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07.05.2008

Unternehmen

Douglas-Holding übertrifft Vorjahresumsätze

Die Douglas-Gruppe hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2007/08 den Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr nach eigenen Angaben um 6,1 Prozent auf über 1,7 Milliarden Euro gesteigert.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) des Douglas-Konzerns erreichte im ersten Halbjahr 2007/08 nach eigenen Angaben eine Höhe von 136,5 Millionen Euro nach 131,1 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Zu diesem Anstieg hat neben den ausländischen Douglas-Parfümerien, den Christ-Juweliergeschäften und den Hussel-Confiserien auch der Buchbereich beigetragen.

Der Konzernjahresüberschuss stieg im ersten Halbjahr 2007/08 nach Konzernangaben auf 88,8 Millionen Euro nach 86,3 Millionen Euro im Vorjahr.

Der Geschäftsbereich Bücher steigerte die Umsätze in den 277 Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz um 16,6 Prozent auf 428,4 Millionen Euro. In Deutschland stiegen die Umsätze in den 224 Buchhandlungen um 17,3 Prozent auf 329,4 Millionen Euro. Dieser deutliche Umsatzanstieg sei im Wesentlichen auf die Akquisition der 44 Buch&Kunst-Buchhandlungen zum 1. Januar 2007 zurückzuführen, deren Umsätze im Vorjahreshalbjahr nur anteilig enthalten waren. Die 53 Thalia-Buchhandlungen in Österreich und in der Schweiz erhöhten ihre Umsätze um 14,1 Prozent auf 99,0 Millionen Euro.

Hier gehts zur Filialistenübersicht!

Den kompletten Zwischenbericht finden Sie hier:

[...] Tags: Douglas, Thalia

5 Kommentare

1. Thalianer07.05.2008 12:20h

Und weswegen haben wir immer noch kein Tarifvertrag oder kein Vorschalttarifvertrag - lediglich eine popelige 2% - ca. 20 Euro pro Monat? Weil es Thalia angeblich oh so schlecht geht. Weil die Personalkosten zu hoch sind. Weil wir überbesetzt sind.

Oder - eher - weil die Expansion auf Kosten der Mitarbeiterinnen durchgezogen wird? Oder weil die Aktionäre eine ordentliche Dividende erwarten, und bekommen? Oder weil die Firma immer weniger von eine angenehme Arbeitsatmosphäre in den Filialen hält? Fragen über Fragen...

2. Hinnerk07.05.2008 12:50h

...oder weil die Mitarbeiter gewerkschaftlich schlecht organisiert sind? Könnte doch sein?!

3. O.G07.05.2008 20:33h

Lieber Thalianer,

Warum wehren Sie und Ihre Kollegen sich denn nicht? Mensch, 2% bzw. 20 Euro mehr, kein Tarifvertrag oder nicht zumindest freiwillig Tarif zu bezahlen ist schon dreist.

Solch ein Vorgehen ist und moralisch/ethisch sehr bedenklich seitens Thalia.

Aber wehren Sie sich dagegen, von selbst löst sich die Angelegenheit nicht.

4. noch eine Thalianer07.05.2008 22:16h

Liebe/r O.G.,
machen wir doch. Man liest aber kaum was davon im Börsenblatt, aber manchmal schon. Bei ver.di (FB 12) erfährt man (gehe ich davon aus) etwas mehr.

Liebe/r Hinnerk,
das stimmt natürlich auch.

5. Jörg Jahn-Meyer07.05.2008 22:57hwww.the-book-buchhandlung.de

Eieieiei.....

Ein sehr interessantes Umfeld tut sich hier gerade auf!

Thalia präsentiert mal wieder Umsatzzahlen. Von Gewinnzahlen ist wieder weit und breit nichts zu sehen.

Die Thalia-Mitarbeiter erwachen aus ihren Versteck. Aber möglichst unerkannt, weil der große Bruder aus Hagen ihnen gegenüber sonst unwirsch werden könnte und sanktionierte Handlungen vollziehen könnte. Man traut sich nicht aufzustehen!

