 8,5 Millionen Exemplaren allein in Deutschland, Rundfunk- und Anzeigenwerbung sowie optimaler POS Präsentation und Dekoration wird Thalia noch intensiver als in der Vergangenheit über alle drei Länder hinweg werblich auftreten. Der Startschuss für die neue Kampagne fällt mit der großen Beilagen-Aktion zu Ostern.

„Wir werden unsere Kernkompetenz „Buch“ emotionaler präsentieren und noch stärker als bisher zum Stöbern und Entdecken einladen“, so Saskia Maaßen, die als Werbeleiterin den Marken-Roll-Out betreut. Im Zuge der Markenumstellung wurden alle bestehenden Maßnahmen überarbeitet und gleichzeitig viele Neue entwickelt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf einer neuen Wort- und Bildsprache, die auf charmante Weise mit Abbildungen und Texten spielt.

Im Hause Thalia ist man überzeugt, dass der Marken-Relaunch eine zukunftsweisende Richtung darstellt. Er wird für Frequenz und Kaufanreize in den Thalia-Buchhandlungen sorgen und den Kunden immer wieder neue Aktionen zu abwechslungsreichen Themen präsentieren.«

Die Verantwortung für den neuen Auftritt liegt bei Michael Wetzel, Geschäftsführer bei Thalia und zuständig für das Marketing.

[...] Tags: Thalia

46 Kommentare

1. Jörg Jahn-Meyer 16.02.2008 09:52h www.the-book-buchhandlung.de
Hm.....

Mich würd mal interessieren was das kostet?
2. O.G 16.02.2008 13:24h
Mich auch, jedenfalls folgt für mich der nächste Schritt von Thalia: Das Land zuschmeißen mit Werbung (Markenkommunikation, sorry) Denn nur so kann Thalia unabhängige Buchhandlungen in ein werbliches Tuch des Schweigens hüllen.

Nach Erschlagen durch Ladenverkaufsfläche, kommt nun erschlagen durch Papier.

Wie können Unabhängige Buchhandlungen kontern?
3. Jörg Jahn-Meyer 16.02.2008 14:20h www.the-book-buchhandlung-de
Die Frage sei nur:

Wann dreht die "Parfüm-Mutti" den Geldhahn zu?

Zu O.G.:

In den Thalia Standorten können die unabhängigen Buchhandlungen nicht viel tun.

Wer was tun kann ist der Börsenverein als "Gewerkschaft". Ich schrieb schon mehrmals darüber!
Der Verbraucher ist über die Preisbindung immer noch nicht ausreichend informiert. Es wäre schon Großes getan, wenn die Verbraucher darüber informiert würden, dass sie sich nicht über Mega-Werbekampagnen der Großen blenden lassen sollen. Aus wettbewerbsrechtlichen Gründen ist dies jedoch wohl nicht möglich. Aber vielleicht eine Aktion wie "Ich kauf bei meinem kleinen Buchhändler nebenan!" Obwohl: Dazu wird man die Gewerkschaft auch nicht bewegen können. Also müssen "wir" wohl mal wieder selber ran!
Herr Glavinic schrieb in einem Essay nicht weit von hier über die Buchhandlung phil in Wien!
Für alle anderen gibt es meines Erachtens nur EINEN Weg:

ANDERS SEIN!

Nicht auf Fragen wo sich ein Buch befindet mit "Da hinten" oder "Oben" zu antworten.
Service und Menschlichkeit, Beratung auf nicht alltäglichen Gebieten zu betreiben.
Die Erweiterung in Non-Book. Kaffee, Tee und andere "Schnickerchen" zu betreiben.

Jaaaa, werden jetzt viele sagen: Das ist ja eigentlich keine Buchhandlung mehr, aber was will man machen wenn einem die Kunden (mangels Information), die Karteller (mangels Marktübersicht), die Gerichte (mangels lascher Gerichtsentscheide), die "Gewerkschaft" (mangels Orientierung wen sie überhaupt unterstützen soll) halbwegs "im Stich lässt"?

Die unabhängigen Buchhandlungen sind also in der Pflicht. Im Kundengespräch müssen sie die gegenwärtige Lage multiplizieren und aufzeigen, dass es zweierlei Arten von Buchhandlungen gibt!

Jörg Jahn-Meyer
Inhaber The Book Buchhandlung Stolzenau
Inhaber The Book Buchhandlung Liebenau
4. Mathias Schindler 16.02.2008 18:02h <a href="http://isbn.mathias-schindler.de">www.mathias-schindler.de</a>
Thalia mit einer Werbung ""Thalia lässt Dich die sinnliche Bücherwelt erleben!"? Wow, das ist doch mit Sicherheit ein Fall für die Treuhänder. Thalia suggeriert doch, dass es sinnliche Bücherwelten nicht woanders gibt und das darf ja nicht sein.
5. Jörg Jahn-Meyer 16.02.2008 20:52h http://www.the-book-buchhandlung.de
Das ist schon wahr, Matthias,

nur schau dir mal das Gerichtsurteil über den Thalia-Preis an. Da gab es nen bisschen Abmahnung für 189 Euro, nen bisschen Rechtsanwaltsgebühren, nen bisschen Gerichtsgebühren zu zahlen.
Das ist doch alles bezahlbar! Von daher denke ich das Thalia vorabschon diese VIELLEICHT aufkommende "Unbequemlichkeit" finanziell mit einkalkuliert hat.
Aber wehe ich würde nem Kunden nen Euro Nachlass geben. Dann heißt es: Ende aus Mickey Mouse!

GREETZ

Jörg Jahn-Meyer
Inhaber The Book Buchhandlung Stolzenau
Inhaber The Book Buchhandlung Liebenau
6. Chris Behrens 18.02.2008 10:32h
Also ich kenne als Buchhändler beide "Welten" und frage mich daher , woher denn die Annahme kommt, dass bei Thalia schlechter beraten oder Nachlässe gegeben würden.Das ist eine Beleidigung für die Kollegen, die dort jeden Tag Ihren Job möglichst gut verrichten.
Am Ende eben jenes verkauft der Buchhändler dort Bücher,
der "Schnickschnack" ist doch mittlerweile auch bei den kleinen Standart.
7. F. Arnold 18.02.2008 13:17h
Da kann ich Chris Behrens nur zustimmen. Als ehemalige Buchhändlerin bei Thalia habe ich auch versucht, auf Kundenwünsche mit qualitativer Beratung zu reagieren, dass vermehrt mit Aushilfen gearbeitet wird, ist eine andere Geschichte. Natürlich ist der einzelne Arbeitnehmer auch nicht immer damit einverstanden, was einem so von der großen Firma vor die Nase gesetzt wrid. Ich denke, es bringt einfach nix, sich immer nur über die Filialisten aufzuregen. Diese Entwicklung, wie auch in anderen Bereichen spürbar, kann man nicht aufhalten, sondern es ist eben individueller Ideenreichtum gefragt, Nischen entdecken, Beratung noch verfeinern etc.
8. Fred Weizenkeim 18.02.2008 13:29h
Lieber Mathias Schindler,,

das hat Herr Jahn-Meyer nicht verstanden. Klären Sie ihn auf, sonst platze ich...

