Meinung

Erfahrungen mit Twitter. Ein Zwischenbericht

Zeitverschwendung? Modespielzeug? Oder ist Micro-Blogging eine neue Form der Kommunikation, die auch Antiquare und Buchhändler sinnvoll nutzen können? Was man als Twitter-Neuling so alles erlebt.

Twitter bewegt die Gemüter. Scharfe Ablehnung oder Enthusiasmus, dazwischen gibt es nicht viel, sieht man sich die Urteile über die 2006 gestartete kalifornische Micro-Blogging-Seite Twitter an. Maximal 140 Zeichen zur Mitteilung von Informationen und seien sie noch so marginal (heute schon rasiert, Straßenbahn überfüllt, vegetarisch zu Mittag gegessen, draußen zu kalt). Was soll das? Wer braucht das? Skepsis ist da eine naheliegende Reaktion. Als ich im Sommer 2008 durch einen Hinweis in Michael Liebermans "Book Patrol" (siehe den Link unten) Twitter registriert habe, ist mir der Sinn der Seite nicht aufgegangen. Zum Jahresende war aber nicht mehr zu übersehen, dass sich Twitter hierzulande zum Massenphänomen entwickelt – in Nordamerika oder Japan ist es das schon. Also rasch angemeldet (Formalitäten gibt es praktisch nicht, auch keine Kosten), losgezwitschert, die ersten "Followers" gewonnen und selbst "Follower" geworden. Der spielerisch erzielte Lernerfolg innerhalb weniger Stunden ist nicht zu verachten: es gibt bei Twitter sympathische private Teilnehmer mit Liebeskummer, Verulkungen von Fernsehmoderatoren und hessischen SPD-Politikern, scharfzüngige Politkommentatoren und halb-professionelle Zyniker, Weinverkäufer, Kontaktbörsen sowie nützliche Infos etwa von faz.net, Spiegel online und der New York Times (die NYT-Nachrufe kann man separat abonnieren! Fund: "W. D. Zantzinger, Subject of Dylan Song, Dies at 69"). Auch ein paar amerikanische Antiquare, die die Seite mehr oder weniger rege nutzen, konnte ich ausmachen (siehe unten den Hinweis auf die Meldung vom 2. Januar). Aktive deutsche Antiquare gibt es dagegen momentan, wie es scheint, nur wenige. Kein Zweifel besteht aber, dass viele Literatur- und allgemein Buchinteressierte bei Twitter unterwegs sind. Liegt hier vielleicht ein Ansatz für eine buchhändlerische Twitter-Nutzung? Viele Antiquariate (und Buchhandlungen) verfügen über eine Website, aber die Umsätze hierüber dürften oft kaum der Rede wert sein im Vergleich zu den großen Plattformen. Twitter-Updates lassen sich leicht in die eigene Website integrieren (siehe unten den Link zur Twitter-Download-Seite), und auf diese Weise gibt man einer Homepage ein Kommunikations- und Netzwerkelement bei, das für höhere Besucherzahlen sorgt – und indirekt die Wahrnehmung des Angebots verbessert. Der Aufwand dürfte bei etwas Disziplin bescheiden sein – und man sollte sich in Erinnerung rufen, welche Summen deutsche Medienkonzerne in diverse Community-Angebote stecken. Twitter kommt kleinen Unternehmen entgegen; gefragt ist fantasievolle Gestaltung, nicht die große Investition. Und sind nicht gerade Bücher Produkte, über die sich etwas erzählen lässt; vorausgesetzt, dass man sich mit dem Handelsgegenstand grundsätzlich identifiziert? Vielleicht erreichen Antiquare mit Twitter sogar eine neue Zielgruppe, die sonst nicht mit dem Thema in Berührung kommt? Das ist Spekulation, aber wohl keine ganz aus der Luft gegriffene. Die Risiken, die dagegen stehen, sind überschaubar – Twitter erfordert dieselbe Vorsicht und Rücksicht, die man dem Internet insgesamt entgegenbringen sollte (fast alle populären Netzanwendungen locken Leute an, die das Vertrauen der Nutzer missbrauchen wollen). Was folgt aus alledem? Aus meiner Sicht bescheidene Erkenntnisse: Twitter macht Spaß, setzt keine besonderen Kenntnisse voraus und kann von jedem zu fast jedem Zweck eingesetzt werden, ob am heimischen Rechner, von unterwegs oder per Mobiltelefon. Vielleicht auch zur Live-Berichterstattung von Antiquariatsmessen? Wir werden Twitter weiter auf die Probe stellen. Björn Biester

