28.04.2008
AntiquariatsmessenProlibri neuer Sponsor der Antiquariatsmessen in Frankfurt und Leipzig
In einer gemeinsamen Pressemitteilung von Detlef Thursch (abooks.de, Düsseldorf) und der Genossenschaft der Internet-Antiquare (GIAQ), welche die Plattform Prolibri betreibt, erklärt GIAQ-Vorstand Peter Rudolf: "Kein Bildschirm wird das haptische Vergnügen, die genaue Begutachtung der Ware wie auch ein bereicherndes Fachgespräch adäquat ersetzen können. Jedoch für die überwiegende Zeit des Jahres ohne Messen möchten wir mit prolibri.de eine Plattform bereitstellen, die an Anbieter und Qualität der Warenbeschreibung Ansprüche stellt, damit auch im Onlinehandel ein Grundmaß an antiquarischem Berufswissen und traditioneller Praxis erhalten bleibt. Sowohl die Frankfurter als auch die Leipziger Antiquariatsmesse sind ein guter Partner, die Vorzüge von prolibri.de bekannt zu machen."
Messeorganisator Detlef Thursch ergänzt: "Wir sind froh, mit prolibri.de einen neuen Partner gefunden zu haben. Das Sponsoring leistet einen wichtigen Beitrag, um die Messen zu diesen Bedingungen durchführen zu können. In Leipzig werden dadurch Ausstellern aus dem Ausland günstige Teilnahmebedingungen ermöglicht, um das internationale Element der Messen zu stärken.“
[...] Tags: Prolibri, Detlef Thursch, GIAQ

25 Kommentare
Wie schreibt uns schon Alfred Polgar:
"Nur Fleiß und Zentrifugenkraft
Erhalten die Genossenschaft"
( Alfred Polgar, Kleine Schriften, Band 1 Musterung, rororo, ISBN: 349913506x Seite 359)
Daß Peter Rudolf, wenn er seine gefürchteten Presseverlautbarungen in die Welt schickt, grundsätzlich in schwülstigem Deutsch daherkommt und à tout prix die Werbetrommel rührt, gehört zu den Ärgernissen, die wir an dieser Stelle schon öfter zu beanstanden hatten. Ich muß das so unfreundlich sagen, damit es irgendwie bei ihm ankommt.
Das ZVAB gehört schon lang nicht mehr zu meinen Lieblingen. Deshalb bitte ich um Verständnis, wenn ich dennoch dieser mit weitem Abstand führenden Datenbank nahelegen muß, endlich gegen den unlauteren Wettbewerb der Quack vorzugehen. Die Argumente
" ...mit prolibri.de eine Plattform bereitstellen, die an Anbieter und Qualität der Warenbeschreibung Ansprüche stellt, damit auch im Onlinehandel ein Grundmaß an antiquarischem Berufswissen und traditioneller Praxis erhalten bleibt..."
sind für jeden Kenner der Praxis einfach nur noch peinlich und verlogen.
Zunächst wäre grundsätzlich zu hinterfragen, ob der Nutzer antiquarischer Datenbanken auf sogenannte "korrekte" Titelaufnahmen eigentlich gesteigerten Wert legt. Mit einiger Sicherheit ist ihm das, soweit das Buch eindeutig identifizierbar ist, herzlich schnuppe. Unsere Käufer sind keine Oberlehrer.
Fehler in der Einordnung der Bedeutung eines Buchs, im Preisansatz, in der Zustandseinschätzung, beim Übersehen fehlender Teile, Seiten, Tafeln oder Bände kommen *immer* vor, auch beim besten Antiquar (unsere Versteigerer einmal ausgenommen) und es ist ein
*widerliches Geheuchele*,
wenn die Quack durch Herrn Rudolf Lob- und Preisgesänge auf i h r e Antiquare singen läßt - - die auch nicht besser sind.