FW
9. Arthur Huber 18.02.2008 16:39h www.LuuBooks.de
In der Masse der eher kleinen Sortimenter bestellen bei uns jedenfalls die großen Filialisten mehr unserer Bücher aus Kleinverlagen, als jene.
Sie gehen also auf die Buchwünsche der Privatkunden besser ein, so unsere Erfahrung.
10. Buchhändlerin des Vertrauens 18.02.2008 19:08h
Also ich finde dieses ewige Gejammere und die Abhandlungen von Herrn Jahn-Meyer langsam witzig.
Ich bin Buchhändlerin bei Thalia und behandele meine Kunden freundlich, serviceorientiert und bringe auch schon mal ein Buch an die Haustür. Wir haben in unserem Sortiment Tee, Schokolade, Buchstützen u.v.m. Wir haben auch Bücher von kleine Verlagen oder einzelnen Autoren am Lager. Wir bestellen auch Bücher, die es bei Libri und KV nicht gibt. Sie sollten mal in eine Thalia Buchhandlung gehen. Wir haben immer viele Kunden und gar keine Zeit, über andere Buchhändler zu wettern. Das ist der Kapitalismus, der offensichtlich Ihr Problem ist. Und im Kapitalismus steht Gewinnmaximierung an erster Stelle. Viel schlimmer ist, dass wir in Berlin keinen Tarifvertrag haben und unsere ausgezeichnete Arbeit nicht gewürdigt wird. Und jetzt wieder Sie Herr J.-M.
11. Buchhändler 18.02.2008 19:43h
Auch ich arbeite in der Buchhandlung eines Filialisten (nicht Thalia), und behandle meine Kunden freundlich und zuvorkommend. Ich versuche im Gespräch die Wünsche des Kunden herauszufinden und ihm das Buch zu empfehlen was am besten zu ihm passt. Auch in einer Filialbuchhandlung ist Beratung unsere tägliche Arbeit. Auch meine Kollegen und ich lieben Bücher und empfehlen gerne unsere Lieblingslektüre an neue Leser. Ich finde es schade, dass hier in den Kommentaren immer also so polarisiert dargestellt wird, als ob kleine Sortimente automatisch moralisch einer Filialbuchhandlung überlegen seien.
12. O.G 18.02.2008 20:01h
Hier geht es nicht um die freundlichkeit der einzelnen Buchhändler die bei Thalia angestellt sind sondern um das etwas grössere Bild.

Herr Jahn Meyer Kritisiert zurecht das eklatante missachten gewisser "Regeln" bei Thalia. Oder wird das auch noch abgestritten?

Dazu gehört auch das Thalia gezielt unabhängige Buchhandlungen vernichtet indem mit viel Geld und möglichst hoher qm entweder neben der Buchhandlung oder über einer Stadt verteilt den unabhängigen Buchhandlungen die Luft abschnürt.

Ein Selbständiger Buchhändler den das nicht aufregt oder zumindest bedenklich stimmt, kann einfach nicht geholfen werden.

Herr Jahn Meyer jammert nicht, sondern hat sehr gute punkte, zudem scheint er der einzige zu sein der den Mund aufmacht und nicht alles runterschluckt. Weiter so!

13. Buchhädnler 18.02.2008 20:31h
"Hier geht es nicht um die freundlichkeit der einzelnen Buchhändler die bei Thalia angestellt sind sondern um das etwas grössere Bild."

Doch genau das hat Herr Jahn-Meyer doch gesagt, wenn er indirekt behauptet, dass sich die Beratung in einer Filialbuchhandlung auf Auskünfte wie "Da hinten" oder "Oben" beschränke.

Er unsterstellt, dass in einer Filialbuchhandlung automatisch schlecht beraten wird und das die Buchhändler dort nur noch seelenlose Verkäufer sind.


"Herr Jahn Meyer Kritisiert zurecht das eklatante missachten gewisser "Regeln" bei Thalia. Oder wird das auch noch abgestritten?"

Ich streite gar nichts ab. Und habe auch vorher gar nichts abgestritten. Aber die unabhängigen Sortimenter sind natürlich alle Engel vor dem Herrn und keiner von denen würde es jemals wagen die Preisbindung zu untergraben....

"Dazu gehört auch das Thalia gezielt unabhängige Buchhandlungen vernichtet indem mit viel Geld und möglichst hoher qm entweder neben der Buchhandlung oder über einer Stadt verteilt den unabhängigen Buchhandlungen die Luft abschnürt."

Das nennt sich Marktwirtschaft. Und meines Wissens ist das nicht illegal. Wer die Hitze beim Kochen nicht verträgt,muss halt die Küche verlassen.

Amen



14. O.G 18.02.2008 20:50h
Das ist keine Marktwirtschaft. Das was passiert ist der Aufbau eines Monopoles. Eine Ausführung zu dem Thema ist nicht angebracht, und ja es ist nicht illegal aber Ethisch und Moralisch höchst bedenklich.

Oder wie nennen sie das vorgehen der Grossfilialisten in bezug auf Standort Auswahl? oder Werblicher maßnahmen?

Der Druck der auf Verlagen ausgeübt wird?


Herr Jahn Meyer hat mit dem Satz "Nicht auf Fragen wo sich ein Buch befindet mit "Da hinten" oder "Oben" zu antworten."

Unabhängige Buchhandlung gemeint (Denn die sind auch keine Engel) Lesen sie es bitte noch einmal durch. Mir zuliebe :)
15. Buchändler 18.02.2008 21:06h
"Das ist keine Marktwirtschaft. Das was passiert ist der Aufbau eines Monopoles."

Tut mir leid, aber Thalia ist weit, weit von einem Monopol entfernt. Selbst unter den Elefanten ist Thalia nur der zweitdickste. Und wie viele tausend unabhängige Buchhandlungen gibt es noch in Deutschland?



Oder wie nennen sie das vorgehen der Grossfilialisten in bezug auf Standort Auswahl? oder Werblicher maßnahmen?

Die Filialisten (DBH, Thalia, aber auch regionale Ketten wie die Mayersche oder Heymann suchen nach lukrativen Expansionsmöglichkeiten. Das kann ich kaum verwerflich finden.


"Herr Jahn Meyer hat mit dem Satz "Nicht auf Fragen wo sich ein Buch befindet mit "Da hinten" oder "Oben" zu antworten."
Unabhängige Buchhandlung gemeint (Denn die sind auch keine Engel) Lesen sie es bitte noch einmal durch. Mir zuliebe :) "

Habe ich, Ihnen zuliebe. Aber der Sinn bleibt leider der Gleiche. Die Ermahnung an die Unabhängigen anders zu sein als die Filialisten , die nämlich nur sagen "oben" oder "dort hinten". Anders kann ich diese Äußerung nicht verstehen, weil sie sonst ünerhaupr keinen Sinn ergibt.
16. Jörg Jahn-Meyer 18.02.2008 21:17h www.the-book-buchhandlung.de
Metaphorisch umschrieben: Die Ratten krabbeln aus ihren dunklen Löchern.
Sarkastisch umschrieben: Die Manager haben ihre Arbeitsameisen vorgeschickt.
Sozial umschrieben: Gleichartig ausgebildete schlagen sich gegenseitig die Rübe ein, und das nur aus Existenzängsten.

Liebe Damen und Herren,
sehr geehrte Berufskolleginnen und Berufskollegen.

