Recht

Deutsche Literaturgesellschaft zieht Heidenreich-Buch zurück

Vergangene Woche wurde der in Berlin ansässige Verlag der Deutschen Literaturgesellschaft abgemahnt. Grund ist die Publikation eines Buchs mit Texten von Elke Heidenreich, die auch als Herausgeberin genannt wird – obwohl sie verneint, diese Aufgabe übernommen zu haben. Auch die Rechteanfrage bei der "FAZ", wo die Texte zuerst erschienen sind, sei unklar gewesen, so Anwalt Konstantin Wegner.

Wie es in einer heute veröffentlichten Pressemitteilung der Deutsche Literaturgesellschaft heißt, habe diese sich nun "dazu entschlossen, das Buch 'Bücher könnte ich lassen, Oper nie!' freiwillig vom Markt zu nehmen."

"Es ist nicht in unserem Interesse, gegen den Willen unserer Autoren zu publizieren", erklärt Geschäftsführer Jörgen Ellenrieder. "Wir konnten nicht davon ausgehen, dass die 'FAZ' ohne Rücksprache mit Elke Heidenreich und gegen ihren Willen die Rechte an uns vermittelt hat", so Ellenrieder weiter. Die Rechte wurden von der "FAZ" lizenziert, wie Verlagsrechte aller großen Verlage weltweit üblicherweise gehandelt werden.

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1 Kommentar/e

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  • Christine Körner

    Christine Körner

    Wo bleibt der journalistische Ehrgeiz?

    Es erscheint ja schon fast nobel, wenn Herr Ellenrieder ankündigt, nicht mehr "gegen den Willen von der Autorin Elke Heidenreich" ein Buch zu verkaufen. Dass er hingegen rechtliche Schritte erfahren hat, findet sich in dieser Börsenblatt-Meldung nicht. Es wurde stattdessen nur 1:1 eine kurze Pressemeldung der dubiosen Deutschen Literaturgesellschaft zur Meldung gemacht.
    Liebe Börsenblatt-Verantwortliche, wo bleibt ihr journalistischer Ehrgeiz?
    Auf dem Rücken junger Autoren versucht hier ein Unternehmen, das von jungen Autoren viele Tausend Euro Geldleistung verlangt, auf sich aufmerksam zu machen und benutzt dazu dreist Namen von Prominenten wie Elke Heidenreich und Marcel Reich-Ranicki. Ein Skandal!

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