Es hat ja niemand was dagegen, wenn Prolibri die Kollegen etwas genauer beäugt als andere Datenbanken. Die i n n e r e, also die w i r k l i c h e Qualität der Buchangebote kann sie keineswegs kontrollieren. Sie k a n n es nicht. Denn dazu müßte sie eine Art Ebay-Bewertungssystem mit hunderten von Beurteilungen aufgebaut haben - was sie aber keineswegs tut...
(...unter uns Pfarrerstöchtern gesagt: Gottseidank nicht...)
Folglich könnte jeder kleine Rechtsanwalt unseren Herrn Rudolf wegen
*unlauterem Wettbewerb
verklagen.
Bei allen diesen Werbeversuchen, in Hamburg hatten wir das ja auch schon mal, stößt Prolibri und mit ihr die Quack auf das völlige Unverständnis der Kunden. Was, bitte, soll den in aller Regel recht erfahrenen Messebnesucher veranlassen, ein lustiges kleines Datenbänklein mit Marktanteil weit unter 10 % zu bevorzugen?
Das läuft so nicht, Herr Rudolf! Die Quack denkt, mit ihrer im Grunde u n a u f r i c h t i g e n Werbung, die indirekt andere Datenbanken zur moralischen Sau machen will, könnte sie da weiterkommen.
Hätte sie meinen Genossenschaftsgedanken wirklich in die Tat umgesetzt, und zwar so, wie ich ihn vor nun auch schon bald 10 Jahren ersonnen hatte, d a n n könnte sie werben mit der Kraft und Solidarität der V i e l e n.
So aber wurde sie zum Sektierergrüppchen, das nun an der Grenze der Lauterkeit werben muß.
„Hätte sie
*m e i n e n*
Genossenschaftsgedanken wirklich in die Tat umgesetzt, und zwar so, wie
*i c h*
ihn vor nun auch schon bald 10 Jahren ersonnen hatte,
d a n n…“
Ein zurückgewiesener Liebhaber wütet einsam in seine Tastatur.
...das war nur ein nostalgischer Anhang, halten zu Gnaden. Hätte ich mir auch sparen können.
Es geht, wie klar ersichtlich, um eine sehr konkrete Sache - ich kann es auf den Tod nicht ausstehen, wenn mit schmierigen Methoden und dubiosen Argumenten geschäftliche Vorteile erzielt werden sollen.
Man muß unsere Wirtschaftsordnung nicht mögen. Aber sie hat ihre vernünftigen Regeln, die einzuhalten sind.
Hätten Sie sich wirklich sparen können. Alles.
Haben Sie zur Sache, um die es hier geht, n i c h t s zu sagen?
Warum sagen Sie dann trotzdem etwas? Manchmal könnte man an den Internet-Verkehrsformen der Zeitgenossen verzweifeln.
Nach dem Vorbild meiner geliebten Richterin Salesch rufe ich aus: Und nun aber zur S a c h e bitte!
„n i c h t s zu sagen“ -
das haben Sie schon in aller Ausführlichkeit getan.
Erstaunlich, mit so vielen Worten so wenig zu sagen.
Halten zu Gnaden.
Wütende zurückgewiesene Liebhaber neigen zu Vergesslichkeit – oder zu Schlaflosigkeit.
„In der Folge erklärte *i c h* von *m i r* her, übrigens unaufgefordert, daß *i c h* hier nach der Zensurmaßnahme
*n i c h t w e i t e r s c h r e i b e n*
wolle. *I c h* möchte das erweitern und sagen, daß *i c h*
*n u r u n t e r *m e i n e m* w i r k l i c h e n N a m e n*
wieder schreiben würde. *I c h* habe nichts zu verbergen und möchte *m e i n e* Tage nicht als "Heidi" beenden. Da es andererseits das gute Recht einer Forenleitung ist, Teilnehmer auszusperren,
*v e r s i n k e *i c h* e b e n i n T i e f s c h l a f*.
Diese erfreuliche Feststellung ist immerhin ein gutes
*S c h l u ß w o r t*.“
Liebhaber sind außerdem stark mit sich selbst beschäftigt.
