HINTERGRUND RECHT & GESETZ

28.03.2008

Verlage

Antrag auf EV gegen be.bra-Buch nicht stattgegeben

Dem Antrag auf Einstweilige Verfügung gegen das Buch „Der Reichstagsbrand. Die Karriere eines Kriminalfalls“ aus dem be.bra Verlag wurde vom Landgericht Berlin nicht stattgegeben. Das meldet der Verlag.

Grund für den Antrag, die weitere Verbreitung des Buchs zu untersagen, war die Darstellung des Autors Sven Felix Kellerhoff im Hinblick auf ein Interview von Klaus Wiegrefe ("Spiegel"-Redakteur) für den Bayerischen Rundfunk – dessen Ausstrahlung dieser so nicht autorisieren wollte – und auf die damit zusammenhängende anschließende gerichtliche Auseinandersetzung. Dieser Antrag zum Vertriebsstopp des Buchs wurde vom Landgericht Berlin zurückgewiesen.
Einem weiteren Antrag wurde vom Landgericht Berlin stattgegeben – der be.bra Verlag war dieser Entscheidung jedoch durch eine entsprechende Schwärzung des Namens des Antragstellers im Text zuvorgekommen. Die Lieferbarkeit des Buchs bleibt laut Verlag weiterhin gewährleistet.

3 Kommentare

1. Peter Eich29.03.2008 12:27h

Dies ist eine klassische Un-Meldung, denn der Leser erfährt nichts darüber, um was es eigentlich geht. Lediglich die Tatsache, das das strittige Buch weiterhin verbreitet werden darf, wird klar. Warum - das bleibt im Dunkeln. In einem verschwurbelten Satz ist die Rede von einem Spiegel-Redakteur, von einem Interview und anderen gerichtlichen Auseinandersetzungen. Was Sache ist - nichts davon. Warum solche Meldungen?
MfG:Peter Eich

2. Josef Heil01.04.2008 15:04h

Ich sehe es genauso wie Herr Eich; Was soll eine solche Meldung?? Und diese Oberflächlichkeit in der Berichterstattung widerfährt einem öfters.
MfG Heil

3. d-g-u01.04.2008 22:34h

Vielleicht könnte die Börsenblatt-online-Redaktion auf derart kryptische Meldungen entweder verzichten oder wenigstens ein paar hilfreiche Details nennen?
Deren Sinn kann man fast nicht erfassen, ohne die Jahrzehnte andauernde Debatte um die Alleintäterthese zum "Reichstagsbrand" zu kennen. Die Anfänge der oben angedeuteten gerichtlichen Auseinandersetzung zwischen den Autoren Tobias Hübner und Gerhard Brack vom Bayerischen Rundfunk (BR) und Klaus Wiegrefe, Leiter des Spiegel-Ressorts Zeitgeschichte, sind im ver.di-Magazin «M» vom Juni 2006 (!) ganz gut dargestellt - http://mmm.verdi.de/archiv/2006/07-08/pressefreiheit/autorisierung_und_rechthaben . Den "Rest" mögen Interessierte bspw. im Forum von historiker.de nachlesen - es handelt sich ja nur um ein paar Jahre - wissenschaftliche - Diskussion...

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