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28.04.2009Internetbuchhandel
Weltbild liefert Bücher frei Haus
Als Grund für die neuen Versandkonditionen nennt Carel Halff, Vorsitzender der Weltbild-Geschäftsführung: "Unser Geschäft verschiebt sich mehr und mehr vom klassischen Katalogversand ins Internet." Den Weltbild-Monatskatalog soll es dennoch weiterhin geben. Allerdings übernehme der Katalog mehr und mehr die Funktion des Impulsgebers für die anderen Vertriebskanäle, so Halff.
Zeitgleich mit der Portofreiheit im Internet kündigt Weltbild für den Mai zahlreiche Taschenbücher, Filme und CDs für 2,95 Euro an.
- 24.04.2009
- Internetbuchhandel: Holtzbrinck und Weltbild verkaufen ihre Anteile an bol.com



1. Katharina L. 28.04.2009 12:46h
Man sollte dazu sagen, dass das Ganze eine zeitlich begrenzte Aktion ist und nur für Bestellungen gilt, die bis zum 29.4., 24:00 Uhr, bei Weltbild eingehen. Zu sehen hier: http://www.weltbild.de/1/nl8081/bestseller-zum-weltbild-preis.html
2. Sabine Schwietert 28.04.2009 13:32h
Nach Auskunft von Weltbild ist das Angebot unbefristet; die Homepage soll umgehend aktualisiert werden.
3. Michael Stein 28.04.2009 13:38h http://www.film-literature.com
Wir versenden bei Bestellungen über unseren Shop deutschlandweit versandkostenfrei. Immer. Wer noch?
4. Rainer Friedrich Meyer 28.04.2009 13:53h http://www.meyerbuch.com/
Alle antiquarischen Bücher sind auf meiner eigenen Angebotseite mindestens 10% günstiger als auf den Plattformen und im Inland selbstverständlich versandkostenfrei.
5. Michael Solder 28.04.2009 14:16h http://www.antiquariat-solder.de
Bei uns sind alle Titel auf der eigenen Homepage mindestens 10% preiswerter, mit dem Hinweis AUAH versandkostenfrei.
6. Markus Groß 28.04.2009 18:26h
Wir versenden alle Neubuchbestellungen deutschlandweit portofrei - das machen wir seit Aamazon das tut .. aber wir versenden nicht nur portofrei (egal ob im Laden oder per mail, fax oder telefon bestellt wird) sondern natürlich recherchieren wir auch, verpacken als Geschenk wenn gewünscht etc .. und ein Lächeln ist dem Kunden auch noch sicher ...da kommen weder Amazon noch Weltbild mit..
7. krämer 28.04.2009 18:59h
Nee, also der Portofrei-Quatsch ist doch wirklich nur Werbung.
Das Problem sind die Kleinbestellungen, wo das sich nicht rechnet, aber eventuell über Porto-Frei-Geböllere, also Werbe-Geschisse, gewöhnliche Kunden-Verarschung, zusätzliche Fische auf Land gehen.
Auf welchem Level wird der Kunde eingeschätzt, als ein voll existierender Voll-Menschin, Homo-Sapiens-maschino-quadratioolinasis?
Porto-Frei ist sowas wie, "automatisch nehmen Sie teil an der Sonderverlosung xy".
Genauso, 10 % Rabatt, ist Werbegeschisse, und nichts weiter.
8. Steffi 28.04.2009 20:02h
@Markus Groß: Auch in den Weltbild-Filialen werden die Kunden mit einem Lächeln bedient, Geschenke eingepackt und für den Kunden recherchiert. Bitte nicht immer alles über einen Kamm scheren, nur weil ein "Großer" dahinter steht.
9. westley 29.04.2009 09:42h
@krämer
Also irgendwie verstehe ich das Gewusel nicht. Für mich als Kunden ist es doch schön, wenn ich bei einem Online-Händler bestellen kann und keine Versandkosten zahle. Wenn ich einfach ein bestimmtes Buch brauche und zu faul bin, in einen Laden zu gehen, dann bestelle ich das halt online. Da brauche ich auch keine anderen Menschen zu. Vielleicht will ich mich ja auch nicht unterhalten?
Wenn ich aber Beratung brauche, dann gehe ich halt in eine ordentliche Buchhandlung.
Da kann man hier über amazon und Co. schimpfen wie man will - wenn Kunden den Weg als Bestellweg bequemer finden, dann bestellen sie eben da.
