20.08.2009
GfK Panel Services Deutschland65.000 verkaufte E-Books seit Jahresbeginn
Laut Grit Patzig, bei der GfK für die Verbraucherumfragen zu Buchthemen zuständig, bewege sich der Markt aber immer noch „auf einem niedrigem Niveau“; die Fallzahlen seien so gering, dass sich kaum verlässliche Details aus den vorliegenden Umfrageergebnissen ableiten ließen. Was sie – außer dem aktuellen Marktvolumen – jedoch mit Bestimmtheit sagen könne:
- Am häufigsten wurden Titel aus den Warengruppen Belletristik und Ratgeber heruntergeladen. Die Themen, die sich gedruckt gut verkaufen, sind offenbar auch digital gefragt.
- Im Schnitt haben die Deutschen für ein E-Book 10,26 Euro ausgegeben – die Spanne reicht von 1,99 Euro bis etwa 25 Euro.
Ermittelt wurden die Zahlen von GfK Panel Services Deutschland; monatlich erfasst der Dienst die Kaufgewohnheiten von rund 20.000 Endverbrauchern. Die nächsten Daten zum E-Book-Markt will die GfK Patzig zufolge künftig quartalsweise melden.
- Sony will E-Books nur noch im EPub-Format verkaufen [13.08.2009]
- Verlagsgruppe Random House nimmt am E-Book-Verkauf über libreka! teil [13.08.2009]
- E-Book-Wachstum in USA beschleunigt [17.06.2009]
- Digitaler Markt wächst [27.04.2009]






6 Kommentar/e
Ich nehme an, dass ein Großteil der eBooks im 2. Quartal verkauft worden sind, da der Reader erst Mitte März in Deutschland auf den Markt gekommen ist. Ich könnte mir vorstellen, dass Besitzer von eBook-Reader deutlich mehr eBooks kaufen, als solche Leser, die keinen Reader besitzen.
Ich freue mich auf die zukünftige quartalsweise Veröffentlichung von aktuellen Zahlen.
Zunächst ein Dank an ,leser` und den
kleinen Kommentar von Ihnen.
Vielleicht haben Sie mit der
,Hypekultur` recht.
Wir müssen nicht jeden neuen Trend
hochjubeln. Es gibt so viele Medien in
unserer ,Medienlandschaft` und jeder
kann und soll frei auswählen, was er
nun möchte.
Doch leider rennen bei uns viele
Menschen hinter den neuen Errungen-
schaften der Technik her.
Es fehlt heute ein überlegtes Nach-
denken, ob dies sinnvoll für mich
ist (oder auch nicht).
Letztendlich bleibt es jedem selbst
überlassen, wie und mit was er seine
Freizeit gestalten will.
Den ,Mittelweg` bei den neuen Medien
zu finden, wäre ein gangbarer Weg.
Harald Kraft, Bibliotheksangestellter, München