Einmal einmischen – bitteschön!

„Sie sind unsere Zukunft!“, das sagte Alexander Skipis, Hauptgeschäftsführer des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, anlässlich seiner Begrüßung der 110 jungen Buchmenschen, die sich am Donnerstag, den 18. Juni, zum Nachwuchsparlament auf den Buchtagen Berlin eingefunden hatten. Unter ihnen war auch ich, als einziger Vertreter der Erlanger Buchwissenschaft. VON SEBASTIAN SABORS

Sebastian Sabors

Sebastian Sabors © privat

Bis zum 20. April waren auszubildende Buchhändler und Medienkaufleute, Volontäre, Berufseinsteiger der Buchbranche und Studierende der branchennahen Studiengänge eingeladen, sich mit einem einseitigen Essay zum Thema "Neue Bücher, Neue Wege, Neue Jobs! – Wie verändert sich meine Arbeitswelt?" für die Teilnahme am Nachwuchsprogramm zu qualifizieren. Offensichtlich war, was die Organisatoren in diesen Essays lesen wollten: Desktop Publishing, pdf, mobile Lesegeräte, Downloadstationen, crossmediale Verwertung, ContentManagement, Urheberrechtsfragen etc. Die digitale Welt und die Teilnahme des Buchhandels daran war dann auch nicht nur das vorrangige Thema der Vorträge, die am Donnerstagmorgen auf dem Fachkongress zu hören waren, auch am Nachmittag war „Die Branche der Zukunft“, so der Leitsatz der diesjährigen Buchtage, Kern der Diskussion im Nachwuchsparlament. Aber nicht alle diskutierten: Sechs junge Buchmenschen, die sich für das neu geschaffene Amt des Nachwuchssprechers/der -sprecherin beworben hatten, diskutierten auf der Bühne und über 100 selbige saßen im Publikum, um aufmerksam den Aussagen zu lauschen – die spätere Wahlentscheidung sollte ja begründet sein. Die junge Sprecherposition ist nach dem ersten Nachwuchsparlament im letzten Jahr ein Novum in 2009 und berechtigt zur Teilnahme am Berufsbildungsausschuss des Börsenvereins, der zweimal im Jahr zusammenkommt. Die sechs Bewerber spiegelten die Zusammensetzung des gesamten Nachwuchsparlamentes wider und zeigten auf, dass die Ausbildungswege in der Buchbranche vielfältig sind. So unterschiedlich die Ausbildungswege, so unterschiedlich auch die Fragen, Sorgen und Bedürfnisse der Teilnehmer und Teilnehmerinnen. Der Fokus der Diskussion lag dann auch auf dem größten gemeinsamen Nenner, nämlich der sich verändernden Arbeitswelt und deren Anforderungen: sich digital auskennen müssen, Dienstleistung lernen, Nebenmärkte stärken ohne das Buch aus dem Blick zu verlieren, Informationen ohne Blick auf das Trägermedium anbieten und verkaufen. Auch Ausbildungsfragen kamen auf den Tisch, so wurde klar, dass die Berufsschulen den Buchhändlernachwuchs nicht gut genug auf den digitalen Alltag vorbereitet. Kurzum: Die Diskussion auf dem Podium war lebendig und interessant, alle Bewerber konnten zeigen, dass sie das sind, was sich die Branche wünscht: intelligente junge Leute, voll orientiert über die Entwicklungen und aktuellen Fragen der Branche, engagiert, motiviert und mit großer Lust an der Arbeit am und mit dem Buch.