Leider obliegt es mir erst am späten Abend auf die Antworten und Meinungen zu diesem Forenthema zu antworten. Das mag daran liegen, dass ich wohl in meiner Buchhandlung bis zum Geschäftsschluss tätig war und danach noch „administrative“ Aufgaben für den kommenden Tag erledigt habe. Mal sehen ob es mir in „einem Rutsch“ gelingt die Damen und Herren „abzuarbeiten“:

Zu Nr. 6:

Herr Behrens ist in der glücklichen Lage beide Welten kennen gelernt zu haben. Das hat meines Erachtens einen großen Vorteil. Es hat den Vorteil der gesamten Übersicht. Mir ist (ich muss es gestehen) nicht danach den zweiten Teil dieser Welt aktiv kennen zu lernen.
Herr Behrens fragt nach der Annahme „woher es denn kommt, dass bei Thalia schlechter beraten wird“. Das Nachlässe gegeben werden habe ich nie behauptet. Reine Interpretation Herr Behrens, Aber egal: Nun befindet sich meine Wenigkeit auch gern mal in cosmopolitischen Regionen. Ich kann einfach nicht umhin, mal eine Filiale eines Filialisten heim zu suchen. Boah ich gebe ja zu: So viele Bücherberge habe ich in meinem gesamten Leben noch nicht gesehen. Das ist echt beeindruckend. Nun, für viele Leute wirkt das schon mal ein bisschen einschüchternd. Da schaut und staunt man gerne weiter.
Als „Insider“ jedoch frage ich schon mal gerne die eine oder andere Sache nach und im großen Teil bekomme ich die von mir an anderer Stelle zitierten Antworten. Gewiss, nicht jeder Mitarbeiter ist so wie ich es oben beschrieben habe. Das gebe ich offen zu! Auf der anderen Seite kann man mir auch nicht die teilweise unzureichende und manchmal nicht serviceorientierte Ausbildung einiger Mitarbeiter absprechen. Wie gesagt, es ist Erfahrung und vielen Jahren!
Beweisen tun das eigentlich schon die inhaltlichen Stellenausschreibungen für Personal, wo nur buchhändlerisches Wissen gefordert wird, eingehüllt in einer kaufmännischen Ausbildung.
Gewiss, „Schnickschnack“ ist mittlerweile auch bei uns Kleinen Standard geworden. Raten Sie mal warum, Herrn Behrens.
Die Branche ist mittlerweile soweit „verkommen“, dass jeder versucht mit seinen eigenen Mitteln und Argumenten sein „Leben“ zu retten. Dies Recht spreche ich Ihnen und ebenfalls den kleinen Sortimenten zu.

Zu Nr. 7:

Frau Arnold spricht davon, dass sie ehemalige Buchhändlerin bei Thalia war. Ich gehe mal davon aus, dass Sie vom „alten Schlag“ sind. Also eine Berufsgruppe von damals, vor der ich meinen Hut ziehe. Damals war wohl alles noch anders. Anders, bevor erhebliche Erschütterungen den Buchmarkt und die zugehörige Distribution und Verkauf erschütterten.
Frau Arnold spricht davon, dass „natürlich der einzelne Arbeitnehmer nicht immer damit einverstanden ist, was einem so von der großen Firma vor die Nase gesetzt wird“.
Ich weiß (genau wie Frau Arnold) dass es nichts bringt sich immer nur über die Filialisten aufzuregen. ABER: Es regt zur Diskussion an! Man wird Wahres an mir finden, man wird Wahres an all Ihnen finden. Dazu hat DOC Casimir dieses von mir geschätzte Profil ins Leben gerufen. Frau Arnold fordert Nischen zu entdecken. Ich denke, da sind die kleineren Sortimente schon lange dran. Ich frag da gern zurück: „Was hat uns dazu gebracht, diese Nischen entdecken zu müssen??? Die kleinen Sortimente müssen das tun, was sie schon immer gemacht haben, nur um zu überleben???“ Sorry das jetzt meine soziale Ader durchkam.

Zu Nr. 8:

BUMM!

Zu Nr. 9:

Herr Huber wollte mich doch noch anrufen!

Zu Nr. 10:

Sehr geehrte Buchhändlerin des Vertrauens. Kapitalismus ist eine nette Sache! Sofern er deren Partizipanten zu einem normalen auskömmlichen Leben dient.
Lustig finde ich, dass sich in diesem Thread erstmals unterbezahlte kleinere Sortimentsbuchhändler und unterbezahlte Mitarbeiter begegnen. Wenn ich denn nun schon antikapitalistisch und sozial werden soll, dann muss ich aufgrund der „Aktenlage“ feststellen, dass sie genauso wie Frau Arnold sind. Das ändert aber an der Gesamtlage nicht viel. Sie tun das, was man nicht tun muss und das kann nur die Zukunft sein.
Werte Buchhändlerin des Vertrauens: Ich jammere übrigens nicht ewig. Ich stelle nur einige Dinge die mir im Börsenblatt (dem kleinen Fenster zur Welt) und in den jeweiligen Geschäften begegnen dar. Mit ihrem leider (was ich auch bedauere) nicht vorhandenen Tarifvertrag liegt meines Erachtens auch ein Jammern vor, aber wenn dem so ist: Warum steht ihr dann nicht auf?????? Im Übrigen habe ich auch immer viele Kunden. Mein „Wettern“ wie Sie es so zitieren lege ich in die Abend- und Nachtstunden. Schaun Sie mal, wann der „alte Mann“ seine Antworten und Meinungen schreibt!

Zu Nr. 11:

Auch Nr. 11 dient als „Ausnahme“. Um mich noch einmal an anderer Stelle zu zitieren: „Nicht alle sind so wie ich beschreibe.“

Zu Nr. 12:

Mein Freund O.G mal wieder &#61514;

Und er hat recht:

Es geht in der Tat um das größere Bild. Es handelt sich in der Tat um ein „eklatantes Missachten“ Und dieses wird auf dem Rücken der kleineren Sortimente ausgetragen und die „Arbeitsameisen“ die eigentlich gar nichts damit zu tun haben, kommen aus ihren Löchern und argumentieren zum großen Teil gerechtfertig. Das ist jedoch nur Substanzerhaltung!
Ich denke mal, dass keiner gegenteiliges hier offen schreiben wird.

In einer Sache möchte ich O.G. jedoch widersprechen: Gewiss, vielleicht mache ich den Mund auf, vielleicht polarisiere ich auch. Vielleicht liegt das daran, dass ich im Leben viel runterschlucken musste.
Meiner Meinung sind jedoch die Anliegen der kleineren Sortimente hier zu unberücksichtigt. Keiner berichtet darüber wenn ich ein neues Werbeplakat rausbringe. Es wird schon nach Größe unterschieden. Da bin ich mir sicher.
Das soll aber nicht immer heißen, dass ich weiter wettern tue. Ein paar Threads von hier fand ich (wie schon oben erwähnt) einen Kommentar von Herrn Glavinic über eine Buchhandlung in Wien, die sich phil nennt. Die „Machart“ dieser Buchhandlung erachte ich als interessant, innovativ und revolutionär. Soviel Freiheit und Ideenreichtum fehlt den kleineren Sortimenten noch. Hier findet man viele Ideenansätze!

Das schafft jedoch einen Tatbestand nicht aus der Welt: Den von O.G. geschriebenen ersten Absatz.

Zu Nr. 13.:

Buchhädnler zitiert zum Ersten O.G.
Buchhädnler meint zum Zweiten, dass er den gesamten Filialbuchhandlungen dieses nicht unterstellt.
Jahn-Meyer schließt sich jedoch O.G. voll und ganz an.
Buchhädnler müsste ich ja auch dann unterstellen, dass er/sie unterstellt, dass die kleineren Sortimente auch keine Engel sind. Als nächstes werden die „Bastelstübchentanten“ mit Buchbestellservice auf Sie einstürmen.
Buchhädnler zitiert noch mal O.G.
Jahn-Meyer sagt: Wer die Kälte in großen Hallen nicht verträgt, sollte sich an den warmen Ofen setzen.

