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ZVAB verkündet neues Preismodell

Das Zentrale Verzeichnis Antiquarischer Bücher (ZVAB) hat heute ein neues Preismodell für die Plattform-Anbieter bekannt gegeben, das ab 1. März gültig ist.

Auf "Basis einer üblichen Anpassung“ und der Anregungen der Händler auf der Plattform – so die Formulierung in einem heute Nachmittag verschickten Rundschreiben – gibt es nun drei Gebührenmodelle A, B und C. Die Grundgebühr wurde auf 24 Euro vereinheitlicht; für Modell A liegt die Provision bei 6 Prozent, für Modell B bei 9 Prozent und bei Modell C weiterhin bei 12 Prozent. Die bisherigen Listungsgebühren bleiben erhalten. Die Obergrenze der Provision wird bei allen drei Preismodellen einheitlich auf 30 Euro herabgesenkt. Dies bedeutet nach Aussage des Unternehmens eine Ersparnis von 70 Euro bei Preismodell A und B sowie von 10 Euro bei Preismodell C gegenüber der bisherigen Regelung. Zukünftig wird pro Verkauf eine Mindestprovision von 40 Cent erhoben. Damit möchten das ZVAB "dem oftmals beklagten Preisverfall der angebotenen Bücher entgegenwirken“. Auch soll der Schutz der Anbieter vor Zahlungsausfall verbessert werden. Ab 1. März trägt das ZVAB das Risiko bei allen Abbuchungen über das plattformeigene Kreditkartensystem bis zu einer maximalen Summe von 500 Euro pro Zahlungsvorgang. Garantiert wird ferner eine Gebührenstabilität von mindestens drei Jahren (bis zum Frühjahr 2011). Das jetzt abgelöste Preismodell war fünf Jahre gültig.

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19 Kommentar/e

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  • Wolfgang Höfs

    Wolfgang Höfs

    Um im Wettbewerb zu bestehen bedarf es auch Einnahmen, das ist unbestritten. Wenn der Gewinn nicht stimmt, kann das verschiedene Ursachen haben. Hier kann man jedoch davon ausgehen, dass die Händler die Wunden, die man sich in den USA (Choosebooks) geholt hat, jetzt per Bankeinzug heilen sollen. Das Kerngeschäft in den deutschsprachigen Ländern wurde zugunsten der Expansion vernachlässigt, die eigenen Qualitätsnormen sträflichst verwässert und anstatt den Bekanntheitsgrad mit konstruktiven Werbemaßnahmen zu steigern, ein Kunstpreis ins Leben gerufen, der vielleicht bedürftigen Künstlern ein paar sonnige Augenblicke verschafft, aber mit knallharter Absatzwerbung wenig zu tun hat. Anstatt dann seine Hausaufgaben zu machen und wenigsten den lang angekündigten Relaunch der Datenbank mit einer Preiserhöhung zu verknüpfen (Wer besserer Leistung liefert, soll ja auch etwas bekommen) hatte man wohl nur die nächste HV im Blick, im dort die Verbesserung der Ertragslage zu verkünden.
    Die Gebührenerhöhung ist zur Zeit der Schritt in die falsche Richtung. Gewinnsteigerungen für die Aktinäre und die Händler sind nur durch harte Arbeit und dem sinnvollen Einsatz der eigenen Recourcen zu erreichen.

  • Lampernist

    Lampernist

    Werte Kollegen,

    sehen wir das Positive:
    Preisstabilität für drei Jahre - das ist ein Versprechen, noch drei Jahre lang aktiv am Markt für uns zu wirken, dafür geben wir gern ein paar Cents her, falls wir sie nicht erst von unseren Stiftungen in Liechtenstein zurücküberweisen müssen.
    Und wenn erst genügend frisches Geld durch dies bisserl Erhöhung in die Tutzinger Kassen geklingelt ist, dann wird es auch das Update der Datenbank und die anderen Neuerungen geben, die für Oktober 2007 angekündigt waren.
    Gut Ding will Weile haben - schlecht Ding auch.
    Und den Kunstpreis mag ich - sonst würde ich mir sowas ja nie anschauen. Wie sollen die armen Besitzer der Mediantis unter all den Reichen um sie herum bestehen, wenn sie nicht was in Sachen Kultur täten?
    Letztes: Choosebooks v/s DHL betrachtet: DHL war ein viel kostspieligeres Abenteuer bei den amerikanischen Freunden - aber da sind wohl die Relationen auch mal wieder 'n bisserl verschieden.