Wie wäre es, wenn Sie sich endlich einmal zur S a c h e äußern würden?
Darf ich erinnern: Es geht um den unsauberen Werbefeldzug von Prolibri.
Haben Sie dazu nichts zu sagen? Nein?
Sehr geehrte Kollegen,
selbstverständlich sind die Titelaufnahmen in Prolibri nicht besser als die anderswo, weil es dieselben sind, die die Kollegen, die in Prolibri einstellen, anderswo ebenfalls einstellen.
Trotzdem begegnen einem einige der „Schoten und Hämmer“, über die man zum Beispiel bei unserer Lieblingsplattform stolpern könnte, bei Prolibri nicht, eben weil die Verursacher dieser Meilensteine des Unwissens nicht an Prolibri teilnehmen – aus irgendwelchen Gründen.
Doch muß bedauerlicherweise angemerkt sein, daß die im redaktionellen Teil dieses Beitrags angeführten Schnipsel der Kollegen Rudolf und Thursch sich so befremdlich unlebendig anhören wie das glatte Gerede, das wir aus P***-Interviews in den Nachrichtensendungen unseres abendlichen Fernsehens zur Genüge kennen. Auf diese Weise wird man keine bücherlesende Maus mehr hinter dem Ofen hervorlocken, eher ihren Tiefschlaf befördern.
Gruß, Rainer Friedrich Meyer
Lieber Heidi,
nicht jeder hat Zeit, Engergie und Lust, sich ernsthaft mit Ihnen auseinanderzusetzen.
Machen wir es kurz:
Herr Rudolf hat eine Absicht erklärt
(„möchten wir mit prolibri.de eine Plattform bereitstellen, die an Anbieter und Qualität der Warenbeschreibung Ansprüche stellt“)
und mit dem Finalsatz ein Ziel benannt:
(„damit auch im Onlinehandel ein Grundmaß an antiquarischem Berufswissen und traditioneller Praxis erhalten bleibt“).
Das steht jedem frei. Unwahres behauptet hat er damit nicht.
Bevor ein kleiner Rechtsanwalt dagegen wegen unlauteren Wettbewerbes klagt, müssen alte kleine Männer erst einmal richtig lesen.
Wie soll man Ihr Geschreibsel ernstnehmen?
Wenn Sie sich wenigstens selbst ernst nähmen:
„In der Folge erklärte ich von mir her, übrigens unaufgefordert, daß ich hier nach der Zensurmaßnahme nicht weiter schreiben wolle.“
Armer Heidi.
Ein "lustiges" Völkchen hier. Wahrscheinlich liegt es an diversen Pilzsporen, die sich so über die Jahrhunderte in den alten Büchern angesammelt haben.
Hier ein Tipp für die bisherigen Protagonisten dieser Diskussion:
http://www.theknuddel.com/nachrichten/auf-der-alm-da-gibts-oa-sund/
Zu Nr. 12:
Klar, wenigstens die Älteren unter uns sind erst nach Lesen von Allegros "Geheimkult des heiligen Pilzes" Antiquare geworden, immer in der Hoffnung in den Büchern etwas in der Richtung zu finden.
Buchberauschte Grüße, L.
Zu Nr. 13:
Danke für den Buchtipp. Ich habe gleich im ZVAB nach dem Titel geschaut.
Besonders interessant ist es, dass das Buch auch noch vom passenden Antiquariat angeboten wird:
Anbieter: LESERAUSCH Online-Versandantiquariat
Ich glaub, ich fall gleich vom Stengel !
Offenkundig sind meine Beiträge noch immer viel zu kurz, denn es gelingt mir nicht, die Sachverhalte rüberzubringen:
Was mir sofort aufgefallen war, Kollege RF Meyer ging es offenbar ähnlich, ist die unangenehme, heuchlerisch-schwülstige, unaufrichtige und verquaste, zugleich merkwürdig aufdringliche Werbesprache der Kollegen Thursch und Rudolf.
