Ausland
23.10.2009USA
US-Buchhändler verlangen Kartell-Untersuchung gegen Online-Händler
Die ABA macht in dem Brief die Rechnung auf: US-amerikanische Verlage beliefern den Buchhandel in der Regel mit Rabatten zwischen 45 und 50 Prozent. Auch die Online-Händler erhalten keine höheren Rabatte, heißt es in dem Brief. Damit würde Stephen Kings neuer Roman „Under the Dome“ an den Handel zum Preis von 17,50 US-Dollar abgegeben werden. Die Online-Händler erwirtschaften mit ihrer derzeitigen Preisstrategie also mit jedem verkauften King-Buch einen Verlust von 8,50 US-Dollar.
Daraus schließt die ABA, dass die Online-Händler mit Dumping-Preisen arbeiten, um die Marktführerschaft bei Hardcover-Bestsellern zu erlangen. Dies führe zu massiven Benachteiligungen anderer Marktteilnehmer sowie zu nachhaltigen Beschädigungen der gesamten Branche, heißt es in dem Brief, der auch das Amazon-Preismodell für elektronische Bücher kritisiert: Dort werden E-Books pauschal zum Preis von 9,99 US-Dollar angeboten, unabhängig vom Preis der gedruckten Ausgaben.



1. buchpreisbindung 24.10.2009 13:00h -
Das ist eine gute Meldung.
Verlage gaben in den USA ihre Pfründe aus der Hand. Sie werden wirtschaftlich vom "Riesen" aufgefressen und kaum eigenständig überleben.
In Europa kann dies in den nächsten Jahren kaum passieren denn: Solange Bücher preisgebunden sind wird ein legaler Markt nie entstehen. Der Wert des Buches (Inhalt) ist auf Dauer geschützt und kann nicht raubkopiert werden.