Morgen stehen im Börsenblatt die Lippenbekenntnisse derer die über die Rabatte an Filialisten plappern werden.

Jaaaa. so kann man auch für Wirbel auf einer Seite, für "Diskussionsverkehr" sorgen!

Hurra! Wir haben uns ein neues altes "Sommerloch", ja ein Sommertheater geschaffen!

Dem "Fußvolk" werden wieder äußerst unamüsante "Häppchen", entweder zum Mitmachen oder zum Ausscheiden vorgeworfen.

So manchmal frage ich mich insgeheim: "Wer lenkt hier eigentlich wen?"

Aber erstmal kurz zum Hauptthema:

Da werden einem die neuesten Umatzzahlen um die Ohren gehauen. Stolz muss man sein, so einen riesigen "Buchhändlerkollegen" in den eigenen Reihen zu haben, der soooo leistungsfähig ist. 428 Millionen Euro!
Komischer wird es jedoch, man die Thalia-Mitarbeiter auf der anderen Seite sieht. Der Unmut wächst, kommt jedoch nicht definitiv zum Ausbruch.
Gegenfrage: Wo so viel Umsatz ist, müsste doch auch so viel Gewinn sein?
Wenn dem so wäre, dann muss doch auch wenigstens ein Tarifvertrag, eine ordentliche Lohnerhöhung möglich sein.
In den Bürotürmen, hoch über dem schönen Hagen knallen die Sektkorken auf solche Zahlen. Nur bei den Mitarbeitern scheint anscheinend nichts zu knallen. Gänsewein scheint wohl angesagt.
Thalianer hat es wohl recht erkannt. Die Expansion wird meines Erachtens auf Kosten der Mitarbeiter fortgeführt. Auf Teufel komm raus!
Als Ausfallprodukt gehen in den jeweiligen Standorten auch gleich die kleinen und mittleren Buchhandlung hops oder verdingen sich in letzter Sekunde an das Kind der Parfüm-Mutti. Betriebswirtschaftlich gesehen, müsste da wo viel Umsatz ist auch viel Gewinn sein. Wo viel Gewinn ist, müsste dann auch viel Geld für Investitionen in das wichtigste Gut welches ein Unternehmen hat sein: DIE MITARBEITER!
Es scheint aber nicht so sein. Welches den Rückschluss zulassen würde, dass zwar Umsatz da ist, aber kein Gewinn, weil das Geld für andere Dinge wie z.B. Ausbreitung oder Werbemaßnahmen oder neue Logos ausgegeben worden ist.
Von meiner Warte: Was im Kleinen (also in der so viel kritisierten Welt des Jahn-Meyer geht) muss auch im Großen gehen. Ein riesen Potter-Palette, Benz ähnliche Sofas, Kaffee-Ecken, mögen wohl Eindruck schänden; aber die Gegenfrage ist: "Tun dies unzufriedene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter?" Meiner Meinung nicht!
Der zufriedene und engagierte Mitarbeiter ist der Multiplikator und die Antriebsfeder des Erfolges!
Die ganze Angelegenheit ist jedoch wie ein Teufelskreis. Objektive Argumentierende werden sagen: "Dann kündige doch!" Das geht schlecht. Hartz IV ist noch weniger. Und der buchhändlerische Arbeitsmarkt gibt leider auch nicht die Möglichkeit her ins unabhängige Sortiment zu wechseln, wo vielleicht durch inhabergeführte Gehaltserhöhungsentscheidungen ein klein wenig mehr Honig fliesst. Er kann aber nicht fließen, weil die kleinen (noch) unabhängigen Sortimente (vor allem in größeren Standorten) selber gegen die Filialisierung zu kämpfen haben. Die Katze beisst sich hier wortwörtlich in den eigenen Schwanz.

Mein perfider, unkundiger, oberflächlicher Rat lautet daher:
"Hört auf euch zu verbreiten und schüttet den Feiertagssekt aus dem Fenster damit die feiern können, die tagtäglich dazu beitragen, dass Sekt fließen kann!"

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