Thema LERNHILFEN 2010

Verlagsempfehlungen zum Thema Lernhilfen 2010

Das muss sich noch entwickeln: Lernplattformen im NetzDas muss sich noch entwickeln: Lernplattformen im Netz© Renee Jansoa / Fotolia

27.01.2010Lernhilfen

Mit dem Lernen im Internet Geld verdienen

Start-ups und branchenfremde Unternehmer mischen den Markt mit Online-Angeboten auf. Die neuen Wettbewerber eröffnen den Verlagen aber auch Chancen.

Im Berliner Büro von bettermarks.com heißt es nicht kleckern, sondern klotzen. Bisher hat Geschäftsführer Arndt Kwiatkowski einen "siebenstelligen Betrag" in die Lernplattform für Mathematik investiert. 40 Vollzeit-Mitarbeiter kümmern sich um Content-Produktion, Programmierung und Vertrieb. "Wir setzen auf ein Freemium-Modell", so Kwiatkowski, der 1997 ImmobilienScout24 gegründet hat. Schulen können die Software dauerhaft kostenlos einsetzen. Die private Nutzung für den Nachmittagsmarkt soll zehn Euro im Monat kosten.

Kwiatkowski, ­Internet-Millionär und Quereinsteiger in den Lernhilfe-Markt, glaubt nicht, dass er gegenüber Verlagen schlechtere Chancen hat: "Der kritische Erfolgsfaktor ist das Wissen darum, wie man Inhalte interaktiv aufbereitet. Und genau hier bringen wir Erfahrung mit."

Verlage beobachten den Markt

Buchverlage reagieren eher abwartend. "Wir beobachten den Markt", sagt Nico Enger, Pressesprecher bei Cornelsen. Bereits 1999, lange vor SchülerVZ und Facebook, brachte Cornelsen die Lernplattform ­learnetix.de auf den Markt – und stellte sie bald darauf wieder ein. "Eine Bezahl-Plattform konnte sich zu diesem Zeitpunkt nicht auf dem Markt behaupten", so Enger.

Statt eigene Angebote aus dem Boden zu stampfen, bevorzugen Bildungsverlage Kooperationen mit jungen, zielgruppennahen Start-ups. So macht der Pons Verlag gemeinsame Sache mit der Sprachplattform busuu.com. Eine Win-win-Situation: Busuu.com holt sich ansonsten teuren Profi-Content auf die Website und Pons erspart sich den mühsamen Aufbau einer Community. Die neuen Plattformen sofatutor.de und cobocards.de ziehen ebenfalls Verlage an.

Hohe Kosten, Erlöse fraglich

Viel Geld versenken lässt sich im Internet allemal, das zeigt die gescheiterte Lernplattform Skoyo. Schätzungen zufolge hatte Bertelsmann erfolglos 20 Millionen Euro in die Website investiert, bevor der Sender SuperRTL das Ruder übernahm. Laut Thomas Barbiel, Pressesprecher bei SuperRTL, soll Skoyo als eigenständiges Angebot neben den anderen RTL-Lernplattformen bestehen bleiben: "Scoyo hat einen edukativen Schwerpunkt, die Toggo-Sites einen spieleri­schen." Aber auch bei Toggo tritt man anscheinend auf der Stelle. Die Abozahlen hätten sich "auf einem hohen Niveau eingependelt", so Barbiel.

Sandra Schüssel

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2 Kommentar/e

1. Amelie 15.04.2011 11:49h

Interessant ist aber auch der Cornelsen-Verlag, bzw. wie er zu "online lernen" steht. So hat Cornelsen seine eigene Online-Lernplattform namens <a href="http://www.lerncoachies.de/">LernCoachies.de</a>. entwickelt. Das Besondere ist, dass die Lernplattform auf den Cornelsen-Schulbüchern aufbaut und sie vertieft.
So lassen sich die online- und offline-Angebote sehr gut ergänzen.
Viele Grüße, Amelie

2. Amelie 15.04.2011 11:55h

Verzeihung, mein geposteter Link zu LernCoachies.de hat sich leider zerstört.
Hier noch einmal: http://www.lerncoachies.de
Viele Grüße, Amelie

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