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Sigrid LöfflerSigrid Löffler© Gaby Waldek

26.09.2008Personalia

Sigrid Löffler kritisiert "Literaturen"-Verlag

Nach ihrem Ausscheiden bei der Fachzeitschrift "Literaturen" wirft die Literaturkritikerin Sigrid Löffler dem Friedrich Berlin Verlag, in dem "Literaturen" erscheint, eine Boulevardisierung vor. Der Verlag habe ihren Abgang als Herausgeberin damit bewusst in Kauf genommen, berichtet die Nachrichtenagentur ddp unter Berufung auf den Radiosender SWR2.

Löffler äußerte im SWR-Interview die Befürchtung, die Zeitschrift werde in ein Service-Magazin umgewandelt, das sich am Mainstream orientiere. Um das Blatt auf dem Markt neu zu "justieren", solle Literaturkritik zurückgedrängt werden. Löffler sprach von einer klammheimlichen Boulevardisierung. "Dafür stehe ich nicht zur Verfügung", sagte sie.

Der Friedrich Berlin Verlag hatte am Montag mitgeteilt, dass Mitbegründerin und Herausgeberin Löffler sich nach 84 Ausgaben zurückziehe. Zum Programm des Friedrich Berlin Verlags gehören neben "Literaturen" auch die Zeitschriften "Theater heute", "Opernwelt" und "ballettanz". Der Verlag ist ein Unternehmen der Klett Gruppe.

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5 Kommentar/e

1. Joh Keller 27.09.2008 10:16h

Die Frau Löffler ist ja als große "Nachtreterin" bekannt. Auch beim literatischen Quartett ging der Abgang nicht ohne wilde Beschimpfungen etc. über die Bühne.
Jetzt besteht immerhin Hoffnung, dass aus Literaturen noch ein richtig interessantes Magazin wird. Allerdings ist dafür von Seiten des Verlages ein ganz schöner Kraftakt nötig.

2. I. Eichler 27.09.2008 23:22h

Schon blöd, wenn man einen Kommentar schreibt, obwohl man inhaltlich keine Ahnung hat...Aber das Niveau von Literaturen ist für die meisten halt zu hoch - und die sind dann froh, wenn Leute wie Sigrid Löffler endlich weg sind und die Zeitschrift auf ein "leicht lesbares" Niveau heruntergebracht werden kann...damit sich jeder selbst seine Meinung BILDen kann...

3. D. Brandt-Langner 27.11.2008 13:04h

Liebe Frau Löffler,
ich weiß nicht, ob Sie das lesen werden. Ich gehöre zu den allerersten Abonnentinnen und war in den ersten Jahren begeistert von Literaturen, in letzter Zeit nicht mehr so. Wenn die Zeitschrift eine so kompetente Fachfrau wie Sie gehen läßt, isi sie selber schuld! Ihre Beiträge jedenfalls habe ich immer mit Vergnügen gelesen; wenn ich an Ihren Bericht über DER HERR DER RINGE denke, spüre ich, wie leidenschaftlich Sie Literatur lieben. Übrigens haben Sie mit diesem Artikel auch das Herz meiner Tochter erobert. Könnten Sie nicht eine gute Sendung über Literatur im Fernsehen machen?

4. Mrs J Sarguroh 11.03.2009 10:03h

Liebe Frau Loeffler, ich moechte so gern mit Ihnen Kontakt aufnehmen aber finde im Netz keine Anschrift. Ich habe eine re Der Sendung vom 14.April 2000.Es betrifft den Autor Raymond Carver. Sie sagten damals,dass 75% seiner Kurzgeschichten gestrichen wurden und sie deshalb so gut ausfielen. Koennten Sie mir sagen woher sie diese Feststellung hatten. Ich bin gerade dabei seine Geschichten zu studieren und bin davon begeistert wie er mit einem derartigen "omph" schreibt. Ich waere Ihnen unbeschreiblich dankbar wenn you could throw a light on the source of your knowledge. Thank you in anticipation. J. Sarguroh. ( I hope this will reach you)

5. Berndt Herrmann 03.04.2009 11:38h

Ich bin von der ersten Nummer an Literatur-Abonnent und muss leider feststellen, dass die Befürchtungen von Frau Löffler schon nach zwei Nummern ohne ihre Beteiligung weit übertroffen wurden. Kritiken auf Schüleraufsatzniveau, verschenkte Themen (Uwe Johnson) und ein Kriminal ohne Franz Schuh. Wenn das so weiter geht, dann geht es bald ohne mich weiter.

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