Medien

05.06.2009Internethandel

Amazon kooperiert mit NPD

Nach einem Bericht des "Tagessspiegel" führt das Internet-Versandhaus Amazon eine Homepage der NPD in einem Patnerprogramm, das der rechtsextremen Partei zu Geld verhilft. Der Zeitung zufolge drohen Politiker von SPD, Grünen und Linkspartei Amazon nun mit Boykott.

Auf der Homepage des NPD-Kreisverbands Barnim-Uckermark gibt es auf der Unterseite "Nationales Netztagebuch" in der Rubrik " Kaufen & Helfen" eine Sammlung einschlägiger rassistischer Literatur, die über Amazon zum Kauf angeboten wird. Die NPD verdient bei jedem Amazon-Verkauf mit, wenn der Kauf über den Link auf der NPD-Seite zustande kommt. Amazon wolle die "Einhaltung der Teilnahmedingungen" für das Partnerprogramm prüfen, heißt es im "Tagesspiegel".

Den kompletten Artikel lesen Sie unter folgendem Link:

Schlagworte:
Amazon, NPD

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12 Kommentar/e

1. Piet Rosenmann 05.06.2009 14:48h

Also Kooperation kann man das ja wohl nicht nennen, liebes Börsenblatt.....ist ein ganz normales Affiliate....da "kooperieren" dann wohl noch ganz andere mit der NPD, wenn man das so versteht

2. Eugen 05.06.2009 14:50h

Und dieser Blödsinn, der im Tagesspiegel stand, wird natürlich auch hier wiedergekäut. Also nochmal: Amazon kooperiert nicht mit der NPD. Am Amazon-Partnerprogramm kann jeder teilnehmen, also auch jemand, der möglicherweise eine fragwürdige politische Einstellung hat. Weder kann Amazon das überprüfen, noch hat Amazon einen Grund dazu, solange die NPD nicht verboten ist. Was letztlich geschehen ist, ist folgendes: Irgendein NPD-Hansel hat über das Amazon-Partnerprogramm möglicherweise 2,30 € verdient und die linksgerichtete Journaille, die im Kampf gegen Rechts ihr Hirn abgegeben hat, macht daraus eine riesige Affäre. Als wenn es keine wichtigeren Probleme gäbe. Und die Schreiber vom Börsenblatt sollten besser lernen, selbst zu recherchieren, statt einen solchen Blödsinn weiterzuverbreiten.

3. Matthias Scholz 05.06.2009 15:12h

Bei aller Achtung vor der persönlichen Meinung: wenn rechtsradikale Parteien in Deutschland an Macht gewinnen (und die fragwürdige Finanzierung durch Amazon hilft dabei), dann werden auch Leute wie der Herr Eugen ganz schnell ihre Meinung nicht mehr äußern können. Deshalb sollte alles, was mit der NPD zu tun hat, laut und deutlich der Öffentlichkeit mitgeteilt werden!
Übrigens habe ich noch nie gehört, dass die "linksgerichtete Journaille" Asylantenhäuser angezündet hat.

4. H. W. Grösssinger 05.06.2009 16:17h

Da bewahrheitet sich wieder die Tatsache: Geld stinkt nicht.
Amazon ist ein US-Konzern. Und die Amerikaner haben ja Erfahrung mit dem Aufbau und der Unterstützung von faschistischen Diktaturen.
Die NPD zählt in D ja offensichtlich zu den "demokratischen" Parteien. Wie sonst säßen deren Recken in den Landesparlamenten.
Wir in Österreich haben dafür so etwas wie FPÖ und BZÖ - und die sind sogar im Parlament in Wien "hoffähig".
Sollte es so weitergehen, schaut's mit der Zeit finster aus für die Demokratie.

5. saguenay 05.06.2009 16:25h

Der NPD-Kreisverband Barnim-Uckermark? Eine dermassene Publicity hatte diese Hinterwäldler-Homepage wahrscheinlich nicht mehr, seit Sie über die Einführung der Wasserspülung in den örtlichen Toiletten berichtet hat.

Klar sollte man einer derartigen Sache nachgehen und Leuten wie der NPD sollte man aus Prinzip auf die Finger schauen (und hauen), aber mit Headlines wie "Amazon kooperiert mit NPD" sollte man dann doch etwas vorsichtiger sein, denn man suggeriert damit Dinge, die bei näherer Betrachtung vielleicht weit weniger dramatisch erscheinen, als man angesichts dieser BILDhaften Schlagzeile vermuten möchte.

Ich verstehe ja, dass Journalisten auf sich und ihre Artikel aufmerksam machen müssen, aber muss es ausgerechnet auf diese etwas arg plakative Art sein? Aber es soll ja auch Buchhandlungen geben, die mit dem Slogan "Wir besorgens Ihnen über Nacht" für Ihren Barsortimentsanschluss werben....

6. Stefan 05.06.2009 16:39h http://lichtecho.blogspot.com/

"Weder kann Amazon das überprüfen, noch hat Amazon einen Grund dazu, solange die NPD nicht verboten ist." Das stimmt so nicht. Wer sich bei Amazon zum Affiliate-Programm anmeldet, muss Angaben zu seiner Seite machen und selbstverständlich hat amazon die Möglichkeit das zu prüfen und abzulehnen. Das sollte amazon auch tun, egal ob die NPD verboten ist oder nicht, denn, dass sie verboten gehört sollte amazon schon reichen. Ich denke amazon wird auch entsprechend reagieren, alles andere würde mich doch sehr wundern.