Podiumsdiskussion statt Parlament


Die Form der Veranstaltung warf aber Fragen auf: Warum wurde nur auf der Bühne diskutiert? Unter einem Parlament verstehe ich eine Versammlung, in der Themen gesammelt und auf die Tagesordnung gesetzt werden, dazu dann Wortbeiträge zu hören sind und man sich am Ende auf Aussagen einigt, die alle vertreten können. Und Empfehlungen an die Branche waren ein ausdrücklicher Wunsch, der an das Nachwuchsparlament gerichtet wurde. Katharina Scholz, Berufseinsteigerin bei Random House, die als Nachwuchssprecherin aus der geheimen Wahl hervorging, gab in der Hauptversammlung des Börsenvereins am Freitag dann auch die Empfehlungen bekannt: die Branche solle die generationenübergreifende Zusammenarbeit als Chance verstehen und das Nachwuchsparlament als ständiges Element der Nach¬wuchsarbeit etablieren, ebenso solle sie als Nachwuchssprecherin in die Arbeit des Berufsbildungsausschusses auf Bundesebene einbezogen werden. Entschuldigung, aber war das nicht vorher schon klar? Mit wem wurden diese Empfehlungen eigentlich abgesprochen, sicher nicht mit dem Nachwuchsparlament. Wo blieb denn z.B. die ausgesprochene Kritik an der Berufsschularbeit? Das Nachwuchsparlament war eben kein Parlament im eigentlichen Sinne, sondern eine Podiumsdiskussion von sechs Leuten, bei der über 100 nur zuhörten und durch eine Reihenbestuhlung statt einer parlamentarischen Sitzordnung zu Nebendarstellern degradiert wurden. Sicher, aktive Einmischung in die Diskussion über ein Publikumsmikrofon war möglich, dies wurde auch einige Male genutzt. Die Kürze des Nachmittags, die nächsten Programmpunkte wie die AKEP Junior Award-Verleihung und die geplanten Exkursionen für die Nachwüchsler drängten im Zeitplan. So konnte keine lebhafte Diskussion aufkommen. In den letzten Minuten wurde dann noch schnell in die Runde gefragt, ob es weitere Themen gäbe, die hier erörtert werden sollten? Ja, dachte ich, aber ich meldete mich nicht. Warum? Das auf uns Studierende fokussierte Thema, was mir wichtig ist, hätte nicht den Zeitrahmen bekommen, den es verdient hat.

Erste Schritte erfordern auch zweite


Meine Empfehlung ist, in der Vorbereitung zum Nachwuchsparlament des nächsten Jahres darauf zu achten, dass die verschiedenen Perspektiven der unterschiedlichen Ausbildungsgruppen Platz haben. Vielleicht gäbe es die Möglichkeit, die Gruppen erst miteinander über ihre Sorgen, Probleme und Fragen sprechen zu lassen, um dann mit den Ergebnissen ins Parlament zu gehen und über die einzelnen Wünsche zu diskutieren. Erst dann würde die Veranstaltung auch dem Ausbildungshintergrund aller gerecht werden und die Empfehlungen an die Hauptversammlung könnten konkreter ausfallen als in diesem Jahr.

Der Börsenverein hat erste Schritte zur Investition in den Nachwuchs gemacht: Die Buchtage Berlin mit dem Nachwuchsparlament, der Möglichkeit zur Teilnahme am Fachkongress, den Workshops und der Möglichkeit des Kennenlernens von Berliner Buchbetrieben. Das alles inklusive der Bahnfahrt, dem Hotel und dem Besuch der Berliner Büchernacht plus Party erforderte für 110 Teilnehmer ein großes Budget, wie die Bildungsdirektorin des Börsenvereins, Monika Kolb-Klausch, betonte. Dafür und für die gewonnenen Erfahrungen bin ich dankbar und beglückwünsche allen voran Karin Schmidt-Friedrichs, Verlegerin und Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses, die die Idee von Nachwuchsparlament und -sprecher durchgesetzt hat. Nun gilt es zuzuhören, was wir als Branchennachwuchs, gleich welchen Ausbildungsweg wir gehen, zu sagen haben und daraus konkrete Arbeitsaufgaben für den Berufsbildungsausschuss abzuleiten. Deshalb kann ich allen jungen Buchmenschen nur sagen: Stellt Forderungen! Nehmt die Angebote an und mischt Euch mit Mails an Katharina Scholz, Karin Schmidt-Friedrichs, Monika Kolb-Klausch und Alexander Skipis ein: Sie alle haben betont, jederzeit und für alle Ansprechpartner zu sein und man solle sich bitte jederzeit einbringen. Gern! Hiermit geschehen.

