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19.06.2009Arbeitsplatzabbau bei der DBH
DBH: Tour de Tortour durch Deutschland
Nach Informationen von boersenblatt.net will die Geschäftsleitung den Angestellten nun doch persönlich erklären, was den Kurswechsel auslöste und wie es weitergeht. Die Tour quer durch Deutschland beginnt angeblich am Montag in München, wo etwa 50 Stellen zur Disposition stehen sollen.Auch die Betriebsräte der DBH-Töchter Buch Habel und Hugendubel formieren sich – und bereiten sich derzeit auf die Verhandlungen über einen Interessensausgleich/ Sozialplan vor. Die Gespräche zielen aber nicht nur darauf, dem Ausstieg mehrerer Hundert Mitarbeiter die soziale Härte zu nehmen. Vielmehr wolle man der Führungsriege vorschlagen, über alternative Maßnahmen nachzudenken. Edda Walter, Gesamtbetriebsrat bei Buch Habel will nicht locker lassen. „Möglicherweise schaffen wir es, einzelne Entscheidungen abzuwenden“, sagt sie. Und Uwe Kramm, in gleicher Position für die Hugendubel-Belegschaft aktiv, ergänzt: „Wir bemühen uns sehr darum, die Mitarbeiter in den Filialen zu beruhigen.“ Gelingt das? „Bislang kaum, Aufregung und Verunsicherung sind groß.“
Momentan sehe alles eher nach Tabularasa aus, meinen Beobachter. Bei der DBH-Tochter Weltbild plus, hier gibt es keinen Betriebsrat, gelang der Stellenabbau quasi im Durchmarsch. Insgesamt dürfte die Zahl Mitarbeiter, die die Filialen der DBH verlassen müssen, bei rund 1.000 liegen – etwa 600 davon entfallen Schätzungen zufolge auf Hugendubel und Buch Habel.
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1. Hans-Joachim Schulz 19.06.2009 15:16h www.fabula-online.de
Tja, wenn jetzt auch die Einzelhändler ihre Angestellten in die Arbeitslosigkeit schicken, wer soll denn dann noch, in diesem Falle, Bücher kaufen, wenn die potentiellen Käufer kein Geld mehr verdienen, und die, die noch verdienen immer mehr für die Arbeitslosen abdrücken müssen?
Shareholder value ist halt doch nichts anderes als "dumm"holder value.
Eigentlich ist's doch wohl recht egal, was die verkaufen; und das werden sie uns auch noch beweisen.
2. Südstern 19.06.2009 15:18h
Bin gespannt, was die DBH-Geschäftsführung den Angestellten sagen wird!
Wie schon geschrieben, denke ich, dass u.a. falsche Massnahmen ergriffen werden.
Wenn schon Personal abgebaut werden muss, sollte man gleichzeitig am Internetauftritt (viel zu umständlich ein Buch nach Hause zu bestellen bzw. in die Filiale zur Ansicht) und an der Software in den Läden feilen (peinlich, wenn der Buchhändler nicht am PC sagen kann, ob ein Buch im Laden ist).
Auch sollte man Ideen von allen Mitarbeitern offener gegenüberstehen. Bei der DBH arbeiten ja Menschen, die viel wissen und denken...
3. Märchenprinz 19.06.2009 15:39h
Die DBH - Geschäftsführer sollten vor der Realisierung
des Stellenabbaus selber mal als "Buchhändlerische Mitarbeiter" arbeiten.
Sagen wir mal, für zwei Wochen...
Mal schauen, ob sie ihre Strategiedanach noch immer so toll finden...
4. Siberius 19.06.2009 15:45h
Unglaublich, was da passiert!
Dabei war Hugendubel mal so eine tolle Firma!
5. discus 19.06.2009 16:56h
die EDV in den Läden ist eine reine Katastrophe, für den Verkäufer im Laden vieeel !!! zu umständlich !!!
Das grösste Kapital des Buch / Medienhandels ist das Personal, die Beraterinnen und Berater im aktiven Verkauf. Trifft der Kunde nicht auf fachkundiges Personal wandert er gleich ins Internet.
6. zoereadsbook...soon ex 19.06.2009 18:28h
Na da warten wir doch auf die Tour de Erklär...
