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26.06.2009Stellenabbau bei der DBH
Langer Donnerstag bei Hugendubel in Frankfurt
Als sich die aus der gesamten Region angereisten DBH-Buchhändler gegen 20:00 Uhr vor der Hugendubel-Filiale in der Frankfurter Innenstadt versammelten, waren sie schon rein äußerlich von den teilweise verärgerten Kunden zu unterscheiden, die auf ihr gewohntes Einkaufsvergnügen am Donnerstagabend verzichten mussten: Aus dem Habel-Slogan »Ich lese! Ich auch!« wurde die Solidaritätsbekundung »Ich bleibe! Ich auch!«, zur Schau getragen in Form von umgearbeiteten Einkaufstüten in rot und blau, die sich die Habel-Mitarbeiter gegenseitig angeheftet hatten. Schwarze Armbinden bewirkten den gleichen Erkennungs-Effekt, wenn auch mit weniger optimistischer Färbung.
Die Münchener Führungsriege der DBH lädt Ihre Mitarbeiter zur Zeit in die großen Häuser ein, um sie persönlich über die vorgesehenen Umstrukturierungsmaßnahmen im Unternehmen zu informieren, von denen ein wesentlicher Bestandteil der Abbau von 285 Arbeitsplätzen bei Hugendubel und Buch Habel sein soll. Nach München am Montag und Berlin am Mittwoch jetzt also Frankfurt. Weitere Termine stehen in Leipzig und Hannover an.
Die Angelegenheit ist längst kein Branchengeheimnis mehr: Gestern abend war frühzeitig ein HR-Kamerateam vor Ort, das den Ein- und Auszug der Mitarbeiter schonmal vorab für das »Hessenjournal« um 21:45 Uhr inszeniert hat. Die Buchhändler spielten das Spiel gern mit, schließlich kam es darauf jetzt auch nicht mehr an. Der Abend sollte indes deutlich länger werden.
Vorbei an den Postkarten, Servietten und Bestsellern im Eingangsbereich ging es für die Belegschaft gegen 20:30 Uhr erstmal abwärts ins Untergeschoss. Passend zur allgemeinen Stimmung war dies offenbar der Ort der Zusammenkunft mit den Vertretern der Geschäftsleitung.
Draußen stehen jetzt nur noch zwei Männer an der Tür. Rauchend warten sie auf verspätete Nachzügler und passen gleichzeitig auf, dass sich niemand einschleicht, der dort nichts zu suchen hat. Mehrere irritierte Kunden werden abgewiesen. Einer hatte ein dringend benötigtes Buch bestellt, das er unbedingt noch kurz vor Ladenschluss abholen will. Er wirkt abgehetzt und verschwitzt, hatte sich scheinbar sehr beeilt. Aber nichts zu machen: Der Kunde wird trotz seiner Hartnäckigkeit weggeschickt. An den Türen weisen diskrete Aushänge auf die vorzeitige Schließung hin, die wegen einer »Veranstaltung« erforderlich sei.
Als die Mitarbeiter das Haus gegen 23:00 Uhr wieder verlassen, haben es viele sehr eilig. Sie müssen schließlich noch zurück nach Viernheim, Neu-Isenburg, Wiesbaden, Mainz und Darmstadt, um am nächsten Morgen wieder früh im Laden stehen zu können. Dennoch konnte boersenblatt.net einige Stimmen einfangen.
Die meisten waren enttäuscht. Man sei im Grunde genau so schlau wie vorher. Viele Fragen seien offen geblieben oder schlicht übergangen worden: »Die haben geredet wie die Politiker, viel gesprochen und doch nichts gesagt.« Unverständnis wurde darüber zum Ausdruck gebracht, dass die DBH überhaupt eine kränkelnde Kette wie Habel übernommen habe, wenn sie doch selbst schon seit längerem in Schwierigkeiten stecke. »Wären wir doch bei Thalia gelandet, die hätten sich uns wenigstens leisten können.« Die Führungsriege habe indes zu beschwichtigen versucht: »Angeblich wollen sie uns zum Weihnachtsgeschäft wieder einstellen.« Allerdings befürchten manche der anwesenden Buchhändler, dabei künftig nur noch als Gelegenheitsjobber bei Hochbetrieb beschäftigt zu werden. Immerhin sei es aber anständig und respektabel, dass die Geschäftsleitung sich ihren Mitarbeitern persönlich stelle, anstatt die unangenehmen Gespräche an die mittleren Führungsebenen zu delegieren. Auf die Frage, wie denn das neue Gesamtkonzept des Unternehmens nun konkret aussehen soll, wissen die Beschäftigten aber immer noch keine genaue Antwort. »Offenbar hält man Kunden mit Beratungswunsch da oben für verzichtbar.« Aus dem Kampf der Giganten würden daher letztlich die unabhängigen Buchhandlungen als Sieger hervorgehen, wird prophezeit. Quo vadis, DBH?
