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28.10.2009Kataloggeschäft
Quelle-Insolvenz: Verluste für Weltbild und Bertelsmann
Von der Pleite betroffen ist zudem Bertelsmann – etwa über die Beteiligung an Prinovis: Das Joint Venture mit Springer druckte große Teile des Quelle-Katalogs.
Der insolvente Quelle-Versand Quelle bereitet derzeit die Räumung seiner Lager mit 18 Millionen Artikeln vor. "Wir haben in den Lagern fast 18 Millionen Artikel auf 25.000 Paletten. Das ist ein Ausverkauf, wie ihn bisher noch niemand bewältigt hat", sagte Thomas Schulz, Sprecher von Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg, der Zeitung "Die Welt". Görg hatte eine solche Rabattaktion nach dem Scheitern der Verkaufsverhandlungen angekündigt, um die Lager innerhalb der nächsten vier bis sechs Wochen leerzuräumen.



1. Peter Eich 28.10.2009 16:23h
500.000 lieferbare Titel? Kaum zu glauben...
MfG: Peter Eich
2. LISA! Sprachreisen 28.10.2009 18:04h http://blog.lisa-sprachreisen.de/
Mit Quelle geht ein Erfolgsunternehmen verloren, dass seit 1927 die Konsumgesellschaft begleitet. Gustav Schickedanz konnte sich mit Quelle gegen die Wirtschaftskrise ab 1929 durchsetzen, da eine steigende weibliche Erwerbsquote und wachsende Urbanisierung für eine stetige Nachfrage nach Bekleidungsartikeln erzeugte. Das Wirtschaftswunder ab 1949 katapultierte das Unternehmen nach oben. Die Wende kam 1973 mit dem Ölschock, als die Bevölkerung stetig abnahm und der Aufbau des stationären Handels Kapital und Liquidität band, das größte Problem wie man dem Beitrag entnehmen kann (500.000 Titel @Peter Eich). Quelle schaffte den Sprung vom Katalog-Händler zum Internet-Händler in den letzten 15 Jahren nicht und scheiterte an den hohen Fixkosten, der geringen Substanz und am teuren Factoring (Waren auf Rechnung). Wie im Artikel angedeutet reißt es nun zahlreiche Zulieferer und Tochtergesellschaft mit in die Insolvenz.