7. zeppelin 19.06.2009 19:39h
tja, das Geld ist alle! Nach rasanter Expansion und Einführung einer Warenwirtschaft droht der Buchlaufkartenhersteller den Geldhahn zuzudrehen.
8. buchhandelade 19.06.2009 20:48h
Man kann nur wünschen, daß viele DBH-Mitarbeiter zu dieser Tour de Parodie erscheinen werden, damit die "Führungsriege" mit eigenen Augen sehen kann, daß es sich um echte Menschen handelt, die um ihren Arbeitsplatz kämpfen, und nicht nur umsatzbringende Namen auf irgendeiner Liste. Mögen diese die richtigen Fragen stellen, aber werden sie auch echte, ehrliche Antworten bekommen, oder werden sie mit dubiosem Managergeschwafel abgefertigt? Time will tell, aber die Zeit für uns DBH-Mitarbeiter wird langsam knapp!
9. Sisyphos 19.06.2009 21:19h
Nach all dem, was bei Weltbild (siehe Kommentare dort) und Hugendubel abgegangen ist, wie kann da noch einer erwarten, daß man dem, was gesagt werden wird, Glauben schenken wird?! Die große Leistung in den letzten Wochen war doch nur die, das über Jahrzehnte aufgebaute und auch propagierte Vertrauen zerstört zu haben. Siehe auch Siberius. "..war doch mal ne tolle Firma."
10. serafina 19.06.2009 22:08h
Bin auch gespannt auf die Erklärungen.
Hoffentlich wehren sich die Angestellten - so darf man mit Mitarbeitern nicht umgehen!
Wie sieht es mit Massnahmen wie Kurzarbeit, Sabbatical etc aus?
11. Naiv G. Fragt 19.06.2009 22:12h
Vielleicht möchte "das Management" sich bei seinen Angestellten vor Ort quasi per Handschlag für Arroganz und Inkompetenz der letzten Jahre entschuldigen, bevor es sich endgültig aus der Branche zurückzieht? Natürlich ohne Abfindungen oder Prämien, denn das gibt der offenbar nachhaltig geplante Unternehmensgewinn leider nicht her. Wie könnte man es nennen, "sich auf den Wandel in der Branche einstellen"? Und so -ganz nebenbei- die viel zu hohen Personalkosten senken?
Da steckt Potenzial drin!
;-)
12. readme 20.06.2009 10:38h
Der Erklärbär auf Tour!!! Tolle Nummer.
Wehrt Euch!!!
13. Sunny 20.06.2009 14:09h
Ich bin gespannt auf nächste Woche!
Unglaublich, dieses neue Konzept! Wurde wohl aus reiner Not geboren. Aber auch in schwierigen Zeiten sollte man einen kühlen Kopf bewahren, liebe GL!
14. Umsatzfee 21.06.2009 15:53h
Ziemlich schwierig, darauf nicht zynisch zu reagieren.
Erst informieren wäre menschenfreundlicher gewesen.
Mag denn nicht mal jemand die Homepage DBHaHa gründen, auf der dann all das gesammelt werden kann?
15. Ein Buchhändler 21.06.2009 22:13h
Nachfragen, Nachhaken, Wehren!!!!!!!
Nicht veralbern lassen!!!!!!!
16. saguenay 22.06.2009 08:28h
Das Konzept wird drastisch verändert. Wenn das Umsteigen von einem sinkenden Dampfer in ein leckes Boot ein Konzept darstellt, dann ist diese Formulierung sicher gerechtfertigt.
17. Jan Hartmann 22.06.2009 09:27h www.ab-nach-amman.de
Auf die Erklärungen freu ich mich auch schon.
Da ich letzte Woche noch am großen JP Morgan Lauf hier in Frankfurt teilgenommen habe, hab ich noch ein Hugendubeltrikot.
Und wie im Fußballstadion heißt die Frage dann: "Wir sind Hugendubel, was seid Ihr?"
18. ARBEITSFEE 21:06:09 22.06.2009 10:23h
Für die Mitarbeiter ein Schlag ins Gesicht!
Hört Euch an,was das Management zu erzählen hat.
Fragt kritisch nach und wehrt Euch. Kämpft!
19. HUG 22.06.2009 23:41h
Ich habe mir das nicht angetan.
Man wird doch nichts Anderes hören wie: Wirtschaftskrise, die höchsten Kosten sind das Personal, der Buchhandelsbranche geht es schlecht usw.
