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16.12.2009Kunstbuch

Jetzt offiziell: Springer zum Birkhäuser-Verkauf an Actar

Das Design- und Architektursegment von Birkhäuser wechselt zur spanischen Konkurrenz – für Actar war der Neuzugang laut Geschäftsführer Ramon Prat "eine gute Gelegenheit".

Vergangene Woche wurde der Verkauf des Mutterhauses Springer an den Investor EQT verkündet - heute folgte nun die offizielle Meldung, dass sich Springer im Vorfeld dieses Deals vom Architektur- und Designsegment seines Schweizer Ablegers Birkhäuser getrennt hat.

Der Verlag Actar (Barcelona) übernimmt das Buchprogramm und die Design-Zeitschrift »Form«. Birkhäusers naturwissenschaftliche Titel bleiben bei Springer Science + Business Media – der Fachverlag will sich künftig ganz auf Wissenschaft, Technik und Medizin konzentrieren. Actar-Geschäftsführer Ramón Prat nannte den Zukauf »eine gute Gelegenheit«. Actar rücke damit weltweit zur Nummer eins der Architekturverlage auf, gemessen an Verkaufs- und Titelzahlen.

Birkhäuser soll als Imprint in Basel weitergeführt werden – was auch die Actar-Präsenz im deutschsprachigen Raum stärken dürfte. Den Vertrieb übernimmt ab Januar die Verlagstochter Actar D, die weltweit 80 Partnerverlage und Institutionen betreut und seit 2009 in Deutschland über die LKG ausliefert.

Die Wettbewerber sind wachsam: »Inhaltlich passen Actar und Birkhäuser gut zusammen. Vieles hängt jetzt davon ab, ob das Lektorat in Basel erhalten bleibt«, so Martin Wichert, Marketingleiter bei Hatje Cantz: »Wir haben lieber gute Konkurrenz als gar keine.«

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2 Kommentar/e

1. Jerzovskaja 16.12.2009 15:33h herzglut.com Jerzovskaja

Mein Verlag Herzglut musste 2007 den Erlös aus den internationalen Verkäufen von "Fussballhelden" (2006), die über Actar D ausgeliefert wurden, in einem Gerichtsprozess zurückfordern. Das Verfahren zog sich über viele Monate und ist nun abgeschlossen, ich habe das Geld mit einem Jahr Verzögerung erhalten. Bis heute habe ich nie einen Grund erfahren, warum Actar D die mit mir eingegangenen Verträge nicht respektiert hat. Die Gebrüder Prat haben sich auch nie dazu geäussert. Ich wüsste nicht, warum Actar D mit anderern Partnern besser umgehen sollte. Bin erstaunt, dass Actar solche Mittel zur Verfügung hat?

2. Designlovr 02.12.2011 11:41h Designlovr

...wie man kürzlich nicht nur in der NZZ lesen konnte, ist das Unterfangen jetzt ja auch gründlich schiefgegangen - und der Verlag steht offenbar vor der Pleite.

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