Antiquariat

02.02.2009Antiquariat

Philipp Weinbrenner gründet XING-Gruppe "Antiquarischer Buchhandel"

Seit gestern gibt es bei XING ("Das Business-Netzwerk") eine von dem Antiquar Philipp Weinbrenner gegründete und moderierte Gruppe, die sich dem Antiquariatsbuchhandel widmet.

In der Kurzbeschreibung heißt es: "Diese Gruppe ist als Austauschsplattform für alle Teilnehmer am Markt für antiquarische Bücher (Verkäufer- und Kundenseite) gedacht. Wir bieten Erfahrungsaustausch und Netzwerken innerhalb dieses Umfelds." Aktuell zählt die Gruppe "Antiquarischer Buchhandel" 27 Mitglieder. Artikel lesen oder schreiben können nur Gruppenmitglieder.
Schlagworte:
Philipp Weinbrenner, XING

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22 Kommentar/e

1. Peter Mulzer, Buchantiquar 03.02.2009 12:29h

Den Dienst habe ich mir angesehen. So recht froh werde ich damit nicht.

Zum Teil liegt mein Unbehagen an den XING-Funktionen, die mit einer für uns ältere Semester ungemein schamlos und aufdringlich wirkenden dreisten Unverschämtheit eine Vielzahl von Diensten anbieten oder, zutreffender formuliert, aufdrängen. Wenn das, neudeutsch, im Netz eben nun einmal der gute Brauch ist, dann wünsche ich nicht Teilnehmer dieses neudeutschen Anbiederungs- und Aufdringlichkeitsnetzes zu sein.

Dafür kann unser Kollege Weinbrenner nur insoweit etwas, als er sich ausgerechnet dieses Yuppi- und Bankersystem ausgesucht hat. Ich wäre nach einem ersten Blick auf die Xing-Seiten mit Ekel und innerem Protest weitergeeilt.

Wofür Weinbrenner aber geradestehen muß, das ist die Konzeptionslosigkeit seines Projekts. Man kann den Kollegen nicht einfach ein "Forum" zur Verfügung stellen, mit Hilfe des neuerdings netztechnikverliebten Redakteurs Biester Antiquare zusammentrommeln, und das wars dann.

Dann geschieht nur das übliche: Kollege Hoefs stellt sich (und sein lahmendes Projekt) vor, ein anderer geschätzter Kollege vom mittleren Rhein schickt sich an, Bedeutendes und Weises zu äußern aus der ultrakonservativen Ecke, Kollege Albrecht wittert Morgenluft an der Bergstraße und ist auch schon da, fehlt nur noch unser Kontrolleur mit Gazellenledereinband vom Niederrhein.

Was tun die alle? N i c h t s. Denn sie haben auch kein Konzept.

Lieber Herr Weinbrenner: Ihr Foto ist ehrlich und weit entfernt von der peinlichen psycho-manipulierenden Schönheit, mit der uns gewisse Versteigerer und Marketingfachleute via Börsenblatt.net oder nun gar Twitter buchstäblich optisch vergewaltigen. Da lobe ich mir Ihr Konterfei. So ungefähr sähe mein Foto auch aus.

Sie meinen es also ehrlich und haben nicht vor, Ihre Umwelt zu manipulieren. Dennoch bitte ich Sie, aus Ihrer Beliebigkeit herauszutreten und Ihr Projekt zu s t r u k t u r i e r e n. Im Augenblick haben wir Xing, und dann lange nicht mehr, und dann ein Häuflein verlorener Kollegen.

Sie müssen wissen, was Sie wollen m i t den Kollegen. Man ruft die Leutz nicht so einfach mal zusammen. Was sind Ihre Hoffrnungen, wie kann der Weg aussehen, was treibt Sie an?

2. Peter Mulzer, Buchantiquar 03.02.2009 14:37h

...nun will ich das nicht in der Luft stehen lassen, was ich von Ihnen einfordere - sonst entsteht auch noch eine Front im fränkischen Hinterland gegen das arme Krokodil.