So allgemein könnte gelten: Buchhändler haben auch einen Namen.

Zu Nr. 15:

Meines Erachtens heißt das Ding soziale Marktwirtschaft. Meines Erachtens wurde zu spät erkannt, dass ein Monopol aufgebaut wurde und meines Erachtens besteht es mittlerweile lückenlos.

Liebe Grüße in die große Welt

Jörg Jahn-Meyer
Inhaber The Book Buchhandlung Stolzenau
Inhaber The Book Buchhandlung Liebenau
17. O.G 18.02.2008 21:22h
Das ist Schade, ich verstehe das eher als Mahnung an die Unabhängigen sich mehr Mühe zumachen. Die haben (Unabhängigen) es auch Schleifen lassen (nicht alle)

Gerne hätte ich sie überzeugt.

Mit Thalia nehme ich alle Grossfilialisten aufs Korn. Stellvertretend sozusagen :)

Die Lukrativsten Standorte sind meist besetzt, mit unabhängigen Buchhandlungen, die schon beim Namen der Filialisten die Segel streichen. Diejenigen die nicht Kapitulieren gehen in der Regel innerhalb eines Jahres Pleite. Warum? Seit Jahren "die" Buchhandlung am Ort, im nächsten Augenblick aus dem Geschäft drangsaliert.

Das schafft man nur mit sehr viel Kapital, das wiederum haben kleinere Betriebe nicht.
18. Jörg Jahn-Meyer 18.02.2008 21:32h www.the-book-buchhandlung.de
Money makes the world go round.-..... :-)
19. D.V 18.02.2008 21:52h
hallo
ich schau mir heute schon den ganzen tag diese diskussion an.
ja ich finde die verdrängugs taktik der großen in diesem sinne thalia schlecht und gemein. das hier eine monopolbildung im gange ist oder schon im endprozess ist ist klar. das aber die arbeiter bei thalia selbst noch so blauäugig sind find ich schade denn was anderes als arbeiter ist man nicht .... ich finde es nur schade das ich wenn ich meine ausbildung beendet habe wohl oder übel nur in einem großen betrieb wie thalia eine stelle bekommen kann ist schade und mir graut es davor genau so zu verkümmern und von der buchhändlerin zur arbeiterin zu werden ... schade eigendlich
20. D.V 18.02.2008 21:58h
und was ich vergessen habe ist ich glaube das buchhändler alles andere als kapitalisten sein sollen und sind buchhändler vermitteln einem anderen die liebe und das herzblut des buches das sie gerade gelesen haben oder lesen werden das und noch einiges ist das was einen buchhändler ausmacht und warum ich buchhändlerin geworden bin also
21. Buchhändler 18.02.2008 22:00h
Hmm...Herr Jahn-Meyer hat ja mehr oder weniger bestätigt, dass er sich beratungstechnisch den meisten, aber natürlich nicht allen Buchhändlern(innen) in einem Filialbetrieb überlegen fühlt. Ausgenommen natürlich die Buchhändler(innen) vom "alten Schlag".

Natürlich sind alle anderen (die nicht vom "alten Schlag" sind) nur mehr schlecht als recht ausgebildete "Arbeiterameisen", die von seelenlosen Managern ausgebeutet werden und in geistiger Versklavung noch ein Loblied auf ihre Herren singen.

Herr Jahn-Meyer ist auch nach einem langen Arbeitstag sehr metaphernstark, aber leider reduzieren sich seine hübsch verpackten Argumente nur auf einen einzigen vermeintlichen Gegensatz:

Filialbuchhandlung=Groß=schlechte Beratung=Böse
Unabhängiges Sortiment=klein=gute Beratung=Gut

Und dies wird nicht in Frage gestellt. Niemals. Denn das ist der idelogische Gegensatz, den Sortimenter wie er brauchen, damit ihre Weltanschauung nicht zusammenbricht.

Natürlich ist bei den Großfilialisten nicht alles Gold was glänzt. Natürlich ist es zu bedauern, wenn alteingessene Sortimenter aufgeben müssen, aber was ist die Alternative? Einfach weiter machen wie früher? Zurück in die muffigen 50er? Soll der Buchhandel alle Veränderungen unserer modernen Welt ignorieren? Darf ein Buchhändler nicht Kaufmann und Literaturliebhaber zugleich sein? Ich habe keine Patentlösungen in der Hosentasche, aber ich habe die Gewissheit, dass sie ebenfalls keine haben (außer natürlich ihre rückwärtsgewandte, ideologisch-verbrämte Erinnerung an die "gute, alte, Zeit" als Buchhändler noch Buchhändler waren....

Gott sei Dank, sterben diese Fossile aus. Ich für meinen Teil werde sie nicht vermissen.

Ich könnte es auch moralisch empörend finden wenn ich (vielleicht nur indirekt und nur im Spaß?) als von Managern vogeschickte Arbeiterameise verunglimpft werde, aber aus solchen Sprüchen lassen sich leider nur die vollblumigen Vourteilswelten von Hernn Jahn-Meyer ablesen und mehr nicht.

Verdrängungs- und Konzentrationsprozesse waren schon immer Teil des Kapitalismus (und auch der sozialen Marktwirtschaft); nur erfreute sich der Buchhandel in Deutschland eines lange andauernden Dornröschenschlafes, aus dem leider einige Sortimenter erst jetzt verkatert aufwachen und festsellen müssen, dass sie den Anschluß an die Zukunft verpasst haben.

Wir werden uns hier nicht einigen oder auch nur einen Minimalkonsens erringen, aber das ist auch gut so. Mit manchen Menschen möchte ich auch gar nicht einer Meinung sein.
22. Jörg Jahn-Meyer 18.02.2008 22:06h www.the-book-buchhandlung.de
Dann drehen wir den Spieß einfach mal um und fragen so:
Wie kann es zu einem gesunden marktwirtschaftlichen Miteinander kommen. Diejenigen, die die meisten von den Forenteilnehmer ausgebildet haben werden jetzt verdrängt bzw. vernichtet. D.V. soll mal einen "Allheil-Vorschlag" machen!

Jörg Jahn-Meyer
Inhaber The Book Buchhandlung Stolzenau
Inhaber The Book Buchhandlung Liebenau
23. Buchhändler 18.02.2008 22:12h
"buchhändler vermitteln einem anderen die liebe und das herzblut des buches das sie gerade gelesen haben oder lesen werden das und noch einiges ist das was einen buchhändler ausmacht und warum ich buchhändlerin geworden bin"

"mir graut es davor genau so zu verkümmern und von der buchhändlerin zur arbeiterin zu werden ."

