NEWS LITERARISCHES LEBEN

17.07.2008

Deutscher Buchpreis

Unabhängigkeit ist garantiert

Zur MVB-Publikation "Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2008“ hat der Börsenverein heute folgendes Statement abgegeben:

"Der Deutsche Buchpreis ist unabhängig, die Jury arbeitet ohne jede Beeinflussung von außen. Um dies zu verdeutlichen hat der Börsenverein entschieden, dass seine Wirtschaftstochter, die MVB Marketing und Verlagsservice des Buchhandels GmbH, keine Druckkostenzuschüsse für die von ihr herausgegebene Publikation "Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2008“ erheben wird. „Es darf in keinem Fall der unberechtigte Eindruck entstehen, dass die Unabhängigkeit des Deutschen Buchpreises in Frage steht“, sagt Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins.

Das "Lesebuch zur Longlist Deutscher Buchpreis 2008“ ist ein Produkt der MVB. In ihm werden erstmals in diesem Jahr Leseproben und Hintergrundinformationen zu den auf der Longlist nominierten Romanen veröffentlicht. Die MVB hat bei den Verlagen angefragt, ob sie einen freiwilligen Druckkostenzuschuss für die Publikation leisten möchten. Dies ist mit der heutigen Entscheidung hinfällig. Ziel der MVB war es, die Publikation überwiegend anzeigenfrei zu gestalten, das wird auch nach der heutigen Entscheidung so bleiben. Mit dem "Lesebuch“ soll eine breite Öffentlichkeit für die nominierte deutschsprachige Gegenwartsliteratur geschaffen werden. Es wird in Buchhandlungen kostenlos erhältlich sein. Das Lesebuch erscheint zeitnah zur Veröffentlichung der Longlist."

[...] Tags: Buchpreis

1 Kommentare

1. willi quenzel 20.08.2008 18:56h www.ulmer-tagebuch.blog.de
dieser Buchpreis stellt eine Wettbewerbsverzerrung dar. Außerdem erweckt er den falschen Eindruck, als repräsentiere der Roman die Gegenwartsliteratur. Die Namen der Juroren stehen für eine bekannte Voreingenommenheit der sog. "Qualitätspresse". Das Feigenblatt der Unabhängigkeit, das sich der deutsche Buchhandel hier ans Revers heften will, ist absurd, unglaubhaft und unredlich.
Mit diesem Preis wird die deutsche Literatur nicht gefördert, das Buchgeschäft aber auf Dauer ebenfalls nicht. Der Preis repräsentiert eine Misere, die er verschärfen, statt lindern wird.

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