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27 Kommentar/e

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  • RF Meyer

    RF Meyer

    „Viele Antiquariate (und Buchhandlungen) verfügen über eine Website, aber die Umsätze hierüber dürften oft kaum der Rede wert sein im Vergleich zu den großen Plattformen.“

    Wieder einmal so in die Luft gesprochen.
    Das ist für einige Seiten, u.a. meine, unrichtig.

  • krämer

    krämer

    Am 5.1. hieß es noch:

    "29. Biester 05.01.2009 20:53h
    Geld verdienen mit Twitter? Da sehe ich kaum Möglichkeiten, momentan scheint es weitgehend unkommerziell zu sein. Vielleicht taugt es als Buschfunk oder zum Aufbau einer Community im Web? Unbeantwortet ist auch die Frage, wieso mehrere amerikanische Kollegen die Seite so rege nutzen und hierzulande praktisch niemand in der Antiquariatsszene. (Auch Barack Obama hat übrigens Twitter für seine Zwecke bis zu seiner Wahl genutzt.)

    Taugt Twitter für die Berichterstattung von Ereignissen (z. B. Antiquariatsmessen)? Kann es eine Ergänzung für eine bereits bestehende Nachrichtensite sein? Wir werden sehen. Unsere Devise: einfach ausprobieren. Spaß macht es auf jeden Fall. "

    Nun: "Twitter-Updates lassen sich leicht in die eigene Website integrieren (siehe unten den Link zur Twitter-Download-Seite), und auf diese Weise gibt man einer Homepage ein Kommunikations- und Netzwerkelement bei, das für höhere Besucherzahlen sorgt – und indirekt die Wahrnehmung des Angebots verbessert. Der Aufwand dürfte bei etwas Disziplin bescheiden sein – und man sollte sich in Erinnerung rufen, welche Summen deutsche Medienkonzerne in diverse Community-Angebote stecken... Vielleicht erreichen Antiquare mit Twitter sogar eine neue Zielgruppe ..."

    Und dann die wiederholte Feststellung: Twittern macht Spaß, also hier jetzt die typische Verquickung von Geschäftsinteressen und privaten Hobbies, wo dann natürlich eine Buchrechnung des Real-Profits nicht möglich ist, aber dieser wird spekulativ in Aussicht gestellt, bzw. sich selber suggeriert. Ein Tipp dazu: Genau aufschreiben, wieviel Minuten täglich mit Twitter verbraten werden, und das vergleichen mit anderen Beschäftigungen: Allzu den gefühlten Cash-Vorteil mal versuchen zu quantifizieren.

  • Leander Wattig

    Leander Wattig

    Es ist immer wieder erstaunlich, wie viele Leute Twitter nach 5 Minuten Besehen gleich abschreiben oder gar verteufeln. Man muss es ja nicht nutzen! Aber man sollte es doch zumindest verstanden haben, um es be- oder verurteilen zu können. Das geht aber nur, indem man Twitter über eine längere Zeit mal ausprobiert hat. Ein Hauptproblem Vieler ist dabei, dass sie keine anderen Leute bei Twitter kennen. Das macht den Einstieg schwer.
    Dabei sind Mikrobloggingdienste gerade für Buchhandlungen und Verlage, die ihre Community aktiv pflegen wollen, ein sehr gutes Kommunikationsinstrument.

  • krämer

    krämer

    Das ist doch Wischi-Waschi. "Über längere Zeit ausprobieren". Das ändert nichts, es ist nicht zu sehen, inwiefern sich eine Beteiligung lohnt.
    Das kostest doch Zeit, und darauf wird die Antwort gegeben: Kommunikation und Spaß.
    Naja, dann weiter viel Spaß, und Kommunikation!
    Gibt es denn keine gründlichen Bewertungen des betriebswirtschaftlichen Nutzens.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Schließe mich der Meinung des geschätzten Vorredners an.