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11 Kommentar/e

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  • Natalia Uminska

    Natalia Uminska

    Lieber Sebastian, Du sprichst mir aus der Seele. Natürlich war allein die Möglichkeit, dabei zu sein und z.B. an der Hauptversammlung teilzunehmen eine schöne Sache. Auch die Fachvorträge und die Exkursion zum Wagenbach-Verlag waren äußerst interessant. Vielen Dank dafür! Das Nachwuchsprogramm hat mich aber enttäuscht. Ich war bereit mehr zu geben, dafür gab es aber keine wirkliche Gelegenheit. Im Gegensatz zu Dir fand ich die Podiumsdiskussion beim Nachwuchsparlament sehr steif. Es gibt Interessenskonflikte, diese wurden aber in einer Harmoniesose ertränkt. Auch ich habe mich gefragt, wann und wo die Empfehlungen an die Hauptversammlung entstanden sind? Ich glaube, dass das Nachwuchsprogramm in Zukunft kleiner ausfallen sollte, dafür aber müsste/sollte man den Teilnehmern mehr abverlangen. Teilnahme an einer Parlamentssitzung müsste bedeuten: Statements vorbereiten, diskutieren, Probleme ansprechen. Schade auch, dass das Nachwuchsprogramm so sang- und klanglos zu Ende ging. Schon am Freitag Vormittag lichteten sich schnell die Reihen der Nachwüchsler, was nicht unbedingt einen guten Eindruck machte. Schließlich waren ja alle freiwillig gekommen. Letzte Bemerkung: den Ausdruck Azubi-Parlament fand ich unerträglich, da er etwas sehr unseriöses impliziert und zumindestens die Hälfte der Teilnehmer waren keine Azubis. Wer unseriös behandelt wird, wird auch unseriös. Ich denke aber, dass mit Katharina Scholz eine gute Wahl getroffen wurde und dass sie auch konkrete Probleme des Branchennachwuchses vertreten wird. In einer Rundmail hat sie die Teilnehmer des Nachwuchsprogramms bereits aufgefordert, weiterhin am Ball zu bleiben und sie mit Vorschlägen usw. zu unterstützen.

  • Alexander Kurth

    Alexander Kurth

    Hallo Sebastian,
    auch ich muss sagen, dass einige wesentliche Punkte, die du angesprochen hast, nicht von der Hand zu weisen sind. Der zeitliche Rahmen war eindeutig zu eng, die Podiumsdiskussion hätte mehr Zeit in Anspruch nehmen können und in der Tat wäre eine regere Beteiligung ALLER Teilnehmer wünschenswert gewesen.

    Die Empfehlung von Katharina hatte ich allerdings schon am Tag der Podiumsdiskussion so verstanden, wie sie dann letztendlich auch formuliert wurde. In der abschließenden Runde hatte Michaela von Königsmark (Moderatorin) die allgemeine Frage gestellt, wofür sich die Kandidaten als Sprecher des Nachwuchsparlamentes (Ich glaube, der Begriff ist angemessener als Azubu-Parlament) einsetzen würden. Daraufhin war der Leitsatz Katharinas: Genrationenübergreifende Kooperation und Stärkung des Einflusses des Nachwuchses innerhalb der Branche. Daraufhin (und nicht zuletzt aufgrunddessen ?!?) wurde sie gewählt. Sicher - man hätte sich auf ein Leitmotiv für die Hauptversammlung einigen können (ja, müssen), aber nichtsdestotrotz war ihr Beitrag auf der Hauptversammlung meiner Meinung nach nicht überraschend.

    Was den Vorschlag zur Einschränkung des Nachwuchsparlamentes betrifft: Ich weiß nicht, ob es wirklich der Anzahl der Teilnehmer geschuldet war, dass keine wirkliche Diskussion zustande kam. Vielleicht hätte man nur im Vornherein Themen vorgeben bzw. vorbereiten müssen. Damit das möglich ist, gibt es ja inzwischen das Nachwuchsforum auf der Seite des Börsenvereins - dann klappt das vielleicht auch besser im nächsten Jahr.