Wir haben tatsächlich einen sehr großen Nachhol- und Denkbedarf im Bereich des Antiquariats, und nichts wäre notwendiger als eine übersichtliche, klug gestaltete Diskussionsplattform. Hier blockt ja Redakteur Biester, wie auch in der Frage einer Neugestaltung von AdA, konsequent ab, also kommen wir via böBla.net da einfach nicht weiter und Ihr Grundgedanke "ein Diskussionsforum muß her" ist unbedingt richtig.

Nun also ein paktisches Beispiel.

Freitag bis Sonntag habe ich meine Versuche zu einem neuen Antiquariatsportal fast durchgehend betrieben, 30 Arbeitsstunden. Das Wetter war entsprechend geeignet für solche Heimarbeit.

Ich gebe Ihnen das Ergebnis in Kurzform:

Im Unter- und Mittelbereich des Antiquariats (also nicht für Titel über etwa 30 Euro ZVAB) gibt es nur eine Möglichkeit, den A b s a t z neu anzukurbeln und die festgefahrenen Datenbankstrukturen aufzudröseln: Die Umstellung vom Einzeltitelangebot auf

***sachgebietsbezogene Konvolute.

Warum?

1) Bibliographische Kenntnis des Kunden ist ohnehin schlecht, er begrüßt es, wenn ihm teilweise unbekannte Zusammenstellungen seines Sachgebiets angeboten werden. 2) Mit copy and paste können wir heute Bücherlisten in Sekundenschnelle aus dem Netz zusammenholen. 3) Porto, das für Einzeltitel oft schmerzlich hoch ist, wird, ob mit DHL-Gutscheinen oder HERMES, gewichtsunabhängig billig. 4) Ob ich 1 oder 5 Bücher packe /fakturiere, ist nahezu der gleiche Zeitaufwand. 5) Konvolutpreise zerstreuen die Pfennigfuchserei des Kunden u n d die Preisunterbieterei der Antiquare untereinander. 6) Rabatte verschmerze ich als Händler dann, wenn ich dafür alle Titel loswerde. 7) Der Antiquar wird so vom Einzeltitel-Eingeber zum Sachgebiets- V o r o r d n e r, also neuartige Lagerstrukturen, Ankaufsmodi usw.

Dieses Modell, Ergebnis meiner 30 Stunden, ist im Prinzip ein alter Hut. Neu ist aber seine Wiederbelebung im jetzigen Zeitpunkt. Die Antiquare können hier s e l b s t anbieten im Netz, sie trocknen die Bücherkraken in eigener Initiative aus.

So, fini. Über dieses Problem - nur eines von vielen - müssen wir natürlich ausführlichst diskutieren.

Und dafür fehlt uns ein gescheites Forum.

3. bookmarathon 04.02.2009 12:50h

"Nun sind wir ja von Madame Marathon einiges gewohnt: "Bitte, meine Mitarbeiterinnen wünschen in einem Wochenende zu fähigen Antiquarinnen ausgebildet zu werden. Hopp, geht das? Wenn nicht, dann seid Ihr Schlappschwänze". - Ach, noch einmal so naiv sein zu dürfen, was gäbe ich nicht dafür!"

Welche Beleidigungen muss Mulzer noch loslassen, damit sein verbaler Amoklauf endlich gestoppt wird? Das grenzt nicht nur an Rufschädigung, sondern geht deutlich darüber hinaus. Nichts von dem was Mulzer schreibt habe ich behauptet.



4. Peter Mulzer, Buchantiquar 04.02.2009 15:19h

Na ja - ich hab ja nichts gegen Ihre emotionale Schreibe. Aber daß es in Sachen Ihrer Beteiligung oder Nichtbeteiligung am Ausbildungsprogramm - mit 5 Angestellten oder Bekannten, die Sie an- und dann wieder abzumelden gedachten - reichlich vollmundig und widersprüchlich herging, können Sie ja wohl nicht abstreiten. Es ist alles nachzulesen.

