Medien
23.03.2009Urheberrecht
Öffentlicher Appell gegen die Praxis von Google
Es geht ihnen „um die völlig unverständliche Lethargie, mit der der zuständige politische Bereich (letztlich Justiz-, Wirtschaftsministerium und Kanzleramt) den Bedrohungen entgegentritt, die durch GoogleBooks und auch die 'Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen' entstanden sind." Der Herausgeber der "Zeit" Michael Naumann, Hanser-Verleger Michael Krüger und der Schriftsteller Daniel Kehlmann gehören zu den Unterzeichnern.Der Appell ist online einzusehen.
- 19.01.2009
- Digitalisierung: Allianz deutscher Autoren und Verlage will Verlust von Bücherrechten an Google verhindern
- 20.11.2008
- Google: Rechtsfolgen des Vergleichs



1. Matthias Ulmer 23.03.2009 10:40h
Ich bitte zu beachten, dass der Appell sich nicht nur um die Einhaltung der Urheberrechte dreht, sondern auch das Thema Freiheit von Wissenschaft und Kunst in den Vordergrund stellt.
Dabei ist das primäre Problem die Untätigkeit der Bundesregierung beim Thema Piraterie. Es ist bitter, dass die einzige Hoffnung im Moment aus dem Familienministerium kommt. Dagegen sind Frau Schavan und Frau Zypries eine große Enttäuschung.
Das zweite Problem ist die Demontage des Urheberrechts durch die Wissenschaftsministerien der Länder, an erster Stelle Baden-Württemberg. Enteignung der Autoren um Budgetlöcher zu stopfen: damit kaschiert man notdürftig, dass es den amtierenden Wissenschaftsministern in keiner Weise gelungen ist, das europäische Thema "auf dem Weg in die Informationsgesellschaft" durch eine Schwerpunktbildung in den Haushalten von Bund und Ländern adäquat zu begleiten. Auch hier wieder traurige Leitfigur des Scheiterns: Frau Schavan und ihre Homebase Baden-Württemberg.
Erst an dritter Stelle steht das Thema Google. Auch wenn es medial natürlich toll ist: es darf nicht die beiden anderen Themen verdecken. Deshalb, liebe Redaktion: arbeiten Sie bei Berichten über die neue Initiative der AwV die beiden Themen heraus und lassen Sie Google mal bei Seite.
2. Kronberg 23.03.2009 15:20h
Es wird aller-, aber auch allerhöchste Zeit, dass das Wissen dieser Welt sowie Literatur generell soweit wie möglich frei zugänglich wird.
Warum werden Vorlesungen an Universitäten nicht schriftlich fixiert und sind frei zugänglich? Jeder kann aus Bibliotheken Bücher ausleihen, ob er die jetzt als Paperback oder online liest, ist schnurz. Wichtig ist, dass endlich jeder , auch wenn er auf dem Dorf wohnt, Zugang hat zu Kunst, Kultur und Wissen.
Ich freue mich im Namen aller Leser, denn die Welt besteht größtenteils aus Menschen und um die geht es und nicht um die Interessenvertreter der Kapitalisten.
3. Bücherwurm 23.03.2009 18:18h
Ich habe, was die Digitalisierungspraxis von Google betriftt, heute ein Schreiben von der VG Wort erhalten. Verlage und AutorInnen, die in der VG Wort registriert sind, haben, soweit sie betroffen sind, die Möglichkeit, dem momentan einem Gericht in der USA vorliegeneden Sammelvergleich zuzustimmen oder auch nicht. Die vollständige Information ist unter http://www.googlebooksettlement.com abrufbar.
4. Thomas C. Cubasch 23.03.2009 18:20h www.verlagerdapfel.at
Kronberg - dessen Vornamen und dessen nähere Angaben uns besagte Person verschweigt (jeder, "auch wenn er auf dem Dorf wohnt", sollte ja alles wissen!!!) - irrt. Ob die Welt "größtenteils aus Menschen" besteht, kann ich nicht beurteilen. Man sagt, es gäbe wesentlich mehr Insekten als Menschen. Ich weiß auch, daß ein Großteil der "Welt" mit Wasser bedeckt ist, also diesbezüglich sollte Kronberg zumindest überprüfen, was er behauptet.
Wenn Kronberg allerdings noch nie etwas von Geistigem Eigentum und Copyright oder Vervielfältigunsrechten gehört hat, wenn er meint, Brechts Texte oder die Beatles-Melodien auf der Bühne nachspielen zu dürfen, Picassos Friedenstaube in einem Büchlein einfach abdrucken zu lassen oder ein Photo von Man Ray als Postkarte wiederzugeben, dann fehlen ihm die Information, das Gefühl und vor allem Respekt und Einsicht gegenüber denjenigen, die Kunst, Kultur und Wissen hervorbringen. Kronberg sollte nächstens im Stamm-Lokal beim Koch nach dem Rezept des soeben verspeisten Essens fragen - und wird eine Abfuhr erhalten. Aber Kronberg führt sicherlich mit einem Lkw Botendienste durch und teilt jedem auf Wunsch den allerschnellsten Weg durch "die Welt" mit, damit der eigene Wissens- und Kenntnisvorsprung nur ja den denkfaulen Konkurrenten zugutekommt. Übrigens und zuletzt: "Frei zugänglich" heißt ja nicht kostenlos - das sollte die Person Kronberg doch noch mitbekommen.