Hier sehen Sie weitere Bilder.
Christian Winter
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1. Wolf-Dieter Sonnenburg 26.06.2009 18:29h www.liaison-mit-literatur.info
Das kommt mir alles sehr bekannt vor, Enttäuschungen der Kolleginnen und Kollegen inklusive. Wer klare Ansagen erwartet hat ist blauäugig gewesen. Personalversammlungen werden in dieser Situation gerne als Beruhigungsplacebos verabreichtet, der unausgesprochene Zweck ist Klarheit zu vermeiden.
Wer Klarheit schaffen will muss Ursachen für das Desaster nennen und Namen derer die mit Fehlentscheidungen dazu beigetragen und die Namen derer die es auszubaden haben.
Die Verantwortungsträger müssten sich öffentlich machen, das aber ist in diesem Land weniger üblich. Dazu gehört Mut und Verantwortungs-Bewußtsein und die sind dünn gesät.
Dazu sehr lesenswert Dieter Thomä in der NZZ vom 24.06.09 zum Thema "Rede und Antwort", über die Finanzkrise die sich auch als Verantwortungskrise begreifen lasse.
Thomä stellt fest "Zur Verantwortung gehört das Antworten. .... Zum Ausdruck kommt hier die Aufforderung, dass man denen antwortet, die einen zur Rede stellen und Rechenschaft verlangen." Das gilt so der Autor weiter, nicht nur gegenüber den Shareholdern, sondern auch anderen Betroffenen und man könne diese auch nicht wie lästige Fliegen abschütteln.
2. Habeldubel 26.06.2009 19:27h
Wie jetzt? Ihr sollt zum für`s Weihnachtsgeschäft wieder eingestellt werden? Wie unmöglich ist das denn?? Und dann zu Ostern und für`s Schulbuchgeschäft, oder wie? Urlaubsvertretung nicht zu vergessen. (kopfschüttel...)
Hoffentlich lässt das keiner mit sich machen.
3. Gast 26.06.2009 20:52h
Na, wie schön, dass Habeldubel nicht auf Geld angewiesen zu sein scheint und man ja im Moment natürlich die Jobs so hinterher geworfen bekommt, so dass man auf solche "Verbrechermethoden" nicht eingehen muss.
Natürlich finde ich die Art und Weise auch alles andere als fein(ein total unpassender Ausdruck, aber was treffenderes fällt mir gerade nicht ein), aber wer kann sich denn Edelmut leisten und so ein -nennen wr es- Angebot ausschlagen??
4. r.e.s.p.e.c.t 27.06.2009 10:01h
das IST respektlos!
mehr fällt mir dazu nicht ein...
5. Meridor 27.06.2009 11:20h
Was macht die Geschäftsleitung da mit uns?
Es ginge sicherlich auch anders!
6. tradebashers 27.06.2009 12:10h
Habel war überhaupt keine kränkelnde Kette; die ganze Misere fing erst mit der Übernahme an.
Natürlich hat die GL am Donnerstag gemauert, wer etwas anderes erwartet hat, ist naiv. Trotzdem bin ich viel schlauer als vorher, weil man sehr viel zwischen den Zeilen lesen und hören konnte...
Jetzt geht die Party richtig los! Nitz, we're coming!!!
7. sen. kühlschrank 27.06.2009 12:49h
@tradebasher:
was hast du denn zwischen den zeilen "lesen" können?
erzählt mal was!