Also im Grunde eine Geschmacksfrage! Nichts wirkt so unangenehm als ein unaufrichtiger, unklarer Sprachgebrauch innerhalb eines Gewerbes, in dem man selber zuhause ist und dessen tiefere Gesetze und Sachverhalte man folglich gut kennt. Das geht einem "an die Nieren".
So. Das ist der Kern dessen, worum es mir in diesem Fall geht. Nach der Lektüre der neuesten Ergüsse des Hauses Quack-Thursch-Rudolf habe ich natürlich die älteren Versuche dieser Kollegen, im Börsenvereinsforum redaktionelle oder sanfter gesagt Goodwill-Werbung zu betreiben, nachgesehen und der bewußte Brechreiz hat sich verstärkt.
Das dürfen die Möchtegernwerber nicht übelnehmen. Es ist unter Kollegen, gleich welcher Branche, üblich, sich sehr hart und klar auszudrücken. Man kennt ja die Tricks und die Hintergründe gegenseitig. Innerhalb einer Branche fallen Rücksichtnahme und Höflichkeitsformen weg...
Unaufrichtig (nein, ich sage nur ganz leise vor mich hin: verlogen...), verquast, schief und irgendwie u n f a i r ist der ganze T o n, mit dem das lustige arme kleine Datenbänklein unserer desgleichen kleinen und armen Quack sich zwei Prozent mehr vom Datenbank-Kuchen erobern möchte.
Um wirklich voranzukommen, müßte man neu planen, einen Generalstabsentwurf auf den Tisch legen und - - denken können. Die Erfahrungswerte haben wir ja alle, ansonsten aber fehlt es an Planspielen, an kreativer Phantasie und, vor allem, an jenem Mindestmaß von Solidarität, das Straßenfeger und Kaminkehrer haben - das uns Buchantiquaren aber fehlt.
Exkurs:
"Prolibri" ist als Datenbankname unmöglich.
Daß die Quack unaussprechlich ist - "Giaq" - ich habe mir seinerzeit in der Phase der Namensfindung die Finger wund geschrieben gegen diesen Irrwitz - , aber lassen wir das, dadurch wird der Sprache weiter kein Schaden angetan. Zurück zu Prolibri.
Die Vorsilbe Pro- ist mehrdeutig, und zwar in gefährlicher Weise. Der Lateiner weiß natürlich, daß das überwiegend in positivem Sinn "für" meint, etwa in "Pro Juventute". Aber die Sprache ist nun einmal ein gefährliches Ding - - da gibt es auch die Wortbildungen PROLET, PROSTITUTION, PROVOKATION - - ein Rattenschwanz n e g a t i v e r Assoziationen begleitet "Pro".
Das Unglück wird aber erst vollständig durch das angehängte LIBRI. Ich bin bis heute davon überzeugt - großes Latinum an der Uni verpflichtet - , daß die Wortbildung vom Lateinischen her, auch vom Küchenlatein aus,
f a l s c h
ist. Das Sprachgefühl verläßt mich da ganz sicher nicht, auch wenn ichs jetzt nicht im großen Georges nachsehen mag.
Pro mit dem Dativ oder Ablativ darf so, in dieser gemeinten Bedeutung, nicht konstruiert werden. Aber das interessiert nur die Lateiner.
Es geht vielmehr um die Zusammenziehung von PRO und LIBRI zu einem Wort. Dadurch geht im deutschen Sprachgebrauch die gemeinte Bedeutung fast unter - der Deutsche sucht, wie schon Mark Twain ausgeführt hat, alleweil und unentwegt nach langen Substantiven, deren Bandwurmgestalt er als Eines, als hurtig zu begreifendes Ganzes erfassen will.
Und so rückt Prolibri sofort und automatisch in die Reihe der anderen, bekannten PRO- Wörter im Deutschen, und wir sind in der Schiene, die ich oben erwähnt hatte:
PROLET, PROSTITUTION, PROVOKATION.
Was assoziiiere ich mit dem Wort "Prolibri" ?
