NEWS ANTIQUARIAT

21.02.2008

Online-Buchhandel

„Online-Handel reißt Schweizer Buchmarkt aus der Stagnation“

Ergebnisse eines ZVAB-Pressefrühstücks, das heute in Zürich stattfand.

"Der Vertrieb übers Netz wird immer wichtiger und ist ein Absatz förderndes Instrument.“ Und: "Je interaktiver, multimedialer und übersichtlicher gegliedert das Angebot ist, desto besser laufen die Verkäufe.“ Auf diese Einschätzungen verständigten sich, einer im Anschluss ausgegebenen Pressemitteilung (Überschrift "Online-Handel reißt Schweizer Buchmarkt aus der Stagnation“) folgend, die Teilnehmer des heutigen ZVAB-Pressefrühstücks in Zürich – Nicolas Schibler, Leiter Multichannel bei Thalia.ch, Marcus Benz, Inhaber und Geschäftsführer des EOS Buchantiquariats in Zürich und Organisator der Antiquariats-Messe Zürich, sowie Peter Zylla, Managing Director des ZVAB in Tutzing.
Benz sieht die Gründe dafür, auf den Antiquariatsbuchhandel bezogen, hauptsächlich in den steigenden Ladenmieten. Gerade Antiquare mit günstigeren Büchern kommen, so Benz, über den Ladenverkauf allein nicht auf einen Umsatz, der die hohen Mieten an guten Standorten aufwiegt. Das Internet sieht er nicht nur als zusätzlichen Umschlagplatz, sondern auch als Werbeplattform. Dennoch: Das Stöbern und Bestellen übers Netz bindet nicht im gleichen Maße Kunden und kann ihnen momentan noch nicht das gleiche Erlebnis bieten wie das Streifen durch die realen Buchwelten in einem Antiquariat oder einer Buchhandlung, hierin stimmten die Experten überein. Peter Zylla bestätigte diese Einschätzung: "Wenn Bilder die Angebote auf ZVAB.com begleiten, wird das Buch eher verkauft."
Die Konkurrenz zwischen Sortiment und Antiquariat sahen die Teilnehmer laut Presseerklärung gelassen. Alte, gebrauchte oder vergriffene Bücher seien vielmehr als Ergänzung des stationären Handels zu sehen. Das ZVAB kündigte an, Buchhändlern in der Schweiz voraussichtlich noch in diesem Jahr die Beteiligung am Antiquaria-Programm anzubieten, dessen Nutzung bislang nur in Deutschland und Österreich möglich ist.

5 Kommentare

1. geissenpeter 21.02.2008 21:45h
Endlich mal ein vernünftiger Satz! Den kann man sich so richtig auf der Zunge zergehen lassen. Aber vorsicht! Je nach persönlichem Geschmack des Lesers dieses Beitrages kann es unterschiedlich lang dauern, bis der von mir gemeinte Kern beim Leser ankommt:
"...hierin stimmten die Experten überein."
und so geht es weiter (original! Man muß es nur sehen!):"Peter Zylla bestätigte diese Einschätzung"

Danke, liebe Redaktion! Danke! Ich habe so oft über Euch gemeckert! Sorry, Vergebung, Kniefall! Mit dieser Satzfolge habt Ihr Euch für immer einen "Ehrenschrein" bei mir erkämpft! Ich weiß nicht wie es die Kollegen handhaben, aber wir packen die Buchclub-Ausgaben immer in die Kartons, die wir dann über ebay abstoßen.
2. Lampernist 21.02.2008 22:54h
Nun, das Gespräch zwischen einem Kettensortimenter, einem Ex-Bertelsmann/Ex-Weltbildler und einem Antiquar geht um "alte, gebrauchte oder vergriffene Bücher", also nicht um antiquarische oder wertvolle. Oder?
Aber, so steht es oben geschrieben, das Netz "kann ihnen momentan noch nicht das gleiche Erlebnis bieten wie das Streifen durch die realen Buchwelten in einem Antiquariat" - Oh! Wird das Zvab zukünftig die Angebote mit Geruchs- und Tastsinn verbinden? Feel-around-service? Wow!
Das bieten Ihre Ebay-Kisten nicht!
Freundliche Grüße, L.
3. geissenpeter 22.02.2008 08:27h
Der Lampi glänzt doch immer wieder mit Details ...

Grüße in die Hauptstadt
4. Lampernist 22.02.2008 09:37h
Sehr geehrter Herr Geissenpeter,

das ist diskriminierend!
Dürfen nur Hauptstädter Durchblick haben oder Details kennen?
Ich bin überzeugtes Landei.

Hochachtungsvoll, L.
5. Albert Schoenteich 24.02.2008 09:28h
Zum Artikel:
Ich kenne keinen der drei Herren, aber dies erscheinen mir doch ziemliche Allgemeinplätze. Wenig konstruktiv.
Beste Grüße, A.S.

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