Nehmen Sie meine Bemerkung als halb ernst, halb liebevoll- ironisch. Wer austeilt, muß auch einstecken können. Sinngemäß kommen Ihre hier vor einigen Tagen dokumentierten Probleme mit der Ausbildung durch meinen Text schon rüber.

Nochmals: War nicht böse gemeint. Sie konsultieren auch nicht gerade den Knigge, ehe Sie zur Feder greifen, stimmts?

5. bookmarathon 04.02.2009 16:08h

Herr Mulzer, ich habe keine Lust mehr mich mit Ihnen abzugeben. Lesen scheint ja ohnehin nicht Ihre Stärke zu sein.

Für alle Anfänger, Quereinsteiger und sonst irgendwie Suchende:
Vergessen Sie die unsäglichen Kommentare von Herrn Mulzer zu Herrn Weinbrenners XING-Gruppe. Lesen Sie die Postings der Gruppe selbst, und machen sich ein eigenes Bild.

Ich glaube, da könnte etwas entstehen, was wirklich interessant werden kann. Na ja, ich habe mich da grade so festgelesen, dass ich den Versand heute leider liegen lassen muss.

Die XING Gruppe von Herrn Weinbrenner ist mein Lesetipp. Tausendmal besser als die No Future Abhandlungen eines gescheiterten Ebay Kleinkrämers der doch so gern ein Antiquar wäre. (Einer Klage sehe ich lächelnd entgegen.)

Was macht die XING Gruppe so interessant? Die völlig unterschiedlichen Teilnehmer. Eine Mischung die mir gut gefällt. Ein Austausch, der keine Einbahnstraße ist wird wohl mehr bringen, als eine von Onkel Mulzer verfasst Rede zur Lage der Antiquariatswelt.

Und das fast jeder etwas zu bieten hat, davon bin ich überzeugt. Selbst ich weiß einen kleinen Teil, sonst würde ich nicht jährlich eine schöne 5 Stellige Anzahl an Bücher verkaufen.

Wie gesagt, ein Besuch lohnt sich immer. Also, selbst ein Bild machen gehen.

Das war es für mich ersteinmal wieder.

6. Peter Mulzer, Buchantiquar 04.02.2009 16:47h

Onkel Mulzer hat schon emsig mit alten Büchern gehandelt, als Tante Marathon noch in den Windeln lag. Die alten Hasen wissen das. Nichts weiter dazu.

XING allerdings ist nicht so einfach abzutun. Mein siebter Sinn sagt mir, daß Kollege Weinbrenner da zur Zeit eine große Chance hat, die aber verbaut wird durch die

a)
unsäglich unübersichtliche, geradezu grotesk unpraktische, grauenhaft unschöne und von Grund auf unlogische XING-Struktur, formal gesehen,

b)
durch seinen Unwillen, Leitlinien vorzugeben. Aber da wollen wir ihm nicht Unrecht tun, die derzeitige Brainstorming-Phase ist ohne Zweifel anregend und was nicht ist, kann ja noch kommen.

Muß aber kommen, werter Kollega. Sonst ist die Chance vorbei.

7. bookmarathon 04.02.2009 17:44h

Onkel Mulzer lebt in der Vergangenheit. Tante Marathon verkauft ihre Bücher heute. Onkel Mulzer hat noch mit Reichsmark gedealt, Tante Marathon verkauft für Euro.
Onkel Mulzer hat noch verkauft als der schnellste Computer C64 genannt wurde, und Internet wirklich etwas besonderes war. Tante Marathon schweigt zu ihrer Hardware.

Onkel Mulzer, das ist doch peinlich was Sie bringen. Das wäre so, als ob ich ständig in einem Marathonforum hängen würde, um den Leuten zu erklären, dass die Leichtathletik am Ende wäre.
Nach ein paar Jahren hat sich die Welt derartig verändert, dass sie nicht mehr so läuft wie Sie es unter Bismarck noch gewohnt waren.

Verkaufen Sie ersteinmal selbst wieder, bevor Sie anderen erklären, wie es funktioniert.

Sind Sie eigentlich bei XING angemeldet?