    Möglicherweise stehen wir, so meine Theorie, vor einer Wiedergeburt der individuellen Webseite. Der Antiquar kann seine F a c h gebiete hier hervorheben, nett mit den Kunden umgehen, plaudern und den Aufenthalt des Besuchers auf seiner Webseite ähnlich gemütlich gestalten wie im Laden.

    Daß mir in einer ersten Überschau da fast nur arrogante, eiskalte, mies gestaltete und geradezu dummfreche Webseiten der deutschen Antiquare untergekommen sind, ändert an der C h a n c e der individuellen Web- und Angebotsseite im Antiquariat nichts.

    Nicht nur, aber auch von der Kostenseite her ist nicht der Fach k a t a l o g, sondern das Fachangebot auf der W e b s e i t e das Medium der Zukunft.

    Bei Ebay, und mit Hilfe des unverzichtbaren Resultado-Dienstes, ist mir die Bedeutung mehrfacher, aussagekräftiger Scans deutlich geworden, sozusagen wider Willen, denn ich hasse im Grunde die "Zeitverschwendung" bei ihrer Anfertigung. Scannerbelichtung ist Knochenarbeit, hurtige Pixelfotos aber kann man in der Vergrößerung vergessen.

    In dieser meiner Abneigung wurde ich inzwischen bekehrt, und nun bildert es sich bei mir in Ebay ungefähr so, wie ich es auch für individuelle Angebots-Webseiten fordern möchte (sehen Sie sichs mal an, unter "alteskrokodil". Meine Beschreibungen sind überwiegend geklaut und ziemlich schlecht, darauf soll es nicht ankommen, was ich Ihnen nur en passant vorstellen möchte, sind die S c a n s . Ganz kunstlos, aber aussagekräftig, wie sie der K u n d e wünscht. (Wobei Sie bitte daran denken: Es sind Billigbücher, und ich bin ein alter Mann).

    Die individuelle Webseite ermöglicht bei j e d e m Buch zwei bis vier gute Scans. Das braucht und will der Kunde bei jedem etwas älteren, nicht ganz alltäglichen Buch.

    Gehen wir davon aus, daß die Bedeutung der großen Bücherdatenbanken, aus Gründen, die wir hier schon oft erörtert hatten, zurückgehen wird, das Fachangebot des Antiquars auf seiner eigenen Webseite wieder wichtiger wird - - dann ist tatsächlich

    *Kundenbindung

    unerhört wichtig. Und so, wie gewisse Stammkunden alle zwei Tage im Laden vorbeikommen, mit denen man (sofern man ein guter Antiquar ist) plaudern will und muß, vom Wetter bis zur Großmutter, so kann man tatsächlich "Twitter" in die Kundenbindung von der Webseite her mit einbauen.

    Ich sehe das inzwischen wie wohl mancher anderer Greis von einem Grunderlebnis meiner Jugend her: Wir kannten noch das

    *Telegramm.

    Der begrenzte Textumfang ist, sprachlich-technisch gesehen, haargenau gleich der Anforderung im Telegraphenmamt: Mulzer, nun geben Sie Ihr Brieftelegramm auf! Und ich stehe wieder am Holzpult, der Boden des Telegrafenamts ist schwarz geölt und riecht gut nach badischer Amtsstube, das Annahmefräulein ist hübsch, aber unnahbar, weil Beamtin und staatlich.

    Die Kunden mit sowas wie Twitter zu unterhalten ist ganz sinnvoll. Wobei man freilich was zu sagen haben muß. Und in der Form zwischen anbiedernder Vertraulichkeit und kalter dpa-Meldung ein gutes Mittelmaß finden sollte.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Um Himmelswillen: Die Meinung des soeben erwähnten geschätzten Vorredners steht unter Nr. 1.

  • Leander Wattig

    Leander Wattig

    Warum wird es hier auf der Seite bei Beiträgen zu den neuen Medien eigentlich immer gleich so emotional? ;)

    zu #4:

    Die Begrüßung eines Kundens, der die Buchhandlung betritt, kostet auch Zeit und "lohnt" sich nicht unmittelbar. Mittelbar lohnt sich gute Kommunikation mit der Zielgruppe/Community aber doch ...