Liebe D.V.
ich arbeite zwar nicht bei Thalia, sondern bei einem anderen Filialisten, aber ich denke nicht, dass ich verkümmert bin. Im Gegenteil: ich liebe meine Arbeit und empfehle gerne meine Lieblinsbücher weiter aktuell u.a. Diane Setterfields DIE DREIZEHNTE GESCHICHTE. Auch ich liebe Bücher schon mein ganzes Leben. Aber ihre antiquierte Auffassung unseres Berufsstandes ist an Naivität nicht zu überbieten. Sind sind ein prima Beispiel für Erstarrung und Rückwärtsgewandheit der deutschen Buchhändler. Dass sie keine von "alten Schlag" sind, sondern eine junge Frau, die gerade erst ins Berufsleben startet, stimmt mich traurig, denn ihre kindlich-naiven Vorstellungswelten werden leider die Begegnung mit der Realität der modernen Arbeitswelt nicht standhalten. Keine Sorge um ihr Seelenheil, bei Thalia oder der DBH würde man eine wie Sie gar nicht erst einstellen.
24. J.T 18.02.2008 22:45h
Was ist denn hier los?
Also ich bin Jungbuchhändlerin und habe bisher auch beide Seiten kennengelernt. In drei Jahren meine Ausbildung in einer unabhängigen Buchhandlung gemacht und dann durch schlecht Übernahmechancen zu einem Fillialiten gewechselt.
Da ich nun schon einige Jahre in der Buchbranchen bin, frage ich mich, warum dieser Aufschrei jetzt so hoch ist! Ist das nicht bereits seit einigen Jahren abzusehen?
Bei sowas bekomm ich einen richtigen "Hals", da die Azubis im vorletzten Börsenblatt beschuldigt werden, nicht mit der Zeit mitzugehen und dann kommen hier solche Kommentare. Ich weiß nicht, aber bereits in der Ausbildung haben sich Azubis ausgetauscht. Und bereits dort haben wir solche Gespärche geführt und vielen Azubis ist klar, dass sie nach der Ausbildung zu einem "großen" gehen müssen- oder ihre Ausbildung schmeissen müssen, da es sonst keine Arbeitsplätze gibt. Ich weiß gar nicht, warum sich hier gegenseitig Buchhändler platt machen. Mein Gott, haben wir nicht alle den gleichen Stoff gelernt und haben wir nicht alle den gleichen Beruf, der uns erfüllt? Wo ist denn jetzt der Unterschied, ob ich in einer Filliale arbeite oder in einer Nischenbuchhandlung? Ich versuche überall meinen Job gut zu machen und das mache ich nicht für meinen Arbeitgeber sondern für mich. Damit der Kunde wiederkommt und er mir erzählt, wie er das von mir empfohlenen Buch gefunden hat, oder? Warum also gibt es hier solche Unterschiede, ob ich in einer Großen oder Kleinen arbeite. Sollten nicht wenigstens wir miteinander klar kommen? Wäre ich weiter oben in der Hierachie dann hätte ich einen anderen Beruf erlernt.

Bitte, wenn schon aufregen, dann über "die da oben" aber doch nicht wir untereinander!

Ja, warum ich mich nicht bei den unabhängigen beworben habe? Aus eigener Erfahrung: "WIr suchen keine Jungbuchhändler" oder "Sie haben keine Berufserfahrung" oder "Sie sind noch jung und werden bestimmt bald schwanger'" damit darf man dann als Jungbuchhändler kämpfen.
Und da muss man den Großene einfach mal sagen: Sie wollen junge engagierte Leute haben. Mehrere Fillialisten haben mir ein Angebot gemacht. Da war das alles kein Problem. Und soweit ich mich erinnern kann sind Buchhändler gesucht worden und keine mit "nur" Erfahrungen.

Warum ist der Aufschrei denn jetzt erst? Ich habe langsam den Eindruck, dass sich mehrere unabhängige Buchhandlungen zurück lehen, gelähmt vor keine-Ahnung-was und ihr liebstes Hobby ist, sich auf die großen zu stürzen und zu wettern.

In einem vorherigen Beitrag ist gesagt worden, dass, sobald ein Fillialist in die Stadt kommt, die kleinen gleich das Handtuch schmeissen, oder nach einem Jahgr pleite machen. Schon mal gefragt, warum? Ich meine, nicht die halbe Stadt ist doch weggezogen, sondern nur ein neues Geschäft hat aufgemacht. Die Kunden sind doch noch da. Vielleicht war die Kundenbindung/ Kundenberatung/ Angebot/ Veranstaltungen nicht so gut? Ich meine, man kann es schaffen, länger als ein Jahr zu exestieren, auch dafür gibt es Beispiele, zumindest kenne ich eine Stadt, in der es wunderbar funktioniert hat.

Aber bevor man sich selber fragt, warum geht man mit einem großen kaputt, dann ist es wirklich leichter, die Frustation an denen auszulassen.

Soweit ich mich erinnern kann, sagt das Kartellamt erst bei 30% Marktbeherrschung stopp. Wieviel hat Thalia/ Dbh und wie sie alle heißen? Ich glaube, so etwa zehn Prozent? Na dann wissen wir doch, was passiert! und das seit einiger zeit, oder???
25. Jörg Jahn-Meyer 18.02.2008 23:32h www.the-book-buchhandlung.de
Wohl nen bisschen verschätzt....
"Es ist ein rasanter Wandel, der sich zurzeit im Buchhandel vollzieht: Vereinigten Ende der Neunzigerjahre die großen Filialisten wie Hugendubel, Weltbild und Thalia noch 12 Prozent Marktanteile im Buchhandel auf sich und die sonstigen, kleineren Buchhändler und Buchgeschäfte 44 Prozent, nähert sich dieses Verhältnis laut einer Studie der GfK Marktforschung in Nürnberg dieses Jahr zunehmend an: 23 Prozent gegenüber 30 Prozent. 2009 sollen dann erstmals mehr Bücher bei den Filialisten verkauft werden als in Traditionsbuchhandlungen (deutliche Zuwächse in dieser Statistik macht übrigens auch der Internetbuchhandel: 1999 lag er bei 2 Prozent, in diesem Jahr bei 11 Prozent, für 2009 prognostizieren die Nürnberger Marktforscher 16 Prozent)."
26. Buchhändler 18.02.2008 23:53h
Quelle Wikipedia:
"Die größten ZEHN Filialisten haben hierzulande zusammen knapp 23 Prozent des Buchhandels, was bis 2010 laut Börsenverein auf 29 Prozent steigt."

Thalia allein kommt nur auf sechs bis sieben Prozent. Und da die großen sich auch untereinander massiv bekämpfen (aktuell das Beispiel Wuppertal [Mayersche-Thalia] kann hier von einer marktbeherrschenden Stellung eines einzigen Filialisten gar nicht die Rede sein.

Zu den zehn größten zählen übrigens auch Regionalfilalisten wie die Mayersche oder die Buchabteilungen des Kaufhof und das Schweitzer Sortiment (als Fach- und Universitätsbuchhandel), Daher sollte man solche Statistiken vielleicht etwas sorgfältiger studieren.
Selbst zusammen hätten Thalia und DBH einen Marktanteil von nur ca. 15%. Am besten die Kirch mal im Dorf lassen.
27. Buchhändlerin des Vertrauens 19.02.2008 09:08h
Ich war für meinen Tarifvertrag schon mehrfach auf der Straße beim Streik und meckere nicht aus meiner Höhle raus.
28. Fred Weizenkeim 19.02.2008 09:18h
*16. Jörg Jahn-Meyer18.02.2008 21:17hwww.the-book-buchhandlung.de
Metaphorisch umschrieben: Die Ratten krabbeln aus ihren dunklen Löchern.
Sarkastisch umschrieben: Die Manager haben ihre Arbeitsameisen vorgeschickt.
Sozial umschrieben: Gleichartig ausgebildete schlagen sich gegenseitig die Rübe ein, und das nur aus Existenzängsten.*

Ratten, Herr Jahn-Meyer, welche Ratten krabbeln aus welchen Löchern?
Metaphorik hin oder her, da gewähren Sie uns einen arg unerfreulichen Blick in Ihre Seele...
29. Buchhändlerin 19.02.2008 10:04h
zu 16:
Ratten? Arbeitsameisen?
Damit, Herr Jahn-Meyer, haben Sie sich in meinen Augen für jeden weiteren ernst zu nehmenden Kommentar disqualifiziert.
Ich hätte Ihnen nicht zugetraut, sich so weit zu entblößen und derartige Metaphorik auf Berufskollegen anzuwenden.
30. Der anonyme Buchhändler 19.02.2008 10:17h
Wie war das mit dem Ast auf dem man sitzt und an dem man nicht sägen soll? Wenn ich mir als Buchhändler die Stellenanzeigen im Börsenblatt anschaue, kann ich mir den Luxus gar nicht erlauben, gegen Filialisten zu sein. Als Kunde habe ich die Erfahrung gemacht, dass die Thalia-Filiale vor Ort gute und schlechte Abteilungen hat, was wohl von den jeweiligen Kollegen abhängt.
31. O.G 19.02.2008 10:55h
So so, jetzt driftet es in Persönliche Angriffe ab.

