16.05.2008
BibliothekenBrand an der Technischen Universität Delft
Durch den Brand an der Fakultät für Architektur und umliegender Gebäude, bei dem glücklicherweise niemand verletzt wurde, ist wohl eine größere Anzahl seltener Bücher und Karten verloren gegangen. Die Bibliothek der Delfter Fakultät beherbergte eine der bedeutendsten Sammlungen zur Architektur mit rund 40.000 Bänden, inklusive mehrerer Atlanten (Blaeu, Braun & Hogenberg) sowie rund 12.000 Karten (seit dem 19. Jahrhundert). Das Ausmaß der Brandkatastrophe ist momentan noch nicht abzusehen. Man rechnet damit, dass die Schadensaufnahme in den zum Teil eingestürzten Gebäuden erst in einigen Wochen beginnen kann. Das Kartendepot scheint zerstört, die älteren Bücher der Bibliothek wurden jedoch in einem Safe gelagert.
Der niederländische Bildungsminister Ronald Plasterk wertete den Brand als das "biggest disaster in the history of Dutch university education". Ursache des Feuers war vermutlich ein Kurzschluss.
Die Online-Ausgabe des “Chronicle of Higher Ed“ zeigt ein kurzes Video zum verheerenden Brand an der TU Delft:
- http://chronicle.com/blogs/architecture/2121/fire-at-delft-u-destroys-design-artifacts-and-rare-books
- http://www.tudelft.nl/
[...] Tags: Technische Universität Delft, Delft, Brand

3 Kommentare
Den Leiter der einen Bibliothek lernte ich gut kennen, trotzdem gelang es mir nicht, ihn doch wenigstens dazu zu bewegen, von der - hochmodernen - Feuerwehr der betreffenden Stadt ein Gutachten erstellen zu lassen.
Man hat als Antiquar da nur beschränkte Möglichkeiten. Insgesamt möchte ich meinen, daß gerade wir Antiquare, die wir in der Regel ja in die *Magazine* der Bibliotheken hineinkommen, sehr oft gefährliche, unhaltbare Zustände zu sehen bekommen. Nur eben - - was tun?
das geht jetzt doch ein wenig weit:
Delft = Niederlande
Centre Pompidou = Paris = Frankreich
Weiß ich genau! C.P. haben wir in unserer Kundenliste ( Iiih! Paulitz der Angeber)
Und seit sich Paris erfolgreich um Beachtung des neuentedeckten *régionalisme* bemüht, ist auch in der Provinz erstaunlich viel Geld da für Bibliotheken, Digitalisierung und andere Projekte. Darauf wollte ich anspielen.
Das Antiquariat übrigens befindet sich in Frankreich nach wie vor in geradezu fürchterlichen Verhältnissen - die ILAB-Kollegen prassen und schwelgen, der Rest, zumal fern der Hauptstadt, betreibt verstaubtestes Winkelantiquariat à la 1980.