NEWS ANTIQUARIAT

23.12.2008

Antiquariat

Jahresrückblick Antiquariat 2008: letzte Folge

Von der Freiheit des Antiquars und ein paar andere Kleinigkeiten. Jahresrückblick Antiquariat 2008: Folge 12 (Dezember).

Die abschließende Folge dieses Antiquariatsjahresrückblicks darf vielleicht kürzer ausfallen, obwohl die letzten Wochen gewiss nicht ereignislos verlaufen sind – wir verweisen auf die Link-Auswahl, die unter jeder Folge des Rückblicks steht (ein Klick auf den Tag "Jahresrückblick Antiquariat" zeigt alle 12 Folgen an).

Bei systematisch-freier Betrachtung (nur auf der Oberfläche ist dies ein Widerspruch) allein der boersenblatt.net-Meldungen im Dezember hängt fast alles mit allem zusammen in dem Branchenzweig, den wir hier abgekürzt als "Antiquariatsbuchhandel" bezeichnen. Wer ist eigentlich Antiquar? Wie wird man Antiquar? Gibt es wirklich "Online-Antiquariate", die ihre "Mitglieder" betreuen (mal gut, mal vielleicht weniger kompetent)? Welchen berufsethischen Grundsätzen folgt die Branche? Wie werden Probleme gelöst? Wie sehen die Zukunftsperspektiven aus? Wie diskutieren Antiquare miteinander? Welche Rolle spielen die Verbände und sonstigen Standesvereinigungen in dem Ganzen (nach eigenem Verständnis und aus Sicht anderer)? Und besteht überhaupt Übereinstimmung darüber, dass intensivere Selbstverständigung notwendig ist? Die meisten dieser Fragen sind heute vermutlich viel weniger eindeutig zu beantworten als vor 20 Jahren.

2008 verstorbene Antiquare
Fromund Hoy (23. Januar)
Georg J. Beran (22. Februar)
Lothar Wengerzink (Ende Februar)
Detlef Droste (21. April)
Reinhold Pabel (27. Mai)
Heinrich Wenner (8. Juni)
Klaus Falkenstein (23. Juli)
Pierre Berès (28. Juli)
Lila von Meer (23. September)
Hans-Dieter Paulusch (23. September)
Harald Wiermann (26. September)

3 Kommentar/e

1. Peter Mulzer 23.12.2008 18:16h
Ein thematisch gegliedertes Sachregister über alle Beiträge hier wäre auch ganz nett. So würde dieses Kommentarforum zu einem Lexikon, das man mit Nutzen konsultieren könnte.
ja, hier hat schon mal jemand mit der thematischen Sammlung angefangen
3. Peter Mulzer 24.12.2008 14:53h
Kann uns freilich weder von der Form noch vom Inhalt her erfreuen - auch wenn alles, was aus der zitierten Ecke kommt, grundsätzlich zu begrüßen ist.

Einziges Kriterium kann sein, ob es der m i t t l e r e Antiquar

*schnell

nutzen kann, ob er die Gliederung unmittelbar versteht und - notabene - ob das Erschließungswerk nach vorn (stets neuester Stand) und auch retrospektiv erweitert wird.

Antiquarisches Wissen veraltet ja nur selten. Also muß man sich überlegen, wie man die Schätze des älteren "Aus dem Antiquariat" elektronisch zugänglich machen und erschließen kann. Gilt auch für die entsprechenden alten Fachzeitschriften vor 1945 - die Inhalte wären überwiegend ganz ohne Änderung für den Antiquar brauchbar und nützlich.

Und unsere Berufsgruppe kann ja doch wohl Fraktur ohne Umsetzung lesen, kann sie nicht?

Allerdings soll man mit Weihnachtswünschen nicht zu unbescheiden sein.

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