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Ebay mit neuer Versandkostenregelung

Ebay hat kürzlich für seine deutsche Plattform eine neue Versandkostenregelung eingeführt.

Nach der neuen Regelung (seit 4. November) werden für alle gewerblichen und privaten Verkäufer auf der deutschen Ebay-Site geänderte maximale Versandkosten (inkl. Verpackung) nach Versandart und Kategorie festgelegt. Und zwar für drei Versandarten: "Deutsche Post Brief" (Maximale Versandkosten: 2,50 Euro) und "Deutsche Post Bücher/Warensendung" (2 Euro); hier jeweils gültig für alle Kategorien. Drittens für alle übrigen Versandarten in 150 Kategorien (7 Euro). Darunter fallen beispielsweise Grafik und Handzeichnungen in der Kategorie "Antiquitäten & Kunst". Angebote, deren Versandkosten (in der ersten nationalen Versandart) über diesen Margen lägen, könnten nun nicht mehr eingestellt werden, heißt es dazu auf der Ebay-Infoseite. Die Regelung gelte ausschließlich für den Inlandsversand, Sendungen ins Ausland seien davon ausgenommen. Als einen Grund für die Einführung nennt Ebay: "Überhöhte Versandkosten werden von Käufern besonders oft als Grund einer negativen Kauferfahrung angegeben. Um solche schlechten Kauferfahrungen zu verhindern, gelten maximale Versandkosten." Das einzige Motiv? Beiträger in Ebay-Foren vermuten, dass die Plattform mit dieser Maßnahme auch eine Anhebung der Einstellpreise im Auge habe (etwa durch Umschichtung höherer Versandkosten), um so höhere Gebühren von den Mitgliedern einziehen zu können. Wir zitieren eine Meinung: "Ebay will, dass Du den Fehlbetrag in den Artikelpreis einpflegst. Heißt demnach, Du müsstest einen Auktionspreis von mehr als 1,00 Euro wählen, dann Einstellgebühr, Galeriegebühr zahlen."

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7 Kommentar/e

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  • Günther Hildebrandt

    Günther Hildebrandt

    Ebay orientiert sich zu einseitig an der Nachfrageseite. Diese wird aber vermutlich AUCH deshalb schwächer, weil das Angebot immer mehr zu wünschen übrig läßt, was wiederum UNTER ANDEREM an den immer unattraktiver gestalteten Voraussetzungen für die Anbieter liegen dürfte. Über Kunden, die gierig auf wertvolle Bücher mit 7 EUR Versandkosten bieten und sich ANSCHLIESSEND über diese (ja klar und deutlich ausgewiesenen) Versandkosten beschweren, sollte man sowieso den Deckmantel des Schweigens breiten. Die Bewertungsprofile der betroffenen Händler zeigen, daß dies vor allem ein deutsches Phänomen ist. Bei teilweise erheblich höheren Versandkosten sind z.B. italienische Händler von dieser Abstrafungspraxis weit weniger betroffen.

  • krämer

    krämer

    Das ist so nicht richtig gesagt. Wenn deutsche Kunden meinetwegen speziell sind, dann auch deutsche Händler, und die Maßnahme richtet sich nicht gegen Angebote von wertvollen Büchern mit "ordentlichem" Porto (wozu eigentlich, wenn das Buch wertvoll ist, kann es ja versandkostenfrei versandt werden, weil das keinen Unterschied macht.) Sondern Angebote NICHT wertvoller Bücher, wo über das Portogeschäft was verdient werden soll, und dann proportionell völlig abweichend vom Auktionserlös. Der ist z.B. 2 EUR, aber Porto ist dann 10 EUR, und kostet aber 1,40, das ist Kundenverarschung, und von ebay richtig gesehen, dagegen vorgehen zu müssen.

  • Günther Hildebrandt

    Günther Hildebrandt

    Es tut mir sehr leid, aber ich habe bei Ebay noch keinen Anbieter gesehen, der 10 EUR Porto nimmt. Und selbst wenn: wenn Sie bei dem ein Buch für 2 EUR kaufen, gehe ich davon aus, daß Sie sich soweit informiert haben, daß es das Buch derzeit nirgendwo sonst für weniger als 12,10 EUR gibt.
    Daß ein wertvolles Buch versandkostenfrei versandt werden soll, ist für mich nicht nachvollziehbar.

