Antiquariat

13.03.2008Online-Buchhandel

Abebooks startet am 21. April in Italien

Der europäische Online-Markt für antiquarische und gebrauchte Bücher ist in Bewegung: Abebooks kündigt für den 21. April den offiziellen Start einer italienischen Website an.

Geplant ist eine Beta-Phase der neuen Seite www.abebooks.it ab Ende März. Angeboten werden auf der Plattform 1,5 Millionen italienische Bücher von 100 Buchhändlern aus ganz Italien (das Unternehmen nennt in einer Pressemitteilung beispielhaft die Namen Libroco Italia, Deastore und Firenzelibri). Die Angebote italienischer Buchhändler werden stets zuerst in den Suchergebnissen angezeigt. "Italiener hatten schon immer einen leidenschaftlich ausgeprägten Hang zu Büchern, so dass die Entscheidung, eine italienische Seite zu entwickeln, nahe gelegen hat“, sagt Ulrich Brand, Abebooks-Europa-Geschäftsführer. "Wir bedienen uns der Macht des Internets, um Buchliebhaber mit Buchhändlern zu vernetzten und den Erwerb eines Buches so leicht wie möglich zu gestalten.“

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Schlagworte:
Abebooks, Italien

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2 Kommentar/e

1. Lampernist 13.03.2008 11:17h

Hase und Igel?
Dann wäre das Zvab der Hase im Tutzinger Winterschlaf - ach nein, prozessieren tun sie ja noch.
Enttäuscht, L.

2. Heidi 13.03.2008 12:24h

Darf ich wieder einmal dazu einladen, hier systematisch zu denken. Was können wir festhalten?

Sprachlich abgeschottete Datenbanken haben so gut wie keine sprachgrenzüberschreitende Wirkung, die englische Sprache immer ausgenommen.

Seit der allerersten ZVAB-Erwerbungsdiskussion vor vielen Jahren geistert das sinnlose Gerede von einer "Internationalisierung", einer "Vernetzung" der Bücherdatenbanken durch die Köpfe. Da wird leeres Stroh gedroschen. Es gibt sie nicht, die zwischen- oder besser übersprachlichen Käuferschichten.

Wohl und Wehe einer italienischen Bücherdatenbank haben überhaupt keine, buchstäblich Null Bedeutung für den deutschsprachigen Altbuchmarkt, vom Bereich er versteigerungsfähigen Ttitel über etwa 200 Eur vielleicht abgesehen - aber da schließt ja gerade die selten dämliche ganz neue deutsche Datenbank Gelegenheitsnutzer konsequent aus. Wir müssen uns das bei allen Datenbanküberlegungen wie ein Mantra vorsagen, bis es sitzt: D e u t s c h e (und italienische und französische und finnische) alte Bücher interessieren den Rest der Welt n i c h t.

Wo doch, etwa in Japan, kann man - und sollte man längst - an punktgenaue Angebote denken. Aber jedes Geschwafel von "Vernetzung", von "international" ist Nonsens. Englischsprachige Bücher ausgenommen, das hatten wir ja schon gesagt.

Das alles gilt so nicht im Bereich der edlen, der versteigerungsfähigen Titel. So gesehen hat die ILAB-Datenbank ihren guten Sinn. Von der Sotrte Edelbuch reden wir aber hier nicht.

Ich möchte zu gern wissen, was das fürchterliche Gehudel und Geplustere um die "Zusammenarbeit" mit italienischen Datenbanken hier eigentlich soll.

Nachzudenken wäre vielmehr darüber, was getan werden kann, um den Ertrag je Stunde Arbeitszeit der Titelaufnahme mittlerer Bücher in unsere deutschen Bücherdatenbanken - - über den Lohn einer Putzfrau in der Bahnhofstoilette zu heben. Dort ist er nämlich inzwischen angekommen.

Wers besser weiß, möge die Hand heben.


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