8. ratlos 27.06.2009 15:26h
@tradebasher
ja was meinst du?
und wurde das wirklich gesagt das ihr weihnachten wieder eingestellt werden?
9. die rote couch 27.06.2009 17:17h
als eine gruppe von mitarbeitern, die ebenfalls an der veranstaltung teilgenommen haben, möchten wir uns in teilen von obigem artikel und von den "eingefangenen stimmen" distanzieren. offensichtlich haben einige kollegen an diesem abend nicht richtig zugehört. halbwahrheiten und missverständnisse wurden im interview weitergegeben und das börsenblatt hat daraus tatsachen gemacht. für uns alle ist die derzeitige situation sehr belastend, aber man sollte sich trotzdem nicht von seiner sensationslust mitreissen lassen sondern bei den (wenn auch dürftigen) fakten bleiben.
falls jemand nicht verstehen sollte, worüber wir hier reden, diskutieren wir gerne die entsprechenden passagen des artikels.
effekthascherei hilft keinem von uns!!
10. tschnecke 27.06.2009 21:10h
Liebes Börsenblatt,
was genau möchten Sie mit dem Absatz über den gehetzten Kunden bewirken, der abgewiesen wird, weil wegen einer Veranstaltung (zugegeben eine blöde Umschreibung) Hugendubel Steinweg schon um 20.00 Uhr schließt? Hatten Sie da kurzfristig vergessen, um was es in Ihrem Artikel eigentlich ging? Zur Erinnerung: Das Schicksal von über 100 Habeldublern, die genau in diesem Moment froh waren vielleicht endlich ein paar Antworten zu bekommen...! Natürlich sollte der Kundenservice über alles gehen und das leben die allermeisten der Kollegen auch genau so im Alltag, aber eine Stunde für uns in so einer Situation, in so einem Artikel müßte ja wohl drin sein, nein?
An der Tür standen keine Buchhändler, sondern Mitarbeiter des Sicherheitsservice, die Anweisung hatten jeden darüber zu informieren und natürlich auch gar nicht wissen konnten wo das gesuchte Buch wohl zu finden gewesen wäre...! Hätten Sie einen Kollegen ernsthaft aus einer "Veranstaltung" geholt, bei der es für diesen um Arbeit oder arbeitslos ging?
Über eine solche Berichterstattung kann ich nur den Kopf schütteln!
11. werwillnochmalwerhatnochnicht 27.06.2009 22:17h
Jetzt auch die selbe Nummer bei Wohltat und Jokers. DAS ist ein neues Konzept? DAS ist geplantes, strategisches Verhalten?! Wer träumt noch. Da wird eine Entlassungswelle von tausenden innerhalb der DBH Schritt für Schritt, Löffelchen für Löffelchen verabreicht. Hier ein Hugendubelforum, da ein paar Weltbildkommentare. Einfach mal aussitzen. Zusammen mit dem investigativen Journalismus vom Börsenblatt wird die Tragweite dessen, was die DBH hier gerade tut richtig deutlich. 1000de Menschen ohne Arbeit, weitere hundert mit exitenziellen Ängsten und ein Wandel auf dem Buchmarkt, den so richtig keiner wahrhaben will. Mal sehen, was die Organe des Buchhandels jammern, wenn ihnen die ganzen Abos flöten gehen.
12. Hallihallo 28.06.2009 00:13h
Schlimm, dass das Management soviele Stellen abbaut und auch über Serviceeinschränkungen nachdenkt.
Zum Beispiel wird drüber nachgedacht keine Ansichtsbestellungen mehr zu machen. Grade gestern hat mir ein Bekannter gesagt, dass er gerne bei Hugendubel am Marienplatz in München kauft, weil er da zur Ansicht bestellen kann!!! Diese Aussage machte er ohne von der eventuellen Streichung dieser Serviceleistung zu wissen.
Dieser Bekannte kauft übrigens für ca 100Euro im Monat Bücher bei Hugendubel.
Ich denke, die Geschäftsleitung sollte sich selber mal wieder in den Laden stellen und dann ihre Pläne nochmals überdenken!