8. Philipp Weinbrenner 04.02.2009 18:19h

Stay cool,

als die angesprochene, tragikomische Figur wollte ich nur kurz Flagge zeigen. Ich stelle es selbstverständlich jedem frei,sich für oder gegen mein Angebot zu entscheiden. Auch gegen konstruktive Kritik habe ich nichts einzuwenden.

Mein Kriterium sind die 125 Mitglieder (Stand 18:18), die untereinander schon einiges auf die Füße gestellt haben.

phw

9. Peter Mulzer, Buchantiquar 04.02.2009 18:22h

Hochverehrtes Fräulein Marathon,

etwas ratlos blicke ich auf die acht Computerzeitschriften, die ich abonniert habe. Im übrigen: Was geht Sie meine Hardware an?

Bismarck ist mir in mehrfacher Hinsicht ein Greuel, ich bin Süddeutscher.

Meine *sachlichen* Argumente, siehe oben, kehren Sie grundsätzlich ins *Persönliche*. Typisch Frau, sorry, aber das mußte jetzt sein.

Im Ernst: Belieben Sie, sich an das jeweilige Thema zu halten. Wäre das möglich?

10. Peter Mulzer, Buchantiquar 04.02.2009 18:28h

Werter Kollege Weinbrenner,

wir haben festgestellt, daß Ihr Foto für Sie spricht, weil es ehrlich und nicht aufgemotzt ist. Ihre Offenheit in Sachen antiquarischer Vorbildung wurde, auch von mir, als wohltuend empfunden.

Ich kann nichts "Tragikomisches" an Ihrem Arbeitsvorhaben entdecken. Für die Nichtmiglieder versuche ich, den Stand der Dinge zu berichten.

Die hohe, schnell erreichte Mitgliederzahl ist Ihr wertvolles Kapital. Wie Sie damit umgehen, darauf bin ich gespannt.

Das technische System halte ich für kreuzunglücklich. Aber erstens können Sie jederzeit u m z i e h e n (das rate ich Ihnen ganz dringend, am besten zu GOOGLE GROUPS), zweitens geben Ihnen die Mitglieder, wenns gut geht, die Linien vor.

Also alles Gute - für "tragikomisch" halte ich Sie im Traum nicht, sondern für sympathisch.

11. XING-Freund 04.02.2009 21:07h

Hey, echt nette Diskussion. Sehr unterhaltsam, vielen Dank, weiter so! Zwei Gedanken dazu:
a) XING hat über 7 Mio Mitglieder, davon über 500.000 zahlende Mitglieder. Anscheinend kommen die ganz gut mit der Technik klar.
b) Das Einkommen und der Bildungsgrad der Nutzer ist - vorsichtig ausgedrückt - stark überdurchschnittlich. Ich bin kein Antiquar, kann natürlich sein, dass sich überwiegend Hauptschüler für alte Bücher interessieren. Mein Gefühl sagt mir aber, dass XING das ideale Umfeld bietet um neue Leute (=Kunden?) an das Thema heranzuführen und Diskussionen gesittet zu führen. So etwas wie hier ist mir in meinen fast fünf XING-Jahren nicht begegnet.

12. krämer 04.02.2009 21:21h

Kann ich bei XING auch als anonymos teilnehmen, oder geht das nur mit Profil, Adresse, Foto usw.

13. Peter Mulzer, Buchantiquar 04.02.2009 22:40h

Die Zweckpropaganda von XING-Freund ist reichlich gefärbt. Es wäre ganz gut gewesen, wenn wir statt einem Werbetext Sachargumente bekommen hätten.

Mir geht es nicht so sehr um die innere Funktion von XING. Es ist recht nützlich für Menschen, die sich anders nicht organisieren können, von Mama XING an der Hand genommen zu werden wünschen, in ihrem Netzverhalten unselbständig, unkritisch und bequem sind.

Wer auch nur halbwegs Netzstrukturen kennt, der wird den Teufel tun,.sich in diese kindliche Abhängigkeit zu begeben.