Gut, ändert aber nichts an der Situation, als angestellter Buchhändler habe ich also keine Wahl, entweder für die Grossen oder Arbeitslos.

Wie gesagt es geht hier um das Größere Bild und nicht um Ihre kleine Welt. Da hilft auch keine Rhetorisch geschickte drehung der Diskussion auf die Persönliche Ebene.

Auch ich habe den Eindruck von Arbeitsameisen die anstatt den Kopf für Denkarbeiten benutzen Ihren Arbeitgeber auf Teufel komm heraus (das wird er auch noch) Verteidigen.

Jetzt denken sie einfach nochmal nach, hören auf sich unter anderem selbst anzulügen, und Ihren Selbstständigen Kollegen zu verstehen. Ihre Welt ist nicht real. Tut mir Leid, ruhe bekommen sie mit den Vereinfachungen in dieser Diskussion nicht.

32. F. Arnold 19.02.2008 11:37h
Hallo, ich bin´s wieder, die Frau Arnold vom "alten Schlag"! Nix gegen Althergebrachtes, Liebe zur Literatur etc., aber ich habe keine Lust, hier abgestempelt zu werden, denn ich habe meine Ausbildung bei Thalia gemacht und kenne das Unternehmen von innen und gerade nach der Übernahme von der Parfüm-Riege.
Ich verstehe nicht, wie man immer auf Filialisten schimpft und den Mitarbeitern durchgehend eine Gehirnwäsche durch den Großkapitalisten bescheinigt. Die können auch denken, und jeder muss selbst entscheiden, ob er mitmacht oder sich lieber ein Erdloch im Wald gräbt.
33. Hinnerk 19.02.2008 11:54h
Die Mitarbeiter großer Buchhandlungen, Ketten, Grossisten(?) offensichtlich abschätzig als Arbeitsameisen zu bezeichnen (von Ratten ganz zu schweigen) ist meines Erachtens nicht in Ordnung und lenkt von der eigentlichen Diskussion ab. Eine Entschuldigung (oder Klarstellung )wäre wie ich finde durchaus angebracht. Abgesehen davon: Ich finde es reichlich unzutreffend eine klare Trennlinie zwischen Ketten und unabhängigen Buchhandlungen ziehen zu wollen. Jedenfalls was die Bereiche Kundenservice und Beratung aber auch Aubildung, Qualifikation, Bezahlung und Betriebsklima angeht. Man kann das denke ich nicht so verallgemeinern.
Ein Buchhändler, kleine Buchhandlung

34. O.G 19.02.2008 12:13h
Oh Frau Arnold, herrje!

Keiner hackt auf die Mitarbeiter der Filialisten rum, aber der usus ist doch: "Mir egal Hauptsache ich hab Arbeit!. Von mir aus kann der ganze Traditions kram untergehen. Ich, Ich, Ich."

Das ist schade, Kopf in den Sand und ab. Thalia und Konsorten sind Schlecht (Meine Meinung) Die vorgehensweise ist Ethisch und Moralisch verwerflich ich wetter gegen die Filialisten weil mir der Buchhandel und die Menschen wichtig sind, ansonsten würde ich mich nicht mit dem Thema auseinandersetzen oder?

Thalia vernichtet Traditionsbuchhandlungen mit dem Ziel ein Monopol zu errichten. Der Rest der Großen zieht mit und so liefern die Filialisten sich einen Kampf der nur Verlierer haben wird. Unabhängige Buchhandlungen und deren Mitarbeiter geraten in einen Strudel aus Existenzängsten, finanziellen und Menschlichen Stress sondergleichen für den Profit einer Holding.

Kennen sie die Magenschmerzen eines Kollegen der die Buchhandlung seines Vaters der diese von seinem Vater übernommen hat aufgeben muss, langjährige Mitarbeiter entlassen, seine Existenzgrundlage verliert? Ist Ihnen egal oder? Hauptsache sie sind abgedeckt und sicher.

Irgendwann ist es gut, nicht alles muss geschluckt werden, spätestens wenn eine ganze Branche vor die Hunde geht, ist es an der Zeit Kritik zu üben und aufzustehen.

Keiner wertet Ihre Ausbildung bei Thalia ab. Im Gegenteil, als Kollegin sind sie gefragt zu entscheiden und zu urteilen.

Denken sie nicht nur für sich selbst, denn irgendwo gehören sie zu einer Gemeinschaft von wunderbaren Menschen.
35. Hinnerk 19.02.2008 12:22h
Nachtrag an mich selbst:
Wer lesen kann ist klar im Vorteil: Selbstverständlich waren "die Großen" und nich Grossisten gemeint.
36. Buchhandelsexperte 19.02.2008 20:31h
was ist eigentlich noch gleich das thema dieser hitzigen diskussion? ... das jammern (der "kleinen") muss jetzt wirklich mal aufhören.

bravo thalia! geschafft! die neue marken-kommunikation hat bestens eingeschlagen. soviel aufmerksamkeit in kurzer zeit erregt! finde ich mal richtig klasse!
37. Azubine 20.02.2008 17:50h
Liebe Kollegen,

