Verlage

Stellenreduktion bei Birkhäuser

Wie zahlreiche andere Verlage auch ist Birkhäuser (Springer Science + Business Media) gezwungen, aus wirtschaftlichen Gründen sein Personal zu reduzieren. Etwa sechs Prozent der insgesamt 65 Mitarbeiter mussten ihr Stundenkontingent kürzen oder andere Aufgaben übernehmen, wie Geschäftsführer Ralf Ueding boersenblatt.net sagte.

Ralf Ueding © privat

Entlassungen konnten bis auf wenige Ausnahmen vermieden werden. Man habe die Mitarbeiter im Vorhinein über die anstehenden Kürzungen informiert und eine einvernehmliche Lösung gesucht. Grund für die Personalmaßnahmen sei die angespannte wirtschaftliche Situation, die sich vor allem in einem »sehr defensiven Einkaufsverhalten des Handels« zeige.

»Die Bezugsmengen sinken, dafür werden die Bestellintervalle immer kürzer«, sagte Ueding. Das bedeute auf Verlagsseite einen steigenden logistischen Aufwand bei sinkenden Einnahmen. Besonders problematisch sei die Situation im Architektur-und Design-Segment von Birkhäuser, so Ueding. Dort könnten sinkende Erlöse bei Print-Titeln nicht durch Online-Einnahmen kompensiert werden, wie dies im Wissenschaftsprogramm von Birkhäuser möglich sei. Die Käufer der bebilderten Architekturbände könnten nicht auf das Trägermedium Papier verzichten.

Schlagworte:

Mehr zum Thema

3 Kommentar/e

Diskutieren Sie mit ...

  • Bücherfan

    Bücherfan

    Wieder schlägt der Sanierer Ueding zu und macht aus einem gesunden Unternehmen einen Fall, in dem Stellen gekürzt werden. Schockierend, wie schnell die Inkompetenz ein Geschäft zugrunde richtet, und das schon das zweite Mal in Folge.

  • Wolfgang Kraus

    Wolfgang Kraus

    Das Birkhäuser-Programm ist kein schlechtes, bringt aber nicht immer notwendige Bücher im Bereich BIldband, öfters etwas spät hinter dem Trend, die gerne die Preisbereitschaft der Kunden sehr stark strapazieren. Im Design sind die Reader für viele Designbuchkunden schlicht zu textlastig. Auf der Ebene der "Form" spielt sich beim Deisgnnachwuchs leider nicht mehr all zu viel ab. Es ist bezeichnend und bitter genug, wenn der Birkhäuser-Geschäftsführer es bedauert, dass Leser "nicht auf das Trägermedium Papier" verzichten können. Frechheit, aber bleiben's g'schmeidig. Auch mit dem Buchhandel nur Ärger, zu defensiv die Verteiler. Vorschlag: Birkhäuser verwandelt sich zum E-Book-Verlag, sozusagen non-paper-publishing am besten on demand und im Download. Dann bauen wir die Buchhandlungen um in Internetcafés mit Non-Book-Vitrinen, Kaffetheke und Süßigkeitenregal im Kassenbereich. Immerhin lebt sich#s dann bestens von den Trinkgeldern ...

  • Büchermensch

    Büchermensch

    Folge 2: Wie man aus einem wertvollen, qualitätvollen Verlag mit motivierten Mitarbeitern Staub und Asche macht. Wir warten gespannt auf Folge 3.

    • ...

      Informationen zum Kommentieren

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.

    • ...
      Mein Kommentar

      Bitte kommentieren Sie zur Sache. Aggressive, polemische und beleidigende Kommentare werden nicht veröffentlicht. Wir werden Ihren Kommentar so schnell wie möglich freischalten. Hier lesen Sie unsere Netiquette.
      Ihr Profilbild können Sie über den externen Dienst Gravatar einbinden.

      (E-Mail wird nicht veröffentlicht)
      CAPTCHA image
      Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination.

      * Pflichtfeld

    Bildergalerien

    nach oben