  • Biester

    Biester

    Mulzer trifft den Nagel auf den Kopf.

    Das sind sicher viel weniger als 140 Zeichen.

  • Biester

    Biester

    Twitter kann man auch durchsuchen.

  • krämer

    krämer

    Twitter als Ergänzung der Homepage, des Internetshops scheint mir sinnvoll, aber, und das liegt wohl auch an der oftmals schlechten Qualität, die Umsätze über den eigenen Internet-Shop sind im Vergleich dürftig zu dem, was über die Plattformen verkäuflich ist. Es mag Ausnahmen geben, aber über 10% sind doch wohl illusorisch, und da wird auch twitter nichts dran ändern können.

  • Leander Wattig

    Leander Wattig

    Hier noch ein Tipp für alle, die Twitter im Browser und nicht über ein Desktop-Programm nutzen wollen:

    https://addons.mozilla.org/en-US/firefox/addon/959 1

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Sorry, da ich mit dem Kopf zurzeit bei ganz anderen Problemen bin, ist mir der Beitrag Nr. 5 in der Reihenfolge der Gedanken etwas konfus geraten. Kann man den Sonntagskuchen noch retten?

    Die Argumentation in Nr. 5 ist folgende:

    Wenn die individuelle Webseite wieder im Kommen ist, dann vor allem deshalb, weil wir dort Scans bildwirksam einstellen können. (Prolibri ermöglicht das freilich, ist aber zu marginalisiert). Wenn der Kunde sein Buch nach Erhaltung und Inhalt schon vor dem Kauf "greifbar "kennenlernen kann, ist schon viel gewonnen.

    Das Pflegen und Bewerben einer eigenen Webseite ist aber ein schwieriges Unterfangen. Die meisten Antiquare tun sich da unendlich schwer.

    Eine recht gute Hilfe können kleinere Zusatzdienste wie "Twitter" sein - vorausgesetzt, der Antiquar hat Sinn für H u m o r - das ist ganz unverzichtbar - und kann sich auch brauchbare Informationen für die Kunden aus den Fingern saugen. H u m o r ist das A und O, um gern gelesen zuwerden.

    ***Darf auch provokativ sein, je frecher, desto besser. Ideal sind Kundenbeschimpfungen - aber bitte immer h u m o r v o l l.

  • krämer

    krämer

    Ich glaube, nun ist geklärt, twitter soll den Absatz über die eigene homepage/shop pushen.
    Was liegt da näher, das dann auch zu messen.
    Wenn Ihr z.Zt. 3% schafft, dann twittert mal ordentlich, und meldet im nächsten die Steigerung auf 5%, andere Ursachen rausgerechnet. Und dann bitte auch ehrlich die Kosten inkl. Zeiteinsatz gegenrechnen.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Gut kommen auch Hinweise auf Angebote von Kollegen - dadurch beweist man seine Souveränität und Großzügigkeit.

    "Kollege Meyer, Berlin, Motzstr. 13, hat erstaunlich schöne alte Anstandsbücher im Fenster. Ansehen lohnt sich, nicht nur bei Nachschulungsbedarf."

    "Neuer Fachkatalog "Niederrheinische Wachhunde" erschienen, mit vielen Bildern. Guckst Du beim Antiquariat Wauwau , http://www.schnüff-wuff.de"

    "Hab mir beim Tragen die Schulter verrenkt - daher Sonderangebot Meyers Konversations-Lexikon, 6.Auflage, 20 Bände, 300 Euro, sehr dekorativ. Anrufen - reservieren!"

    "Diese Woche Gratiskuchen im Laden, da Rezept meiner Großmutter wiederentdeckt. Streusel-Kirsch, dazu den guten Espresso. Kommet zuhauf!"

  • krämer

    krämer

    Freilich weiß er warum, solchen Nörglern kann man nichts recht machen, und die schimpfen auch hinterher, egal wie gut der Kurs gelaufen ist. Dagegen gibts nur ein Mittel: den Preis noch weiter erhöhen.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Bitte das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen. Redakteur Biester mußte zunächst die Referenten verpflichten. Das ist vermutlich gar nicht so einfach gewesen, denn wer von uns will schon vorgefertigte Texte mechanisch vortragen? Vielmehr nimmt der jeweilige Referent - natürlich - massiven Einfluß auf "seinen" Lehrstoff. Vermutlich stehen bisher nur die Umrisse fest.

