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07.04.2009Eichborn Verlag

Anwälte setzten Buchhandel wegen Mafia-Buch unter Druck

Wie in boersenblatt.net berichtet, hat der Eichborn Verlag Verlag wegen des aktuellen Buches von Jürgen Roth „Mafialand Deutschland“ eine Einstweilige Verfügung erhalten. Nach einer Mitteilung des Eichborn Verlags, würden jetzt die Anwälte des Klägers den Buchhandel flächendeckend mit Abmahnungen überziehen.

Die Anwälte des Leipziger Gastronomen hätten u. a. an die großen Filialisten wie u.a. DBH, Thalia, Karstadt, Kaufhof, Dussmann, die Mayersche und Osiander Abmahnungen nebst Aufforderungen zur Abgabe einer Unterlassungserklärung und zur Kostenerstattung zugestellt.

Grund für die einstweilige Verfügung waren nach Angabe des Eichborn Verlags jetzt Ausführungen Roths zu Strukturen der italienischen Mafia in Deutschland, die auf Ermittlungsergebnissen des Bundeskriminalamtes und des Landesamts für Verfassungsschutz Sachsen beruhen. Jürgen Roth dazu: „Es geht nicht an, dass Erkenntnisse des Bundeskriminalamtes über die Ndrangheta als substanzlos bezeichnet werden. Das schützt doch die Vertreter der Ndrangheta hier in Deutschland mit Hilfe der Instrumente des Rechtsstaats.  Das ist absurd.“

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Schlagworte:
Eichborn Verlag, Mafia

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4 Kommentar/e

1. saguenay 08.04.2009 09:30h

Sieht so aus, als wären Betonschuhe bei der Pizza-Connection aus der Mode gekommen. Naja, Anwälte sind auch weitaus effektiver, was das betrifft. Wie (il)legal ist eigentlich der Hinweis in einem Schaufenster: "Wir dürfen Ihnen dieses Buch auf einstweilige Verfügung von Herrn xy nicht mehr anbieten?" ;-))

Eine bessere Publicity für das Buch kann der Verlag sich aber sich nicht wünschen.

2. Herbert Huber 08.04.2009 20:12h http://www.lesekost.de

Zur Frage im Erstkommentar: "Wie (il)legal ist eigentlich der Hinweis in einem Schaufenster". In unserem abmahnwütigen Land kann das schnell ins Auge gehen. Zur Abschreckung anderer veröffentlichte jemand das Abmahnschreiben und wurde wieder abgemahnt. Siehe http://www.e-recht24.de/news/abmahnung/1065.html
Es führt kein anderer Weg zurück in den Rechtsstaat: die Abmahnung, mit der man den anderen sofort verurteilen kann, muss abgeschafft werden. Verständlicherweise lehnen dies Juristen ab: sie verdienen sich daran ...

3. saguenay 09.04.2009 08:48h

@Herbert Huber

Danke für den Hinweis. Das wär auch zu schön gewesen. Dass das Ganze so weit gehen würde, wie in dem link dargestellt, ist allerdings ein starkes Stück.

4. Fokko vom Selbstversorger-Blog 13.04.2009 11:57h http://fokko.wordpress.com

Warum nur fällt mir jetzt auf einmal der "Prozess" von Kafka ein?

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