Thalia hat "nur" ein neues Konzept entwickelt, was direkt auslöst, dass sich alle an die Gurgel gehen. Ich bin erst seit knapp drei Jahren in der Branche und kenne nur diese Situation: Filialist kontra Unabhängige.
Ich lerne bei einem Filialisten, die Frage warum stellt sich erst gar nicht, weil in der Region, in der ich lebe kein "Kleiner" ausbildet-zumindest nicht zu meinem Ausbildungsbeginn. Und ja, es gibt sie die Unabhängigen in meiner Region.
Worauf ich hinaus will: es ist wie es ist. Alles fließt . Keiner von uns wird da viel ändern können. Leider. Auch ich finde kleine Sortiment mit Atmosphäre schön. Aber wir müssen alle das Beste draus machen und in die Zukunft schauen. Und vor Allem dürfen wir eines nicht vergessen: uns zu fragen, was unser Kunde will. Und wer das macht und es auch noch gut macht, der wird immer einen Platz auf dem Markt haben.
Also hört doch bitte auf mit den Beleidigungen. Wir sind doch alle Buchhändler aus Leidenschaft (hoffe ich zumindest, so naiv wie ich bin) und möchten unsere Liebe zum Buch an andere Menschen weiter geben. Natürlich ist mir auch klar, dass das alles wirtschaftlich sein muss. Aber ein guter Buchhändler mit Kreativität, Motivation, Engagement und nicht zuletzt witschaftlichem Sinn sollte in der Lage sein dies zu schaffen. Also spuckt doch alle bitte in die Hände und kämpft für eine abwechslungsreiche Buchhandelslandschaft, in der auch ruhig Filialisten ihren Platz haben dürfen. Denn in die gehen ja auch zum Teil ganz andere Kunden rein, die vor kleinen Sortimenten viel zu viel Schwellenangst haben.
38. Bücherleser 21.02.2008 17:22h
Hallo Ihr lieben Streithähne,
Buchhändler gibt es gute und schlechte. Welche die ihre Arbeit mit Freude machen und welche die einfach nur ihren Job tun.
Problem ist nicht allein Thalia, sondern sich inzwischen die beiden Grossen gegenseitig bekämpfen und versuchen sich die besten Plätze streitig zu machen. Um dies zu bewerkstelligen gibt es in den Häusern immer weniger Personal und damit auch keine oder nur unzureichende Beratung. Diese Buchkaufhäuser mutieren immer mehr zu einem Umschlagplatz für Bücher, nicht mehr und nicht weniger. Das auf Kosten der Mitarbeiter und Kunden. Hier ist die Chance für den kleinen Sortimenter .
39. Walter Lachenmann 22.02.2008 21:12h www.oreos.de
Wahrscheinlich hat der Wortführer des deutschen Buchhandels, das Börsenblatt bzw. dessen Chefredakteur Torsten Casimir, in seinem Editorial zum Heft 8 vom 21. Februar 2008 das gesagt, was zu dieser Diskussion aus höherer Warte und deshalb mit Autorität gesagt werden mußte: „Das System Buchhandel riskiert die Bedingung seiner eigenen Möglichkeit, [er hätte mit genau derselben stilistischen Präzision schreiben können: die Möglichkeit seiner eigenen Bedingung], indem es einfach wirtschaftet.“ Und er appelliert an die Branche, sich wieder auf ihre „Kultur“ zu besinnen. Das wird den Kollegen, die sich hier über die existentiellen Probleme ihres Berufsstandes die Köpfe heißreden, sofort einleuchten und ihnen Mut und Zuversicht geben, nicht wahr! Besinnt euch auf eure Tradition, eure Kultur, und alles wird wieder gut…

Mit dieser Kultur nehmen es leider, da hat Herr Casimir völlig recht, die Protagonisten unserer Branche schon lange nicht mehr so genau, aber das gilt leider auch für die journalistische Kultur unseres Börsenblatts. Abgesehen davon, daß professionelle Handwerkstugend geboten hätte, bei der Abbildung von „Bömmels Dampfmaschin“ anzugeben, daß hier der schwäbische Schauspieler Willy Reichert, der kein Wort Berlinerisch sprechen konnte und das Ansinnen, dies zu probieren, auch weit von sich gewiesen hätte, als Bömmel herhalten mußte: In derselben Ausgabe wird das Thema Rechtschreibreform wieder einmal aufgegriffen, das in den letzten zwölf Jahren wie kaum ein anderes Thema die schmerzhafte Kulturferne des deutschen Buch- und Verlagswesens an den Tag gelegt hat. Das Börsenblatt hat von Anfang an jede noch so seriöse Kritik an dieser nun wirklich ebenso überflüssigen wie schlecht durchdachten „Reform“ abgetan als nicht ernstzunehmendes Genörgel von fortschrittsfeindlichen Schlafmützen und Pedanten, und ihre Durchsetzung, die ja auf substantiellen und kompetenten Widerstand stieß, in zahlreichen Beiträgen begrüßt und gefördert. Jetzt dürfen wir lesen, daß die reformierte Rechtschreibung den Deutschen immer noch beträchtliche Schwierigkeiten bereitet, und zwar „nicht unbedingt“ nur den Schülern, sondern insbesondere auch der „älteren Generation“. Zwischen den Schülern und der „älteren Generation“ gibt es bekanntlich noch eine Gruppe, die wohl umfangreichste, die wohl allein aufgrund dessen, daß sie vermutlich diejenige ist, die am meisten schreibt, mit der Orthographie die meisten Probleme hat (die Tageszeitungen zeigen es tagtäglich), aber von der ist nicht die Rede. Sie gehört wohl auch zu denen, denen unser Börsenblatt zuruft: „Studieren statt monieren!“ – Gut gebrüllt, Löwe, aber einmal ganz ehrlich: Ist noch niemandem der Gedanke gekommen, daß es eigentlich eine Unverschämtheit ist, wenn der gesamten Bevölkerung eines Landes, das sich für eine Kulturnation hält, zugemutet wird, statt einer in einer unermeßlich großen und reichen Literatur überlieferten Rechtschreibung, die sie gelernt und weitgehend problemlos praktiziert hat, eine andere ein-„studieren“ zu müssen, die um kein Haar „besser“ oder „leichter“ ist als die bisherige, sondern im Gegenteil so voller Willkürlichkeiten und grammatikalischer Fehler, daß sie schon in weiten Teilen offiziell wieder rückgängig gemacht werden mußte, und die immer noch wohl so gut wie niemandem in Deutschland wirklich geläufig und zur fehlerlos praktizierten Gewohnheit geworden ist?

„Zum Glück gibt es Titel, die der älteren Generation auf die Sprünge helfen“, schreibt das Börsenblatt. Zum Glück für wen? Für die Verlage, die aus dem Rechtschreibdilemma ein vielversprechendes Marktsegment geschaffen haben (was vermutlich von Anfang an der ganze Zweck des Reformunternehmens gewesen ist) und für die Buchhändler, die diese „Titel“ dann verkaufen? Mit anderen Worten: Es wird, wie Herr Casimir so schön schreibt, „einfach gewirtschaftet“, Kultur hin, Sprache her. Man kann übrigens davon ausgehen, daß so gut wie alle diese „Titel“ ihr Geld nicht wert sind, denn derzeit herrscht in der deutschen Rechtschreibung immer noch eine solche Unsicherheit, ein solcher Widerspruch zwischen Praxis und den inhaltlich voneinander in wesentlichen Teilen abweichenden Wörterbüchern und Lehrmitteln, daß sie bestenfalls darüber informieren können, was ihre Autoren im Augenblick für „richtig“ halten.

Nein, Herr Casimir und liebe Kollegen, „dat krieje mer später“ bestimmt nicht mehr hin, und die „Kulturträger“ Buchhändler, denen das alles sichtlich egal ist, sind mit daran schuld.

40. Verteter 24.02.2008 14:52h
Sorry, es muß natürlich DBH heißen... (Freud?)
41. john 02.03.2008 10:33h
Liebe Kollegen,

werden wir doch lieber mal konkret in Bezug auf den Großen Filialisten aus dem Norden. Ich fühle mich bemüsigt, etwas auf den Busch zu kloppen.

Thalia eröffnet an Standorten Filialen, die im Voraus erkennbar nicht nicht den gewünschten (!) Ertrag erwirtschaften können, aufgrund der Konkurrenz, aufgrund Lage, aufgrund der Gemeindegröße.
Was passiert? Die Filialleiter werden massiv unter Druck gesetzt. So wurde die erfolgreiche + bekannte Chefin des sehr großen Flaggschiffes einer Unistadt am Schwarzwald ganz im Südwesten für einen neuen Standort abgezogen. Ein Standort, der von vornherein nicht den überzogenen Gewinn- /Ertragserwartungen entsprechen konnte, die bedeutend größere Filiale des Mitbewerbers unter Druck setze, aber nicht nicht wirklich angreifen konnte.

Die Filialleiterin wurde massiv unter Druck gesetzt - und kündigte schliesslich. Eine der besten und kompetentesten Chef der Branche gings ins benachbarte Ausland nach gut einem Jahr.

Nächster Standort, auch im Südwesten: Eine überdimensionierte Filiale wird in einer Grenzstadt eröffnet, die Erträge wie auch die Umsätze bleiben hinter den Zielen.
Die Chefin wird massiv unter Druck gesetzt, nach wenigen Monaten.

