Literarisches Leben
17.10.2009Übersetzerpreise der Rowohlt-Stiftung
Das Chinesische kennt fantasievollere Flüche
Das hat Tradition, denn nicht wenige der illustren Gäste kommen zu dem schönen festlichen Abend nunmehr seit 18 Jahren aus Amerika und England, einige haben mit dem großen alten Verleger und Namensgeber der Auszeichnung noch beieinander gesessen.
Nicht zufällig im Jahr, da China Ehrengast der Buchmesse ist, nahm Monika Motsch den mit 10000 Euro dotierten Jane Scatcherd-Preis für ihre Übersetzungen des chinesischen Autors Qian Zhongshu entgegen; Motsch sprach Deutsch. Chinesisch hätte kaum jemand verstanden. Schade, denn: „Im Vergleich zum Deutschen besitzt das Chinesische fantasievollere Flüche, subtilere Komplimente und Beleidigungen“, so die Übersetzerin. Den Paul Scheerbart-Preis und somit 5000 Euro erhielt Alissa Walser für ihre Übertragung der Gedichte Sylvia Plaths.