    Freudig in Erwartung des Kommenden, L.

  • Riepenhausen

    Riepenhausen

    nach dem abtauchen des u-bootes zvab während des weihnachtsgeschäftes (wg. serverausfall), dem wegducken und viel zu spätem reagieren bei der indizierungsarie, bei der das zvab sich aber wirklich als allerletztes gemeldet hat und locker flockig alle konkurrierenden unternehmen hat an sich vorbeiziehen lassen und vielen weiteren für mich bis heute völlig unakzeptablen managementfehlern am starnberger see, ist es natürlich erfreulich, daß wieder mal an gewinn gedacht wird und die preise nicht unerheblich angezogen werden. während die ganze nation wirtschaftlichen aufschwung vermeldet, sendet das behäbige mutterschiff zvab nur noch kleine huster aus und hofft mit gebührenerhöhungen irgendwas zu reissen.

    es wird sich rächen, ganz sicher! toll wenn man dann als antiquariatsflagschiff nur noch mulcher und billigheimer an bord hat, wer übernimmt dann das ruder?? uns antiquare hat man nicht gefragt.

    volker riepenhausen

  • RF Meyer

    RF Meyer

    Sehr geehrte Kollegen,

    eine kurze Analyse.

    Die Erhöhung der monatlichen Fixkosten bedeutet
    a) für das ZVAB, daß man sich eine höhere und sichere Grundeinnahme verschafft,
    b) indirekt, daß man sich der Provisionseinnahmen nicht recht sicher ist,
    c) für den Antiquar, daß die Großeinsteller bevorzugt werden, da bei diesen die Grundkosten weniger stark ins Gewicht fallen.

    Die Mindestprovision von 0,40 EUR bedeutet, daß Buchangebote bis ca. 5,00 EUR auf andere Plattformen, die nur Provision, diese meist auch in geringerer Höhe, fordern, vertrieben werden.

    Die Kappung der Provision bei einem Provisionsbetrag (sic!) von 30,00 EUR bedeutet für den Antiquar relativ wenig,
    a) da beim ZVAB der Durchschnittswert des vermittelten Buches bei ca. 20,00 EUR liegt,
    b) da die antiquarischen Buchangebote durch das ZVAB nicht besonders hervorgehoben werden, es also nicht lohnt, wertvollere Bücher dort einzustellen,
    c) da, wenn der Antiquar einen Aufschlag erhebt, dieser prozentual ohne Kappung auf alle Titel aufgeschlagen wird.
    Und bedeutet auch für den Kunden recht wenig, da vom Antiquar, wenn dieser Rabatt auf Direktverkäufe, solche über die eigene Angebotseite, Kataloge und so weiter gewährt, dieser Preisnachlaß meist ebenfalls direkt prozentual gegeben wird.

    Daraus folgt:
    Billigbücher wird der Kunde beim ZVAB zukünftig weniger als zuvor finden, da die Mindestprovision das Einstellen dieser unrentabel werden läßt.
    Hingegen wird der Sammler gut daran tun, direkt beim Antiquar zu bestellen, um einen Preisnachlaß zu erhalten.
    Die unmittelbare Folge daraus wird sein, daß das ZVAB immer weiter zu einer Werbungsplattform wird, weniger als je zu einer Verkaufs- bzw. Vermittlungsplattform.

    Die Erhöhung und Neujustierung der Provisionen wie Fixkosten ist also genau konträr zum Eigeninteresse des ZVAB, möglichst viele Verkäufe provisionserzeugend über die eigene Plattform zu vermitteln. Rechnet man die technischen Unzulänglichkeiten, die seit Oktober letzten Jahres abgestellt sein sollten, hinzu, muß man bezweifeln, ob die Leitung des ZVAB die Lage genau analysiert hat und fähig ist, darauf zu reagieren – von einer zukunftsweisenden Strategie ganz zu schweigen.

    Gruß, Rainer Friedrich Meyer

  • e.koestler

    e.koestler

    (7) Wenn man lange genug am Fähranleger steht und die abfahrenden und ankommenden Fähren über den Nordostseekanal beobachtet, dann beginnt man offensichtlich auch dort Elmsfeuer zu sehen, wo gar keine sind. Aber Vorsicht! Nachdem ich es durch unablässiges Sitzen am Stammtisch im Andechser Hof es geschafft habe, das ZVAB unter meine Kontrolle zu bringen, plane ich als nächsten Coup von dort aus die Übernahme Schleswig-Holsteins durch die bayerische CSU. Der Nord-Ostseekanal wird in einen Gebirgswanderweg umgebaut, die Ureinwohner werden zum Tragen von Lederhosen gezwungen und wer sich widersetzt, kommt nach Genf in die Badewanne. Ja, so sind wir Tutzinger, wir wissens nur selber noch gar nicht. Aber zum Glück gibt es ja hellsichtige Warner aus dem Norden, die durchschauen schon heute den ganzen Plan.