13. Befehlsempfänger 28.06.2009 02:15h
Erinnert sich eigentlich noch jemand an Jürgen Möllemann?
Das war der Statthalter, der seinem Junker weismachen wollte,er könnte ganz groß rauskommen und Einfluß gewinnen,wenn er nur laut genug rausposaunte,wie wichtig und ambitioniert er sei.
Doch trotz aller Omnipräsenz auf den Marktplätzen und Bildschirmen der Republik ging es am Ende doch schief : Eine große Klappe haben und den Platzhirsch spielen allein überzeugt dann glücklicherweise doch die wenigsten.
Wie es ausging steht in den Annalen und ist heute schon nurmehr eine Fußnote der Geschichte.
Muß ich mir also Sorgen machen? Bitte Herr Höllemann, tun Sie es NICHT, ziehen Sie die Reißleine! Ich bin sicher, sie fallen ganz weich. Machen Sie sich einen schönen Tag und schalten Sie vorher auf Autopilot, dann gehts wenigstens voran und nicht mehr Zickzack durchs Bermudadreieck. Tun Sie uns und sich den Gefallen und laaben sie sich mit Ihrem Junker am Strand an einer bloody mary. Am besten auf den Virgin Islands, denn unschuldig an der Malaise sind Sie ja ganz sicher und Steuern spart man da auch noch!
Alles Gute für Sie und Ihr Team, schreiben Sie uns, wenn Sie was brauchen, Ihr Wohlergehen liegt uns sehr am Herzen, handelt es sich doch sozusagen um eine Familienangelegenheit! Der Herr sei Ihr Hirte, so wird es Ihnen an nichts mangeln.
Untertänigste Grüße
Ihr Kabinenpersonal
14. Befehlsempfänger 29.06.2009 01:11h
P.S. : Ich dachte,Sie wären nicht mehr Feige! Also geben Sie sich einen Ruck und nehmen sich ein Beispiel. Scheitern als Chance!
15. wasnun? 29.06.2009 13:02h
@die rote Couch:
dann würde mich jetzt aber schon interessieren, welchen Teil Sie hier als fehlinterpretiert halten und was Sie anders verstanden haben?
16. die rote Couch 29.06.2009 15:06h
an wasnun?
Es geht um zwei kleine Aussagen, die aber einen Unterschied in der Stimmung ausmachen - wie gesagt, wir finden, daß Effekthascherei keinem hilft.
Zum Beispiel der Kommentar über die kränkelnde Kette Habel ist aus einem Verhörer von Max Hugendubel entstanden. Die Frage, die ihm gestellt wurde war, warum Hugendubel trotz damals der GL schon bekannten kritischen Finanzlage die zweite Hälfte von Habel dazu gekauft hat. Nicht Habel wurde dabei als kränkelnde Kette bezeichnet, sondern Hugendubel. Herr Hugendubel hat die Frage schlicht falsch verstanden , sie laut wiederholt und ist eigentlich auch sofort korrigiert worden! Das haben einige wohl nicht gehört - ist aber Fakt.
Desweiteren war nie die Rede davon, daß auf alle Fälle wieder einige Mitarbeiter an Weihnachten eingestellt werden - vielmehr wurde die Frage gestellt, was denn wäre, wenn das Weihnachtsgeschäft ganz gegen die Erwartungen der GL doch nicht ausbleibt und darauf kam die Antwort, daß dann natürlich reagiert würde...
Wie gesagt es geht um Nuancen...
17. Ein "Ex" 29.06.2009 19:02h
Zugegeben: Diese etwas polemische Zuspitzung des Artikels hätte weniger scharf ausfallen können (zumal es Mitarbeiter, die um ihren Arbeitsplatz fürchten müssen, recht wenig interessiert, ob ein ab-gehetzter Kunde ausgerechnet um 20.00 h noch sein Taschenbüchlein abholen kann - pardon, dies war gerade ebenso eine Spitze !). Zudem macht es aus Sicht eines "Habelaners" sehr wohl einen Un-terschied, wer da nun vor sich hin siecht...
