Literarisches Leben

29.10.2008Online-Umfrage

Krimis werden am liebsten im Buchhandel gekauft

54,55 Prozent der Krimi-Couch.de-User, die an einer vom Portal gemeinsam mit dem Audio Media Verlag initiierten Umfrage teilgenommen haben, kaufen ihre Spannungslektüre trotz des harten Wettbewerbs mit Online-Buchhändlern immer noch „am liebsten im Buchhandel“. Erst danach folgt das Internet mit rund 40 Prozent.

Bei der Online-Umfrage der Literatur-Couch Medien GmbH und dem Münchner Hörbuch-Spezialisten Audio Media Verlag haben sich nach Angabe der Partner zwischen August und September insgesamt 1057 User beteiligt, davon 847 bei Krimi-Couch.de und insgesamt 210 User bei Histo-Couch.de und Phantastik-Couch.de.

Bei der Frage, welches Format – also Hardcover, Taschenbuch oder Hörbuch - bevorzugt wird, haben sich die Nutzer der Umfrage eindeutig entschieden: Mit 58,21 Prozent greifen weit über die Hälfte der teilnehmenden Krimi-Couch.de-User nach dem Taschenbuch, danach steht das Hörbuch als CD (14,34 Prozent) auf der Einkaufliste, gefolgt vom Hardcover (13,29 Prozent). Immerhin 7,47 Prozent bevorzugen in der Regel den Download des Hörbuchs.

Bei der Auswahl der Kaufkriterien spielen viele Faktoren eine Rolle. Bei möglichen Mehrfachnennungen hat die Umfrage die „Neuerscheinung“ mit rund 23 Prozent an die Spitze gesetzt. Der spontane Impuls-Kauf mit der Wirkung des Covers und dem Klappentext wirkt bei 18,54 Prozent. Die Platzierung auf Bestsellerlisten ist für rund 17 Prozent wichtig, gefolgt von der Bekanntheit des Autors (14,29 Prozent) und Rezensionen (14,17 Prozent).

Über die Hälfte der Umfrageteilnehmer bei Krimi-Couch sind
preisbewusst, aber nicht im Discount-Fieber. Rund 55 Prozent geben für ein Buch mehr als zehn Euro bzw. bis zu 20 Euro aus (8,5 Prozent). Bei Krimi-Hörbüchern liegt die Preisbereitschaft pro Hörbuch ebenfalls bei der Hälfte der Teilnehmer bei über zehn Euro. Knapp 13 Prozent davon sind
bereit, zwischen 16 und 20 Euro auszugeben.

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1 Kommentar/e

1. Andreas Wilhelm 30.10.2008 14:22h www.andreaswilhelm.info

Die so sympatisch klingende Überschrift "Krimis werden am liebsten im Buchhandel gekauft" entblößt nach Lesen des Artikels eine viel interessante Botschaft:

Rund 40% der Krimis werden inzwischen über das Internet gekauft!

Das ist die eigentliche Neugkeit, die insbesondere den Buchläden und den Verlagen in Bezug auf ihre Vertriebsstrategien zu Denken geben sollte. Denn wenn man immer nur auf den Branchen-Monitor schaut, und dort liest, dass der Online-Umsatz 2007 nur 8,9% des Gesamtumsatzes ausgemacht hat, lehnt man sich ja gerne nochmal zurück. Beschönigende Überschriften wie in diesem Artikel hier, helfen nun wirklich nicht, den Kopf aus dem Sand zu ziehen.

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