    P.S. Ich bin kein Antiquar oder Ebayanbieter, sondern Sammler.

  • krämer

    krämer

    Es ist jedenfalls sehr freundlich von Ihnen, zugunsten der Händlerseite, bezügl. dem Mischmasch Kaufpreis/Versandkosten, aus Käufer/Sammlersicht, überzogene Versandkosten freundlich zu beurteilen, Ausdruck einer Ansicht, die wohl nicht alle Kunden, gerade auch bei ebay, teilen werden.
    Es ist ja bekannt, daß Auktionen den Käufer dazu verführen, ZUVIEL zu zahlen. Dabei geht es sicher nicht um Erwerbe, über die ein Sammler glücklich ist, sondern um Käufe, die im nachherein bereut werden. Da sagen Sie dann, die sind selbst schuld. Aber wenn dann noch zusätzlich Abzocker-Versandkosten dazu kommen, Aus Sicht von ebay sollte das kein Kundendienst sein. Und ein seriöser Anbieter hat es nicht nötig, über das Portogeschäft was einzunehmen, was ansonsten nicht geleistet wird.
    Bei wertvollen Büchern, ist der Versandkostenpreis enthalten, weil es keinen Unterschied macht. Wenn trotzdem Versandkosten berechnet werden, ist das aber nicht nötig, und ist im Kontrast zu dem Aspekt, mittels Portogeschäft was reinzuholen, was das Warenangebot nicht leisten kann, keine gute Empfehlung.
    Ansonsten mögen Sie recht haben, daß ebay der Angebotsseite sich in letzter Zeit unfreundlich zeigt, aber die Ursache davon sind ein zu hoher Grad unseriöser Händler, über die sich Kunden beschweren, und wenn es nicht Praxis gewesen wäre, bei den Versandkosten den Kunden zu übervorteilen, dann würde es die Notwendigkeit der Deckelung ja nicht geben, sicher nicht für versierte Sammler wie Sie, aber für andere Kundschaft, die ebay halten möchte.

  • Günther Hildebrandt

    Günther Hildebrandt

    Es gab und gibt sicher Fälle (früher mehr), auf die das zutrifft, was Sie schreiben. Mich beschäftigt aber eher, auch nach Gesprächen mit Antiquaren, das Phänomen, daß Leute, die ein Buch für 1,50 ersteigern und vorher klar und deutlich ausgewiesene 2,50 Versandkosten bezahlen, dem Händler dann für zu hohe Versandkosten einen Malus erteilen. Versandkosten setzen sich m.E. nicht nur aus Porto und Verpackung, sondern auch Aufwand (inkl. des Ärgers über Schlangen bei der Post, nicht abgeholte Sendungen etcetcetc) zusammen.
    Ansonsten werden Kalkulationen, wie Sie Ihnen ein Dorn im Auge sind, eher bei Amazon-Marketplace genutzt (Buch 0,01, 3 EUR Porto), wobei mir klar ist, daß das Porto pauschal von Amazon berechnet wird, das seinerseits hier kräftig mitkassiert.

  • Günther Hildebrandt

    Günther Hildebrandt

    Viel ärgerlicher als überhöhte Portokosten sind m.E. getürkte Auktionen (kann man z.B. sehr gut daran erkennen, daß die Sachen bald darauf wieder eingestellt werden).

  • Chris

    Chris

    Das sog. Mischmasch der Kalkulation von Peis und Portokosten etsteht natürlich aus der überzogenen Preisgestaltung gegenüber dem Verkäufer. Die Prozente sind zu hoch, so das sich einige Verkäufer über die Versandkosten ein halbwegs interessantes Geschäft erhoffen.

    ebay vernachlässigt bei der Kostenfestsetzung gem. Richtlinien regelmäßig, dass auch private Verkäufer nicht nur das Porto und die Verpackung zu tragen haben. Insbesondere die Verbrngung der Ware- zeitlich und z.B. Benzinkosten, der Zeitaufwand des Verpackens etc. werden vernachlässigt. Das gehört eindeutig dazu. Es verkaufen doch nicht nur Rentner und Hausfrauen (das ist nicht wertent gemeint), die sowieso viel unterwegs sind und Hermesshop oder OPost streifen.

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