    Für das nächste Mal also: mehr Zeit, mehr Zeit, mehr Zeit und etwas mehr Vorbereitung seitens der Teilnehmer. Da das ganze Nachwuchsparlament allerdings noch so ziemlich in den Kinderschuhen steckt, bin ich sehr zuversichtlich für das nächste Jahr.

  • Lisa Bitzer

    Lisa Bitzer

    Lieber Sebastian,

    ich finde es gut, dass du meckerst, denn zum meckern wurden wir ja aufgefordert, und deswegen meckere ich gleich mal mit. Was mich während der gesamten Veranstaltung gestört hat: Es ging fast immer nur um Auszubildende (vielleicht deswegen auch das Unwort Azubi-Parlament), aber wo waren eigentlich die Studenten und Volontäre? Wo waren die, die den Weg aus der Ausbildungsspirale geschafft haben, denn der ist nach einem Studium weitaus schwieriger als nach einer Ausbildung? Wo waren die Lektoren, nicht nur die Vertriebsleute?

    Ich finde die Idee, die Teilnehmer vorher in Gruppen einzuteilen sehr gut, z.B. nach Ausbildungswegen oder nach Branchen, nach Fachrichtungen oder Positionen. Innerhalb dieser Gruppen könnten am ersten Tag der Veranstaltung (der übrigens auch nicht erst um 14.00 beginnen muss...) gruppenspezifische Belange besprochen werden. Diese werden dann von einem ausgewählten Sprecher in einer kurzen Präsentation vorgestellt. Diskussionen ausdrücklich erwünscht. Et voilà, fertig ist das Parlament. Arbeitsgruppen gibt es ja schließlich auch in der Hauptversammlung des Börsenvereins.

    Grundsätzlich wäre ein besser strukturierter Fahrplan/Ablauf des Ganzen allerdings wirklich wünschenswert. Irgendwie hatte man ja immer das Gefühl, dass alles noch stark nach Improvisation riecht - was nicht schlimm ist. Aber innerhalb eines klar geregelten Tagesablaufs lässt sich einfach besser kreativ und innovativ denken.

    Ach ja, einmal meckern muss noch sein: Da schreien die Großen ununterbrochen, wie froh sie sind, dass den Kleinen jetzt eine Stimme gegeben wird - und dann setzen sie Katharina auf Punkt 87 der Tagesordnung.

    Ich dachte, ihr wollt hören, was wir zu sagen haben - dann tut das auch!

  • Monika Kolb

    Monika Kolb

    Lieber Herr Sabors, lieber Branchennachwuchs,

    zunächst möchte ich meine große Freude über den aktuellen Dialog ausdrücken. Ich finde ihn wichtig und er gibt uns Initiatoren auch ein Feedback darüber, wie Sie über die Idee den Branchennachwuchs einzubinden und zu vernetzen denken. Die Initiative war im Jahr 2008 ein Pilotprojekt und wir konnten im Nachgang zu den Buchtagen 2008 die Vorstandsgremien überzeugen, dass auch im Jahr 2009 ein Nachwuchsparlament stattfinden muss.

    Ursprünglich, im Jahr 2008, war es tatsächlich ein Azubiparlament. Daher rührt der Ausdruck. Schnell wurde uns allen klar, dass wir das so nicht wollen (wie auch Sie richtigerweise kritisieren!) und wir haben die Initiative umgetauft und weiterentwickelt in das was wir konkret wollen: Ein Nachwuchsparlament, in welchem der gesamte Nachwuchs angesprochen und eingebunden wird. Aber wie das so mit Gewohnheiten ist: einmal eingeführt muss erst einmal wieder gelernt werden....Daher bitte ich den Begriff zu verzeihen. Uns ist tatsächlich sehr daran gelegen, Sie alle, den gesamten Nachwuchs unserer Branche anzusprechen und einzubinden.

    Im 2. Jahr angekommen können wir sagen, dass viele der Ideen tragen und greifen, in anderen Bereichen müssen wir weiterdenken und uns weiterentwickeln. Und genau hier unterstützen Sie uns mit Ihrem konstruktiven Feedback enorm. Nur im Dialog können wir Ihre Ideen erfahren und diese in das kommende Konzept einbinden.