Nur seltsam, daß Hugendubel im Februar in einem Zeitungsinterview noch gesagt hat, daß der Januar gut geworden und der Februar gut gestartet ist??!
Ich kann mir nicht vorstellen, daß die GL Fehler eingesteht. Daß schlecht gewirtschaftet wurde, daß man zu expandierfreudig war usw. Es ist wie so oft: Die Manager machen Fehler und die Arbeitnehmer müssen es ausbaden.
Ich frage mich, wie es in 5 Jahren aussieht. Ist Hugendubel dann ein Buchhandels-Aldi? Ist das das Ziel??
Es ist traurig zu sehen, wohin sich eine Firma entwickelt. Es hat einmal Freude gemacht in dieser Buchhandlung zu arbeiten.
Die Kunden werden in Zukunft dort hingehen, wo Mitarbeiter engagiert sind und sie eine kompetente Beratung bekommen. Und mit dem DBH-Konzept wird diese Buchhandlung wohl nicht Hugendubel sein.
20. buchfreundin 23.06.2009 08:46h
Natürlich, die Großen wollen so viel Geld scheffeln wie nur irgend geht, dafür werden "die Personalkosten gekürzt", sprich Mitarbeiter entlassen. Wenn dann mangels Beratung die Kunden wegbleiben, wird der Rest "abgewickelt" und noch mal Geld gescheffelt. Mitarbeiter: Wehrt euch!!!
21. hd-fremdling 23.06.2009 15:37h
was wurde denn auf der rundreise so erzählt.
als unternehmensmitglied, aber hd-fremdling, würde mich das schon ziemlich interessieren!
22. Wortfreund 24.06.2009 06:06h
Unwort des Jahres 2005: "Entlassungsproduktivität"
"Gewinne aus Produktionsleistungen eines Unternehmens, nachdem zuvor zahlreiche für „überflüssig“ gehaltene Mitarbeiter entlassen wurden."
Unwort ist nicht gleich Untat.
23. Ein "Ex" 24.06.2009 12:13h
Auch wenn Hugendubel - was man nicht vergessen darf - selbst einmal für das langsame Sterben des Kleinbuchhandels verantwortlich war, waren sowohl das Einkaufen wie das Arbeiten in diesem Laden einstmals Wohlfühlfaktoren: Ein breites Sortiment, motivierte und kompetente Buchhändler ! Seitdem nun die seelenlosen Mono-Betriebswirtschaftler Max und Nina Hugendubel begleitet von anderen Technokraten (Thomas Nitz etc.) das Gründererbe derart an die Wand gefahren haben (nicht zuletzt auch durch die Installation völlig inkompetenter und in bezug auf Menschenführung ahnungsloser Filialleiter), mußte das Ende so aussehen, wie es nun wohl mit Schrecken kommt - mir tut's wirklich leid für die vielen fähigen Mitarbeiter, die bereits seit drei Jahren einen Tiefschlag nach dem anderen einzustecken gezwungen sind ! Die verantwortlichen Herrschaften sollten sich 'was schämen !!
24. John B. 24.06.2009 18:59h
Es ist leider immer wieder so, und so auch in diesem Fall, dass die Damen und Herren den Hals nicht voll genug bekommen können. Es wurden letztes Jahr noch die Karstadt-Buch"ecken" übernommen und noch mehr und noch mehr... Anstatt sich einfach mal auf das zu konzentrieren was man hat, nein, da wird immer mehr expandiert und man weiß nicht mehr was das eigentliche Geschäft war.
Jetzt müssen über 400 Leute gehen oder die Zeitverträge laufen aus... das ist doch nicht richtig, vor allem, wenn nach "Sozialplan" abgebaut wird. Dann bleiben nämlich die, die sich schon seit Jahren den Hintern noch dicker sitzen und junge, motivierte Mitarbeiter dürfen gehen.
Ob das alles so richtig ist...?! Ich denke es ist nur noch eine Frage der Zeit bis die Wirtschaft komplett einbricht und nichts mehr geht.
25. Quästor 24.06.2009 22:45h
Hmm, wenn ich "oben" säße würde ich als erstes den externen unternehmensberater adieu sagen, der solche Unsinnigkeiten wie Personalabbau und "Umstrukturierung" vorschlägt (plus Schadenersatzklage, damit Max und Nina noch etwas Taschengeld fürs Sparschweinchen übrig haben). Dann ist auch noch genug für die Mitarbeiter da.