7. Michael Kuss 05.06.2009 18:14h www.kussmanuskripte.de

Jeder kann sich bei amazon oder anderen Anbietern als "Affiliate" anmelden und in diesem Partnerschaftsprogramm als Provision ein paar Euro nebenher verdienen. Reiseveranstalter, Hotels, Sprachschulen oder Buchversandhändler machen das; warum also nicht amazon?!

Die Sache hat allerdings einen Haken: Der Anbieter, in diesem Fall amazon, kann und MUSS sich seine Partner anschauen und entscheiden ob sie mit der Firmenphilosofie zusammenpassen. Ob es nun zur Firmenphilosofie von amazon passt, den Holocaust zu leugnen, Asylantenheime anzuzünden oder Ausländerfeindlichkeit und Antisemitismus gutzuheißen, das wird sich amazon wohl demnächst überlegen müssen und seine "Partnerschaft" mit der NPD noch mal überprüfen. Wenn nicht, dann überprüfe ich meine Partnerschaft mit amazon. Man kann nämlich seine Bücher auch woanders kaufen.

8. exit 06.06.2009 08:56h

@Mattias Scholz
Quote"Übrigens habe ich noch nie gehört, dass die "linksgerichtete Journaille" Asylantenhäuser angezündet hat."
aber Polizisten mit Steinen bewerfen das können die ganz gut,ist aber nicht so schlimm schließlich vertreten die ja auch ihre Meinung(welche überhaupt?) damit.

9. klaus 06.06.2009 15:07h

Wer sich nicht aus Angst vor der "linksgerichteten Journaille" (die sich ja bekanntlich hauptsächlich damit beschäftigt, wehrlose Polizisten mit Steinen zu bewerfen) einer Auseinandersetzung mit der NPD entziehen will, kann hier noch weiterlesen zu amazon und dem rechtsextremen Verlag "Deutsche Stimme"...
http://de.indymedia.org/2009/06/252592.shtml

10. Rosebud 07.06.2009 16:52h

@exit: Genau! *schnorch* Schlimm, wie zu jeder Demo die linken Zeilenschinder aus den Redaktionen auf die Strasse strömen, um die Polizei hinwegzufegen!

11. reporter 09.06.2009 11:14h

tagesspiegel = linksgerichtete journaille???
wer hat denn da völlig unbeschwert von jeglicher sachkenntnis etwas rausglassen ...
*amüsiert*

ich habe heute an amazon gemailt, wenn sie meinen, weiter der npd zu geld verhelfen zu müssen, dann meine ich, meine bücher zukünftig lieber woanders bestellen zu wollen, alternativen gibt es ja genug

12. hans albers 03.01.2010 22:22h www.wurst.de

Liebe Freunde ... seinen wir doch mal ehrlich ... wer von uns "normalen" Menschen möchte denn das ein Schrottverein wie die NPD / REPs / Pro Köln (Pro NRW / Pro Deutschland) und wie Sie alle heißen mögen unterstützt wird oder an Möglichkeiten gewinnt? ... aber zeigt uns die Geschichte nicht, das verbotene und somit sicherlich im verborgenen Untergrund weiter agierende Schrottvereine, wie die eben genannten noch viel gefährlicher sind, als wenn Sie in der Öffentlichkeit stehen? Sollten wir nicht unsere Energie in ein neues Bewusstsein stecken, statt solchem Kleinschrott mit Energie zu begegnen? Man muss nicht bei den Anbietern ansätzen, sondern bei Denen die das Angebot annehmen. Wenn ein Konsument ein Produkt kauft gedeiht ein Unternehmen, das wissen wir doch sicher alle mittlerweile ... und kaufen wir Konsumenten das Produkt nicht mehr so gedeiht das unternehmen auch nicht! ... Das kann man, wie jeder sicher weiß auf alle Lebensbereiche beziehen. "Die Macht geht vom Volke aus" heißt es und das ist tatsächlich so ... nur wenn das Volk so dumm ist und unreflektiert sich dem Konsum hingibt und sich eben durch diesen verblenden läst, so kann ich nur sagen läuft sicher was ganz falsch ... und dass das so ist, ist wohl mehr als offensichtlich.
Hat jemand von den Klägern gegenüber Amazon schon mal gecheckt wie viel es aus der anderen Richtung gibt, der radikal Linken? oder eben aus dem anstrebsamen Mittelfeld, denn das Mittelmaß ist die Waage die es gilt gehalten zu werden. Ich kann euch sagen es gibt Massen von guter Literatur bei Amazon und wie sie alle heißen.

Tut mir einfach einen gefallen und RECHERCHIERT mit bedacht und intensiv bevor ihr euch eine Meinung bildet! ... niemand der noch klar denken kann möchte Rechte Parteien unterstützen in dem er Jogurt / Buttermilch oder eben Unterhaltungs- oder Fachliteratur, Filme oder Musik CDs kauft ... aber man sollte schon erstmal genau hinschauen, bevor ein vorschnelles Urteil gefällt wird ... und von vorschnellen Urteilen ist die Geschichte schließlich voll ... ein Beispiel ist das dritte Reich an dem sich viele unserer Großeltern rege beteiligt haben und vorschnell Urteile gefällt haben! Also lasst uns mit der Konzentration von Energie in richtiger Richtung und gemeinsam etwas verändern und nicht mit purer Dummheit / Faulheit und Verboten.

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