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Und es wurde auch gekauftUnd es wurde auch gekauft

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Die 9. LiberBerlin – letzter Tag© alle Bilder: Björn Biester

Viel Zulauf am EröffnungstagViel Zulauf am Eröffnungstag

09.11.2008Antiquariatsmessen

Die 9. LiberBerlin – letzter Tag

Heute bietet sich noch bis 18 Uhr Gelegenheit, die LiberBerlin im Schlüterhof des Deutschen Historischen Museums zu besuchen – ausnahmsweise ohne Eintrittskarte, da das Museum aus gegebenem Anlass keinen Eintritt kostet.

"Die Entwicklung auf dem deutschen Antiquariatsmarkt zeigt […], dass die alte Messekonzeption, Bücher ins Regal zu stellen und darauf zu warten, dass jemand kommt und kauft, nicht mehr in dem Maße greift wie in den 60er, 70er und auch noch zu Anfang der 80er Jahre." Dieser Satz, entnommen einem vor knapp zehn Jahren veröffentlichten Beitrag zur Frage "Ist die Präsentation des Antiquariats in der Öffentlichkeit noch zeitgemäß?", hat sicher wenig an Bedeutung verloren. Aber ist die Aussage in der Branche verstanden oder ernsthaft diskutiert worden? Wurden Konsequenzen aus dieser Beobachtung gezogen? Der Berichterstatter findet das schwierig zu beantworten, neigt aber nach dem Besuch vieler Antiquariatsmessen zur Skepsis – zu sehr hängen die meisten Veranstaltungen offenkundig an der Vorstellung aus dem Nichts auftauchender vermögender Neuinteressenten und -sammler. Die Maßstäbe bleiben vage, Zufriedenheit oder Unzufriedenheit der Aussteller scheinen manchmal mit der Stimmung zu wechseln.
Die LiberBerlin könnte der Konzeption und perfekten Organisation nach einer der Orte sein, an dem sich der Antiquariatsbuchhandel zeitgemäß in der Öffentlichkeit darstellt, aber Ausstellerschwund, mangelnde Wahrnehmung in den Medien der Hauptstadt und das teilweise ungünstige Standing innerhalb der hyperkritischen Branche selbst wirken auch entmutigend.
Dabei gibt es wenig Grund, gerade von der diesjährigen Messe, die heute zu Ende geht, Negatives zu berichten. Im Gegenteil: in den ersten Stunden nach der Eröffnung am Freitagnachmittag strömte das Publikum in überraschend großer Menge in den Schlüterhof. Viele Aussteller wurden in intensiven Gesprächen mit Interessenten gesichtet, und es wurde auch gekauft (manche Abschlüsse waren gestern Nachmittag noch offen). Und auch am gestrigen späten Vormittag füllte sich der Schlüterhof zusehends wieder mit interessierten Besuchern. Das stimmt positiv, auch wenn ein Fazit erst nach Ende der Messe gezogen werden kann.
Bleibt nachzutragen, dass der Besuch der LiberBerlin am heutigen 9. November keinen Eintritt kostet. Schnellentschlossene, auf nach Mitte!

Ein ausführlicher Messebericht von Matthias Mochner erscheint am 12. Dezember in der Zeitschrift "Aus dem Antiquariat".

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Schlagworte:
LiberBerlin

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1 Kommentar/e

1. Lampernist 10.11.2008 08:58h

Ja nei, dös is da Seppl-Liber mit seinem Ober-Alm-Antiquariat, der wo die Einbände mit frischeutergezapfter Ziegenmilch säubert.

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