19.08.2009Frankreich
Bibliothèque Nationale schließt Digitalisierung ihrer Bestände durch Google nicht aus
Bislang gehörte die "Bibliothèque nationale de France" zu den Gegnern von Google. Jetzt meldet die Zeitung "La Tribune", dass die BNF einen Teil ihrer Bestände von Google digitalisieren lassen könnte. In einer Stellungnahme rückt die BNF den Zeitungsbericht zurecht: Man habe noch keine Vereinbarung mit Google unterzeichnet, schließe aber auch keine Partnerschaft aus, die der Digitalisierungsstrategie des Kulturministeriums entspreche. Voraussetzung sei zudem, dass der kostenlose, freie Zugang zu ausschließlich rechtefreien Werken respektiert würde.
Wie die
"Times" berichtet, hätten ausschließlich finanzielle Gründe den Ausschlag für den Richtungswechsel gegeben. Frankreich habe nur fünf Millionen Euro pro Jahr für das Google-Gegenprojekt "Gallica" ausgegeben – die BNF benötige aber allein für die Digitalisierung der Bestände von 1870 bis 1940 bis zu 80 Millionen Euro.
1. Hans-Jürgen Reff 19.08.2009 15:21h www.german-dataservice.de
Seit Jahren wird die Digitalisierung eines Buches (250 Seiten) für 5 € angeboten (u.a. von german-dataservice.de). Mit der Digitalisierung von 62000 Büchern für Libreka haben wir bewiesen, dass es funktioniert. Leider laufen die Herren und Damen über die Digitalisierungsbudgets weiterhin einem Phantom hinterher: es ist alles längst nicht so teuer, wie behauptet. Die Digitalisierung von einer Million alten Büchern muss nur 5 Millionen € kosten, und dies bei einer Qualität, die auch für nachfolgende Generationen ausreichend wäre.