10. krämer 29.04.2009 12:06h
Man muß aber auch zwischen Neubuch und nicht preisgebundenen Büchern unterscheiden. Die Portokosten fallen nun mal an, und irgend jemand muß sie bezahlen. Bei Amazon gibt es Bücher versandkostenfrei, aber wie ist das möglich? Das wird finanziert über den Rabatt, den die Verlage geben müssen. Das hat die Tendenz, daß die Bücher etwas teurer werden, je größer der Umsatz-Anteil von Amazon wird, desto mehr, und damit zahlt der Kunde der stationären Buchhandlung in Zukunft etwas mehr für die Bücher, und finanziert den versandkostenfreien Versand von Amazon mit. Verkehrte Welt, aber wie ich gehört habe, ist der versandkostenfreie Versand von Amazon per Gerichtsbescheid nicht wettbewerbswidrig.
11. Markus Groß 29.04.2009 15:45h
@krämer der Beitrag ist unverständlich .. ich bin Buchhändler in Konkurrenz zu zB amazon .. also muß ich mir überlegen was ich tue, damit kudnen auch hier auf dem Land bei mir bestellen und nicht bei zB amazon .. daher: portofrei bei neuen büchern
@steffi .. ich habe nicht behautet dass das bei weltbild ohne lächeln geht - ich habe geschrieben, dass wir über das angebot von zB amazon hinausgehen und bestellungen von neubüchhern nicht nur portofrei sind sondern auch per mail, fax und telefon möglich sind plus lächeln etc ...
kann man in einer weltbildfiliale tatsächlich ein nicht vorräties buch ebstellen und sich kostenfrei zuschicken lassen? Bei den allermeisten buchhändflern geht das nach meienr erfahrung nicht
12. krämer 29.04.2009 18:03h
Sorry, Herr Groß,
was ich sagte, ist sehr wohl allgemeinverständlich. Wenn sich die Versandkostenfreiheit bei Neubüchern durchsetzt, dann kann das (verzögert natürlich) nicht anders finanziert werden, als dadurch, daß die Buchpreise angehoben werden.
D.h. im Neupreis wird dann enthalten sein die Option, sich das Buch kostenlos zuschicken zu lassen.
Das wird mitfinanziert von denjenigen, die eine Buchhandlung aufsuchen, z.B. am Sonnabend vormittag in die Stadt fahren (Fahrkarte hin 2,30 €), in der Buchhandlung ein Buch aussuchen, und kaufen, und wieder zurückfahren (Fahrkarte zurück 2,30 €), ganz abgesehen vom Zeitaufwand. Sollte solchem Aufwand (die Gewinne eines Shopping-Spaß etc. mal beiseite gelassen), nicht entsprechend bei Kauf Online, oder dem Sich-Zuschickenlassen, ein entsprechender Aufwand, Porto und Verpackung, gegenüber stehen?
Durch das Porto inkl. MÜSSEN die Bücher teurer werden, und das wird (mit-)finanziert von denjenigen, die im Ladengeschäft ein Buch kaufen.
Dieser Shift geht NICHT zugunsten des Ladengeschäftes, sondern bedeutet eine implizite Bevorzugung, Bevorteilung des Internet-Einkaufs. Und wer will denn glauben, daß die lokalen Buchhandlungen mit ihrem Angebot der kostenfreien Zusendung, auf Dauer eine Chance gegen Amazon haben können.
Die zusätzlichen Kosten sind nicht unbeträchtlich. Amazon liefert alles als Paket, und auch Bücher für 1,60 EUR oder 2,95 EUR werden versandkostenfrei als Paket zugestellt. Ich wiederhole nochmal: Wie ist das möglich? Das erfordert einen höheren Rabatt von den Verlagen, den diese letztlich nur gewähren können mittels Anhebung der Buchpreise.
Damit ist klar, daß die Propragierung und Praxis der Versandkostenfreiheit den Onlinekauf befördert, zum Nachteil der stationären Buchhandlungen.
13. krämer 29.04.2009 19:40h
P.S. Von solcher Überlegung sind natürlich ausgenommen die Bestellungen, die in der Buchhandlung getätigt wurden, weil das Buch nicht vorrätig war. Dem Kunden zumuten, noch ein zweites Mal die Buchhandlung aufzusuchen, ist schon problematisch, und für DIESE Fälle das Angebot der kostenfreien Zusendung machen, finde ich ok.
Ansonsten heißt Versandkostenfreiheit von preisgebundenen Büchern: Knabbern an der Buchpreisbindung, und sie schließlich zu Fall bringen, Versandkostenfreiheit ist ganz klar äquivalent mit Rabatten, und der Erfolg von Amazon rührt nicht zuletzt daher, mittels der kostenfreien Zusendung die Buchpreisbindung zu unterlaufen, übrigens beim Zwang, für Neubuchanbieter auf Marketplace, 3 EUR Versandkosten zu nehmen, womit die Angebote der Konkurrenz immer 3 EUR teurer sind, und zusätzlich noch die Verkaufsgebühren abgezapft werden.