PROLETENLIBRI. Lesen Sie das schnell hintereinander:
Prolibri - Proletlibri - Proletenlibri - Prolibri.
Bestenfalls assiziiere ich mit Prolibri noch Kolibri, wenns was Positives sein soll.
In diesem Sinne gutes Mittagessen!
Ich würde einfach das Antiquariats getue abschaffen und alle in einen Wanderzoo stecken. Die schräge Welt des Antiquariats.
Die Realität will eigentlich etwas ganz anderes von den Antiquaren, die Antiquare genau das Gegenteil der Realität.
Aber eine Traurige Gemeinsamkeit hätten wir: Gemeinsam gegen Alle. Juhuu!
Überdies scheint das Gebilde f a l s c h zu sein.
PRO zieht in er Wortbedeutung "für" den Ablativ nach sich. Richtig wäre also entweder PROLIBRO oder PROLIBROS.
Glauben die Unglückswürmer, ihre "besondere Kompetenz", ihre "hervorgehobene Sorgfalt" schon mit einem f a l s c h e n Namen beweisen zu sollen?
Auch über das Küchenlatein führt da kein Weg dran vorbei - - oder glauben die Herren bei der Quack, der große Georges stünde nicht mehr griffbereit neben dem Computer des Bücherbestellers?
Blamabel. Es darf gelacht werden.
Nachtrag:
Pro libros wäre verderbtes spanisches Küchenlatein, sorry. Wie wir schon aus EX LIBRIS wissen, heißt der Ablativ Plural natürlich LIBRIS.
Zu Nr. 18:
Na, na,
pro = vor, für mit Ablativ, der aber im Plural auf -is endet!
pro als Interjektion (der Klage oder Verwunderung) jedoch mit dem Vocativ, also im Plural auf -i endend.
Somit hieße pro libri etwa: "Ach! Die Bücher!"
Vale bene, L.
Mein Gott, was soll das? prolibri ist jetzt Werbesponsor der Antiquatriatsmessen in F.uund L.? Was soll das heißen? Was macht man denn so als "Werbesponsor"? (Außer dicke Backen) Wenn ich mir jetzt nen Aufkleber vom zvab ans Auto klebe - bin ich dann deren Werbesponsor? Und kann man dann morgen im börsenblatt lesen, daß hackepeter zwiebel jetzt Werbesponsor von zvab ist?
[Maus und Elefant laufen über eine Brücke. Viel Lärm! Sagt die Maus zum Elefanten: Oi, oi, oi - machen wir einen Lärm!]
Gibt es denn gar nichts wichtiges aus der Branche zu berichten? Nur so x-p(r)olibriges?
Zu 21:
Die Nachfrage ist absolut angebracht!
Am 1. Mai ist das ZVAB abgeschaltet!
Am 2. Mai soll angeblich ein neues ZVAB erstanden sein!
Und was ist in diesem Forum los?
Die Redaktion bringt über diese ZVAB-Ankündigung nicht mal eine popelige Fußnote. Stillschweigeabkommen?
Dabei: wenn sich das ZVAB bei dieser Aktion selbst atomisiert, dann hat diese unsere Republik mal locker 1000 Hartz-IV Empfänger mehr ...
Also: 1. Mai ist heuer "Stoßgebetstag". Lasset uns alle eine Kerze anzünden, auf das die ZVAB-Umstellung gelingen möge.
Und: Heuer ist am 1. Mai auch Himmelfahrt! Hoffen wir also, auch im eigenen Interesse, dass die Tutzinger die Finger von den Vatertagsgetränken lassen, und konzentriert und ordentlich ihre Umstellung hinkriegen.
Nicht, dass am Ende das ZVAB gen Himmel fährt ...
Wünsche wohl gespeist zu hasben, Nr. 20-22
1.
Der Vokativ Pluralis - das ist pfiffig. Aber eher doch ein Deus ex Machina. Was bleibt festzuhalten? Daß der normale Lateiner sich mit Grausen abwendet, wenn er "Prolibri" liest. Weil er es für einen groben, peinlichen Fehler hält.