Was mich aber viel mehr stört als der aggressive, aufdringlich-anbiedernde Ton und die brandgefährliche Abhängigkeit, in die man bei XING gerät (das ist bei meinen hochgeschätzten Google-Diensten schließlich auch nicht besser), es ist vielmehr die geradezu

***beleidigende, frech-linkische graphische Gestaltung und das ganze A m b i e n t e dieses Dienstes, der in einer unendlichen HÄSSLICHKEIT daherkommt.

Insgesamt bleibe ich dabei: XING ist in seiner Struktur bedenklich,. in seinem Angebot unnötig, in seiner Gestaltung eine Beleidigung für Auge und Hand.

W e n n ich aufgefordert werden sollte, das zu begründen, dann tue ich das hier gern - aber d a n n bleibt kein Stein auf dem anderen, und ich möchte dann hinterher keine weinerlich-beleidigten Klagen hören. (Einige Kollegen wissen nur zu genau, weshalb ich diese Warnung ausspreche)

Aus Rücksicht auf Koll. Weinbrenner, der sich nun einmal in dieses unglückliche System verguckt hat, unterlasse ich es lieber.

14. krämer 04.02.2009 22:44h

Aber kostet es denn was? Ich glaub, es ist kostenlos. Da gibt es dann nichts zu schimpfen.

15. Peter Mulzer, Buchantiquar 04.02.2009 23:30h

Die Kollegen dort sind sich heute Abend in einem Punkt einig - daß meine becheidene Existenz offenbar eine mittlere Katatrophe für den Berufsstand bedeutet, ich ein Forentroll sei usw. Ich bin gerührt, soviel Aufmerksamkeit, in einem nigelnagelneuen Forum...

Bei näherem Hinsehen ist die Allianz dort ganz kurios zusammengesetzt und berührt die ältere Gechichte des Börsenblatts sehr direkt, allerdings ist ein gutes Gedächtnis gefragt. So taucht auf ein fast vergessener Name - erinnern wir uns an den "Antiquarischen Lexikoinhandel in Hamburg", der, wenn ich mich nicht sehr irre, fleißig an der Häkeldecke mitstrickte, durch die wir Antiquare mit einer, an sich sehr g u t e n Idee beglückt werden sollten (Versteigerung teurer Titel übers Netz) - was dann aber nur mit erheblichen Fehlern umgesetzt werden konnte und halbwegs im Sande verlief? Dazu Kollegin Berg, oder so ähnlich, die mich schon immer auf dem Kieker hatte, ach ja...

Über meine bescheidenen Bücherschätze fangen sie auch schon an zu mosern, bewegen sich damit am Rande der Rufschädigung und müssen ein wenig aufpassen, wenn ich denn bitten dürfte. Ich sags nicht zweimal.

Nach diesem persönlichen Zwischenspiel möchte ich die Runde dort nun aber bitten, sich - soweit möglich - allerlei *Konstruktives* einfallen zu lassen. K l a t s c h gibt es auch in der Hoefs-Runde schon genug, das solls doch wohl nicht gewesen sein?

Technisch ist mein negativer XING-Eindruck auch jetzt wieder bestätigt: Leutz, tut euch was gutes an, zieht um! Google Groups bringts.

16. krämer 04.02.2009 23:41h

Klappt das Mulzern auf Xing nicht so gut? Das wäre dann ja schon mal ein dickes Plus.

17. krämer 05.02.2009 00:08h

Aber Herr Mulzer. Xing gibt es schon lange und ist bewährt. Dagegen können Sie kaum gegenan stänkern.

18. Redaktion Antiquariat 05.02.2009 08:33h

Herr Mulzer, gefühlte 150 Kommentare später haben Sie es mal wieder geschafft, alle gegen sich (und uns) aufzubringen und die vielen vernünftigen Themen (Kollege gründet neues Netzwerk, andere Kollegen bringen ehrenamtlich Berufsverband auf Vordermann, gemeinsames Nachdenken über plattform-unabhängige Homepages etc.) unter einem Berg von "Meinung" und "Expertise" zu begraben. Vielen Dank!