Allerdings ändert solch Formulierungsstreit ja nichts an der seit Jahren wolkigen und bisweilen systematischen Verschleierungspolitik, die Hugen-dubel in bezug auf Zahlen und Fakten betreibt, damit die Mitarbeiter bewußt einem Damokles-schwert aussetzt; denn: gesetzt den Fall, das Weih-nachtsgeschäft würde laufen wie ein geölter Spar-gel - wer glaubt denn tatsächlich, daß die GL sich dadurch von ihren Ausstellungsplänen abbringen lassen würde ? Das würde ein Maß an Flexibilität bedingen, die ich in diesem Laden seit dem Tod des Gründervaters nie mehr kennengelernt habe !
Der eigentliche Skandal ist doch, daß die GL seit Jahren nur vor sich hin wurstelt und in krisenhaften Situationen nur das Medikament phantasieloser Personaleinsparung verabreicht anstatt antizyklisch zu agieren, d.h. auf den Kunden mit einer Bera-tungsoffensive zuzugehen. Das wäre in der Tat 'mal nützlichere Propaganda als inflationäre Berichte über drohende Entlassungen.
18. Umsatzfee 30.06.2009 14:28h
Ist denn dieses "neue Konzept" überhaupt ein ernstzunehmendes Konzept?
Hintergrund meiner Frage:
So weit ich weiß gibt es für betriebsbedingte Kündigungen in diesem Umfang gesetzliche Regelungen. Es muss eine wirtschaftliche Notlage vorliegen und/oder der Betrieb muss sich in einem so extremen Umfang ändern, dass das alte Personal nicht mehr weiterbeschäftigt werden kann.
Alles, was ich bisher über dieses "neue Konzept" gehört habe, ist nicht wirklich ein Konzept - eher eine fadenscheinige Begründung für die Entlassungen.
Und eine wirtschaftliche Notlage - liegt die denn nun wirklich vor?
Oder wächst man nur einfach nicht mehr und versucht nun durch Kostensenkung ein rein bilanz-techniches Wachstum zu erzeugen?
19. Umsatzprinz 30.06.2009 20:30h
Das ist die Frage, die ehrlich nicht beantwortet wird. Das ist die Unfairness, die zur Zeit zu Tage tritt. Darum dreht sich momentan doch alles. Ist es Überlebenskampf oder Renditeoptimierung, hübscht man sich auf zum Verkauf und sind die dicken Vorstandsposten schon für die Verkäufer reserviert (für das Volk die harten Sessel in der "Agentur für Arbeit") oder sind das ehrliche Nöte, die zu solchen Schritten zwingen. Den zweitgrößten Medienhändler Deutschlands. Der auch dieses Jahr Filialen noch und nöcher eröffnet, allerdings weniger, als er Mitarbeiter entläßt. Wie hieß es in einem Kommentar zu den Weltbild Entlassungen: Entlassungsproduktivität oder Überlabenswahnsinn?! Das ist die Kommunikationspolitik. Keiner weiß was, keiner sagt was. Könnte ja der Branche zu einem Schmunzeln verhelfen. Scheiß Arroganz. Auf wessen Rücken... Na, wir wissen es...
20. buchwatz 01.07.2009 10:48h
das mauern der geschäftsleitung ist m.e. so schlimm nicht.
letztlich gibt nur zwei (spekulative) möglichkeiten, welche als ursache der verschlankung, entlassungswelle oder wie immer man es nenn mag in betracht kommen dürften.
I) die banken machen aufgrund der schlechten betriebsergebnisse druck und bestehen auf entsprechenden maßnahmen, welche die bilanz wieder zurück in richtung ertrag/gewinn bringen
II) die inhaber von hugendubel rüsten das unternehmen zum verkauf und der potentielle käufer möchte tunlichst keine "geldgräber" (in form von unrentablen filialen) und hohen personalbestand bzw. personalkosten mitkaufen.
könnte mir auch vorstellen, das sich weltbild mit seinem anteil aus der dbh zurückzieht.
spannend wird es erst, wenn die tatsächlichen gründe irgendwann publik werden.
21. hugendubelsucks 14.09.2009 12:17h
als "ehemaliger² Mitarbeiter, weiß ich, das diese
firma schon immer eine saumäßige Personalpolitik
an den Tag gelegt hat