Antiquariat

11.04.2008Online-Buchhandel

Abebooks kauft Online-Serviceanbieter Chrislands

Der kanadische Online-Plattformbetreiber Abebooks hat vor einigen Tagen das Internet-Unternehmen Chrislands erworben.

Chrislands, 2001 durch Lance Christen und Jaymes Sorbel gegründet, erstellt und verwaltet Websites für Online-Buchhandlungen. Das Unternehmen ist Supporting Member der IOBA Independent Online Booksellers Association.
Momentan hosted Chrislands mehr als 1.000 Online-Buchhandlungen (mehrheitlich aus den Vereinigten Staaten, Großbritannien, Kanada und Australien). Nach dem Kauf durch Abebooks wird Chrislands weiterhin als eigenständiges Unternehmen arbeiten, aber die Ressourcen der Mutterfirma nutzen. So ist vorgesehen, dass die Online-Buchhandlungen von Chrisland ihre Bestände bei Bookfinder, einen weiteren Tochter von Abebooks, einfügen können. "Chrislands is a perfect fit for us – it’s a book-related ecommerce business that is thriving“, sagt Abebooks-CEO & President Hannes Blum in einer Presseerklärung zur Akquisition. Über die Übernahmebedingungen wurde Stillschweigen vereinbart.

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Schlagworte:
Abebooks, Chrislands

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6 Kommentar/e

1. Heidi 11.04.2008 16:28h

Es wäre wichtig und nützlich, wenn die Antiquare im deutschsprachigen Raum solche - hochgefährlichen - Monopolisierungstendenzen und Quer-Anbindungen des einzelnen Händlers an seine Bücherdatenbank diskuieren könnten.

Im abgeschotteten deutschen Sprachraum ist das Thema noch wichtiger als in den USA. Dazu gehört auch die Hostingpraxis der Quack-Datenbank und - schon lang nicht mehr erörtert - das Defakto-Monopol des ZVAB, wo nach wie vor mindestens 85 % des innerdeutschen Internet-Marktes im Bereich der alten Bücher gebündelt werden.

Wobei dann nicht vergessen werden darf, daß Zentralisierung und querlaufende Linien zwischen Datenbank und Hosting der Webseite des Antiquariats dem Händler auch Vorteile bringen können.

Bei Ebay, das darf ich aus eigener Erfahrung sagen, hat sich das an sich sehr gut durchdachte, halbautomatisierte Wechselsystem zwischen "Shops" und den Versteigerungen im Bereich der Antiquariate jedenfalls nicht durchsetzen können.

2. Bücher-Fritz 14.04.2008 10:17h

Ein paar Worte zu ebay.

Dort sind aktuell nur ca. 57.000 Bücher gelistet (Kategorie: Antiquarische Bücher) und auf über 10.000 wird geboten. Die Verkaufsquote trotz hoher Gebühren liegt jenseits von 20%!

Stellt euch mal vor, ebay würde die antiquarischen Bücher unter der Kategorie "Bücher" platzieren, wo auch weniger Gebühren zu zahlen sind...

Tja, ebay kennen Millionen. Unsere beliebten Plattformen für ach so viele Millionen Bücher kennen nur ein paar Leutchen...

3. Heidi 14.04.2008 10:50h

Aber nicht vergessen: Das Einstellen bei Ebay will gelernt sein. "Schnell" geht das nicht. Gute Scans, ausgezeichnete Sacheinordnung sind Bedingung. -

Im oberen Preissegment sind etwa 65 %, im mttleren 30-40 % und im unteren etwa 20 % des ZVAB-Mittelpreises zu erzielen.

Das Einstellen bei Ebay lohnt sich im oberen Preisbereich immer - muß aber *sehr* qualifiziert erfolgen -, im mittleren kommt unterm Strich etwa das gleiche heraus wie beim ZVAB-Einstellen, im unteren lohnt es sich n i c h t.

Also eine Frage, die genau untersucht werden will.

4. Bücher-Fritz 14.04.2008 11:12h


Tja jeder hat halt andere Erfahrungswerte...

Durch die fehlenden Mitbewerber und dem wenigen Angebot, lassen sich nach meiner Erfahrung (8 Jahre Beobachter von ebay) wesentlich mehr Bücher auf ebay verkaufen und dass zu Preisen welche durchaus höher liegen als auf den bekannten Buchplattformen.

Ein bekannter "Buchhändler" welchen ich seit 3 Jahren beobachte, stellt im Monat ca. 200 Bücher einzeln für jeweils 1,- Euro rein und erziehlt Umsätze von ca. 3500-5000,- Euro Brutto.

Eine "Auswahl" an Büchern welche man bei ebay reinstellt, sollten den Antiquaren aber bei den Millionen-Beständen nicht schwer fallen...

5. Heidi 15.04.2008 01:37h

Lieber Bücher-Fritz,

könnte gut sein, daß Sie Recht haben. Ich teste das zur Zeit. Morgen läuft die erste Testserie von Büchern "aus meinem Hause" bei Ebay im unteren Mittelbereich ab, ich werde Ihnen hier gern das Ergebnis berichten.

Freundlichen Gruß einstweilen

6. O.G 15.04.2008 08:45h http://www.antiquariatgreis.de

Bücher Fritz hat recht. Ebay ist zurzeit die bessere "Plattform", mit Abebooks hab ich so meine Erfahrungen...

Der Aufwand der betrieben werden muss um auf Ebay zu bestehen kann allerdings hoch sein.

Lohnender als manche "Nur Buch Plattform" ist Ebay allemal.

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