    Wir werden uns Gedanken machen, wie wir im Rahmen der FBM 2009 ein kleines oder auch ein größeres Treffen der interessierten NachwuchskollegenInnen organisieren können um neben dem Dialog über die Plattformen noch einmal Ihre persönliche Ideen aufgreifen zu können und Initiativen auf den Weg bringen können.

    Über Mein Börsenverein.de halten wir gerne auf dem Laufenden.

    Herzliche Grüße und ich freue mich auf den weiteren Dialog.

    Ihre Monika Kolb


  • Karin Schmidt-Friderichs

    Karin Schmidt-Friderichs

    Lieber Nachwuchs (das klingt zwar richtiger als Azubi, aber toll ja nun auch noch nicht), deshalb: liebe Buchzukunft,
    danke, dass Sie kritisch und engagiert Feedback geben!!! Wie immer, wenn man etwas Neues angeht, dienen die ersten Veranstaltungen auch dazu, aus ihnen zu lernen, was in diesem Fall auch heißt: Von und mit Ihnen lernen wie die "jungen Buchtage" ideal aussehen, was Sie erwarten, was Sie einbringen können und wollen. Und so wie sich die Buchtage selbst in den letzten Jahren sehr, sehr positiv weiter entwickelt haben, so sehe ich auch das Nachwuchsparlament und das Programm noch alles andere als festgezurrt. Nutzen Sie die im Moment noch lange Vorlaufzeit, tauschen Sie sich on- und offline aus und spielen Sie Frau Kolb und mir Ihre Ideen und Wünsche zu. Sie können absolut sicher sein, dass Sie auf offene Ohren stoßen und dass Frau Kolb seit sie da ist schon Vieles möglich gemacht hat, was bis dahin als unmöglich angesehen wurde. Unterstützen Sie uns darin, die "jungen Buchtage" zu einer Erfolgsgeschichte für Sie und die Branche zu machen!!!

    Herzlich
    Karin Schmidt-Friderichs
    Vorsitzende des Berufsbildungsausschusses

  • Sebastian Sabors

    Sebastian Sabors

    Erstmal freue ich mich sehr über Eure/Ihre Kommentare!

    @Natalia: Steif war die Diskussion schon, da hast Du recht. Ich meine aber, dass die sechs Bewerber/innen viel Potential gezeigt haben, bei dieser Veranstaltungsform aber auch nur so "frontal" agieren konnten. Was sollten sie machen, außer auf die Fragen zu antworten?

    @Alexander: Die Beteiligung aller ist nur dann möglich, wenn die Form das zulässt. Da hätte schon eine parlamentarische Bestuhlung geholfen - eben eine Atmosphäre, bei der alle auf derselben Ebene diskutieren können.
    Was hätte man denn noch reißen können in den zwei Minuten am Ende. Selbst wenn ich z.B. noch ein Thema vorgebracht hätte, hätte Frau v. K. als Moderatorin wg. des Zeitdrucks nur die Möglichkeit gehabt zu sagen: danke für den Beitrag, wir halten das im Hinterkopf...
    Ich hatte es übrigens nicht so verstanden, dass Katharina heraus ihrem Leitsatz die Empfehlung formuliert hat. Selbst wenn, ist mir das nicht demokratisch genug.
    @Lisa: Danke für die Bestätigung! Wir halten fest: vorher nach Ausbildungsgruppen trennen wäre hilfreich. Der Volontär, der im seinem Verlag nur 500 € für eine 40h/Woche bekommt und danach mit einem feuchten Händedruck verabschiedet wird, hat selbstverständlich andere Probleme als eine Auszubildende, deren Berufsschule nicht gut auf den Alltag vorbereitet. In der Form des diejährigen "Parlaments" verschwammen alle Teilnehmer zu einer "Nachwuchsmasse".
    @Frau Kolb: Danke für Ihre freundliche und offene Haltung. Ich denke, ein Austausch auf der Buchmesse ist eine hervorragende Idee.
    @Frau Schmidt-Friderichs: Erstmal muss ich mich entschuldigen, Ihren Namen im Artikel nicht richtig geschrieben zu haben.
    Ich sehe wie Sie, und diese Haltung war hoffentlich aus meinem Beitrag heraus zu lesen, dass die Entwicklung von nichts zu einem zweiten Nachwuchstreffen eine lobenswerte ist. Vielleicht können wir alle hier ein wenig am Profil feilen?!