    Dieses noch Festzulegende gilt in gewissem Rahnmen natürlich auch für den S t i l , in dem der Lehrstoff vorgetragen wird, auch für das Maß der Publizität. Ich wage mir nicht auszudenken, wie unsäglich restriktiv Kollegen wie Höfs oder Schäfer damit umgehen würden, die Hälfte bliebe "geheim", auf Plaudereien nach außen stünde Feuertod, langsames Braten vor dem Kölner Dom. Von unserem Karl-May-Weltexperten und Vorsitzenden gar würde jedes Wort der Auskunft mit 10 Euro berechnet, "natürlich und selbstverständlich". Dagegen würden unsere bayerischen Kollegen vorzugsweise offen und liberal ihren Lehrstoff diskutieren und publizieren wollen;
    die nackte Wahrheit gar käme einmal mehr aus Zürich. (Wer versteht die Anspielung? Keiner. Dachte ich mir. Ist ja auch lange her)

    Kurzum: Es ist eine S t i l f r a g e, weit mehr als eine des Inhalts. Wenn wir wissen, wer jeweils den Lehrstoff rüberbringt, dann kennen wir schon viel von der Thematik im tieferen Sinn.

    Von mir her, in Fernkursen und beruflicher Fortbildung nicht ganz unerfahren, leidtragender Absolvent von über 30 Uniseminaren im mittleren und höheren Bereich, kommt nur die leise Mahnung:

    Die im Börsenverein übliche, in den Antiquariatsverbänden aber geradezu manische Geheimniskrämerei und Abschottung, die eifersüchtige Bewachung des (oft eher lächerlichen) Insiderwissens ist immens s c h ä d l i c h. Je offener die Informationspolitik betrieben wird, desto besser.

    Die Kursteilnehmer zahlen ihren - angemessenen - Obulus für die Vertiefung, Einübung und Diskussion in den S e m i n a r t a g e n.

    Den Stoff nicht für alle hier offenzulegen, ihn in irgendeiner Weise zu sekretieren hielte ich für eine grobe Eselei.

    (die im Foto gezeigte Sonderform der Seminargestaltung muß nicht unbedinbgt übernommen werden)

  • krämer

    krämer

    was mich nervt, ist das Gejammere wegen der 950plus, wer solchen Betrag nicht riskieren kann, für etwas, was ihn grundsätzlich interessiert, und alberne Versicherungen verlangt: Hoppla, da stimmt was nicht.

  • krämer

    krämer

    Das sind doch alle ungelegte Eier. Soll die Henne extra gezwickt werden. Ein simpler Hinweis genügt.
    Obwohl, zugegeben, Herr Biester könnte schon eine Reaktion zeigen, die das Bemühen, das Seminar so lohnend als auch möglich zu gestalten, zum Ausdruck bringt.
    Aber generell sag ich aus meiner subjektiven Einschätzung: Die 950 lohnen sich NICHT!!!! Bei solcher Haltung, was soll das Insistieren, Herausfordern einer Leistung, die es nicht geben wird.

  • Lampernist

    Lampernist

    Darf ich mal bescheiden aus meiner wenig erleuchteten Ecke einen Vorschlag machen, die Wogen wieder zu glätten und Seminar und Twitterismus zu verbinden?

    Warum denn das Seminar nicht auf Twitter abhalten? Ist billig, verschwendet kaum Wörter und kann selbst in der heutigen hektischen Zeit, wo man dauernd auf die Börsenkurse schauen muß, ob die Aktien schon wieder abgesegelt sind, irgendwie nebenher bewältigt werden.

    Und schlußendlich kann man einen tollen Erfahrungsbericht über das erste zwitscherige Antiquarsseminar in „Aus dem Antiquariat“ verfassen. Viele Fliegen mit einem Zwitscher getschilpt!