Lässt sich Thalia etwa Zeit mit der Entwicklung der Filialen? Nein.
Das sind jetzt nur zwei besonders prägnante Fälle. Fälle, bei denen ich mir schon überlege, ob Thalia Hagen eigentlich noch einzelne Standorte auf die Ertragsmöglichkeiten überprüft.

Womöglich expandiert Thalia wirklich um JEDEN Preis, blindlings oder auch in der Meinung, auf Dauer eben zumindest die Mittbewerber doch so weit an den auch für Thalia kritischen Standorten wirtschaftlich unter Druck zu setzen, dass die Mitbewerber etv. aufgeben.

So scheint es mir jedenfalls. Ich arbeite übrigens beim großen Filialisten als Chef einer Filiale.

Daher noch ein Wort zu den Buchhändlern aus den Filialen:
Auch meine Mitarbeiter sind sehr engagiert und den Kunden zugewandt.
Nur, wie oft kommen wir zu Beratungen? Und wieviele nicht bezahlte Überstunden machen manche zumindest in den ganz großen, neuen Filialen, um ihre Bereiche den Kriterien und Anforderungen entsprechend zu pflegen?
Thalia forciert ein ohne jede Rücksicht Erträge, die mehr an der Industrie orientiert sind.

Die Führungsqualitäten in den großen Filialen werden mehr und mehr durch kompromislosen Vorgabenvollzug z. T. abstrakter Größen wie Buchabstände ersetzt.

Dem gegenüber stehen dann die erheblichen Aufwendungen für Marketing, interne Publikationen, Mitarbeiterbeurteilungen bzw. Filialbeobachtungen durch externe Firmen.

Die Thalia-Mitbewerber kenne ich übrigens aus eigener Erfahrung, ebenfalls in Führungsposition.

Mir scheint Thalia einen Tick wahlloser zu expandieren, auch an Standorten, an denen nicht die gewünschen Thalia-Erträge erwirtschaftet werden können, zumindest kurzfristig und solange der Mitbewerber nicht aufgibt.
Mir scheint Thalia einen Tick rücksichtsloser die Filialchefs unter Druck zu setzen, und einen Tick gleichgültiger Mitarbeiter nur als blosse Nutzressource zu behandeln.
Und Thalia lässt sich weniger Zeit mit der Standortentwicklung.

Denn Thalia, und das vergessen viele, gehört zu einer börsennotierten Aktiengesellschaft mit vierteljährlich veröffentlichen Berichten zur Geschäftsentwicklung.
Im Gegengsatz zur Weltbild, Hugendubel/DBH, Mayersche etc.

Schade, dass sich die Filialchefs nie zu Wort melden - sie wissen natürlich, dass das riskant sein kann. Aber es geht ja auch relativ anonym, die Wortmeldung.
42. Jenny 02.03.2008 22:29h
Der Neid sei mit den Besitzlosen..lach..schrei..kicher....

Ich wünschte mir ich hätte einen Job bei Thalia. Die zahlen wenigestens pünktlich die Löhne.
Nicht wie andere Anderen, dessen Name ich nicht nennen möcht :-(

Ach so und nicht vergessen, Media Markt und Saturn und Aldi und etc etc. sind für den nächsten Einkauf auch TABU. Lieber im Tante Emma Laden einkaufen
43. neu hier 04.03.2008 15:29h jan
Hallo ihr alle,

ich finde es sehr spannend das alles hier zu lesen.
Ich bin Buchhändlerin und arbeite seit 16 Jahren im Buchhandel. Esrt als Aushilfe nach der Schule, dann als Azubi in einer unabhängigen Buchhandlung und als die dann geschlossen hat bin ich zu Thalia.
Für mich persönlich war es sehr gut, dass ich in einer ganz kleinen Buchhandlung angefangen habe. Da habe ich eigentlich das Handwerk gelernt. Während meiner Ausbildung wurde ich als billige Arbeitskraft ohne jede Perspektive mit geschleppt. Alles was ich heute kann hab ich mir selbst beigebracht oder noch von meiner Aushilfstätigkeit! Wenn ich heute die Azubis bei Thalia anschaue, freue ich mich. Wenigstens haben sie eine Perspektive!!!
Ich war und bin eine engagierte Buchhändlerin. Egal wo ich arbeite oder für wen. Es macht mir einfach Spass Bücher gut zu präsentieren und Kunden zu beraten. Zu vielen Kunden habe ich ein privaten Bezug, und das obwohl ich bei Thalia arbeite.
Wie können die Kollegen aus kleinen Buchhandlungen nur
so gehässig sein? Jeder macht seine Arbeit so gut er kann. Und wenn man was gegen die Firmewnpolitik von Thalia hat, dann darf man weder bei ALDI, LIDL, Media Markt, KARSTADT, EDEKA, REAL,H&M, TACK, Shoe for you, Deichmann und und und und und und und einkaufen. Leidere ist die Welt keine Blumenwiese wo jeder zu jedem ganz lieb und nett ist. Ich musste das auch auf die etwas härtere Tour lernen.
Was mich freut, sind die Kommentare der Azubis. Die sehen das alles so pragmatisch wie es nun mal ist. Ausserdem hindert mich niemand daran, mit meinem Wissen eines Grossunternehmens meine eigene Buchhandlung aufzumachen.
Und ausserdem sind die neuen Plakate von Thalia echt schön und jeder kleine Buchhändler kann sich was abschauen.
44. Leseratte 05.03.2008 13:56h
Zu 41. John
"Schade, dass sich die Filialchefs nie zu Wort melden - sie wissen natürlich, dass das riskant sein kann. Aber es geht ja auch relativ anonym, die Wortmeldung."

Ja, den Wunsch hätte ich auch. Leider ist es nur so, dass die Filialleiter bei Thalia, bis auf wenige Ausnahmen, keine große Hilfe sind. Was da an Potential rumläuft, wie man Mitarbeiter noch mehr schikanieren und demütigen kann, ist echt erschreckend. Die sind natürlich ganz nach dem Geschmack der Geschäftsleitung. Denkt nicht, dass bei Thalia alles Gold ist was glänzt. Pünktlich zahlen tun sie, aber natürlich auch nicht für gleiche Arbeit gleiches Geld. Das ist ganz unterschiedlich und in Hamburg und Berlin haben viele Mitarbeiter von Thalia für einen neuen Tarifvertrag viele Stunden gestreikt. Die sollen bei Thalia einen tollen Betriebsrat haben.
45. john 05.03.2008 20:56h
Zu 44: Zu den Fililleitern kann ich nur sagen, dass ich immer mehr Kollegen kennen lerne, die unter grossem Druck stehen, den sie nicht aushalten und weiter geben. Z. T. in völlig ungerechtfertigter Kritik an Mitarbeitern. Auch kommt es vor, dass die Thalia- Flagschiffe von Leuten geleitet werden, die sich nicht für ihr Personal in irgendeiner Weise einsetzen. Grosses grundsätzliches Lob gilt z. T. nur bis zu nächsten (willkürlichen) Anweisung aus Hagen, der ein eigenständiger Mitarbeiter im Wege steht bzw. dessen Gehaltseinstufung.

Inzwischen hört man aus zahlreichen Filialen von willkürlichen Stellenstreichungen in den letzten beiden Wochen.

Im Forum habe ich einen Dikussionfaden eröffnet, unter Kollegenhilfe...

John

46. thalianer 07.04.2008 20:50h
Warum habt ihr alle Angst vor uns?

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