Literarisches Leben

09.06.2009China auf der Frankfurter Buchmesse

Übersetzungen aus dem Chinesischen steigen sprunghaft

Unter dem Motto „Tradition & Innovation“ wird sich China als Ehrengast der diesjährigen Frankfurter Buchmesse präsentieren. Die Organisatoren des Ehrengast-Auftritts stellten heute in Frankfurt die Höhepunkte des Programms vor, das die Literatur und das Kulturerbe Chinas in den Mittelpunkt stellt.


»Mit dem Ehrengastauftritt in Frankfurt macht China einen großen Schritt auf uns zu«, sagte Buchmessedirektor Juergen Boos bei einer Pressekonferenz im Literaturhaus. Boos sprach von einer bislang noch »unentdeckten Literatur«, die jetzt zur Buchmesse (14. bis 18. Oktober) erkundet werden könne. Rund 120 Verlage haben nach Angaben der Buchmesse Neuerscheinungen zu China angekündigt; darunter rund 40 belletristische Titel und 20 Anthologien. Bis zum Oktober, so die Prognose, werde die Zahl noch erheblich steigen.

500000 Euro habe China für die Förderung von Übersetzungen ausgegeben, sagte Zhang Fuhai, Direktor des Organisationskomitees. Für das Eröffnungskonzert in der Alten Oper werde eigens eine »Bücher-Sinfonie« komponiert. Als weiteren Höhepunkt des Programms kündigte Zhang eine chinesische Nacht im Bethmannpark an.

Alle 2009 in internationaler Verlagsproduktion erscheinenden Titel werden im Oktober in einer großen Buchausstellung mit dem Titel »Books on China« im Forum auf dem Messegelände zu sehen und zu lesen sein.
»Alles in allem geht es mir beim Ehrengast China wie einem, der einen Korridor voller verschlossener Türen entlanggeht, die sich langsam, eine nach der anderen öffnen und neue Einblicke freigeben«, so Boos.

Boos sagte zudem, dass er Auseinandersetzungen zum Thema Menschenrechte nicht nur erwarte, sondern sich solche wünsche.  Zhang verwies auf die unterschiedlichen Menschenrechtsvorstellungen in Europa und China. »Ich schlafe in Deutschland immer schlecht. Die Kissen sind mir einfach zu weich. Aber es sind bestimmt gute Kissen«, so Zhang.
Schlagworte:
China, Boos, Mesnchenrechte

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2 Kommentar/e

1. Holger Ehling 09.06.2009 23:29h www.ehlingmedia.com

So so, die Kissen sind Herrn Zhang zu weich. Womit erklärt wäre, dass der Chinese an sich weniger Anrecht auf Schutz von Leib und Leben hat als unsereiner.
Wer meint, dass Menschenrechte nach Hautfarbe unterschiedlich seien, der möge sich im Selbstversuch einmal die Fingernägel rausreissen lassen. Oder Elektroschocks durch die Genitalien jagen lassen. Oder sich monatelang in eine Dunkelzelle sperren lassen. Oder sich ins Koma prügeln lassen.
So etwas ist möglicherweise unangenehmer als ein weiches Kissen - egal, ob man nun weisse, schwarze, gelbe oder grün-lila gesprenkelte Haut hat.
Und so etwas ist Alltag im Lande des Ehrengasts.
Mit dem Ehrengast China wird ein ungezügelt brutales, diktatorisches Regime gefeiert. 20 Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens. 50 Jahre nach der Vertreibung des Dalai Lamas aus Tibet. 60 Jahre nach der Machtergreifung der Kommunistischen Partei. Jahrestage, die des Feierns in ganz besonderer Weise würdig scheinen.
Die Buchmesse als Jubelfest für Massenmörder.
Glückwunsch.

2. Alex 16.06.2009 09:44h

was quascht der Oben solche dämmliche Unsinn..
dumm wie sau!

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