Verlage

Holtzbrinck-Verlage steigen ins E-Book-Geschäft ein

12.10.2009Start mit 800 Titeln

Holtzbrinck-Verlage steigen ins E-Book-Geschäft ein

Zur Frankfurter Buchmesse bieten die Verlage Droemer Knaur, Fischer, Kiepenheuer & Witsch und Rowohlt jetzt auch E-Books an. Die zur Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck gehörenden Häuser starten eigenen Angaben zufolge mit rund 800 Titeln; bis zum Jahresende sollen 1.500 Titel lieferbar sein. Die Preise der E-Books orientieren sich am Ladenpreis der günstigsten gedruckten regulären Ausgabe. Wenn ein Hardcover als Taschenbuch erscheint, soll sich auch der E-Book-Preis entsprechend reduzieren.

Die Holtzbrinck-Verlage haben für ihr E-Book-Geschäft mit verschiedenen Partnern Verträge abgeschlossen, unter anderem mit dem Internet-Buchhändler buecher.de und dem Lesegerätehersteller txtr, die beide angekündigt haben, zur Buchmesse mit ihren Verkaufsplattformen online zu sein. Auch Libri, Umbreit und weitere über diese Unternehmen mittelbar eingebundene Buchhändler sollen in Kürze folgen.

Jede Buchhandlung kann über Zwischenhändler wie Libri und Umbreit die E-Books anbieten oder auch direkt an das Auslieferungssystem des zur Holtzbrinck-Gruppe gehörenden Verlagsdienstleisters HGV angeschlossen werden. Dort werden die E-Book-Daten gespeichert und mit einem DRM-(Digital Rights Management-)Kopierschutz versehen. Die Kunden können die gekauften Titel auf ihrem Reader sowie auf fünf weiteren Lesegeräten zum persönlichen Gebrauch nutzen.

Mehr zum Thema

Schlagworte:
Holtzbrinck, E-Books

Anzeige

2 Kommentar/e

1. ebook fan 13.10.2009 12:30h

Das ist mal wieder eine typische Konzernlösung. Man kriegt für das gleiche Geld nicht mal mehr ein gedrucktes Buch, sondern nur digitale Daten, die man nicht überall und für immer lesen, sondern nur auf 5 Geräten mit DRM nutzen kann. Unternehmerischer Mut sieht anders aus. Das sind Abwehrkämpfe einer Branche, die eben nicht digital denkt, sondern ihre Pfründe sichern will. Ich kann nur sagen: senkt die Preise, wenn ihr gegen englische Bücher und Piraten eine Chance haben wollt!

2. Stefan 14.10.2009 08:14h

"Jede Buchhandlung kann über Zwischenhändler wie Libri und Umbreit die E-Books anbieten"

Und wie soll das dann konkret aussehen?
Ich verkauf' das Buch und gebe dem Kunden einen Link zur Verkaufsplattform, auf der der Kunde dann in Zukunft direkt einkaufen kann/soll ?

Kommentar schreiben

Wir bitten um sachliche Kommentare zum Thema.

Ihr Kommentar

Bitte geben Sie diese Buchstabenfolge hier noch einmal ein:. Wenn Sie die Buchstabenkombination nicht entziffern können, erhalten Sie durch Klick auf die Buchstaben eine neue Kombination. TIPP: Zwischen Klein- und Großbuchstaben müssen Sie nicht unterscheiden.