  • Lampernist

    Lampernist

    "First we take Manhattan, then we take Berlin"
    Lieber Herr Köstler,
    aber dat wagense nich - oda?
    Beste Grüße, L.

  • e.koestler

    e.koestler

    (9) "First we drink a Manhattan, than we eat a Berliner."
    Keine Angst: Berlin wird Nationalpark und die Currywurst bei Konnopke kommt unter UNESCO-Kulturgutschutz. Wir Bayern wissen doch, wat wa an Baalin habm!

  • e.koestler

    e.koestler

    Aber gerne doch: ich entschuldige mich hiermit beim Nordostseekanal dafür, daß ich ihm das Wasser abdrehen wollte. Vielmehr bin ich nunmehr dafür, seinen Pegel um 5 Meter zu erhöhen, dann würden sich viele Probleme lösen (und die Fährfahrt wäre auch länger und lustiger).

  • Albert Schoenteich

    Albert Schoenteich

    #8,11,13:
    Etwas verwundert es mich doch, daß der Vorsitzende (korrekt?) des Verbandes Deutscher Antiquare zu diesem Thema nur Witzchen zu machen hat.
    Beste Grüße, A.S., (Direktbesteller seit Jahren)

  • e.koestler

    e.koestler

    (14) ... nicht "verwundert" (oder muß das zweite "r" weg?) sein, sondern hingucken. Dann sieht man, daß mein Thema ausschließlich Beitrag (7) ist. Im Übrigen ist Humorlosigkeit durch unsere Satzung nicht zwingend vorgeschrieben, wenn man ein Ehrenamt übernimmt.

  • e.koestler

    e.koestler

    (15) einer meiner ganz fiesen Grundsätze ist es, in meinen Beiträgen niemanden persönlich anzusprechen oder gar zu beleidigen, nicht mal, wenn mir, wie in (7) tollwütig in die Wadln gebissen wird. Auch die Forsetzung in (15) bringt meinen Grundsatz nicht ins Wanken, da ich nicht die Ehre (wenns denn eine sein sollte) habe, den Verfasser näher zu kennen. "Witzchen" scheinen mir die einzig mögliche Reaktion auf solchen Gallimathias zu sein.

  • e.koestler

    e.koestler

    ... Heilige Einfalt ...

  • RF Meyer

    RF Meyer

    Sehr geehrter Herr Paulitz,

    ohne Herrn Köstler irgendwie verteidigen zu wollen, das kann er allein, wie wir lesen dürfen, besser, eine kurze Bemerkung zu den verringerten Provisionsbegrenzungen. Ich ging davon aus, dies sei nach meinem obigen Beitrag (Nr. 6) eigentlich selbstverständlich.

    Wer wertvolle Bücher verkauft, hat eines der alten Preismodelle A oder B mit der Provisionsobergrenze 100 EUR nur gewählt, wenn hinsichtlich der eigenen Preise Vorsorge getroffen war – also der Anbieter dies einkalkuliert bzw. die Preise auf dem ZVAB prozentual erhöht hatte.
    Bei Preismodell C ist der Unterschied von 10,00 EUR zwischen dem alten und den neuen Satz nicht grad aufregend.
    Bei einem Durchschnittswarenwert der über das ZVAB vermittelten Bücher von etwa 20,00 EUR kann dieser Fall, die Provisionsobergrenze zu überschreiten, angesichts der höchst zahlreichen Angebote und vermittelten Verkäufe unter 5 EUR ohnehin nicht sehr häufig sein.
    Daher an dieser Stelle das Entgegenkommen, natürlich mit dem Hintergedanken, damit mehr wertvolle Bücher auf die Plattform zu locken, um sie etwas von ihrem Rumpelkammerimage zu befreien.
    Wir können ziemlich sicher sein, daß durch die Herabsetzung der Provisionsobergrenze der Tutzinger Firma größere finanzielle Einbußen nicht entstehen. Rechnen kann man auch dort.
    Andererseits ist es natürlich schon gewagt anzunehmen, allein wegen einer Herabsetzung der Provisionsobergrenze kämen nun zahlreiche wertvolle Bücher auf das ZVAB gewandert. Dafür müßte man denn in Tutzing schon einiges mehr tun.
    Es ist sowieso ambivalent: einesteils gewinnt man vielleicht einen (neuen) Kunden, andererseits macht man das Buch gewöhnlich, spätestens dann, wenn es mehrfach, da man auf mehreren Plattformen einstellt, in den Metasuchmaschinen aufkommt, oder wenn es, was ja bisweilen geschehen soll, nicht sogleich verkauft wird. Seltenes sollte selten bleiben, auch und grad im Internet.