Es gibt übrigens, und ich spreche wirklich aus intensiver Erfahrung, eine einfache Lösung für diese Probleme: nachsichtig sein (!) und überhaupt nicht auf offensichtlich Unsinniges reagieren, denn das ist der Brennstoff, der den Konflikt am Leben hält.

19. Peter Mulzer, Buchantiquar 05.02.2009 13:57h

In der Tat eine schwierige Frage: Wie hält man Diskussionen aufrecht, ohne sich gegenseitig totzuschlagen?

Meine Methode besteht ganz einfach in der Provokation. Ich habe schon in der Hess-Runde, der Urmutter aller antiquarischen Kommunikation ( wenn man von deren Urvorgängerin absieht), immer wieder gesehen, daß die Kollegen nur mit geballten Ladungen aus ihren Schützengräben zu bringen sind.

In anderen Kreisen ist das v ö l l i g anders, insbesondere in amerikanischen Antiquariats-Foren wäre eine solche Dickfelligkeit und Unbewegflichkeit völlig undenkbar. Im deutschen Sprachraum aber sitzen grundsätzlich - virtuell gesehen - fette, stinkfaule, schreibunlustige und bequeme Kollegen an ihrem Schreibtisch und reagieren, auf was auch immer - - nicht.

Bis man sie eben aufstöbert, das ist eine echte Jagd.

Ich halte die Antiquare nicht für unintelligent und auch nicht bar des guten Willens. Für kurze Zeit war ich eingebunden in eine Art informellem Netzwerk, eines der von mir vielzitierten "Mauschelgrüppchen" - und wie erstaunte ich, als Kollegen, auch mit mir, s t u n d e n l a n g wie alte Waschweiber hingebungsvoll alle Berufs- und Personaldetails untereinander beredeten, am Telefon und auch mit direkten Emails. Also es liegt nicht am fehlenden Redebedürfnis.

Nur eben, wenn man sie in einem Forum, nachprüf- und nachlesbar, zum Agieren bringen will, dazu bedarf es der mittelschweren Mörser.

Sind sie aus ihren Nestern aufgescheucht, d a n n gilt es, freundlich und nicht bösartig zu reagieren. Ich v ersuche das schon. Aber erstmal m u ß die schwere Artillerie herangeführt werden.

Warum das so ist, weiß ich nicht. Eigentlich seltsam, das Ganze.

Ärgerlich wird es nur dann, wenn die Teilnehmer nicht vom Fach kommen. Auch aus diesem Grund habe ich mich von "Händlerforen" und anderen Niederungen bewußt ferngehalten - denn wir kämpfen hier mit klassischen Waffen, aber dort werden Hutnadeln und Mistkübel eingesetzt. Eine Ahnung davon schwappt seit einigen Wochen hier herüber - Leute guten Willens, aber ohne die notwendige Grund-Sachkenntnis. Oder sehe ich das zu einseitig?

20. Redaktion Antiquariat 05.02.2009 14:05h

@21 "Sind sie aus ihren Nestern aufgescheucht, d a n n gilt es, freundlich und nicht bösartig zu reagieren. Ich v ersuche das schon. Aber erstmal m u ß die schwere Artillerie herangeführt werden."

Mit diesem Satz in Kommentar 20, Herr Mulzer, waren eigentlich die anderen angesprochen, nicht Sie:

"Es gibt übrigens, und ich spreche wirklich aus intensiver Erfahrung, eine einfache Lösung für diese Probleme: nachsichtig sein (!) und überhaupt nicht auf offensichtlich Unsinniges reagieren, denn das ist der Brennstoff, der den Konflikt am Leben hält. "

21. Redaktion Antiquariat 06.02.2009 19:23h

Herr Mulzer, es geht nicht, dass Sie jetzt Konflikte mit womöglich rechtlichen Implikationen aus einer XING-Gruppe auf boersenblatt.net austragen wollen. Das ist ein gravierender Missbrauch unserer Kommentarfunktion!

22. Peter Mulzer, Buchantiquar 06.02.2009 20:59h

So gesehen verstehe ich das schon. Sorry.

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