Als ich letztens einen Testkauf bei Habel gemacht habe war die Stimmung ziehmlich mies, da die Mitarbeiter gestresst sind und Angst haben.
Ich muß nicht erwähnen, daß das die Leute krank macht...
26. pittiplatsch 24.06.2009 22:52h
und jeder weiß:
nur ein motivierter mitarbeiter ist ein guter arbeiter.
ein guter mitarbeiter ist leistungsfähitger und bereit mehr zu leisten. ein guter mitarbeiter empfiehlt und spricht gut vom eigenen unternehmen: und das ist wichtig...
ein guter mitarbeiter, der dem eigenen unternehmen sehr positiv gegenüber eingestellt ist, vermittelt das auch seinen kunden.
es gibt unternehmen, die für mitarbeiter motivation ziemlich viel geld ausgeben.
nicht so bei der "star-allianz"- bei weltbild plus & co haben sich vor allem weiterbildungen sehr im rahmen gehalten.
waren: schlicht weg nicht vorhanden. schade.
die kündigungen, oder die angst davor, wird sicherlicher noch weiter für ein "gutes" arbeitsklima sorgen...
27. brunetti 25.06.2009 17:51h
Wie muss es jetzt wohl den jungen Menschen gehen, denen 6 Wochen vor Ausbildungsbeginn der Ausbildungsvertrag von Hugendubel zurückgenommen wurde? Und wie denen, die aus dem Ausbildungsverhältnis nicht übernommen werden? So wie die "Macher" der DBH mit unserer
Buchhandelszukunft umgehen, zeigt doch nur, daß ihnen Mensch und Materie in Wirklichkeit völlig gleichgültig sind. ...Ich bin mir sicher, Hugendubel & Co. werden die ersten sein, die holograpische Mitarbeiter einsetzen werden. Jederzeit verfügbar, halten auf Knopfdruck die Klappe und brauchen für ihren Einsatz kein Lob und kein (ba!igitt!) Geld zum überleben.
28. mb 25.06.2009 19:27h
jedes große unternehmen hat eine soziale verantwortung.
man kann mit sicherheit sagen, dass die dbh sich zeitlebens darum gedrückt hat.
schon schade und vor allem erschreckend, wenn man bedenkt das teiel der katholischen kriche gehören.
warum gibts von denen eigentlich keine stellungnahme-
für "sakrileg" im buchhandel gabs doch auch öffentliches theater....
29. sansibar 26.06.2009 00:57h
Den geplanten Einsatz von Aushilfen von 18:30-zum Ladenschluss finde ich skandalös. Für die DBH kein Problem : die Kunden wollen nicht mehr soviel beraten werden; das einzig Wichtige für die Kunden sei, an den Kassen schnell dran zu sein... - deshalb braucht man ja eh nicht mehr soviele Buchhändler.
Also: an unserem Info drängen sich oft die Kunden mit dem Wunsch um detaillierte Beratung - wo kommen die bloss her? Diese Kunden gibt es doch gar nicht mehr in diesem Umfang; irgendwo muss aus grauer Vorzeit noch ein Nest übriggeblieben sein...
Lieber Herr Hugendubel! Wie wäre es mit einem mehrwöchigem Praktikum in einer der Hugendubel-Filialen vor der Umsetzung ihrer Pläne?
30. schlecker 26.06.2009 12:29h
das mit den aushilfen wird bei weltbild z.T. schon seit jahren praktziert....
da stehn denn da die studenten für 6, oder 7 euro/std alleine auf 200 quadratmeter....
herzlich willkommen: wir haben schlecker-nievau erreicht!
31. T.L. 26.06.2009 20:32h
Meine Güte, was für eine Totalpleite dieses neue "Konzept" ist, ich fasse es einfach nicht.
Das kann doch nicht funktionieren.
*Kopfschüttel*
32. Südstern 26.06.2009 21:44h
Schade, schade, dass die Gl sich das nicht nochmal anders überlegt...
Kann nur schiefgehen...
33. Gemischtwarenladen Hugendubel 28.06.2009 20:54h
tja, kann man nur hoffen, dass nach dieser pleite wieder mehr aufmerksamkeit den kleinen buchhandlungen geschenkt wird.für die dbh seh ich keine zukunft.