    Gruß, Rainer Friedrich Meyer

  • Jaap van der Straap

    Jaap van der Straap

    Jubiläum: 25 Jahre bei der Stadt Neumünster

    Thomas Paulitz begeht am 1. Oktober sein 25-jähriges Arbeitsjubiläum bei der Stadt Neumünster. Nach dem Hauptschulabschluss an der Hans-Böckler-Schule absolvierte er von 1976 bis 1979 eine Ausbildung zum Kfz-Mechaniker bei der Firma Stauffer in Neumünster. Von 1980 bis 1981 war Thomas Paulitz zwei Jahre als Soldat auf Zeit bei der Bundeswehr, ehe er von 1982 bis 1984 als Kraftfahrer bei der Firma Scheef tätig war. Am 1. Oktober trat Thomas Paulitz als Lagerarbeiter im damaligen Tiefbauamt in den Dienst der Stadt Neumünster.
    http://www.neumuenster.de

  • Lampernist

    Lampernist

    Und den Titel "Heidi des Tages" für die sinnlosesten Beiträge der letzten vierundzwanzig Stunden verleihen wir zu gleichen Teilen an (in alphabetischer Reihenfolge) die Herren e.koestler, Thomas Paulitz & Jaap van der Straap.
    Möge Dada mit ihnen sein!
    Freundliche Grüße, L.

  • O.G

    O.G

    Wenn das so weiter geht, dürfen sich einige Antiquare nicht wundern wenn Hartz4 Kistenschieber mehr Umsatz und ein erfüllteres Leben haben.

    Wie kann man sich untereinander nur so angiften?

  • sundowner

    sundowner

    Bravo, Gebührenerhöhung in kürzester Zeit, aber keine Neuerungen, die für Oktober 2007 angekündigt wurden.
    Vielleicht sollten wir uns bei der Bezahlung der Rechnungen auch so lange Zeit lassen?
    Die Provisionen werden scheinbar auch von der enthaltenen Mehrwertsteuer berechnet - weswegen soll man für die Steuer auch noch ans zvab Provisionen zahlen? Kann mir das jemand erklären?

  • RF Meyer

    RF Meyer

    ad 27:
    Die Tatsache, daß die Zvab-Provisionen vom Bruttobetrag und nicht vom Nettobetrag ausgehend errechnet werden, somit Anbieter, die keine MwSt. abzuführen brauchen bzw. in Staaten leben, in denen auf gebrauchte Bücher keine VAT erhoben wird, bevorzugt werden, wurde von mir mehrmals in Nachrichten ans Zvab zum Ausdruck gebracht – bislang ohne Ergebnis.
    Es kommt hinzu, daß die Provision ebenfalls von den im Gesamtpreis enthaltenen Versandkosten erhoben wird, wenn der Antiquar in seiner Preisgestaltung so kundenfreundlich vorgeht. Ergo wird der Anbieter für Kundenfreundlichkeit bestraft.
    Ich hatte den Eindruck, man sähe seitens des Zvab die Problematik nicht.
    Gruß, Rainer Friedrich Meyer

  • sundowner

    sundowner

    Das Problem ist: es werden seitens ZVAB Provisionen eingehoben, wo eigentlich keine Provisionen eingehoben werden sollten.
    Mit wurden auch jene Kollegen genannt, die eben keine Umsatzsteuer ausweisen - ich frage mich dabei, was das damit zu tun haben soll. Mit wurde auch mitgeteilt, dass dies technisch nur schwer umsetzbar sei ?????? Leben wir im Zeitalter der Schreibmaschine? Aber die Gebühren raufzusetzen ist ganz einfach und alle spielen mit und sagen aber klar doch. Wir buchen hier ein tolles package und unsere Meinung wird gehört.

    • ...

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