    Ich freue mich über weiter Beiträge! Bis dahin alle Gute!

  • Katharina Scholz

    Katharina Scholz

    Lieber Sebastian,

    wie bereits versprochen möchte ich auch an dieser Stelle dein Post kommentieren.
    Ich finde es super, dass du hier klar deine Einschätzung gibst und auch die folgenden Kommentare sowohl Worte für positives Feedback und Kritik gefunden haben. Auch für mich war der Zeitrahmen sehr eng und ich denke, dass wir gemeinsam eine Lösung für das nächste Jahr finden um Alle (also den gesamten Nachwuchs) besser einzubinden. Dafür ist es aber wichtig konstruktiv miteinander zu sprechen.
    Dafür habe ich beispielsweise eine Rundmail an die Teilnehmer formuliert und in unserem Forum von "Mein Börsenverein" einzelne Gruppen angelegt. Ich hätte mich sehr gefreut dein Feedback auch dort zu finden. Ich finde deine Vorschläge zur zukünftigen Gestaltung des Nachwuchsparlaments gut und wichtig. Bring sie doch auch in das Forum mit ein. Auch die Marginalglosse nutze ich immer wieder als Anregung (genauso wie das HTWK Blog der Kommilitonen ;-)) und Ideengeber.
    Also weiter so!
    Der einzige Wermutstropfen ist für mich deine Anmerkung zur fehlenden Zeit für deine Punkte zum Studium, den finde ich ungerecht, denn das du nichts gesagt hast liegt an dir. Es reicht ja aufzustehen und zu sagen: Es gibt da Punkte, die würde ich gern im Anschluss mit Frau Kolb, Frau Schmidt-Friderichs und mit meinem Nachwuchssprecher besprechen. Zugehört hätten wir alle! Mein Studium ist ja selbst noch nicht so lange her - also lass uns da weiter ansetzen. Ich habe meines und hoffe auch auf dein Engagement in dieser Sache.
    Viele liebe Grüße nach Erlangen
    Katharina

  • Margarete Schneider

    Margarete Schneider

    Die zeitweise Einteilung der Teilnehmer in Interessensgruppen klingt für mich, die ich beim diesjährigen Treffen leider nicht dabei war, sehr sinnvoll.
    Trotzdem würde ich auch die Gelegenheit zur Zusammenarbeit von Leuten mit unterschiedlicher Ausbildung/Fachrichtung/Position(sowieso!) unbedingt nutzen – und zwar intensiver, als das in einer Diskussion im Parlament möglich ist. Gerade weil diese Gruppen unterschiedliche Hintergründe und Anliegen haben, bringt der Austausch weiter. Also: wie wäre es mit Gruppenarbeit sowohl in den eigenen Reihen als auch mit anderen plus Diskussion in einer Vollversammlung?
    Wie ja schon angemerkt wurde: soviel Zeit muss sein.

  • Sebastian Sabors

    Sebastian Sabors

    @Katharina:

    Liebe Katharina,
    Dein Satz "Dafür ist es aber wichtig konstruktiv miteinander zu sprechen" irritert mich etwas, denn ich hatte ja nicht nur kritisiert, sondern einerseits im letzten Abschnitt meines Beitrags ausdrücklich gelobt und andererseits auch konkrete Empfehlungen gegeben.
    Sehr gern werde ich mich an den Foren bei "Mein Börsenverein" beteiligen, da ich aber als Werkstudent in einem Verlag arbeite, muss ich zuerst meine Imma.-bescheinigung einreichen. Das werde ich umgehend tun.
    Du hast recht, vielleicht hätte ich mich melden und mein Thema einbringen sollen. Die Idee, im Anschluss ein Gespräch einzuforden, geht aber doch wieder gegen den Parlamentsgedanken. Ich hätte ja dann auch hören wollen, wie andere Studierende (und auch die anderen Ausbildungsgruppen) darüber denken. Und da hätte eben die Zeit gefehlt. Dass mir interessiert zugehört worden wäre, habe ich nicht in Abrede gestellt.
    Konkret ging es mir um das Thema Volontariate und deren Bezahlung versus Qualität. Meine Kommilitonin Ann-Kristin Sommerfeld hat zum Thema Praktika einen Artikel geschrieben, der die wesentlichen Punkte nennt. Ich bin noch nicht soweit, eine Volonatariat suchen zu müssen, mein Studium dauert noch ca. ein Jahr. Aber ich denke, alle Studierenden kennen die Problematik aus ihrem Umfeld: Schlecht bezahlte Volontariate für viel Engagement und wenig theoretische Ergänzung. Das ist natürlich zugespitzt formuliert und nicht in jedem Haus so. Wir vertiefen das Thema dann gern im Forum.
    Ich freue mich, dass Du, wenn ich das richtig verstanden habe, sowohl aus deinen Erfahrungen als Auszubildende und Studentin als auch als Berufsteinsteigerin schöpfen kannst. Dann weißt Du ja, wie unterschiedlich die Fragen und Sorgen sind. Deshalb eben wäre es sicher bereichernd, die einzelnen Gruppen zuerst ihre Einschätzungen formulieren zu lassen und dann damit ins Parlament zu gehen und dort Empfehlungen zu verabschieden. So hätte jede "Fraktion" die Möglichkeit, sich gleichwertig einzubringen. Ich würde sogar noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass die Teilnehmer im Verhältnis der Gesamtzahlen der Ausbildungswege ausgesucht werden könnten.
    Gut, ich will nicht nicht wiederholen und denke, mein Standpunkt ist klar geworden.
    Ich wünsche Dir viel Erfolg beim ersten Treffen mit dem Berufsbildungsausschuss und denke, dass Du uns mit Deiner interessierten und offenen Haltung gut vertreten wirst.
    Beste Grüße,
    Sebastian

    @Natalia: "Schade auch, dass das Nachwuchsprogramm so sang- und klanglos zu Ende ging". Da stimme ich zu - ich habe auch ein kurze Zusammenkunft aller am Ende vermisst. Schade, dass nur in den Workshops (zumindest bei uns in Emotion@l Bookselling) verabschiedet wurde.

  • Carolin Klemenz

    Carolin Klemenz

    @Lisa: Nur eine kleine Anmerkung zum Veranstaltungsbeginn: Auch ich stimme dir zu, dass mehr Zeit schön gewesen wäre, aber ich bin beispielsweise aus München angereist - mit sechs Stunden schon reiner Fahrzeit wäre ein Beginn vor 14 Uhr schwierig gewesen. Das ist natürlich eine Kostenfrage, weil dann eine zweite Übernachtung nötig wäre.

  • Patricia Fritzsche

    Patricia Fritzsche

    Liebe Nachwuchsnetzwerkler,
    ich bin erst seit kurzem als Referentin Berufsbildung im Börsenverein und somit noch ganz neu in dieser Position. Es ist toll, in ein so lebendiges Umfeld hineinzukommen. Gerade die Diskussionen und Beiträge auf diesem Blog und in der Nachwuchsnetzwerkgruppe von „Mein Börsenverein“ finde ich spannend und sie helfen mir, viele Ideen und Anregungen für die Planung 2010 zu gewinnen.
    Um diesen Dialog nun aufzugreifen denken wir über eine gemeinsame Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Buchmesse nach. Frau Kolb hat ja bereits kurz darüber gesprochen. Sicher werden viele von Ihnen auf die Buchmesse kommen, daher scheint uns das eine gute Idee zu sein. Sobald der genaue Termin und das Veranstaltungsformat feststehen, werden wir Sie über „Mein Börsenverein“ informieren und uns sehr über Ihr Kommen freuen. Anregungen und Ideen können Sie gerne an mich schicken.
    Herzliche Grüße
    Patricia Fritzsche

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