Thema LERNHILFEN 2010
Verlagsempfehlungen zum Thema Lernhilfen 2010
25.01.2010Lernhilfen
Ende der Expansion im Nachmittagsmarkt
Der Trend zu individueller Förderung und der zunehmende Druck auf Kinder und Jugendliche, in knapper Zeit viel erreichen zu müssen: Das sind Rahmenbedingungen, die dem Handel mit Lernhilfen und Prüfungstrainern einen Aufschwung bescheren müssten.
Lange Zeit expandierte der Markt ja auch – doch nun kommt offenbar Katerstimmung auf. Selbst Cornelsen-Geschäftsführer Wolf-Rüdiger Feldmann meint, dass sich der einst positive Trend im Nachmittagsmarkt so nicht fortsetzen wird.
Die Zahlen purzeln längst. Bereits 2008 waren die Umsätze mit Lernhilfen rückläufig, immerhin scheint der Bodensatz nun erreicht: Die meisten Verlage erwarten für 2009 stabile Ergebnisse, wie eine Börsenblatt-Umfrage ergab. Zu Details wollte sich jedoch niemand äußern.
Im Bereich der Lernhilfen mit Zahlen zu jonglieren, ist also schwierig – in kaum einem anderen Segment sind Verlage in Sachen Umsatzentwicklung schweigsamer. Sogar der Verband VdS Bildungsmedien kann allenfalls schätzen, wie viel pro Jahr und Warengruppe umgesetzt wird.
Da die Daten für das Jahr 2009 erst kurz vor Beginn der Didacta, Anfang März, vorliegen werden, hier ein kurzer Blick zurück auf 2008: Mit Lernhilfen setzten deutsche Verlage mehr als 52 Millionen Euro um, hinzu kamen etwa 23 Millionen Euro für Lern- und Schulsoftware.
Lernhilfen-Markt in ZahlenMarktvolumen: ca. 90 Mio. Euro
Lieferbare Lern- und Lektürehilfen laut VLB, 2009: rund 14 950 Titel
Umsatz mit Lernhilfen, 2008:
ca. 52,5 Mio. Euro (Niveau wie 2007)
Umsatz mit Lernsoftware, 2008:
ca. 23 Mio. Euro (minus zehn Prozent)
(Quelle: VdS Bildungsmedien)
Harald Fette
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