  • krämer

    krämer

    Ich glaub, jeder, dem danach ist, darf gerne Klappe halten, und wirklich alle anderen, auch die Leser solcher Kommentare sind ja Seppl, die pfeifen drauf, ob hier oder bei twitter, irgendjemand was sülzen tut. Und ist ja bekannt, der dicke Granitbrocken hat Dünkel gegenüber dem Sandkorn.

  • krämer

    krämer

    Online gibt es vieles, aber E-Learning ist nicht so unproblematisch, auch wenn es kostenlos ist, wegen des Zeiteinsatzes ist völlig unklar, was sich lohnt.

    Das Niveau der Twitter-Kommunikation aber wird kaum über den Quatsch-Level bei börsenblatt.net hinauskommen. Und wenn ja, Donnerwetter!
    Und Gratulation zur Kasse, die klingelt.

  • NOT5TROM

    NOT5TROM

    "..es gibt bei Twitter...Verulkungen von hessischen SPD-Politikern" halt! - ich lese eher Bewunderung und Unterstützung für den mutigen aufrichtigen SPD-Kanidaten :-D in den vielen Twitter-Beiträgen. Roland Koch ist dagegen immer noch sehr unbeliebt.
    Ein Leser

  • Biester

    Biester

    Ja!

    Ein hessischer Wähler.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Der gesamte Antworten-Verlauf oben ist ein Beispiel dafür, wie es nicht gehen darf. Auf diese Weise werden zwei Grundideen, um die man sich aus gutem Grund hätte mühen sollen, zermatscht, ironisiert und verplaudert/ zerplappert.

    Die Redaktion wird sich entscheiden müssen, ob sie ein Nachrichten- u n d Ideen-Portal gestalten will oder ob der Schlendrian so weitergehen soll.

    Die geringste Sorge dabei ist noch, daß gute, ernsthafte Überlegungen zugemüllt wrden durch kurzatmige, tendenziöse, grundsätzlich nicht begründete Statements von der Sorte "Mein Bauchgefühl sagt mir aber, daß..."

    Ich hab kein Patentrezept, wie das abzustellen wäre. Vermutlich sollte man das Diskutieren von I d e e n in anderen Foren von der formalen Seite her sich ansehen. Die richtigen Mitdiskutierenden kommen dann, es lebe das Netz, quasi automatisch herbei, während die "Mein Bauchgefühl"-Kurzatmer(innen)" der Sache müde werden.

    Die Frage des Ideen-Diskutierens ist wichtig, am Beispiel des u n s ä g l i c h törichten, v ö l l i g unbrauchbaren, offensichtlich in keiner Weise durchdachten Lehrprogramms kann man sehen, wohin die formale Quasi-Verhinderung von Ideen-Diskussion in diesem Portal führt.

    Das Lehr-Programm ist, von den Bedürfnissen der Praxis her gesehen, ganz fürchterlicher Müll, ein Produkt der Weltferne und Dummheit. Vor allem ist es u n p r a k t i s c h und u n n ü t z.

    Nur wo und wie, bitte, soll man das hier diskutieren - aufgrund fehlender formaler Strukturen zur Ideen-Diskussion gehen solche Postings nach kurzer Zeit unter. Da mag man nicht mehr mitmachen.

  • Peter Mulzer

    Peter Mulzer

    Ich sehe eben, daß ich den Thread verwechselt habe. Richtig steht der Text nach Nr. 48 von "Twitter für Buchhändler" - - wo er aber, bei näherem Hinsehen, e b e n s o w e n i g hingehört, so können wir ruhig auch hier weitermachen.

    Was ich übrigens bedauere: Die Kritiker dort vor und mit Nr. 48 zerrupfen zwar - zurecht - das Lehr-Programm radikal, bleiben uns aber die positiven Gegenvorschläge schuldig.

    Was, bitte, s o l l denn dann gelehrt werden?

    MIndestens ein paar (Gegen-)Beispiele wären ja schon zu nennen.

  • Redaktion Antiquariat

    Redaktion Antiquariat

    Unter dem Link eine kleine Liste mit Publikationen, die sich mit Twitter beschäftigen.

  • Redaktion Antiquariat

    Redaktion Antiquariat

    Interessanter Artikel (Dank an Claudia Sommer in Hamburg für den Hinweis!).

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