5. Dr. Reinhilde Ruprecht 24.03.2009 13:01h www.edition-ruprecht.de
Unser Verlag wird diesen Apell den Honorarabrechnungen beilegen, die in den nächsten Tagen verschickt werden - zur Information der Autoren und Autorinnen und in der Hoffnung, dass die lange Liste der Unterzeichner noch wächst. Wer noch nicht unterzeichnet hat und das nachholen möchte: Mail an urheberrecht@textkritik.de genügt.
6. Kronberg 24.03.2009 15:08h
@ Cubasch
Warum verheimlicht Cubasch Infos zu seiner Person? Warum muss er Unterschicht-Provokationen, dumme Anmache posten? Warum hat er etwas gegen Bibliotheken, die kostenlos Zugagn zu Literatur ermöglichen? Warum beschwert er sich nicht bei den Kommunen, die diese Bibliotheken eingerichtet haben?
Warum kann er nicht lesen und erst recht den Sinn verstehen?
Warum haben die Amis dem Vergleich zugestimmt? Warum beschwert er sich nicht bei den Amis?
Wen interessiert eigentlich Cubasch? Google bestimmt nicht..........
7. Kronberg 24.03.2009 15:09h
@ Cubasch
Wohnt Cubasch in einer lärmenden und stinkenden Stadt mit schlechter Luft?
Lass es doch einfach. Du bist mir nun mal unterlegen. Neid bringt da gar nichts.......Und Schlammschlacht auch nicht.
8. Kronberg 24.03.2009 15:14h
Warum ist "Cubasch" so unsozial? Warum will er nicht, dass Arme auch teilhaben an Kunst und Kultur? Will er sie diskriminieren?
Irgendwas will er, was nicht ok ist , aber anscheinend bekommt er es nicht. Gut so.
9. Dieter Dausien 24.03.2009 15:18h www.freiheitsplatz.de
Es ist wirklich anstrengend, immer wieder solchen gequirlten Mist zu lesen, wie "Kronberg" ihn hier zum Besten gibt. Vielleicht ist er ja auch der Meinung, jeder sollte seine Lebensmittel irgendwo umsonst mitnehmen, schließlich braucht man die auch. Immer wieder diese Robin-Hood-Pose, als seien die Menschen, die von ihrer geistigen Arbeit leben, raffgierige Egomanen, die ihren Hals nicht voll bekommen und den armen Menschen, die nicht zahlen können, ihre Produkte vorenthalten wollen. Ein Grundrecht auf Kultur oder was auch immer kann nicht dadurch befriedigt werden, dass man sich nimmt, was man kriegen kann, sondern indem man die gesellschaftliche Teilung von Vermögen und von Bildung verändert. Am witzigsten wird es dann, wenn Leute sich mit solchen pseudo-sozialrevolutionären Sprüchen freiwillig vor den Karren eines Multinationalen Konzerns spannen lassen, dem es allemal egal ist, worum es den Krobergs geht. Dem Konzern geht es nämlich nicht um hehre Werte, sondern um ganz banal materielle, solche, die sich in US-$ ausdrücken lassen.
10. Kronberg 24.03.2009 16:28h
"Dausien" quirlt zu viel Mist. Alleine diese Asi-Ausdrucksweise sagt doch alles über das "Niveau" des Autors.
aber was ich dafür, dass Bibliotheken kostenlos Bücher zum Lesen anbieten? Warum beschwerst du dich nicht bei denen? ICH hab sie doch nicht eingerichtet und ich bin auch nicht Google.
Zitat:"indem man die gesellschaftliche Teilung von Vermögen und von Bildung verändert." Richtig und genau das macht Google ja....im Gegensatz zu dir, aus welchen Gründen, ist egal.
Aber die tun was und kloppen nicht nur neidische Sprüche wie "Dausien"
lach
11. Jana Maron 24.03.2009 17:27h
Müssen solche Typen wie Dausien um Cubasch eigentlich immer diese alte primitive Masche auffahren?
Wenn man keine andere Meinung verträgt, wird man ausfallend und fängt an zu stänkern.
Und es gibt nun mal Menschen, die finden die Google-Idee gut. Was dagegen?
Übrigens, Dausien, Ihre Widerrufsbelehrung ist nicht ganz korrekt. Die Frist beginnt frühestens mit dem Erhalt der Ware. Und Ihre Datenschutzerklärung verstößt gegen § 28 BDSG. 1. ist nicht ersichtlich, dass es sich lediglich um personenbezogene daten handelt, 2. ist eine Nutzung für Werbezwecke und Marktforschung nur anonym als Listendatum erlaubt und 3. dürfen Sie die Daten nicht weiterleiten an Dritte , sofern die schutzwürdigen Belange entgegenstehen . 4. Sie informirene nicht über das Widerrufsrecht zur Datenspeicherung.
Bitte ändern Sie dies, sonst ist wohl eine Abmahnung in Kürze fällig.
gez.
Jana Maron
Juristin und
Buchhändlerin
12. S.Kretzschmar 27.04.2009 17:59h
Vielleicht ein bisschen übertrieben, aber ich seh das immer so:
Jeder will möglichst umsonst tolle Filme sehen und tolle Bücher lesen. Wenn aber die Macher derselben nicht mehr davon leben können, werden sie sich wohl bald andere Betätigungsfelder suchen und dann wars das mit der anspruchsvollen Kultur...
Und wer glaubt das Google irgendetwas uneigennützig macht, nur aus Dienst an der Menschheit (haha), für den ist die Erde wohl auch am Horizont zu Ende...