2.
Warum soviel Prolibri-Gezänk? Hinter Prolibri steckt die Quack, und dahinter lauert das Problem, daß wir Antiquare immer noch keine einheitliche Berufsvertretung haben, sondern vier Gebilde, die sich wirr überschneiden (auch in den Mitgliedschaften), unterschiedliche Schwerpunkte und noch verblüffendere Organisationsformen aufweisen - das ist eine klassische
*Selbstschwächung, ja: Handlungslähmung,
vergleichbar der Linken und der bürgerlichen Mitte im Frühjahr 1933.
Natürlich hat die AG im Börsenverein anderes zu tun, als meine diesbezügliche Frage von gestern zu beantworten - sie allein hätte nämlich eine gewisse Handlungsmöglichkeit hin zu einer B ü n d e l u n g der vier Gebilde.
Sie antwortet mir nicht, erstens weil ich die Frage gestellt habe, zweitens weil sie - man vergleiche das peinliche Exempel des überdimensionierten Gebildes der "Rechtsberatung" - ihrerseits als (1) AG im Börsenverein hoffnungslos verquickt ist mit den drei anderen Organisationen (2) Verband, (3) Quack = Prolibri und (4) Internet-Antiquare = Höfs.
Das führt in der Praxis zur M a u s c h e l e i, die im Vorfeld der Quack-Gründung schon zu höchst unerwünschten Auswirkungen geführt hatte.
Fazit: Quack und Prolibri müssen aufmerksam beobachtet werden, weil sich dahinter der - gemeinsam in den Dreck gefahrene - Traum einer allgemeinen Berufsvertretung verbirgt.
Die Kaminfeger haben eine solche, die Putzfrauen auch - die Antiquare nicht.
3.
Vor der ZVAB-Umstellung graust mir auch, gelinde gesagt, und der Hinweis auf den Termin ist sehr wertvoll. Wenn das so wird wie bei Eurobuch, dann gnade uns Gott.
Auch wenn sich einer der Beteiligten mir gegenüber, nach seinem Weggang aus dem ZVAB, mehr als schofel benommen hat, muß ich ja doch sagen:
*****Die alte Berliner ZVAB-Riege war gut, sie war s e h r gut.
Was seither so blüht im ZVAB-Bereich, kann uns nicht erfreuen. Gute EDV-Leute sind durch nichts zu ersetzen. Am Blödesten scheinen mir die Versuche des ZVAB zu sein, allgemeines Kulturgeschwafele anzupappen an die Datenbank. - Gretchenfrage: Gibt es Fortschritte in der Sacherschließung?
Sehr gut, "Heidi", jetzt sagt es denen allen endlich mal jemand! Sie genießen meine vollste Unterstützung!
Zu 11:
Wohlverehrter Alm-Öhi, Sie belieben zu schreiben:
"Herr Rudolf hat eine Absicht erklärt
(„möchten wir mit prolibri.de eine Plattform bereitstellen, die an Anbieter und Qualität der Warenbeschreibung Ansprüche stellt“)
und mit dem Finalsatz ein Ziel benannt:
(„damit auch im Onlinehandel ein Grundmaß an antiquarischem Berufswissen und traditioneller Praxis erhalten bleibt“)."
Wenn Herr Rudolf in seinem, in wohlformuliertem Beamtendeutsch abgefaßten kurzen Werbebeitrag eine Absicht, eine Intention ausdrücken wollte, dann gibt es entweder 'Prolibri' ('Ach, die Bücher') noch garnicht, oder das 'Prolibri' ('Ach, die Bücher'), das es jetzt gibt, entspricht diesen, seinen Intentionen überhaupt nicht und es bedarf der gegenwärtigen wie zukünftigen Anstrengungen, es zu diesem Ziel hin zu verbessern.
Wie man es auch zu drehen und auszulegen versucht, Herr Rudolf hat Merkwürdiges geschwätzt.
Freundlichste Pfingstgrüße, Ihr Flachland-L.